Eternals

Immer wieder muss sich das Marvel Cinematic Universe die Kritik gefallen lassen, generische Formeln abzuspielen und seine Held:innen durch schablonenförmige Geschichten zu jagen. Wer genau hinsieht, wird die zahlreichen Unterschiede sehr gut erkennen. Alle anderen müssen erst durch einen völligen Bruch darauf hingewiesen werden. Dieser Bruch kommt in Form von Eternals, dem 26. Film des MCU, welcher sich in vielerlei Hinsicht von den anderen Ablegern der erfolgreichsten Filmreihe der Welt unterscheidet. Nicht nur, dass mit den Eternals Wesen ihren Platz in der Handlung einnehmen, die bislang in gar keinem Kontext standen ‒ auch von der Comic-Vorlage wich Marvel Studios weit ab. Eine kreative Entscheidung, für die der unter Chloé Zhao (drei Oscars für Nomadland) entstandene Film Spott, Häme, Reviewbombings und die schlechteste Platzierung eines MCU-Films im Kritikerspiegel einstecken musste (sogar das schwarze Schaf der Reihe, der zweite Thor-Film, wurde unterboten). Viele schlechte Vorzeichen begleiteten den Film bei seinem Kinostart am 4. November 2021.

   

Von den Celestials wurde seit Anbeginn das Leben in das Universum getragen, doch die Deviants, mythische Monster, haben die Welten wieder ins Chaos gestürzt. Daher wurden die Eternals erschaffen, die Deviants zu bekämpfen. Bei den Eternals handelt es sich um eine uralte Alien-Rasse, die über Tausende von Jahren verborgen auf der Erde lebte. Es war ihnen nur sporadisch gestattet, in die Menschheitsgeschichte einzugreifen, weshalb sie beispielweise tatenlos zusehen mussten, als Thanos die Hälfte der Menschheit auslöschte. Die Eternals, das sind zehn unsterbliche Wesen:

  • Ikaris (Richard Madden, Game of Thrones), der taktische Anführer
  • Sersi (Gemma Chan, Humans), eine große Menschenfreundin
  • Kingo (Kumail Najiani, The Big Sick), ein erfahrener Schwertkämpfer und mittlerweile Bollywoord-Star
  • Makkari (Lauren Ridloff, The Walking Dead), eine taube und blitzschnelle Wandererin
  • Phastos (Brian Tyree Henry, Godzilla vs. Kong), ein ausgezeichneter Erfinder
  • Ajak (Salma Hayek, Wege des Lebens – The Roads Not Taken), die weise und spirituelle Anführerin
  • Sprite (Lia McHugh, The Lodge), eine ewig junge Eternal, der eine alte Seele innewohnt
  • Gilgamesh (Don Lee, The Gangster, the Cop, the Devil), das stärkste Mitglied der Eternals
  • Druig (Barry Keoghan, Dunkirk), ein distanzierter Einzelgänger
  • Thena (Angelina Jolie, Maleficent), eine herausragende Kriegerin

Jeder Eternal besitzt einzigartige Kräfte. Wenn sie nicht gerade die Menschen vor den Deviants beschützen, leben sie ein unauffälliges Leben in Unscheinbarkeit. Doch eine Bedrohung kündigt sich an, die sie dazu zwingt, sich neu zu formieren, denn mittlerweile sind die Eternals in alle Richtungen zerstreut und jeder lebt sein Leben …

Wer oder was sind Eternals?

Originaltitel Eternals
Jahr 2021
Land USA
Genre Action, Drama
Regie Chloé Zhao
Cast Sersi: Gemma Chan
Ikaris: Richard Madden
Sprite: Lia McHugh
Ajak: Salma Hayek
Thena: Angelina Jolie
Kingo: Kumail Nanjiani
Druig: Barry Keoghan
Phastos: Brian Tyree Henry
Makkari: Lauren Ridloff
Gilgamesh: Ma Dong-seok
Dane Whitman: Kit Harington
Laufzeit 157 Minuten
FSK
Kinostart: 4. November 2021

1976 entstanden ihre Comic-Vorbilder unter Jack Kirby, der zusammen mit Stan Lee als Schöpfer des Marvel-Universums gilt. Während viele Geschichten unter Stan Lees Fittichen entstanden, drückte Jack Kirby den Eternals seinen ganz persönlichen Stempel auf.  Jeder Eternal besitzt Eternal-typische Kräfte und Physiologie. Jedoch tragen die meisten eine individuelle und einzigartige Fähigkeit. Die „Standard-Kräfte“ der Eternals sind unter anderem übermenschliche körperliche Attribute, Manipulation kosmischer Energie, Unsterblichkeit, Flugfähigkeit, übermenschliche Sinne, Teleportation und Fähigkeiten wie Telekinese und Telepathie. Ganz vereinfacht ausgedrückt: Die Kräfte lassen sich als eine Mischung aus X-Men und Inhumans beschreiben. Obwohl es die Eternals schon so lange gibt, war kaum eine ihrer Serien wirklich langlebig ‒ obwohl namhafte Autoren wie etwa Neil Gaiman (American Gods) sich beteiligten. Nach mehr als 25 Filmen sind irgendwann auch einmal die Figuren aus der ersten Reihe abgearbeitet und das MCU widmet sich verstärkt den Charakteren der zweiten oder dritten Reihe. Wie sich an Guardians of the Galaxy gezeigt hat, ist ein solches Unterfangen nicht automatisch zum Scheitern verurteilt, sondern bekommt Rückenwind durch das Franchise, sodass durchaus Raum für Mut und Entfaltung gegeben ist. Die Gelddruckmaschine Disney macht all das möglich.

Eine Jahrtausende umfassende Geschichte

Eternals nutzt die erste Filmhälfte zur Einführung der Figuren, wobei in Sersi und Ikaris die beiden Hauptfiguren ausgemacht werden könnten. Die Erzählung springt dafür durch die verschiedenen Epochen, die die Eternals geprägt haben. So etwa Babylon 575 Jahre vor Christus oder Indien vor einigen hundert Jahren. Chloé Zhao nimmt sich viel Zeit für diese Flashbacks, sodass der Anteil der in der Vergangenheit spielenden Szenen recht hoch ausfällt. Dafür, dass sie mit so vielen Figuren arbeiten muss, gelingt es ihr zu weiten Teilen, deren Motivation und Temperament einzufangen. Die Handlung spielt nicht nur in der Gegenwart des MCU nach dem Blip, sondern nutzt die Flashbacks zu Einmischungen der Eternals, um zu zeigen, wie sich die Beziehungen untereinander und die Dynamik mit Anführerin Ajak entwickelt haben. Die Bereiche Familie und Historie sind omnipräsent und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Oftmals stehen mehrere Eternals nebeneinander und unterhalten sich über die eigene Familiengeschichte, kosmische Angelegenheiten oder Beziehungsprobleme und das Team muss auch erst einmal zusammengetrommelt werden. Das sind mitunter die stärksten Momente des Films, denn es menschelt in diesen Szenen unheimlich. Auch wenn die Balance nicht ganz aufgeht und vor allem Gilgamesh, Ajak, Makkari und Druig zu kurz kommen.

Echte Diversität statt politischer Agenda

Ein großer Kritikpunkt an dem Film ist, dass er sich vor allem als Teil der “Woke”-Bewegung (Strömungen, die dafür sorgen, dass ein Bewusstsein für Gleichberechtigung, Gleichheit und Repräsentanz von Minderheiten geschaffen wird) definiere. Ein derart diverser Cast war tatsächlich in einer großen Studioproduktion bislang nicht vorzufinden: Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Figuren ist ausgewogen. Homosexualität und Inklusion gehen Hand in Hand. Und alles, was in anderen Erzählungen dazu dienen würde, die Figuren zu Außenseitern zu machen, wird mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit als Beiläufigkeit abgehakt. Das Gefühl, dass Diversität wirklich im Mittelpunkt steht, kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Viel eher ist stimmungsvoll erzählt, dass die Figuren eben sind, wie sie sind. Weil sie es nicht zu ihrem Thema machen müssen, wirken sie insgesamt lebensnah. Dazu gehört auch die von den Medien völlig aufgebauschte Sex-Szene, in der sich Sersi und Ikari körperlich näher kommen. Das mag unter Marvel bislang nicht vorgekommen sein, bringt aber nichts Anstößiges mit sich. Und es wäre auch eine ziemliche Doppelmoral, wenn man dabei ausblendet, dass Tony Stark in den Iron Man-Filmen ebenfalls ein echter Schürzenjäger ist. Was Comic-Fans schließlich aber doch als Kritikpunkt sehen, ist die Darstellung bekannter Figuren, die für das MCU das Geschlecht wechseln. Im Fall von Eternals betrifft das mit Ajak und Makkari gleich zwei Figuren. Das ist aber nichts, was speziell an Eternals kritisiert werden sollte, sondern wenn, dann am MCU als Dachmarke. Schließlich folgen die beiden da nur der Ältesten (Doctor Strange), Ghost (Ant-Man and the Wasp), Mar-Vell (Captain Marvel) und Morgan Stark (Avengers: Infinity War). Es gibt aber auch keinen triftigen Grund dafür, weshalb die Semi-Gottheiten fast alle männlich oder nur aus einem ethnischen Hintergrund stammen sollten. Wenn das Konzept der Diversität irgendwo funktioniert, dann hier. Aus der durch die Bank tollen Besetzung sticht vor allem Gemma Chan als Sersi hervor, die bereits zum zweiten Mal im MCU zu sehen ist, nachdem ihr Talent in der Nebenrolle Minn-Erva in Captain Marvel ziemlich verheizt wurde. Lauren Ridloff ist die zweite Darstellerin, die sich mit ihrer Rolle der Makkari hervortut. Auch wenn die wenigsten Verbindungen beleuchtet werden, bleibt ein Gefühl größtmöglicher Individualität zurück, da jeder Eternal eben sein Ding macht.

Die Gefahr der Story-Wucht

Mit 157 Minuten gehört der Streifen bislang zu den längeren Marvel-Filmen, kommt aber nicht an die 182 Minuten des Rekordhalters Avengers: Endgame heran. Die größte Herausforderung ist das knappe Dutzend Figuren. Eine kurze Texttafel zu Beginn (eher an Star Wars erinnernd als bei Marvel geläufig) erklärt die grundlegenden Gegebenheiten, die teilweise auch ein ganz neues Licht auf das MCU in seiner bisherigen Form werfen. Und dann sind da plötzlich zehn Figuren, zu denen es zuvor nie Berührungspunkte gab und die nun alle etabliert werden wollen. Man stelle sich mal vor, die Avengers wären ohne Einzelfilme einfach zusammengeführt worden. Eine wahnsinnige Aufgabe, der Zhao sich hier stellen muss. Mit einer Krankheit („Mahd Wy’ry“), die die Eternals befallen kann, die nur dadurch behandelt werden kann, dass die Erinnerung der Betroffenen gelöscht wird und sie somit nicht mehr die Person sind, die sie waren, gibt es zwar einen Ansatzpunkt, das Schicksal der Unsterblichen in Gefahr zu bringen, aber ohne die Figuren wirklich zu kennen, ist das keine greifbare Bedrohung. Hinzu kommen Zhaos Ambitionen, eine Erzählung aufzubauen, die sich über Galaxien und Planeten hinweg erstreckt. Insgesamt eine Nummer zu groß, sodass zwei Filme dieses Gewicht besser hätten stemmen können. Das alles schlägt natürlich auf die Leichtigkeit, für die Marvel immer wieder gelobt wird, insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz von DC, wo grundsätzlich alles schwer und düster ist. Das führt aber zu einem weiteren Kritikpunkt.

Das enge Korsett der MCU-Formel

Damit sich Eternals am Ende auch noch immer als Teil des MCUs anfühlt (die Tonalität ist tatsächlich häufig eher ähnlich zu DC), wurden die typischen Comedy-Momente eingebaut, ohne die es nie geht. Die Running Gags in diesem Film funktionieren schlichtweg nicht. Wenn Ikaris seine Kräfte bei der Abholung von Phastos verschätzt und in dessen Haus einen Tisch zerstört, wird nur überdeutlich, wie verzweifelt der Versuch war, irgendwie Komik in die Handlung zu bringen. Ein völlig unnötiges Ärgernis ist Karun (Harish Patel, Run Fatboy Run), der allzeit filmende Assistent von Kingo, der als lustiger Sidekick à la Luis (Ant-Man) in die Handlung gedrückt wird, aber gar keinen Mehrwert mitbringt und auch keine starken Gags auf seiner Seite hat. Etwas, worin sich wohl viele einig sein werden: Eine größere Disharmonie zwischen Dramatik und Komödie herrschte in keinem anderen MCU-Vertreter bislang. Eine weitere große Schwäche ist wieder einmal der Schurke des Films. Ein Deviant, der von den Kräften seiner Opfer zehrt und sich so weiterentwickelt, um mächtiger zu werden. Sein Name, Kro, wird wohl den wenigsten Zuschauer:innen nach dem Film im Gedächtnis bleiben und auffälliger ist da schon, dass er von Bill Skarsgard (Castle Rock) gespielt wird. Kro bleibt derart blass, dass er mit Malekith um den letzten Platz als farblosester Bösewicht konkurrieren könnte. Erfreulicherweise für die Tragik der Geschichte bleibt er nicht der einzige Bösewicht, sodass zumindest das Ungleichgewicht noch einmal etwas aufgefangen wird. Die Action-Szenen leiden wie so häufig unter CGI-Bombast. Dafür, dass Eternals sonst eher ein ruhiger und bildgewaltiges Epos ist, das vor allem mit Landschaftsaufnahmen beeindruckt, stören die CGI-Effekte das Gesamtbild umso stärker.

Wichtiger Wegbereiter für die Zukunft

Comic-Leser:innen und Marvel-Fans dürfen sich natürlich auf eine große Anzahl von Anspielungen und Easter Eggs einstellen. Es geht inzwischen nicht mehr ohne und im Grunde genommen lauern wir doch alle nur darauf, Querverbindungen zu entdecken. Die wohl offensichtlichste bislang ist der Charakter Dane Whitman, prominent mit Game of Thrones-Liebling Kit Harington besetzt, den wir bald in weiteren Filmen und Serien erleben werden. Ansonsten stellt der Film immer wieder Bezüge durch Erwähnungen her. Bei Eternals ist das manchmal störend, denn diese Passagen wirken, als würden sie den Film künstlich in ein Korsett quetschen, um immer klar zu machen, dass wir uns weiterhin mitten im Franchise bewegen. Wenn Thor oder die Avengers genannt werden, fühlt sich das befremdlich an, da wir die Eternals nie im Kontext zu ihnen erlebt haben. Nicht zu verachten sind aber die beiden Post-Credit-Szenen, die noch mehr Heißhunger als sonst schaffen.

Chloé Zhaos inszenatorische Handschrift

Wenn ein großes Filmstudio einen Film mit Millionen-Budget einer Person überlässt, die bislang lediglich Indie-Produktionen stemmen durfte, herrscht im Allgemeinen Skepsis. Denn es dominiert das Vorurteil, dass sich weniger erfahrene Regisseure und Regisseurinnen nicht in das Gesamtgefüge einfinden können und große Kompromisse hinsichtlich ihres eigenen Handwerks eingehen müssen, um dem Erwartungsdruck gerecht zu werden. An diesem Kompromiss scheitern viele Produktionen zu einem frühen Zeitpunkt. In der Vergangenheit kam es auch bei Marvel bereits zu kreativen Differenzen, die zur Folge hatten, dass der Regie-Stuhl neu besetzt werden musste (Ant-Man). Chloé Zhao wirkt wie eine Wahl, die Marvel vor allem aus symbolischer Natur heraus traf: Eine asiatische Regisseurin, zudem nachträglich noch mit Oscar-Wind im Rücken. Tatsächlich aber bewarb sich MCU-Fan Zhao selbst auf den Posten in dem Franchise und mit Eternals wurde der richtige Erzählstoff gefunden, der ihre Stärken zum Tragen bringt. Sie ist bekannt für malerische, opulente und melancholische Bilder, die oftmals verlassen wirken. Dieses Motiv findet sich zuhauf in den Kulissen wieder, egal ob in der Weite des australischen Outbacks, einem bunten Babylon oder dem einsamen London bei Nacht. Wer Nomadland oder The Rider kennt, weiß auch, wie es um ihre Vorliebe für Lichtkegel bestellt ist. Erzählerisch kommen vor allem intime und persönliche Momente zum Tragen, die die Eternals als sehr nahbare Figuren auszeichnen. Ihre visuelle Detailverliebtheit findet sich in praktisch jeder Szene wieder, auch wenn sie gleichzeitig eine sehr reduzierte Bildsprache beherrscht. Insbesondere Zuschauer:innen, die immer wieder kritisieren, dass Marvel-Filme zum Finale hin immer wieder in Materialschlachten enden, sollten das angenehm zurückgenommene Finale zu schätzen wissen, welches sich auf das Wesentliche fokussiert. Eine solche Verbindung zwischen fertigem Produkt und Regisseur gab es zuvor nur bei Thor: Tag der Entscheidung.

Fazit

Eternals besitzt das große Glück, ein neues Terrain betreten zu dürfen und sich unabhängig der etablierten Strukturen und Tonalität in Position zu bringen. Der Film erhebt den Anspruch, episch zu sein, und das gelingt ihm auch. Die sich über Jahrtausende erstreckende Geschichte wurde in einer visuell atemberaubenden Produktion verdichtet. Was es schwer macht, ist die Einordnung ins MCU. Auf der anderen Seite: Wäre es nicht vermessen zu erwarten, dass jeder Film sich an bisherigen Werken orientieren muss? Insofern ist die größte Herausforderung die Verantwortung, so viele Figuren organisch zu platzieren. Das gelingt Chloé Zhao, die ihre Figuren trotz des Rennens Charakterentwicklung vs. Spielzeit menschlich wirken lässt und nahbare Momente aufbaut. Eternals ist genau dann am besten, wenn der Film sein eigenes Ding durchzieht, und dann am schwächsten, wenn irgendwo daran erinnert wird, dass über allem der Stern Marvel steht und gewisse Elemente wie etwa humorvolle Einlagen bedient werden müssen. Trotz allem wird die opulente Laufzeit sinnvoll genutzt und lässt die kosmische Rahmenhandlung nie unnötig gestreckt erscheinen. Schade ist nur, dass vor allem philosophische Ansätze liegen gelassen werden, denn wenn sich die Gelegenheit für mehr Tiefgang geboten hätte, dann in diesem Titel. Zhao hat davon abgesehen aber die gewaltige Herausforderung gemeistert und das Fundament für die Ausweitung des MCU gelegt.

© Disney

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Ayla
Ayla (@ayla)
10. November 2021 18:23

Puh, ich muss gestehen, ich bin etwas erleichtert, dass ich nicht die Einzige bin, die Eternals für gelungen hält xD Der Film hat von allen Seiten im Vorfeld so viel Prügel eingesteckt, dass ich mich schon gefragt hab, ob bei mir was falsch ist, dass ich so viel Spaß an dem Film hatte und mich trotz der langen Laufzeit nie gelangweilt hab. Auch wenn es schon ein paar Aspekte gibt, die nicht so ideal geworden sind. Die Story ist eben doch ausgesprochen umfangreich und ambitioniert, das passt nicht perfekt auf nur einen Film (ich weiß aber auch nicht, wie man es hätte besser lösen können, ohne die Backstory der Eternals eine ganze Nummer kleiner anzulegen), aber ich finde da hat die Regisseurin souveräne Arbeit geleistet. Mein MCU-Liebling wird der Film zwar nicht (was aber auch daran liegt, dass ich mich mit Filmen, die mir auf einen Schlag eine ganze Gruppe neuer Charaktere vorstellen, ohnehin etwas schwer tue), aber doch sehr gelungen und cool gemacht.

Allerdings mag ich die humorvollen Einlagen tatsächlich, weil die Gags bei mir gezündet haben und sie die Atmosphäre doch etwas aufgelockert haben. Besonders gerne mag ich aber gerade die Dynamik der Charaktere, ich finde die geben einfach ein echt stimmiges Bild ab, was nicht zuletzt auch an den Darstellern liegt (Gemma Chan empfinde ich als besonders herausragend *-*). Natürlich sind einige Figuren noch sehr unterentwickelt geblieben, aber in einem deutlich geringeren Umfang als durch die Wucht an zehn Figuren befürchtet. Diversität ist ja leider bei vielen immer so ein Reizthema, aber ich finde diese gerade hier absolut natürlich verarbeitet, weil das einfach selbstverständliche Aspekte der Charaktere sind, ohne dass man das großartig thematisieren muss.

Für mich bisher der Film, der sich am wenigsten nach dem MCU anfühlt, was aber nicht negativ ist. Ich hoffe auf jeden Fall auf einen zweiten Teil, in dem die Eternals wieder die Hauptfiguren spielen dürfen.