Akis Jahresrückblick 2023

Zwischen unsterblichen Mafiosi, wie die Fliegen dahinscheidenden Superreichen und den großen Helden der Menschheitsgeschichte verging das Jahr 2023 wie im Flug. Wobei: nicht immer. Hin und wieder zog es sich, wenn es darum ging, die wohl coolste Version von Buddha endlich richtig kämpfen zu sehen oder wenn das Veröffentlichkeitsdatum des neuesten Final Fantasy-Ablegers erst nicht kommen mag und dann genau erscheint, wenn Frau auf den Spuren ihrer Lieblingswikinger durch Island streift. Schön, wenn dann diese Wartezeiten durch Titel verkürzt werden, die so gar nicht auf dem Schirm standen. Denn wer hätte gedacht, dass ein diebischer Barde und seine freaky Gang einen so zum Lachen bringen? Oder dass die stolzen Ritter der Tafelrunde ein Feuer entfachen, das die Motivation nach allen möglichen historischen Stoffen weckt? So etwas tröstet einen dann auch über vorhersehbare Mordermittlungen im schönen Venedig. Geschweige denn über den einen oder anderen Fehlkauf im Manga-Bereich. Einige meiner schönsten oder schlimmsten medialen Momente verrate ich in meinem Jahresrückblick.

Fingerschnippend in den Januar mit Wednesday, Mob und Jack the Ripper

Manchmal sagt man doch, dass das erste konsumierte Medium des Jahres einem Glück bringt. Noch nie gehört? Dann ist es mir jetzt ganz spontan in den Sinn gekommen, denn mit der Netflix-Serie Wednesday startete ich mehr als vergnügt ins Jahr 2023. Als Addams Familiy-Fan *schnippt passend mit den Fingern* ist es eine Freude, wie gut die Schauspielenden in ihren Rollen aufgehen und der böse Humor der Vorlage nicht verloren ging. Ich sage nur: Piranhas. Leider hielt mein glückliches Händchen *hihi* nicht lange, denn der Film The Pale Blue Eye forderte viel von meiner Geduld. Die Story verliert sich zu sehr in eine langweilige Liebelei, bis dann jedoch das Finale und das letzte Gespräch soviel wieder herausholen, dass es einen echt ärgert, dass der Mittelteil so zäh ist. Von der ersten bis zur letzten Folge konnte hingegen die finale Staffel Mob Psycho 100 überzeugen. Geniale Animationen, eine emotionale Aussprache nach der anderen sowie ein Ende, das mich mehr als zufrieden zurücklässt. Ebenso überraschte die zweite Staffel von Record of Ragnarok mit richtig spannenden Matches und viel besseren Animationen. Vor allem Buddha tat es mir an. Mit Barakamon ging hingegen endlich eine Manga-Reihe zu Ende, die für mich schon früher zum Schluss hätte kommen sollen. Die Witze wiederholten sich, außerdem entwickelte sich von den Charakteren kaum noch jemand weiter, sodass dieses auf der Stelle treten langweilte. Wobei das noch besser ist, als das, was Abara bietet. Die Geschichte lässt einen nämlich im Grunde sehr ratlos zurück. Bleibt die Hoffnung, dass ich mit dem Neustart von White Light Ceremony alles richtig machte. Immerhin: Der erste Band enttäuschte nicht.

Ein kalter Februar mit sprechenden Köpfen in einem Kühlschrank, einem Quietscheentchen und Schattendouble

Simon Becketts David Hunter-Reihe habe ich sehr gerne vor einigen Jahren gelesen. Daher konnte ich mir die Serienumsetzung nicht entgehen lassen und ich muss sagen, dass Harry Treadaway eine passende Besetzung für David ist. Nur setzte das Produktionsteam das erste Buch nicht gerade liebevoll bzw. einfach zu hastig erzählt um, sodass keine Spannung aufkommt. Der zweite Part, damit auch mein Lieblingsband der Reihe, welcher auf einer kleinen schottischen Insel spielt, ist hingegen stimmungsvoll, spannend und klasse umgesetzt. Mit dem Film Wind River holte ich einen älteren Titel nach. Die spannende Handlung gepaart mit einem aufwühlenden Thema gefällt mir. 
Auf der Arbeit rollte mir gefühlt der Comic Ein Kühlschrank voller Köpfe vor die Füße. Der seltsame Titel und das Cover lockten mich und so begann ich ihn spontan zu lesen. Die Story ist total abgedreht, macht aber so viel Laune, wenn man wie ich auf Horrorgeschichten steht. Was ich nur nicht wusste, dass dies die Fortsetzung eines anderen Comics ist. Nun gut, dann nahm ich mir den auch noch zur Brust und Ein Korb voller Köpfe von meinem Lieblingsautoren Joe Hill ist nicht weniger unterhaltsam. Richtig ins Schwarze traf die Anime-Umsetzung von Summer Time Rendering, die ich zum Glück am Stück schaute, was bei der spannenden Handlung nur zu gut ist. Wer auch einmal die Gelegenheit hat und Final Fantasy-Fan ist, sollte auf eines der Konzerte gehen. Ich hatte die Gelegenheit, einige seiner Lieblingsstücke von einem Orchester live vorgetragen zu bekommen. Es ist einfach ein Erlebnis, vor allem, wenn das Publikum aus lauter Fans besteht. „One Winged Angel“ aus FFVII, oder ein Medley aller Chocoboo-Melodien – bei dem eine Gummiente und eine Luftpumpe die Laute der Vögel nachmachten – es wurde ein unvergesslicher, magischer Abend.

Geisteraustreibend durch den März, mit den Duos Momo & Okarun, Ed & Lorraine Warren und Miyo Saimori & Kiyoka Kudo

Wenn eine Geisterjägerin und ein Akte X-Boy sich streiten, dann freut sich die Aki. Ob nun die Ghostbusters oder Scully und Mulder, ich bin mit beiden Titeln groß geworden und finde aufgrund dessen nicht nur ein wenig Spaß an der Lektüre der Manga-Reihe Dandadan. Eben weil sich die Geschichte nur schwer in eine Schublade stecken lässt, eine verrückte Idee nach der anderen kommt, daneben auch noch zwei liebenswürdige Hauptcharaktere eine schöne Chemie präsentieren. Ähnlich geht es mir mit den Charakteren aus Meine ganz besondere Hochzeit. Lange schlich ich um die Manga-Bände herum und dann bin ich doch schwach geworden, allerdings bereue ich den Kauf nicht. Die Geschichte zieht sofort in ihren Bann, denn Miyo ist eine Figur, der man die Daumen für ein besseres Leben drückt. Gespannt war ich auf den dritten Streich von Ed und Lorraine Warren, besser bekannt unter dem Titel The Conjuring 3: Im Bann des Teufels. Zum Glück kein weiterer Aufguss des Musters „Irgendetwas steckt in einem Haus“, sondern ein paar neue, attraktive Probleme, welche auf das sympathische Ehepaar warten. Ein etwas anderes Kinoerlebnis war Inside⁣ mit einem tollen Willem Dafoe und einem Teil des Produktionsteams in den Reihen vor sowie hinter mir. Ersteres überraschte nicht, denn der Mann kann schauspielern, letztes war eine große Überraschung, denn es war ein ganz normaler Kinobesuch. Doch als plötzlich der Produzent vorne anfing eine Rede zu halten, das zuständige Visual Effects-Team hinter mir abging, fühlte es sich mehr wie ein Festivalbesuch an. Das Erlebnis selbst bleibt unvergesslich. Der Film nicht.
Im Bereich der Animes gingen die Wintertitel zu Ende. Damit endeten Blue Lock (inhaltlich gut umgesetzt, aber schwache Animationen), Kaina of the Great Snow Sea (interessantes Setting, aber andere Probleme) und Trigun Stampede. Letzteres ist eine kleine Pralinenschachtel. Ich wusste nicht, was mich erwartet und kann schlicht sagen, dass der Titel sehr gut unterhält.

Mit den Schwertern von Bedivere, Krona und einer Laute von Edgin Darvis durch den April

Wer sich wundert, dass ich bis jetzt kein einziges gelesenes Buch erwähnte, dem folgt nun eine Erklärung: Seit Januar las ich an Susanne Pavlovics Feuerjäger-Trilogie, welche mit dem Band Das Schwert der Königin ihr Ende fand. Insgesamt machte mir die Reihe Spaß und die Figuren schloss ich ins Herz, allerdings bin ich kein Fan des letzten Abschnitts. Die drei Musketiere – D’Artagnan stach leider an meiner Freude vorbei. Die wie eine Fliege hinterher summende Kamera nervte einfach zu sehr, sowie dass die drei älteren Kämpfer nur eine Nebenrolle spielen. Trotzdem: Das Versprechen ist da, auch den finalen zweiten Teil im Kino anzuschauen. Eine der größten Überraschungen in diesem Jahr sollte der sehr spontane, nichts über die Handlung vorher wissende Kinobesuch von Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben darstellen. Ich sitze also da, entfliehe damit wirklich nur einem Wochenende, an dem keiner meiner Freunde Zeit hatte und erlebte einen Film, der mich so oft zum Lachen brachte, dass ich nach dem Abspann gleich Lust auf einen zweiten Durchlauf hatte.
Ungewohnt war der Besuch der Leipziger Buchmesse im April. Normalerweise findet diese immer im März statt, doch 2023 stellte eine Ausnahme nach all den Corona-Ausfällen dar. Wieder durch die Hallen zu streifen, fühlte sich toll an. Die Stimmung selbst war angenehm, nur fehlte mir persönlich Programm. Nun gut, ich war froh, wieder hingehen zu können. Einen interessanten Eindruck hinterließ der Film Old. Die Idee hat einfach etwas und vor allem regt die Geschichte zu einer Diskussion an. Ein durchwachsenes Erlebnis ist hingegen der erste Teil Fate/Grand Order – Divine Realm of the Round Table: Camelot Wandering;Agateram – der Titel ist zu lang! – auf den ich mich so gefreut hatte. Das Charakterdesign weicht schon sehr von den anderen Ablegern ab und die Story holpert sich auch ein wenig durch die Laufzeit. Kein Wunder, bei der Spielzeit musste der Autor ordentlich die Game-Story von mehreren Stunden herunterkürzen. Trotz der negativen Punkte gefiel mir der Ansatz, außerdem trafen die Ritter der Tafelrunde mit ihren Schwertern genau ins Schwarze!
Im April stand auch ein geekisches Jubiläum an: Zwei Jahre schon spielte ich Touken Ranbu -ONLINE-. Mittlerweile umfasste meine Sammlung der Figuren fast 80 Prozent, jedes Event spielte ich mindestens zwei mal durch und das sorgte dafür, dass sich langsam Langeweile einnistete in meiner vollen Zitadelle. Und was noch schlimmer war, ihr Bruder „Genervt“ zog mit ein. Durch den FGO-Film spielte ich daher immer mehr mit dem Gedanken, mich einem neuen Spiel zuzuwenden, konnte aber noch nicht so ganz das Verlassen meiner lieben Schwerter übers Herz bringen.

 

Ermittelnd durch den Mai mit Kimberley Reynolds, John Leguizamo und Charles, Oliver und Mabel

Ich fand endlich Zeit, den zweiten Film Fate/Grand Order – Divine Realm of the Round Table und das große Finale Grand Temple of Time: Solomon anzuschauen. Was soll ich schreiben? Ersterer ist kein Vergleich zum vorigen Teil, denn mit Studio Production I.G drehen die Kämpfe so richtig auf. Die Story zieht nun auch mehr in ihren Bann und eine Szene ist sogar so genial, dass ich sie mir einfach dreimal hintereinander anschaute. Der Abschlussfilm selbst ist okay, aber auch da merkt Frau, dass die Game-Handlung viel zu umfangreich ist, um in diese kurze Spielzeit zu passen. Geübte Hobby-Sherlockien werden schon eine Deduktion bei diesen Worten anstellen und sie liegen richtig damit, wenn sie behaupten, dass die Schreiberin Game-Erfahrung vorweist. Und ja, seit Mai 2023 reise ich mit der Game-Vorlage durch die Zeiten. Ich hatte vorher so meine Bedenken, weil es immer hieß, die Drop-Rate wäre so mies, aber durch Touken Ranbu bin ich viel Schlimmeres gewohnt. Seitdem vergeht echt kein Tag, an dem ich das Spiel nicht ein wenig weiterspiele. Schuld tragen daran die spannende, emotionale Handlung und der Fakt, dass ich als geschichtlich neugieriger Mensch voll auf meine Kosten komme. Die witzigen Events tun ihr Übriges, um mich bei Laune zu halten. Die Ermittlungen in Only Murders in the Building gingen auch endlich in die zweite Runde. Dabei zog die Neugier extrem an, weil die Folgen es aber auch schafften, den Spannungsbogen dauerhaft aufrecht zu halten. Ähnlich erging es mir auch mit der zweiten Staffel von Shadow and Bone – Legenden der Grisha, welche die Ereignisse aus den Buchvorlagen um einiges ansprechender erzählt, weil das Liebeschaos weniger schlimm ausfällt. Bei den Manga-Reihen von Mika Yamamori schlage ich nicht immer gleich zu. This Lonely Planet fällt nach einem guten Start nämlich ziemlich weit ab, trotzdem klang Mooning Over You nicht schlecht, weswegen ich dem Titel eine Chance gab. Bis jetzt, Ende des Jahres und einige Bände weiter, mag ich die Geschichte dank ihren realistischen Ansätze.
Kein Jahr ohne einen neuen Band von Ben Aaronovitch! Die schlafenden Geister des Lake Superior erzählt dabei eine Geschichte fast ganz ohne Peter, aber dafür mit einer taffen FBI-Agentin und einem spannenden Problem. Gerne mehr! Auf der Suche nach etwas Humorvollen klickte ich auf John Leguizamo’s Latin History for Morons. Das Thema des Auftritts ist lustig verpackt, aber er spricht auch viele ernste Aspekte an, daher (sowie wegen des coolen vermittelten Geschichtswissens) vergebe ich fünf von fünf Tanzschritten.

Auf Reisen im Juni mit Thorfinn, Clive Rosfield und Kiruko

Gelacht, geweint, mitgefiebert und noch viele weitere Gefühle erlebte ich beim Schauen der zweiten Staffel von Vinland Saga, welche mich wie kein anderer Titel so richtig emotional durchschüttelte. Dabei stellt jede Folge ein Meisterwerk der Erzähl- und Animationskunst dar. Ich könnte jetzt noch stundenlang darüber schreiben, belasse es einfach bei einem einzigen Abschlusswort: perfekt! Etwas, das ich auch fast über die Anime-Umsetzung von Heavenly Delusion erzählen kann. Die gleichnamige Manga-Vorlage lese ich schon lange sehr gerne, denn die zwei ineinander verwickelten Handlungsstränge erzählen eine schöne Mystery-Geschichte mit vielen packenden Fragen. Mit Skip to Loafer ging eine sehr herzliche Geschichte mit liebenswerten Figuren zu Ende. Ein großer Wunsch ist, dass eine zweite Staffel folgen wird. Beim vierten Streich von Golden Kamuy dauerte es diesmal, bis der große Funke übersprang. Viele der Parteien bremsen die Handlung sehr aus, trotzdem ging ich gerne mit allen auf Goldsuche.
Ich hoffe, dass ich doch noch die Motivation finde, Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin zu beenden. Dabei hänge ich in den letzten Spielzügen, doch die monotonen Level plus das eintönige Gameplay zogen einfach irgendwann nicht mehr. Und wenn dann plötzlich nach all den Jahren des Wartens Final Fantasy XVI in meinen Händen liegt wie der Heilige Gral selbst, ist es wohl logisch, dass meine PS5 anderes Futter bekommt. Vor allem wenn der Start des Spiels einen sofort in eine andere Welt und packende Geschichte schleudert!
Im Juni konnte ich mir endlich einen Traum erfüllen: eine Reise nach Island. Schon lange faszinierte mich das Land aus Feuer und Eis und neben den Highlights der Natur freute ich mich auf den Besuch der Leif Erikson Statue in Reykjavik, denn Dank Vinland Saga kenne ich den Mann besser. Ein paar andere geekische Momente hielt der Urlaub auch bereit, wie zum Beispiel der Besuch des Walmuseums, in dem der Dokumentarfilm Sonic Sea zu sehen ist. Wie sehr unsere Meeresbewohner unter dem von Menschen gemachten Lärm leiden, war mir bis dahin noch nicht zu 100 Prozent bewusst und die erschreckenden Bilder und Erklärungen sorgten dafür, dass mir die Tränen kamen. Auf dem Rückflug standen einige Filme zur Auswahl. The Menu entpuppte sich dabei als gar nicht so schlechter Zeitvertreib. Schade nur, dass wir zu guten Wind hatten, ferner ich deswegen beim zweiten Film The Banshees of Inisherin irgendwann einen Teil skippen musste, damit ich das Ende noch sehen konnte. Dementsprechend gebe ich für diesen keine endgültige Bewertung ab. Aber das bis dahin Gesehene überzeugte durch die nachvollziehbaren Gefühle und die Top-Schauspielenden, welche sie vermitteln. Da ich im Urlaub im kleinen Ort Vik war, schaute ich mir wieder in meinen heimischen vier Wänden die Serie Katla an. Die Warnung einer Isländerin, dass die Serie nichts für ohnehin schon deprimierte Leute ist, unterstreiche ich. Insgesamt zog sie sich leider auch sehr. Dabei ist die Idee gar nicht schlecht, auch wecken die Bilder meine Sehnsucht nach der Insel.

 

Auf geschichtlichen Spuren im Juli mit Buddha, Gilgamesh und Hyouma Kunato

Meine Gebete wurden endlich erhört: Die letzten Folgen der zweiten Staffel von Record of Ragnarok standen bei Netflix bereit und dass ich mich wie eine ausgehungerte Hyäne darauf stürzte, kann ich ehrlich schreiben! Schließlich endet die erste Hälfte beim Kampfbeginn von Buddha! Genau der Kerl hatte so meine Neugier geweckt und das Warten lohnte sich: Ein sympathischer Kerl kämpft gegen einen Gegner, der einige Überraschungen parat hält – perfekte Unterhaltung. Nur heißt es jetzt leider hoffen und beten, dass eine dritte Staffel folgt. Zusammen mit Sapamo warfen wir unser Geld in einen Topf, um uns die zweite Staffel Tsurune – The Linking Shot – zu kaufen. Kyoto Animationen zieht bei dieser wirklich alle Register, denn nicht nur lassen die Bilder einen schmachten, sondern auch der Klang, bzw. die Geräusche verzaubern. Inhaltlich bietet sich eine tolle Story und ich sage nicht nein zu einer dritten. Bei dem Special Fate/strange Fake: Whispers of Dawn bin ich froh, dass die Produzenten sofort eine Serien-Umsetzung ankündigten. Schließlich ließen mich schon diese Spielminuten huldigend zurück. Das liegt nicht nur an einem arrogant-charmanten Gilgamesh, sondern an sehr abwechslungsreichen Teilnehmern, die sich meine Neugier angelten.
Eine kleine Überraschung war für mich der Film Air. Eher spontan angefangen, trafen die tollen Dialoge bei mir einen Nerv. Auch Mononogatari – Die Wächter der Artefaktgeister entpuppte sich als tolle Manga-Lektüre. Klare Zeichnungen, sympathische Figuren und eine packende Handlung versprechen hoffentlich lange gute Unterhaltung. Mit meinen Freundinnen ging es auch noch ins Kino. Elemental stellte sich dabei als Titel heraus, dessen unlogische Dinge sich regelrecht in die Netzhaut brannten. Allerdings berührt die Geschichte.

Eine Spritztour mit Christine, Batman und Ran im sonnigen August

Während in den Sommermonaten das komplette Chaos auf den Schienen herrschte, ich dadurch fast jeden Tag 40 Minuten später zu Hause war, schaffte ich es dadurch immerhin gut durch den dicken Wälzer Christine von Stephen King. Wenigstens ein positiver Effekt meines täglichen Arbeitswegs! Der Roman selbst besticht durch eine toll dargestellte Freundschaft, doch ansonsten fällt mir gar nicht viel ein, was ich schreiben soll. Da gibt es einfach viel bessere Geschichte des Meisters des Horrors. Mit Band 7 ging die verrückte Manga-Reihe Ran und die graue Welt leider zu Ende. Ich hätte gerne noch mehr Abenteuer mit all den Figuren in dieser magischen kreativen Welt. Die Hoffnung ist da, denn wer weiß, was die Mangaka nach Folge den Wolken nach Nord-Nordwest zeichnen wird. Mit Free! the Final Stroke schwamm die Geschichte rund um die Sportschwimmer ihre letzte Bahn. Insgesamt kein schlechtes Finale, aber durch die kurze Spielzeit entfaltet sich nicht alles. Ein Konkurrent bleibt so blass, wie dessen Haare und Harukas sportliche Probleme gehen für mich doch etwas unter. Trotz allem möchte ich irgendwann die Zeit finden, alles von diesem Franchise am Stück anzuschauen. Am besten mit den Füßen im Wasser! In puncto Filme erfüllte meine hohen Erwartungen The Batman, welcher endlich bei einem Streamingdienst auf Abruf stand. Das überraschte mich sehr, denn die Nolan-Verfilmungen legten die Messlatte sehr weit hoch und Christian Bale ist mein Batman. Es ist dann aber die Story, die mehr einem Thriller ähnelt, sowie einem starken Robert Pattinson zu verdanken, dass ich am Ende dachte: Den schaue ich gerne noch einmal an. Auch Der Pakt ‒ The Covenant ist ein Film, der nicht unerwähnt bleiben sollte. Das ernste Thema erinnert einfach an eine schlimme Ungerechtigkeit.

Tödlich durch den September mit John Wick, Maoma und Firo Prochainezo

Seit 2021 bin ich mit den unsterblichen Mafiosi aus Baccano! unterwegs. Mit Volume 18 leitete sich langsam das Finale ein und das mit einem Band, der es mehr als in sich hat: Viele Figuren treffen endlich aufeinander, zusätzlich kommt es zu super irrwitzigen Wendungen plus abwechslungsreichen Gefechten, daher wundert es nicht, dass ich jede Seite, jedes Wort einfach liebe. Was mache ich nur, wenn die Reihe zu Ende ist?! Bei der animierten Serienumsetzung von Biao Ren: Blades of the Guardians hatte ich hingegen Glück: Kaum war die erste Staffel beendet, folgte schon die Ankündigung für eine Fortsetzung! Kein Wunder, schlug sich Maoma in seinem Heimatland wacker und auch ich, Kennerin der Vorlage, bin sehr angetan von der visuellen Wucht der Umsetzung. Schon die zwei ersten Folgen lassen jeden Actionfan staunend zurück. Auch beim Film John Wick: Chapter 4 schlagen Kampfherzen höher. Gerade für mich stellt der Anfang ein visuelles Erlebnis dar, denn der Kampf im Osaka-Hotel ist einfach genial. Die Abwechslung, die Idee und die Schicksale der Figuren – top! Weit davon entfernt ist der dritte Fall von Hercule Poirot, der es schon nicht einmal mehr schaffte einen deutschen Titel zu bekommen. Das für mich größte Problem des Falls ist seine Einfachheit. Oder um es klar zu sagen: Ich konnte den Täter so schnell mit Motiv herausfinden, dass sich A Haunting in Venice zog. Die erste Anime-Staffel von Meine ganz besondere Hochzeit ist hingegen eine tolle Umsetzung. An den detaillierten Hintergründen und schönen Kleidern konnte ich mich kaum satt sehen. Die passende deutsche Vertonung ist auch sehr angenehm, was die Wahl der Sprechenden angeht. Ich freue mich sehr, dass sogar schon eine zweite Staffel folgt, denn die Geschichte macht sehr viel Lust auf mehr. Zum ersten Mal fing ich passend zum Start auch eine Manga-Reihe auf Manga Plus an: Kagurabachi. Bei Schwertern bin ich ja nie weit weg! Zeichnerisch gefällt mir der Titel, inhaltlich ist es noch schwer ein Urteil zu fällen. Einfach weil diese kleinen Portionen jede Woche, es für mich doch schwer machen, einmal richtig in die Geschichte einzutauchen. Bei der altraverse-Aktion, bei der es von vielen ihrer Titel den ersten Band kostenlos als E-Book gab, schlug ich gut zu. Dabei entpuppte sich Die Hexe und das Biest als ein sehr interessanter Kandidat für den Weiterkauf. Die Geschichte hat einfach etwas, zusätzlich sind die Zeichnungen wahnsinnig detailliert, somit immer einen Blick wert. Da eine Anime-Version 2024 folgen wird, warte ich diese ab, ob die Geschichte sich gut weiterentwickelt. Lieb mich noch bevor du stirbst konnte so weit begeistern, dass ich schon einige Bände weiter bin. Kein Wunder, denn selten schafft es eine Reihe zwischen Humor und ersten Themen so gut zu wechseln.

Gruselmonat Oktober mit einem Monster im Schrank, einem Raben auf einem Grabstein und den Tücken des Mittelalters

Auch wenn das Monster, das unter dem Bett oder im Kleiderschrank lauert, ein alter Hut ist, so ist The Boogeyman trotz des bekannten Themas ein sehr solider Gruselfilm. Sich Zeit für Figuren zu nehmen, ist einfach immer ein guter Weg. Ein wenig Punktabzug gibt es nur für das Finale, bei dem etwas Raffinesse fehlt und damit Wünsche offen bleiben. Die Serie Der Untergang des Hauses Usher ist hingegen eine von Anfang bis Ende gut durchdachte Komposition. Visuell überzeugt jede Folge mit Ideen, sodass keine Langeweile aufkommt, auch wenn schnell klar ist, wohin dieses 10-Kleine-Jägermeister-Prinzip geht. Und was die Szene mit dem Schlagwort Zitronen angeht, so ziehe ich meinen Hut vor Bruce Greenwoods Leistung, diesen Monolog so genial vorzutragen. Da stand selbst mein Mund offen!
Auf der Arbeit fiel mir wieder einmal ein nettes Büchlein in die Hand: Mittelalter. 100 Seiten. Da ich eh noch auf einem Historien-Trip war, fing ich es spontan an zu lesen. So viele Seiten hat das Werk nicht. Der Einblick, den der Autor in die Zeit gewährt, ist humorvoll, geschichtlich gut dargestellt und machte Lust auf mehr. Vor allem ist die Damenwelt gut vertreten, was bei dem Thema selten der Fall ist, weil es zu viele große Männer gab. Karl, Otto, Richard – wer mag noch einen?! Der erste Band der Manga-Reihe Lightning and Romance war auch schnell gelesen, mit dem Wunsch nach mehr. Denn die Protagonistin überzeugt durch ihr spontanes Handeln, das überraschende Früchte trägt.

Ums Überleben kämpfend im November mit Munenori Yagyu, Madison und Lord El-Melloi

Bei meinen Recherchen zu Record of Ragnarok stieß ich auf die Manga-Reihe Tenkaichi: Nihon Saikyou Bugeisha Ketteisen. An den spektakulären Zeichnungen konnte ich mich gar nicht satt sehen und zur großen Überraschung ist Yousuke Nakamaru, Mangaka von Gamaran, für die Story zuständig. Ich musste also einmal hineinlesen! Wie das dann so ist, plötzlich war ich beim aktuellen Band! Spannende Kämpfe und sehr abwechslungsreiche Figuren sorgen für Lesespaß. Dabei liegt mein Augenmerk sehr auf dem Verbleib der Figur Munenori in diesem Turnier, da er eine sehr tragische Hintergrundgeschichte besitzt und mit seinen zwei Gesichtern eine tickende Zeitbombe ist.
Ebenfalls mit tollen Bildern verzauberte mich die Dokumentationsreihe Leben auf unserem Planeten. Doch nicht nur die Bilder sind schön, sondern auch der Soundtrack samt Opening. Besonders dass die Informationen sich nicht nur auf die Tiere beschränken, sondern auf alle Lebewesen eingehen, macht die Folgen zu einem sehr runden Paket.
Alles andere als begeistert verließ ich den Kinosaal nach Napoleon. Ich frage mich wirklich, was sich Ridley Scott bei dieser Geschichte dachte, denn aus historischer Sicht ist der Film eine einzige Katastrophe. Das Charisma des Mannes kommt null rüber. Warum folgte ihm das Volk? Genau darauf gibt es keine Antwort und wenn dann auch noch wichtige Eckpunkte seiner Karierre gar nicht auftauchen, muss ich einfach meckern. Hübsch anzuschauen sind wenigstens einige Szenen auch der Soundtrack trifft oft den richtigen Ton. Allerdings gibt es auch Szenen mit sehr miesen Computertricks. Bei Malignant kann ich hingegen nicht viel meckern, denn der Horrorfilm macht vieles richtig. Dass ich nur sehr schnell auf eine Theorie kam, wie hier alles zusammenhängt, nahm mir etwas die Spannung.
Der Anime-Watch-Club tagte im Jahr 2023 auch immer wieder. Dabei gab es fast nur Rewatches, allerdings folgte mit Zom 100: Bucket List of the Dead ein neuer Titel. Die erste Folge brachte uns dabei so zum Lachen, denn wir fühlten einfach mit. Noch nie war eine Zombieapokalypse so witzig und bunt, somit klare Empfehlung plus unser Wunsch nach mehr. Ebenfalls fürs Fanherz startete ich einen zweiten Durchlauf mit Lord El-Melloi II’s Case Files: Rail Zeppelin Grace Note. Ich mag Waver einfach, das alleine ist Grund, dass ich die Folge recht gerne schaue.

 

Querbeet unterwegs im Dezember mit Maomao, Godzilla und Kenshin Himura

Die Herbst-Season der Animes hielt mich bei guter Laune, schließlich liefen einige Titel, deren Manga-Vorlagen ich sehr mag. Zum einen schwang mein geliebter Schwertkämpfer mit Kreuznarbe erneut seine Klinge und das diesmal sehr vorlagengetreu. Rurouni Kenshin wird nur leider an einer sehr fiesen Stelle aufhören. Ich weiß daher schon jetzt, dass ich die Daumen für eine zweite Staffel ganz fest drücken muss. Ein großer Genuss sind die Episoden von Die Tagebücher der Apothekerin, denn visuell ist alles ein Augenschmaus, angefangen bei Jinshi! Besonders möchte ich aber die Stimmen loben, denn Aoi Yuuki ist die perfekte Sprecherin für Maomao. Mit Overtake! fand ich eine kleine Perle. Im Rennsportbereich kenne ich mich dank meines Vaters ganz gut aus, aber ich bin kein Fan des Sports. Dass ich trotzdem in den Titel hineinschaute, war dem Studionamen zu verdanken und ich bin sehr froh, es getan zu haben. Durch die zwei sehr unterschiedlichen Handlungsstränge entsteht eine ausgesprochen ungewöhnliche Geschichte, die mich berührt. Etwas, was der Anime-Film Suzume ungünstigerweise so gar nicht schaffte. Makoto Shinkai gehen wohl die Ideen aus, denn dieser Streifen ist nichts anderes, als eine Kopie seiner anderen früheren Werke. Noch dazu, ist die Lovestory so lieblos schlecht erzählt, dass ich sie nicht abkaufe. Geschweige denn das Verhalten der Protagonistin. Wirklich schade, denn mit Voices of a Distant Star erschuf der Mann ein so emotionales Stück. Etwas langatmig fällt die zweite Staffel von The Ancient Magus’ Bride aus, jedoch wird aus allem eine runde Sache, je näher es zum großen Finale hingeht. Dann wird klar, welche tollen Entwicklungen die Figuren durchmachten und dass alles wichtig ist. Im Dezember schaffte ich die erste Staffel des Webtoons The Legend of the Northern Blade. Mehr aus Langeweile angefangen, wuchsen mir doch einige der Charaktere ans Herz, außerdem bin ich wirklich gespannt, wie die Geschichte weitergeht, gerade weil sich die verschiedenen Parteien nicht immer in Schwarz-Weiß teilen lassen. Zusätzlich ist der Humor klasse!
Bei Final Fantasy XVI bin ich in den finalen Zügen und nach meiner anfänglichen starken Euphorie muss ich doch einige Chocobofedern rupfen. Mir fehlen einige RPG-Elemente oder um es einfach zu sagen, überhaupt Möglichkeiten, meine Gefährten anzupassen. Ebenso ist Clive ein waschechter Postbote, der permanent durch das Land zieht, um jedem seine kleinen Wünsche zu erfüllen und das, indem er schlicht immer irgendwo draufhaut. Zum Glück rettet die Handlung das Spiel, sodass ich jetzt unbedingt noch das Finale schaffen möchte.
Immerhin auf meine Lieblingsechse ist Verlass! Godzilla Minus One erwischte mich kalt, denn die Geschichte des traumatisierten Kamikazeflieger ging mir unter die Haut und das XXXL-Monster zerstört in wirklich spektakulären, erschreckenden Bildern, dass mir wirklich der Mund offen stand. Damit stampfte sich Godzi mit an die Spitze meiner Kinobewertungen in diesem Jahr.

Und damit kommen wir beim Ende an, weil der Abgabetermin da ist. 

Insgesamt stand das Jahr 2023 unter einem Fate-Stern, denn kein anderes Franchise brachte so viel Spaß und Freude mit sich, wie dieses. Nicht alle Ableger sind perfekt, aber die Rewatches unterhielten. Plus mit dem Game-Ableger Grand Order bildete sich in meinem Freundeskreis eine nette kleine Gruppe, die sich viel darüber unterhält. Es ist aber auch ein Jahr mit nur wenigen Volltreffern im Filmbereich. Vielleicht wird dies im nächsten Jahr besser. Zumal neue Titel wie Alles steht Kopf 2, Dune 2 oder Furiosa ‒ A Mad Max Saga, auf mich warten. Im Bereich Anime kann ich mich wirklich nicht beschweren. Vor allem der Ausblick auf 2024 lässt mein Herz schon höher schlagen. Kaiju No. 8, Laid-Back Camp 3 und Haikyu!! Movie: Battle of the Garbage Dump steigern die Vorfreude gewaltig. Mein gewonnenes Fate/Samurai Remnant wartet auch noch darauf, dass ich mit dem Spielen anfange (was nach FFXVI der Fall sein wird) und Die magischen Buchhändler von London Band 2 steht auch schon im Regal. Ansonsten lasse ich mich überraschen, was das nächste Jahr für mich bereithält.

Weitere Jahresrückblicke von Aki

2022
2021
2020
2019
2018
2017

Aki

Aki verdient ihre Brötchen als Concierge in einem großen Wissenstempel. Nie verlässt sie das Haus ohne Mütze, Kamera oder Lesestoff. Bei ihren Streifzügen durch die komplette Medienlandschaft ziehen sie besonders historische Geschichten an. Den Titel Sherlock Holmes verdiente sie sich in ihrem Freundeskreis, da keine Storywendung vor ihr sicher ist. Dem Zyklus des Dunklen Turms ist sie verfallen. So sehr, dass sie nicht nur seit Jahren jeden winzig kleinen Fetzen zusammensammelt. Nein, sie hat auch das Ziel, alles von Stephen King zu lesen.

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