Totman Gehends Jahresrückblick 2025
Welcome back zum spartanischen Jahresrückblick. Augenschonend in unsortierter Listenform mit den jeweiligen TOP 3 am Ende.
Games
- Blue Prince – Geiles Rogue-Lite-Rätselgame, das einen dazu nötigt, wie in alten Zeiten ein Notizbuch zu führen. Man muss sich alles selbst erschließen, was das Erfolgserlebnis umso befriedigender macht, wenn man’s dann wirklich auch tut. Allerdings setzt das Spiel extrem stark auf RNG, weswegen mich nach etwa 20 Stunden die Lust verlassen hat, mich noch tiefer in dieses Rabbithole zu stürzen … aber ich nehme mir fest vor, das beizeiten nachzuholen.
- The Alters – Höchst interessantes Sci-Fi-Game, in dem man alternative Versionen seiner selbst erschaffen muss, um auf einem unwirtlichen Planeten überleben zu können. Allerdings habe ich mich nach rund 20 Stunden in eine Sackgasse manövriert, und mir fehlt derzeit einfach die Muße, ganze fünf Spielstunden zurückzugehen, um alle Fehler auszubügeln. Davon abgesehen: Absolute Game-Empfehlung für Fans von Management-Basenbau-Survival-blablub-Sci-Fi.
- OFF – Hab sehnlichst auf die Neuveröffentlichung auf Steam gewartet. Allerdings durfte der alte Soundtrack nicht wiederverwendet werden und das ist tatsächlich irgendwie … der Killer für mich. Steht auf On-Hold, leider.
- Clover Pit – Herrlich. Tödliches Glückspiel am einarmigen Banditen. Sowas mag ich ja.
- Routine – Sci-Fi-Survival-Horror-Walking-Simulator auf einer Mondbasis mit 80er-Ästhetik. Mega geile visuelle Vision … mein einziges Problem ist der Stalking Enemy. Ich halte sowas einfach nicht gut aus. Deswegen saß ich nach gerade mal 75 Minuten bereits heulend in einer Ecke und habe mich seitdem nicht mehr rausgetraut. Zu peinlich einfach. Ich muss an mir arbeiten. Das Spiel ist es wert, das spüre ich.
- Children of the Sun – Ein Geschenk von meinem Kollegen Mort. Ein Bullet-Time-Sniper-Puzzle-Game mit uniquer Spielmechanik, perfekt zum Runterkommen.
- Hades 2 – Spieltechnisch und grafisch eine absolute Weiterentwicklung. Storymäßig jedoch eher ein Rückschritt, da deutlich weniger catchy und ergreifend als der Vorgänger. Deshalb habe ich auch nur die Pflicht erledigt und verspüre wenig Lust auf die optionale Kür.
- Cronos – The New Dawn – Der geistige Nachfolger von Dead Space, verfrachtet in die Atmosphäre osteuropäischer UdSSR-Plattenbauten. Geile Kombi einfach.
Platz 3: Trepang2 – Das Game hat zwar so seine Macken, aber als rasanter Ego-Shooter, der einem ein Reaktionsvermögen von über 9000 abverlangt, macht Trepang2 einfach nur Bock. Alles andere gleicht der Soundtrack locker aus.
Platz 2: Dispatch – Arbeitsplatzkomödie mit Superhelden. Überwiegend ein interaktiver Film mit Entscheidungsfreiheiten in Dialogen und Story, allerdings beinhaltet das Game tatsächlich auch einen kleinen Gameplay-Loop: man muss seine Superhelden managen, damit die Stadt nicht untergeht – und das macht … Spaß o_ô
Platz 1: Hell Is Us – Nun ja, es fing damit an, dass ich drei Stunden brauchte, um das Kampfsystem endlich zu verstehen. Ich war stinksauer. 50 Stunden später: zwei Spieldurchgänge, alle Achievements freigeschaltet und eine neu entdeckte Liebe für Bergseen mit blauen Blumen … Durch den Verzicht auf Karten, Questmarker und Erklärungen erreicht das Spiel ein bemerkenswertes Maß an Immersion. Lange ist es her, dass ich mich so bereitwillig in ein Spiel vergraben habe. Mein persönliches GOTY.
Serien
Hab festgestellt, dass Apple+ so langsam meine Serienheimat wird. Allein sieben Serien in der folgenden Liste sind dort beheimatet. Disney+ hab ich dafür den Laufpass gegeben.
- Squid Game (Staffel 3) – Meeeeeh.
- Paradise – Obwohl die Prämisse in ähnlicher Form bereits in Fallout oder SILO vorhanden ist, hat mich die Serie dank ihrer Figurenzeichnung komplett gecasht. Ja, ich hatte während der Inszenierung sogar mehrere Gänsehaut-Zurückspul-Momente. Däumchen hoch dafür.
- Adolescence – Uff. Sehr, sehr anstrengende One-Shot-Serie. Aber auch sehr, sehr gut gemacht.
- Severance (Staffel 2) – Die erste Staffel mit ihrer obskuren Büro-Mystery-Marotte hat mich absolut begeistert. Hier habe ich nun das Gefühl, dass sie beginnen, den gesamten Kosmos zwanghaft breitzutreten. Ich hoffe, Severance verkommt nicht zur Pferdeleiche.
- Star Wars: Andor (Staffel 2) – Ja, gute Serie einfach.
- Breaking Bad – Nach dem zweiten Anlauf endlich beendet. Hat sich seinen Platz im Pantheon der großen TV-Serien redlich verdient. Kommt für mich aber nicht an Better Call Saul heran.
- Splinter Cell: Deathwatch – Jo, nicer Snack für zwischendurch.
- Black Bird – Eine Miniserie über einen Typen, der im Gefängnis sitzt und dem man seine Freiheit verspricht, wenn er es schafft, einem serienmordenden und psychisch untypischen Mitinsassen Details über dessen Morde zu entlocken. Paul Walter Hauser und Taron Egerton tragen das Ding mühelos. Augenfest zum Angucken.
- Smoke – Wieder mit Taron Egerton, der sich hier als Brandermittler mit einer Polizistin zusammentut, um zwei Pyromanen hinter Gitter zu bringen. Startet langsam, und man denkt zunächst, man wisse, wie der Hase läuft und habe die Figuren schon nach Folge 2 durchschaut. Aber Pustekuchen. Wie sich die Figuren entwickeln und wie das Ganze letztlich endet; ich war voll dabei und habe sehr gern zugeschaut.
- SILO – Menschen leben unter der Erde, weil oberhalb der Erde irgendetwas passiert ist. Eine Serienadaption, die ich tatsächlich besser finde als die Buchvorlage, weil das World-Building hier im Vergleich zum Buch aus allen Nähten platzt und alles viel lebendiger und interessanter macht.
Platz 3: Slow Horses – In zwei Wochen durchgebinged. Ich freue mich auf Staffel 6. Ich brauche mehr vom furzenden Gary Oldman.
Platz 2: Pluribus – Sci-Fi vom Better Call Saul-Macher. Ungewöhnlicher Slow-Burner mit der wunderbaren Rhea Seehorn, die als eine der ganz wenigen ein Individuum bleibt, während ein Signal aus dem All alle anderen Menschen zu einem glückseligen Hive-Mind macht (liebevoll »der Plurb« genannt). Der unglücklichste Mensch der Erde muss also die Welt vor dem Glück retten. Wo geht die Reise hin? Keine Ahnung, aber ich bin dabei. Let’s goooooo!
Platz 1: Murderbot – <3
Filme
Platz 3: Die Nackte Kanone – Dachte, der Reboot wird kacke. Wurd‘ er dann doch nicht.
Platz 2: Downton Abbey: Das große Finale – Die letzte Szene, mit den Geistern der Vergangenheit? Ich saß in Tränen im Kinosessel! Das könnt ihr doch nicht machen …
Platz 1: Weapons – Ein sehr ungewöhnlicher Genre-Mix. Ohne Frage Horror – allein daran zu erkennen, dass ich noch nie so sehr damit gefremdelt hab, einer Frau beim Verlassen ihres Hauses zuzusehen. Und am Ende habe ich trotzdem lauthals gelacht, weil es so urkomisch absurd ist; und das, obwohl da gerade jemand zerhackstückelt wird. Weapons ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert.
Bücher
Platz 3: –
Platz 2: Systemkollaps – Steht Killerbot drauf, kommt Killerbot auch in die TOP 3.
Platz 1: Ségurant. Die Legende des Drachenritters – Ein Ritterroman, der lange Zeit als verschollen galt und erst kürzlich aus 28 fragmentarischen Fundstücken rekonstruiert wurde. Darin jagt der Artusritter Ségurant auf der Suche nach ewigem Ruhm einem Drachen hinterher, den es gar nicht gibt. Armer Irrer. Aber sehr gut wegzulesen. Ségurant wirkt beinahe wie ein moderner Held. Dazu die tolle Buchaufmachung mit den tollen Illustrationen – ein fest für Bibliophile.
In diesem Sinne, liebe Leser, Leserinnen und alle dazwischen und außerhalb: Neues Jahr, neue Schlacht.
Weitere Jahresrückblicke von Totman Gehend:
2017 – 2018 – 2019 – 2020 – 2021 – 2022 – 2023 – 2024












