Anime Winter Season 2026 / Woche #6
In diesem wöchentlichen Format begleiten wir Fate/strange Fate und SI-VIS: The Sound of Heroes von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide.

Titel: Fate/strange Fake
Start: 31. Dezember 2024
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: A-1 Pictures
Folge 7
Da sich der junge Soldat nicht bei ihm gemeldet hat, ruft Faldeus diesen an. Doch offen kann der wahre Lancer nicht sprechen, weil er belauscht wird, daher gibt er als falsche Information weiter, dass nicht er der Servant ist, sondern dass er Charlie Chaplin beschwor. Diese Aussage löst jedoch Misstrauen beim Staatsmann aus. Deswegen schickt er eine Einheit zu dem Anwesen, was wiederum von den Schattenhelden bemerkt wird. Sigma, so der Name des Soldaten, beschließt deswegen mit offenen Karten gegenüber Saber und Ayaka zu spielen, was die beiden nicht davon abbringt, ein Team mit ihm bilden zu wollen. Mit einem Handschlag besiegeln sie die Allianz. Unter Einsatz ihres eigenen Körpers beschwört die junge Dame Haruri Borzak einen Servant. Eigentlich wollte sie dabei sterben, allerdings rettet der Einzbern-Homunculus Philia ihr das Leben, weswegen sie die weißhaarige Frau zur Werkstatt von Bazdilot Cordelion begleitet. Kaum angekommen, beginnt der Kampf. Dabei gibt Philia zu verstehen, dass sich eine Göttin im Körper des Homuculus befindet, was wiederum erklärt, warum diese mit Alcides Angriffen mithalten kann. Da Bazdilot Haruri bedroht, ruft diese ihren Servant herbei: Berserker. Der seltsame Roboter bekommt die Aufgabe, die Werkstatt zu zerstören, weit kommt er dabei nicht, Francesca schickt nämlich ihren Caster, der mit einer Illusion alles beendet. Vorerst.
Und noch ein paar Figuren mehr! Das war aber zu erwarten, schließlich waren noch nicht alle Klassen doppelt belegt, deswegen holt Fate/strange Fake das nach. Ein wenig fühlt sich diese Episode etwas zu überladen an, neben den Verhandlungen von Saber und Sigma, geht es ordentlich auf der anderen Seite ab und gliechzeitig lernen wir drei neue Personen kennen. Aber erst einmal zu Sigma. Dass der Soldat sich dennoch umentscheidet, kommt überraschend. Jedoch freut es auch, denn alles, was wir bisher von ihm wissen ist, dass er ständig alleine war und so wie sich Ayaka bisher gibt, kann sie so jemanden bestimmt nicht im Stich lassen. Es wäre einfach schön, wenn sich hier ein richtiges Team bildet. Was hingegen Philia angeht, so kommt es unerwartet, dass wir es mit einer echten Göttin zu tun haben. Wobei wir das bis jetzt auch noch nicht auf der Cast-Liste hatten. Genauso wie einen Mecha-Servant, der natürlich die große Frage aufwirft, wer da im Cockpit hockt und warum es dann gerade die Berserker-Klasse wurde. Der Ausgang des spektakulären Kampfes war auch nicht abzusehen. Schließlich hätte es genauso gut mit dem Tod eines der Charaktere enden können. Apropos Charakter: Egal wie sehr Alcides hier nicht der strahlende Held Herkules ist, noch immer sieht er Jason als seinen Freund an, was hoffen lässt.

Start: 11. Januar 2026
Genre: Slice of Life, Romanze
Animationsstudio: East Fish Studio, Atelier Peuplier
Folge 5
Um sich von dem Durcheinander in ihrem Gefühlsleben abzulenken, gibt Yoi in der Schule ihr Bestes und wird mehr denn je als Prinz angehimmelt. Kohaku macht sich ebenfalls Gedanken um Yoi, da diese Beziehung ganz anders ist als seine vorherigen Kontakte. Er respektiert Yois Bedingung, dass in der Schule niemand etwas von ihnen mitbekommen soll. Auf dem Heimweg von der Schule bemerkt Yoi in der Bahn, dass ein Mädchen belästigt wird. Bevor sie reagieren kann, greift bereits ein anderer Schüler ein. Dieser entpuppt sich später als Takuto Ohji, der von Yois Vater als Teilzeitkraft eingestellt wurde. Die Kunden sind begeistert von dem neuen Mitarbeiter. Auch Yoi geht ganz unbefangen mit ihm um, selbst als er ihr Komplimente macht. Nach einem kurzen Besuch bei seiner Familie trifft Kohaku überraschend auf Yoi, die von der Arbeit kommt. Spontan fragt er sie, ob sie gemeinsam zum Sommerfest gehen wollen.
Ein dritter Prinz taucht auf! Takuto Ohji wird in Anlehnung an seinen Nachnamen ebenfalls als Prinz betitelt, und im Gegensatz zu Kohaku wirkt er tatsächlich auch wie ein solcher. Kein Wunder, dass besonders die weibliche Kundschaft des Nasu-Oyaji ins Schwärmen gerät, Takuto sieht nicht nur gut aus, er zeigt sich auch aufmerksam, freundlich und charmant. Yoi und er passen optisch absolut gut zusammen. Aber als Takuto ihr Komplimente macht, kommt Yoi nur Kohaku in den Sinn. Sie weiß einfach nicht, was sie mit ihm und mit ihren Gefühlen anfangen soll. Kohaku geht es allerdings nicht viel anders. Bisher hat er sich nie Gedanken über die Mädchen gemacht, mit denen er ausgegangen ist, aber mit Yoi ist das anders. Zum ersten Mal ist er derjenige, der gemeinsame Unternehmungen vorschlägt, statt einfach nur zu tun, was seine Partnerin von ihm verlangt. Und wie es aussieht, ist seine Familiensituation nicht so ganz einfach, aber darüber hat er mit Yoi fast gar nicht geredet. Ob ihre Beziehung den Testzeitraum wohl überdauern wird, wenn er so wenig von sich preisgibt?

Titel: HELL MODE: The Hardcore Gamer Dominates in Another World with Garbage Balancing
Start: 10. Januar 2026
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: Yokohama Animation Laboratory
Folge 5
Die Jagd unter Allens Anleitung beginnt und die Bürgerlichen zeigen sich diesmal deutlich zugänglicher – auch weil sie wissen, was Rodin ihretwegen bei der letzten Jagd erleiden musste. Durch den geschickten Einsatz der Jäger und Allens Wissen darüber, wie man in dieser Welt „Prüfungen der Götter“ besteht, also auflevelt, verläuft nicht nur die Jagd erfolgreich, auch alle Teilnehmer werden schnell stärker. So lassen sich selbst die geforderten Mengen an Schattenkeilern problemlos erlegen. Die Monate vergehen und schließlich steigt auch Allen im Level auf. Um endlich selbst an der Jagd teilnehmen zu dürfen, fordert er Gelda und seinen Vater im Armdrücken heraus. Gelda kann er tatsächlich besiegen, doch an seinem Vater beißt er sich weiterhin die Zähne aus. Mit sieben Jahren steigt zudem sein Beschwören-Skill erneut. Für die neuesten Beschwörungen benötigt er jedoch Magiesteine. Durch Handel und die Unterstützung der Dorfbewohner sammelt er genug, um neue Gefährten zu rufen. Mit ihnen erweitern sich seine Möglichkeiten erheblich und Allen erkennt, dass seine Klasse es ihm erlaubt, langfristig zu einer Ein-Mann-Armee zu werden. Nun hofft er natürlich, mit seinen gestiegenen Werten bald auch seinen Vater zu übertreffen.
Besonders interessant ist, dass Allen nicht nur selbst stärker wird, sondern auch die Menschen um sich herum voranbringt. Er will verhindern, dass diejenigen, die ihm wichtig sind, erneut verletzt werden. Dank seiner Taktik wachsen alle Beteiligten schnell über sich hinaus und die Forderungen des Feudalherren lassen sich ohne Probleme erfüllen. Obwohl Allen offiziell noch nicht mitkämpfen darf, sammelt er durch seine Beschwörungen dennoch Erfahrungspunkte. So steigen seine Statuswerte auch ohne direkten Kampfeinsatz. Dennoch muss er einsehen, dass sein Vater weiterhin überlegen ist. Vorerst bleibt ihm die aktive Teilnahme an der Jagd verwehrt, doch er gewinnt wertvolle Einblicke in die Stärke dieser Welt. Mit seinem neuen Skill „Speicher“ kann er benötigte Magiesteine einlagern, was ihm ein besseres Verständnis für das System seiner Fähigkeiten vermittelt. Jedes Mal, wenn er etwas braucht, um seine Klasse zu stärken, erhält er passende Skills – und wie der Gamer, der er ist, testet er alles aus, um das Maximum herauszuholen. Da kann man nur hoffen, dass seine Fähikgeiten jetzt ausreichen, um an der Jagd teilzunehmen.

Titel: SI-VIS: The Sound of Heroes
Start: 4. Oktober 2025
Genre: Musik
Animationsstudio: Studio VOLN
Folge 18
Nagi und µ gelingt die Flucht aus der Mirage. SI-VIS ist endlich wieder vereint. Lachend stehen sie beieinander, als an der Wand plötzlich ein Countdown von fünf Minuten aufleuchtet. Eine eindeutige Einladung der Xenos zum Kampf. Auf dem Dach beobachtet Kurios, wie sich Apollon nähert. Währenddessen befinden sich Medea und Samael noch im Gebäude. SI-VIS und ihre Unterstützer bereiten sich im Hintergrund auf das bevorstehende „Konzert“ vor – mit Apollon als Gegner. Kaum setzt die Musik ein, steigt der Idea-Wert ins Unermessliche. Doch selbst diese Kraft reicht nicht aus, um Apollon etwas anzuhaben. Im Hauptquartier entdecken die Mitarbeiter, dass der extreme Idea-Wert nicht von SI-VIS stammt, sondern von Apollon selbst – eine Quelle, die ihm überwältigende Stärke verleiht. Mit einem einzigen Angriff setzt er alle außer Nagi außer Gefecht; bewusstlos brechen sie zusammen. Obwohl Nagi als Nachkomme der Königin gilt, sieht Apollon keinen Nutzen in ihr und will sie töten. Medea stellt sich ihm in den Weg, wird jedoch kurz darauf von Samael erstochen. Um ihre Freunde zu retten, trifft Nagi eine folgenschwere Entscheidung: Sie wird die Xenos in ihre Welt begleiten.
Endlich ist die Katze aus dem Sack: Alle in und um SI-VIS: The Sound of Heroes wissen nun, dass Nagi ein Orphe ist und damit – genau wie Yosuke – aus der Welt der Xenos stammt. Mittlerweile lässt sich kaum noch zählen, wie oft diese Enthüllung schon als Überraschungsmoment inszeniert wurde. Es war absehbar, dass Nagi früher oder später in ihre ursprüngliche Welt zurückkehren würde, um andere zu retten. Dieses Motiv bedient ein altbekanntes Klischee. Ebenso vorhersehbar ist, dass die anderen versuchen werden, sie zurückzuholen. Und natürlich wird Nagi in der Welt der Xenos einen Weg finden, den scheinbar unbesiegbaren Apollon zu brechen. Weil alles so sehr dem typischen Muster folgt, entsteht keinerlei Spannung. Der Funke um mitzufiebern, bleibt aus. Meine Hoffnung ruht immer noch darauf, dass Yosuke zurückkehrt. Der Konflikt zwischen Medea, Samael und Apollon hätte deutlich stärker ausgearbeitet werden können. Medeas Kampfstil mit den Würfeln ist erfrischend anders, aber leider viel zu kurz präsent. Kaum taucht sie richtig auf, ist eine der wenigen wirklich interessanten Figuren schon tot. Sehr schade – gerade sie hätte der Band eine wertvolle Unterstützung sein können.









