Drottning Katts Jahresrückblick 2025
Auch 2025 ging es wieder in zahlreiche Welten: In die endlosen Weiten des Weltraums, nach Savvarah, nach Urte, natürlich auch wieder nach Tamriel. Auch die reale Welt hatte einige Ziele zu bieten wie das Turin des 19. Jahrhunderts oder das moderne Chicago. Es gab viel zu erleben und zu entdecken, gute wie schlechte Geschichten. Es folgt ein Auszug aus meinem fantastisch-futuristischen Reisetagebuch.
Games
- Cat Herder: Treibe die Katzen zusammen und nutze dabei ihre individuellen Vorlieben (bestimmtes Spielzeug, Leckerlis oder gar der laufende Fernseher). Ist anfangs wirklich unterhaltsam, aber die späteren Level sind wirklich schwierig, was mir den Spaß nimmt.
- Cat Gets Medieval: Dieses Spiel ist ein recht klassisches RPG, in dem das Land vor dunklen Mächten gerettet werden muss. Der Twist: Der Held ist eine (gewöhnliche?) Katze! Das Kampfsystem ist etwas hölzern, aber alles andere macht Spaß.
- Project Shoreline: Ein putziges kleines Spiel, in dem der Strand gesäubert wird. Die kleine Spielwelt ist abwechslungsreich, die Fischmaus, die man spielen darf, ist knuffig und es ist sehr entspannend, alles sauber zu machen. Besonders schön ist, dass gesäuberte Stellen grün und lebendig werden.
- Spirit of the North: Optisch macht dieses Spiel etwas her. Der Fuchs ist ein Hingucker, die Landschaften sind schön und abwechslungsreich. Doch je weiter ich voranschritt, desto weniger Spaß hatte ich. Rätsel folgt auf Rätsel, nur um der Rätsel willen. Es nimmt einfach kein Ende. Teilweise bin ich zu ungeschickt, teilweise zu blöd, und als es dann im sechsten Kapitel in die Höhle geht, gibt es noch nicht mal schöne Landschaften, sondern alles ist nur noch dunkel und deprimierend.
- The Legend of Heroes: Trails to Azure: Dieser Ableger weiß zu gefallen, von Anfang bis Ende. Tatsächlich macht er sogar meinem bisherigen Favoriten der Reihe (Trails in the Sky SC ernsthafte Konkurrenz.
- Seasons after Fall: Die Spielwelt ist ein echter Hingucker und auch der Mechanismus mit den Jahreszeiten macht etwas her. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Look und schaltet neue Elemente frei. Bisweilen spielt es sich aber auch etwas fummelig.
- The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered: Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich die Elder Scrolls im Allgemeinen und Oblivion im Besonderem liebe. Daher war die neue Version ein Pflichtkauf und ich habe es nicht bereut. Cyrodiil sieht in der neuen Optik einfach super aus und seinen Charme behält das Game dennoch.
- The Elder Scrolls Online: Eigentlich habe ich mir den Online-Ableger der Elder Scrolls schon bei Release gespielt. Irgendwann habe ich das Spiel aber aus den Augen verloren. Diesen Sommer bin ich nach über zehn Jahren zurückgekehrt. Es macht Spaß und es kommt mir sehr entgegen, dass man es fast wie ein Single-Player-Game spielen kann.
- A Building Full of Cats 2: Für mich der bisher beste Titel der Devcats. Die gewohnte Mechanik des Katzensuchens wird angereichert durch abwechslungsreiche Minigames. Super sind natürlich auch wieder die zahlreichen Referenzen auf verschiedene Games, Filme, Anime und vieles mehr.
- Lots of Cat on an Adventure: Es spielt sich ähnlich wie der Vorgänger Lots of Cats in Every Moment. Schlüsselmomente werden in Form von Comics präsentiert, was für Abwechslung zu den gewohnten großen Wimmelbildern sorgt. Die Story ist aber leider ziemlich bescheuert.
- Cat’s Cosmic Atlas: Niedliches Spiel bei dem man viel über Sternbilder und den Nachthimmel lernt. Allerdings fehlt mir hier wirklich mehr Interaktivität.
- Star Trek: Resurgence: Man fühlt sich wie in einer Star-Trek-Episode. Mit dem Tricorder scannen, Reparaturen an Shuttles vornehmen oder diplomatische Gespräche führen, es ist alles da. Die Dialoge erfordern allerdings schnelle Antworten, was mich bisweilen ganz schön ins Schwitzen gebracht hat. Mit dem Ende bin ich leider nicht glücklich, dennoch hatte ich im Großen und Ganzen meinen Spaß.
- Star Trek Online: Resurgence animierte mich dazu, nach weiteren Spielen aus dem Star-Trek-Universum zu suchen. Storymäßig gefällt mir STO an sich, vor allem all die Referenzen auf die ganzen Serien sind toll und ich freue mich über jedes Wiedersehen mit bekannten Charakteren. Aber von den Spielmechaniken bin ich überfordert und irgendwie ist mir das Spiel auch zu kampflastig. Das passt nicht so richtig zu Star Trek.
- Titan Quest II: Titan Quest gehört zu meinen Lieblingsspielen, daher musste ich einen Blick auf den Nachfolger werfen. Er spielt sich tatsächlich angenehmer und bindet die Spielfigur viel mehr in die Geschichte ein. Man spielt nicht einen Helden, der zufällig vor Ort ist, nein, unser Held ist der Mittelpunkt der Geschichte. Die vielen Möglichkeiten, Fähigkeiten zu skillen und zu individualisieren sind vielversprechend. Da werde ich sicher noch viel experimentieren.
- The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel III: Für meinen Geschmack ähnelt dieser Ableger wieder dem ersten Teil zu sehr. Es gibt sehr viel Schulalltag und obwohl Rean nun Lehrer ist, spielt sich das überhaupt nicht anders. Ich mag aber die Verbindungen zu den anderen beiden Reihen. In einem Kapitel wird sogar Crossbell besucht.
- Trails in the Sky 1st Chapter: Das Remake modernisiert den Klassiker ohne ihm dabei den Charme zu nehmen. Es ist wundervoll, all die bekannten Orte noch mal in richtigem 3D besuchen zu können. Auch ist es so schön, wieder Estelle bei ihren Abenteuern begleiten zu können.
Top Game 2025: The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
Flop Game 2025: –
Visual Novels
- Changeling: Diese wirklich umfangreiche Visual Novel präsentiert eine sehr durchdachte Welt und zahlreiche lebendige Charaktere. Jede Route erzählt eine eigene, mehr oder weniger für sich stehende Geschichte und Noras Kommentare oder Gedanken sind bisweilen einfach nur genial. Es gibt zwar zahlreiche Bad Ends, auch viele in denen Nora ums Leben kommt, doch diese sind sehr abwechslungsreich. Ausschlaggebend sind hier nicht nur Noras Entscheidungen, sondern auch wie sie z.B. mit ihrem Bruder umgeht.
- The Source: Bei einer Reise durch verschiedene Epochen der Geschichte hätte ich erwartet, dass zumindest ein wenig thematisiert wird, in welcher Epoche die Figuren sich befinden. Aber irgendwie ist das nur eine Randerscheinung. Ab Mitte kristallisiert sich heraus, dass es um viel mehr geht und mir gefällt, wie das zweite Paar Zeitreisende zwar dieselben Orte und Zeiten wie das erste bereist, dabei aber eben die jeweils andere Seite des Konfliktes beleuchten. Doch so generell wird die Geschichte nicht sehr zufriedenstellend abgeschlossen.
- Your Story: Eigentlich beginnt es ganz vielversprechend. Dass man als Spieler nicht selbst die Entscheidungen trifft, sondern Protagonistin Lia Ratschläge gibt, ist mal was anderes. Leider spielt das nur anfangs eine Rolle. Ab einem bestimmten Punkt spielt es sich doch wie eine gewöhnliche Visual Novel. Kaum dass die Story interessant wird, endet sie auch schon in einem Cliffhanger – sofern man das eine gute Ende überhaupt erreicht. Anscheinend gibt es auch nur eines davon und dafür muss der richtige Love Interest verfolgt werden. Alle anderen führen zum Tod.
- Legends of Savvarah: Children of the Sun: Es hat Spaß gemacht, nach Savvarah zurückzukehren. Es ist beeindruckend, welche Auswirkung selbst kleinere Entscheidungen in dieser Visual Novel haben können. Da öffnen sich ungeahnte Handlungsstränge. Schön sind auch die vielen CGs, die Schlüsselszenen dynamischer gestalten, auch wenn es leider keine Galerie gibt.
- Legends of Savvarah: Time of Pariah: Ein weiterer Ausflug nach Savvarah, aber auf einen anderen Kontinent. Man begleitet Söldner Hidu dabei, einen brisanten Mord aufzuklären. Dabei gilt es genau abzuwägen, wem man vertrauen kann und mit wem man sich zusammentut.
- Kittengumi: The Sakaboto Thief: Stellenweise habe ich wirklich das Gefühl, ich sehe Dumm und Dümmer beim Ermitteln zu. Kumanekos Besessenheit von Bambus nervt mich innerhalb der ersten Minuten, was nicht gut für einen Running Gag ist. Auch fehlt der Übersetzung ein wenig Feinschliff. Die Sprites mögen hübsch sein, doch Goda verdeckt den halben Bildschirm und damit zierlichere Charaktere wie Mao nahezu vollkommen.
- Cat’s Princess: Abgesehen davon, dass die Protagonistin in eine Katze verwandelt wurde, präsentiert sich diese Visual Novel sehr generisch. Ich hätte mir mehr Interaktionen mit tatsächlichen Katzen gewünscht, aber das ist leider nur in einer Route der Fall.
- Heart of Iona: Die Story wirkt planlos hingerotzt, die Welt scheint ein Dorf zu sein und die Charakterentwicklung der Heldin (und damit auch das Ende der Visual Novel) ist an den Haaren herbeigezogen. Einziger Lichtblick: Immerhin ist die VN schön kurz.
- Heroine for Hire: Aus irgendeinem Grund hatte ich Abenteuer und Quests erwartet. Was ich bekommen habe ist Slice of Life und eine Nicht-Geschichte, die sich ewig hinzieht. Zumindest in Fais Route gibt es keinen richtigen Konflikt. Einziger Pluspunkt: Worldbuilding. Das ist tatsächlich gelungen.
- Arcadia Fallen: Mir gefällt vor allem die Fülle an Entscheidungen. Diese haben bis auf einige wenige Ausnahmen gar nicht so viel Einfluss auf die Handlung, aber sie geben Morgan eine eigene Stimme. Ob flapsig, aufbrausend oder rational, es gibt viele Möglichkeiten Morgan zu spielen. Auch mag ich, wie die übrigen Charaktere zwischen den eigentlichen Szenen miteinander interagieren. Sie entwickeln sich also auch abseits der Story und abseits von Morgan weiter.
Top Visual Novel 2025: Legends of Savvarah: Children of the Sun
Flop Visual Novel 2025: Heart of Iona
Anime (Seasonals)
Winter Season
- Link Click: Der neuste Ableger ist durchaus interessant, aber vieles bleibt offen und mit der wirklich starken zweiten Staffel kann dieser Titel nicht mithalten.
- Ketzer – Tödliches Wissen über die Bewegungen der Erde: Der deutsche Titel ist hier ausnahmsweise sogar mal zutreffender. Nicht die Erforschung des Sternenhimmels steht im Vordergrund sondern die anhaltende Gefahr, von der Inquisition erwischt zu werden. Tatsächlich hätte ich mir mehr Fokus auf die Planeten und Sterne gewünscht.
- Blue Exorcist: Blue Night Saga: Eine ganze Staffel nur für die Vorgeschichte rund um Yuri, Shiro und Satan. Obwohl das Ende bekannt ist, fiebert man doch irgendwie mit Yuri mit. Bis zum unausweichlichem Ende.
- Zenshuu: Das ist auf jeden Fall mal eine neue Umsetzung des Isekai-Themas. Natsuko findet sich im Lieblingsfilm ihrer Kindheit wieder und versucht das düstere Ende zu verhindern. Zwischenzeitlich frage ich mich aber schon, was sie so sehr an diesem Film reizt. Er wirkt schon ziemlich bescheuert und unnötig düster (ja, beides gleichzeitig). Aber die Antwort ist vermutlich Nostalgie.
- I Want to Escape from Princess Lessons: Ich hätte die Finger davon lassen sollen. Der Humor trifft meinen Geschmack überhaupt nicht und ich verstehe wirklich nicht, warum es gleich die große Liebe sein muss, nur weil man sich als Kind kennengelernt und angefreundet hat. Mein persönlicher Flop der Season.
- Welcome to Japan, Ms. Elf: Die Idee gefällt mir eigentlich. Kazuhiros Fähigkeit, in seinen Träumen eine andere Welt zu besuchen, macht mich glatt neidisch. Naturgemäß bekommen die Szenen in Japan mehr Aufmerksamkeit, schließlich steht das ja schon im Titel. Aber mich interessieren die Abenteuer in der anderen Welt halt mehr als ein obligatorischer Ausflug ins Onsen.
- Farmagia: An sich nichts Besonderes, aber mir gefällt, wie die unterschiedlichen Monster auch im Alltag eingesetzt werden, z.B. als Lampen oder Wasserlieferant.
- Shangri-La Frontier: Ich bin hin- und hergerissen. An sich verfolge ich Sunrakus Abenteuer in verschiedensten Spielwelten gerne, andererseits teile ich seine Liebe für herausfordernde Bosskämpfe überhaupt nicht. An sich ist es interessant, dass in dieser Staffel weitere Spiele eingeführt werden, aber genremäßig interessiert mich das namensgebende Shangri-La Frontier deutlich mehr.
- Ameku M.D.: Doctor Detective: Mein persönlicher Favorit der Frühlingsseason. Dr. House und Rosewood meets Anime, wenn man so will. Hätte gern noch länger gehen können, wobei mich die medizinischen Rätsel mehr interessieren als die Kriminalfälle.
Spring Season
- Bye-Bye Earth: Ich wollte die Serie mögen, aber es wird so konfus, dass man den Überblick verliert und das Ende ist irgendwie komisch.
- The Too-Perfect Saint: Tossed Aside by My Fiancé and Sold to Another Kingdom: Was für ein langer Titel. Mit Philias passiver, stoischer Art kann ich leider auch überhaupt nichts anfangen. Ich bin tatsächlich froh, dass nicht ihre Romanze mit dem Prinzen im Vordergrund steht, sondern ihre Schwester Mia sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommt. Meiner Meinung nach wäre sie die bessere Protagonistin, da sie eben nicht stumm alles über sich ergehen lässt.
- Fire Force: Alle Zeichen stehen auf Finale, doch auch für auflockernden Klamauk bleibt Platz, etwa wenn Arthur ein neues Schwert braucht und aus der Suche danach eine klassische RPG-Quest macht.
- #Compass2.0: Animation Project: Vielleicht macht diese Serie mehr Spaß, wenn man das Handyspiel, auf dem sie basiert, kennt. Ich jedenfalls habe etwas anderes erwartet (nämlich Abenteuer in verschiedenen Welten).
- Mobile Suit Gundam: GquuuuuuX: Zu Beginn liegt mir der Fokus zu sehr auf den illegalen Mecha-Kämpfen. Klingt vielleicht etwas komisch, aber ich schätze Gundam nicht wegen der Mecha sondern wegen der Art und Weise, wie Kriege und Konflikte erzählt werden.
- Teogonia: Kai ist einfach zu mächtig. Interessant ist aber, dass nur sehr subtil angedeutet wird, dass er ein früheres Leben in unserer Welt hatte, da er sich selbst nicht daran erinnert. Nur hier und da tritt Wissen aus seinem Unterbewusstsein in Erscheinung. Das ist auf jeden Fall mal eine andere Umsetzung des Isekai-Themas.
- Black Butler: Emerald Witch Arc: Es geht für Ciel, Sebastian & Co nach Deutschland. Mir gefällt es sehr gut, wie in der ersten Folge auch tatsächlich Deutsch gesprochen wird (auch wenn es seinen ganz eigenen Klang hat). Leider hören sie schnell damit auf. Sieglinde ist ein toller Charakter und eine schöne Ergänzung für den Hauptcast.
- Moonrise: Der Anfang ist mega. Alles sieht toll aus und die erste Folge verspricht eine spannende Geschichte. Doch die tatsächliche Umsetzung ist dann eher mau. Nach hinten raus wird es immer abenteuerlicher und absurder.
Summer Season
- Lord of Mysteries: Sieht toll aus, vor allem die Hintergründe sind ein wahrer Augenschmaus, aber ansonsten kann mich die Geschichte nicht mitreißen. Dafür ist sie doch etwas zu verwirrend und für meinen Geschmack auch zu horrorlastig.
- Nights with a Cat (Staffel 3): Kleine Katzengeschichten für zwischendurch, gewohnt witzig. Nur hätte ich erwartet, dass die beiden Katzen, die mit auf dem Cover abgebildet sind, deutlich präsenter wären. Doch sie kommen nur in ein, zwei Episoden überhaupt vor.
- The Water Magician: Es startet so vielversprechend, doch dann muss Ryo sich natürlich einer Abenteurergilde anschließen, um Dungeons zu plündern. Beide Motive sind so dermaßen von Games inspiriert, dass ich sie in einer Fantasy-Welt ohne Gamebezug als Fremdkörper wahrnehme und das nimmt mir den Spaß.
- New Saga: Absolut generisch. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
- The Rising of the Shield Hero (Staffel 4): Der erste Arc ist interessant, der zweite leider weniger mein Fall.
- Secrets of the Silent Witch: Monica ist einer der wenigen übermächtigen Charaktere, die mir nicht ständig auf die Nerven gehen. Ihr unbeholfener Umgang mit anderen Menschen gleicht ihre Übermacht nämlich gut aus und auch wenn es bei mir nicht so krass ist, finde ich mich in ihr schon irgendwie wieder.
- To Be Hero X: Es ist genial, wie sehr hier mit unterschiedlichen Zeichen- und Animationsstilen gespielt wird. Die Geschichten der Helden sind vielfältig und erst am Ende fügt sich alles richtig zusammen. Genial.
- Die Tagebücher der Apothekerin (Staffel 2): Mao Maos Ermittlungen am Kaiserhof gehen in die zweite Runde. Die Fortsetzung reicht für mich nicht ganz an die erste Staffel heran, aber es ist dennoch einer meiner Favoriten des Jahres.
Fall Season
- Athanasia – Plötzlich Prinzessin: Weder gut noch schlecht.
- Dad is a hero, Mom is a spirit, I’m a reincarnator: Ganz klar der Tiefpunkt der Season. Mal davon ab, dass Lovell eher wie der Hauptcharakter wirkt als Ellen, sind die Helden einfach dermaßen unsympathisch und selbstgefällig. Wie alle von Ellen besessen sind, kann ich nicht verstehen und ich finde es nicht in Ordnung, wie Lafilia behandelt wird.
- Gintama: Mr. Ginpachi’s Zany Class: Gintama ist zurück! Muss ich mehr sagen?
- Shabake: Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und vermag es nicht mich zu packen. Es hilft auch nicht, dass ich große Schwierigkeiten habe, Charaktere voneinander zu unterscheiden. Gefühlt haben sie alle dieselbe Frisur.
- Spy x Family: Gewohnt völlig verrückt und chaotisch geht Familie Forger in die dritte Runde. Ich freue mich auf jede neue Episode.
- The Dark History of the Reincarnated Villainess: Konohas Geschichte kommt sehr trashig und bescheuert daher, aber genau das ist das Ziel, denn die Werke, die sie in ihrer Jugend geschrieben hat, sind alles andere als gut. Jetzt muss sie mit all dem Blödsinn, den sie damals verfasst hat, irgendwie klar kommen und verflucht vermutlich ihr jüngeres Selbst.
Top Anime (Seasonal) 2025: Die Tagebücher der Apothekerin
Flop Anime (Seasonal) 2025: Dad is a hero, Mom is a spirit, I’m a reincarnator
Anime (abgeschlossen)
- My Hero Academia (Staffel 5): Ich habe gemischte Gefühle. Der erste Part, wo Midoriya und seine Freunde in Gruppenkämpfen gegen die Parallelklasse antreten dürfen, gefällt mir sehr gut. Hier glänzt die Serie eben mit dem, was sie gut kann: Dem kreativen Einsetzen verschiedenster Fähigkeiten. Dann folgt mal wieder ein Praktikum, was sich naturgemäß auf nur wenige Charaktere neben Midoriya fokussiert, und der Arc rund um die Schurken interessiert mich so gar nicht. Natürlich hat Shigaraki eine ach so dramatische Vorgeschichte.
- My Hero Academia (Staffel 6): Der Anfang ist vielversprechend, aber Shigaraki ist einfach zu mächtig und der Rest der Serie ist mir einfach zu düster und negativ.
- Fantastic Children: Es dauert mehr oder weniger die halbe Serie, bis man endlich ein paar Antworten erhält. Bis dahin tritt die Geschichte nur auf der Stelle. Mit Helga kann ich überhaupt nicht. Sie ist dermaßen passiv und stoisch, interessiert sich für nichts und niemanden, trotzdem hat sie in jedem ihrer bisherigen Leben einen Idioten gefunden, der alles nach ihr ausrichtet und sogar sein Leben für sie opfert. Das Ende der Serie schließlich führt alles ad absurdum und ist überhaupt nicht zufriedenstellend.
- Earl & Fairy: Diese Serie ist nicht nur schlecht gealtert, sie reißt mich auch inhaltlich kaum mit. Außerdem ist mir Edgar entschieden zu aufdringlich.
- The Galaxy Railways: Größtenteils werden nur Fälle der Woche präsentiert und es sind leider nicht einmal gute Fälle. Aliens spielen nur eine Rolle, wenn man sie für irgendwas Abgefahrenes braucht (z.B. giftiges Blut) und die Invasion am Ende passt nicht so recht zum Rest.
- Peacemaker Kurogane: Irgendwie habe ich eine andere Art von Serie erwartet. Es ist mir stellenweise zu viel Klamauk. Tetsunosuke kann ich überhaupt nicht ernst nehmen. Er sieht aus, verhält sich und wird behandelt wie ein ein Zehnjähriger, sodass ich ihm die fünfzehn Jahre nicht abnehme. Außerdem dusselt er mehr durch die Geschichte, als dass er sie aktiv gestaltet. Aktuell rückt er sogar vollkommen in den Hintergrund (ca. Episode 20).
- Sword Dynasty: Es mag an den schlechten Untertiteln liegen, aber die Geschichte ergibt teilweise überhaupt keinen Sinn. Ereignisse reihen sich aneinander, ohne dass sie richtig miteinander verbunden werden.
- Princess Principal: Crown Handler (Kapitel 3 & 4): Es ist so schön, zu meinen Lieblingsagentinnen zurückzukehren. Die Missionen in den Filmen haben alle Bezug zum Königshof, wodurch man auch mehr über die Dynamiken innerhalb der Königsfamilie erfährt. Im Moment sieht es auch nicht sehr rosig für Ange und ihre Freundinnen aus. Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Kapitel.
Top Anime (abgeschlossen) 2025: Princess Principal: Crown Handler
Flop Anime (abgeschlossen) 2025: Sword Dynasty
Manga
- Seltsame Ereignisse im Einkaufsviertel Nekomachi: Ich habe mehr Katzen erwartet, doch die Katzengeister treten in den meisten Fällen leider in ihrer menschlichen Form auf. Was bleibt, sind Slice-of-Life-Geschichten, die mich nicht packen.
- Shunkan Lyle: Mit einem Affenzahn galoppiert der Manga durch seine Geschichte. Enthüllung folgt auf Enthüllung, doch das macht alles nur konfuser und das Ende ist nur schnell hingerotzt.
- No/Name: Die Welt, in der Namen Bedeutung haben und übernatürliche Kräfte verschaffen, ist so vielversprechend und spannend, trotzdem wird dieser tolle Manga nach nur zwei Bänden eingestellt. Dabei wäre so viel Potenzial für mehr da gewesen. Das Ende kommt auch entsprechend schnell und ist nicht wirklich zufriedenstellend.
- Junji Itos Katzentagebuch: Ein Mangaka, der bisher nicht viel mit Katzen zu tun hat, lernt diese kennen, weil seine Verlobte diese mit in die erste gemeinsame Wohnung bringt. Soweit nichts Neues. Stilelemente des Horror-Genres heben diesen Manga durchaus von anderen Katzengeschichten ab, mein Fall ist es leider nicht. Der Zeichenstil ist zwischenzeitlich regelrecht hässlich.
- Cat + Gamer: Wie Riko versucht, ihre Katzen und ihre große Leidenschaft das Gaming zu unter einen Hut zu kriegen, ist unterhaltsam anzusehen. Vor allem die Kapitel im Home Office bringen immer wieder zum Schmunzeln. Das Ende jedoch wird leider schnell, schnell abgehandelt.
- Cat + Crazy: Ein weiterer Manga von Wataru Nadatani. Zwar geht es hier auch um Katzen, doch die Umsetzung ist eine völlig andere. Statt in sich abgeschlossener kleiner Kapitel gibt es hier eine fortlaufende Geschichte, bei der Kensuke lernt mit Katzen umzugehen. Der erste Band kann noch nicht so recht überzeugen.
- Hachi & Maruru: Streuner halten zusammen: Eine Geschichte über Streunerkatzen, die mich betroffen macht, eben weil ich weiß, wie schwierig das Leben für diese Katzen ist. Ich hatte wirklich Angst um Schwester Schildpatt. Gleichzeitig erfährt man viel über die Arbeit von jenen Ehrenamtlichen, die sich selbst der Streuner annehmen.
- Manga Issho: Ich mag die Idee eines europäischen Manga-Magazins. Die enthaltenen Titel sind auch alle schön abwechslungsreich, auch wenn mich nicht alle abholen. Ich würde mir nur mehr fortlaufende Geschichten und weniger One-shots wünschen.
Top Manga 2025: Cat + Gamer
Flop Manga 2025: Shunkan Lyle
Webtoons
- Divorcing my Tyrant Husband: Wie so oft startet dieser Webtoon gut und es ist unterhaltsam anzusehen, wie Robellia versucht, Alexandros geradezu dazu zu zwingen, die Scheidung zu fordern, aber ihr Ziel rückt in den Hintergrund und die Geschichte entwickelt sich zu einer gewöhnlichen Romanze.
- Children of Eldair: Ich liebe den Zeichenstil und das Worldbuilding. Seit die drei Freundinnen voneinander getrennt wurden, folgt jede ihrer eigenen individuellen Geschichte, was diesen Webtoon sehr vielseitig macht.
- Surviving a Harem: Der Anfang macht total Spaß. Ein Boxer findet sich im Körper der Protagonistin einer Dating-Sim wieder. Hier treffen wahrlich Welten aufeinander. Doch in den späteren Kapiteln wird mir die Geschichte einfach zu albern.
- The Fitness Villainess: Der Titel ist irreführend. Nur ganz zu Beginn geht es um Fitness, bis Aslan dann doch durch Magie ein gesundes Gewicht erreicht. Ab da ist der Webtoon eine klassische Rofan-Geschichte und nach einem bestimmten Wendepunkt plätschert die Geschichte nur noch vor sich hin, um dann schnell schnell abgeschlossen zu werden.
- The Crown Princess Scandal: Nach den ersten Kapiteln erklärte ich diesen Webtoon noch zu einem Favoriten. Wie Hwa-Yeong sich als die schlechteste Kronprinzessinnenkandidatin präsentiert, ist super lustig. Doch die Stimmung ändert sich ab Mitte deutlich und sobald die ach so tragische Geschichte von ihrem Bruder Un erzählt wird, kehrt der Webtoon auch nicht zur alten Größe zurück. Hat mich trotzdem unterhalten, als Favorit sehe ich ihn aber nicht mehr.
- Ten Ways to Get Dumped by the Tyrant: Dieser Webtoon will einfach zu viel. Zum Ende hin wird ein viel zu großer Konflikt um nichts weniger als das Schicksal der Welt aufgemacht, nur um dann recht antiklimatisch aufgelöst zu werden. Wäre man doch nur dem Titel treu geblieben, denn der Anfang ist durchaus unterhaltsam.
- Daughter of the Spirit King: Haeins abwechslungsreiche Abenteuer machen Spaß zu lesen und es ist wirklich erfrischend, dass dieser Webtoon sich von anderen des Genres deutlich abhebt.
- Lady Liar: Romantische Komödien sind eigentlich nicht meins, aber irgendetwas macht Lady Liar anders. Der Webtoon weiß zu unterhalten und hat einen gewissen Charme. Hervorstechend ist auch der Zeichenstil, denn es ist alles noch ganz klassisch mit Bleistift auf Papier gezeichnet. Das gibt dem Titel einen ganz eigenen Look.
- My Brothers, the Protagonists: Dieser Webtoon mag auf den ersten Blick generisch wirken, doch er gibt dem Setting einen eigenen Twist. Bobaes Brüder (mit denen sie ihre liebe Not hat) repräsentieren jeder einen bestimmten Typ von Webtoon-Protagonisten (zurückgekehrt aus einer anderen Welt, wiedergeboren aus einer anderen Welt und zurückversetzt in sein jüngeres Selbst, um eine Katastrophe zu verhindern).
- Everywhere & Nowhere: Mir gefällt das Zeitreisethema, aber das kommt gerade in der zweiten Hälfte etwas kurz. Im Grunde werden nur wenige Epochen besucht, ehe die Geschichte sich in parallelen Universen und den Untergang der Welt verliert. Zum Ende hin ist es schwierig, den Überblick zu behalten und es wird mir auch zu düster.
- The Duchess’ Secret Writing Life: Zwei Introvertierte gehen eine Ehe ein, damit ihre Verwandten endlich Ruhe geben. Klingt gar nicht so schlecht. Aber leider spielt die Introvertiertheit später überhaupt keine Rolle mehr. Immerhin ist es ganz amüsant, wie Lhesa herausfindet, dass es sich bei seiner Lieblingsautorin um Alisha handelt.
- Empyrea: Dieser Webtoon startet so toll, bis er dann die Vorgeschichte von Arthur und Alexander erreicht. Besagte Vorgeschichte besteht gefühlt nur darin, dass sich beide wehleidig ansehen, weil sie es nicht wagen, dem jeweils anderen ihre Gefühle zu gestehen. Auch als es in der Gegenwart weitergeht, dreht sich gefühlt alles nur noch um die Beziehungskisten. Die eigentliche Bedrohung rückt völlig in den Hintergrund.
- Icy Copper: Von Anfang bis Ende eine tolle Geschichte mit lebendigen Charakteren, einer interessanten Welt und einem hübschen Zeichenstil. Weiterer Pluspunkt: Es gibt keine Romanze, die die Geschichte aufhält oder den eigentlichen Konflikt verdrängt.
- Divine Delivery: Obwohl dieser Webtoon in einigen Aspekten sehr generisch daherkommt, ist er dennoch unterhaltsam. Ich mag, dass Hajun kein typischer Held sondern eben ein Kurier, der Sendungen für unterschiedliche Gottheiten überbringt und dabei zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, um den Tag zu retten.
- Momo & Mochi: Kleine Geschichten rund um das Leben mit Katze, damit kann man mich gut ködern. Ich habe mich in vielen Episoden wiedergefunden. Es ist so schade, dass es mit Episode 200 schon endet.
- Surviving a Fantasy Adventure Comic: Hier findet sich unser Held nicht in einer Rofan-Geschichte wieder, sondern in einem Abenteuercomic. Durch die gesamte Geschichte hindurch befindet er sich im Streit mit dem eigentlichen Autor, indem er dessen Plot ständig verändert und ihm des Öfteren einen Strich durch die Rechnung macht. Dabei bleibt sich der Webtoon bis zum Ende treu.
- Spellward Bound: In den aktuellen Kapiteln stehen alle Zeichen auf Finale, doch am meisten punktet dieser Webtoon für mich, als Mateo und Tyson die verschiedenen Welten erkunden. Jede Welt ist einem Element zugeordnet und das merkt man.
Top Webtoon 2025: Children of Eldair
Flop Webtoon 2025: The Fitness Villainess
Serien
- Fake Princess: Zu Beginn ist die Dynamik zwischen Changle und Li Che ganz unterhaltsam, doch sobald sie miteinander statt gegeneinander arbeiten, plätschert die Serie mehr vor sich hin und verirrt sich in vergleichsweise langweiligen Nebenplots.
- Der Prinz der Drachen: Die letzte Staffel kommt wieder sehr viel ernsthafter daher. Interessant ist dabei vor allem das Ende, es schließt die Geschichte ab, bietet aber Potenzial für eine Fortsetzung, da der Gegenspieler nur zeitweise besiegt ist.
- The Great King’s Dream: Leider nur Mittelmaß. Charaktere verhalten sich unlogisch, ändern ständig ihre Meinung, um Konflikte zu schaffen oder in die Länge zu ziehen. Entfernungen scheinen keine Rolle zu spielen und ständig wird gekämpft oder herumgeschrien.
- Star Trek: Ab September stand ein Rewatch der klassischen Star-Trek-Serien (Next Generation, Deep Space 9, Voyager und Enterprise) an. Es ist erschreckend, wie viel ich seit dem letzten Schauen vergessen habe. Vielleicht eine von drei Episoden erkenne ich wieder. Aber so kann ich viele Geschichten auch einfach neu entdecken. Mittlerweile läuft Star Trek immer, wenn ich zeichne.
- Das Gesetz nach Lidia Poët: Optisch ist die Serie auf jeden Fall ein Hingucker. Vor allem die Kostüme haben es mir angetan. Lidia kämpft nicht nur für zu Unrecht des Mordes Beschuldigte sondern auch für Frauenrechte im Allgemeinen sowie ihre eigene Anwaltslizenz, die ihr zu Beginn entzogen wird. Ich sehe mal großzügig darüber hinweg, dass Anwälte hier zu Ermittlern werden, was ja eigentlich nicht ihre Aufgabe ist.
- Seal Team: Die episodischen Missionen der Woche gefallen mir tatsächlich besser als die spätere länger andauernde Mission in Afghanistan. Die Serie lebt für mich von den abwechslungsreichen Schauplätzen und Aufgaben der Seals.
Bücher
- The Price of Valour: Von den beiden Handlungssträngen spricht mich der rund um Raesinia und Marcus wesentlich mehr an. Wie Winter in ihre neue Rolle als Kommandantin wachsen muss, hat zwar auch gute Momente, aber Jane nervt maximal. Sie gönnt es Winter überhaupt nicht, dass sie Erfolg hat oder in etwas aufgeht, was nichts mit Jane zu tun hat. Auf so eine Partnerin kann man echt verzichten.
- The Guns of Empire: Die meiste Zeit über wird ins Feindesland marschiert und es gilt immer schwierigere Hindernisse zu überwältigen. Irgendwie plätschert die Handlung meist dahin und das Ende macht überhaupt keine Freude auf den letzten Band.
- The Infernal Battalion: Ohje, im vorigen Band deutet es sich ja bereits an, dass ich mit dem Abschlussband keine Freude habe. Die Flucht vor all den Besessenen zieht sich hin, es werden auf einmal neue Charaktere eingeführt, die aber eigentlich keine Rolle spielen und das eigentliche Finale wird gefühlt in zwei Seiten abgehandelt. Schade.
- Die Zwerge: Nach über zehn Jahren folgt hier nun der Reread. Die Charaktere kannte ich noch, doch die Handlung konnte ich quasi vollkommen neu erleben. Ingrimmsch geht mir allerdings gewaltig auf die Nerven. Seine Sucht nach Kämpfen ist bedenklich und seine Wutausbrüche nerven einfach nur.
- Die Rückkehr der Orks: Noch ein Reread. Das ewige Gestreite zwischen Rammar und Balbok macht Spaß. Für meinen Geschmack wird mir aber etwas zu oft hervorgehoben, dass Orks alles Hässliche schön und alles Schöne hässlich finden.
- Die Grenzgängerin: Das Erwachen: Die Welt ist interessant und ich mag die kleinen Extras, die sich an die Kapitel anschließen (Lieder, Notizen, Briefe, Fachtexte etc.). Allerdings komme ich mit Astranis Art überhaupt nicht klar. Außerdem entwickelt sich die Geschichte sehr langsam. Dieser erste Band wirkt mehr wie ein langer Prolog, in dem alle erst in Position gebracht werden.
- Die Grenzgängerin: Die Suche: Wieder entwickelt sich alles recht langsam, was im Klappentext angeteasert wird, wird wieder nicht erreicht. Auf der positiven Seite: Ich hätte nicht gedacht, eines Tages Zeugin zu werden, wie einem Drachen ein Gelenk wieder eingekugelt wird.
- Sunsurge Quartet: Mir gefällt, dass in der Fortsetzung der nördliche Kontinent mehr beleuchtet wird. Allerdings bin ich überhaupt kein Fan der Handlung. Dämonen und Besessenheit sind eben nicht meine Themen. Mit seinem ach so tollem Masterplan kommt Gegenspieler Ervyn Naxius mehr wie ein platter Bösewicht denn wie ein genialer Strippenzieher rüber. Und last but not least: Kein einziges Mal durften Alaron und Ramita, die Helden der ersten Reihe, auftreten. Was für eine Enttäuschung!
- Elfenwinter: Es ist so schade, wie viel man über ein Jahrzehnt vergessen kann. Ich erinnerte mich nur noch an Elfenkönigin Emerelle, ihren Schwertmeister Ollowain und dass es ganz zu Anfang einen Angriff auf sie geben würde. Alles andere war weg. Immerhin konnte ich das Buch so ganz neu entdecken. Die Bestwertung wie vor zehn Jahren noch bekommt es wohl nicht, aber die Geschichte weiß dennoch zu unterhalten.
- Elfenlicht: Der Part in der Bibliothek ist spannend, doch mit den meisten Ereignissen nach dem Zeitsprung bin ich nicht glücklich. Zum Ende hin wird alles zu schnell aufgelöst, wodurch es fast schon zu einfach wirkt.
- Die Kinder des Seefahrers: Ein Finale, ganz wie man es von Tad Williams kennt. Der finale Kampf erstreckt sich über locker die Hälfte des Buches und nachdem Utukku besiegt ist, stehen immer noch mehrere hundert Seiten aus. Immerhin gibt es mit Pasevalles noch einen Gegner zu besiegen, sodass es nicht vollkommen langweilig wird.
- Fractal Noise: Reise ins Ungewisse: Auf dem Papier ist die Geschichte total vielversprechend. Ein Forscherteam, das einen unbekannten Planeten erkundet, ist eigentlich genau mein Ding. Dummerweise ist der Hauptcharakter ein Jammerlappen, der sich durchgängig selbst bemitleidet und wirklich viel wird auch nicht geforscht. Am Ende wird eigentlich keine Frage beantwortet.
- Infinitum: Die Ewigkeit der Sterne: Vom selben Autor wie Fractal Noise, aber so viel besser. Ich mag die Welt, sie wirkt so (wissenschaftlich) durchdacht und weitaus größer als das, was man im Buch erfährt. Auch die Wranaui sind eine interessante Alienspezies, die wirklich anders ist. Allein dass sie mit Gerüchen kommunizieren, ist mal was Neues. Allerdings bin ich kein Fan vom Schlund, den Nachtmahren oder dem Ende. Trotzdem, gerne mehr aus dieser Sci-Fi-Welt.
- Die Zauberer: Nach den Orks wandte ich mich der Prequel-Trilogie zu. Es ist auch nach fünfzehn Jahren noch unterhaltsam zu lesen, aber ich finde es nicht mehr so großartig wie in meinen Teenager-Jahren. Der dritte Band (den ich schon damals nicht sonderlich gut fand) ist unlogisch und nervig.
- Briefe in die chinesische Vergangenheit: Nette Idee, aber die Umsetzung scheitert an Kao-tais unglaublicher Überheblichkeit.
- Roter Mond: An vielen Stellen habe ich das Gefühl, dass der Autor einfach mit seinem vielseitigen Fachwissen angeben will. Über locker hundert Seiten passiert einfach gar nichts. Stattdessen hocken Fred und Qi in ihrem Versteck und tauschen sich über Physik, Philosophie und vieles mehr aus. Dabei startet das Buch eigentlich richtig stark.
- The Dead Man’s Hand: Einige Aspekte des Worldbuildings und des Magiesystems sind interessant, aber die Story weiß noch nicht so recht zu überzeugen.
- Long Past Dues: Mir gefällt, dass zusätzlich zu Grimsby auch Reyne und Mayweather erzählen dürfen. So ganz haut mich die Geschichte aber immer noch nicht vom Hocker. Es ist aber unterhaltsam genug, dass ich an der Reihe dran bleibe.
- Kristallreif und Winterlicht: Es war toll, in Caitlynns Welt zurückzukehren. Ich war sofort wieder heimisch. Besonders schön ist, wie das Worldbuilding nebenher mit einfließt, ohne dass viel erklärt wird. So sollte es sein.
- Die Dunklen Fälle des Harry Dresden: Im Januar erscheint endlich ein neuer Band (zumindest auf Englisch), daher war auf jeden Fall ein Reread fällig, angefangen bei Band 1. Auch beim dritten Lesen fallen mir noch neue Details auf.
- Der Märchenkessel: Eine schöne Sammlung verschiedenster Märchen und märchenhafter Geschichten. Jedes Märchen ist mit einer Illustration versehen, was das Buch als Ganzes echt aufwertet.
Top Buch 2025: Infinitum: Die Ewigkeit der Sterne
Flop Buch 2025: Fractal Noise: Reise ins Ungewisse
Es kam also wieder so einiges zusammen und das trotz des Umzugs im August. Für 2026 bin ich gespannt auf Star Trek: Star Fleet Academy (auch wenn es bisher leider arg nach Young Adult aussieht), die neuen Spiele der Devcats und natürlich die neue Staffel Ascendance of a Bookworm (schließlich geht die Geschichte mit Beginn von Staffel 4 erst so richtig los, wenn man mich fragt). Außerdem freue ich mich auf Neuigkeiten zu Michael J. Sullivans neuer Reihe The Cycle oder Elder Scrolls VI (ja, ich weiß, dass das eher unrealistisch ist, aber man kann ja träumen, zumindest aber Skyblivion kommt ja sehr wahrscheinlich 2026). Vielleicht wird es im nächsten Jahr sogar endlich was mit meiner eigenen Visual Novel und meinem Webtoon.
Weitere Jahresrückblicke von Drottning Katt:

























