The Big Bang Theory (Folge 11×24)

Lesezeit: 3 Minuten

Zu Beginn von The Big Bang Theory hätten wohl die wenigsten gedacht, dass Sheldon noch unter die Haube kommt. Jetzt, in der 24. und gleichzeitig letzten Episode der elften Staffel ist es soweit. Es versteht sich natürlich von selbst, dass alle, inklusive Sheldon selbst, total aus dem Häuschen sind. Doch es ist genauso klar, dass hier nicht alles nach Plan verläuft.

Es ist soweit. Alles für den großen Tag ist vorbereitet. Es fehlen nur noch die Familien von Sheldon und Amy, die abgeholt werden müssen. Doch die bringen ihre ganz eigenen Herausforderungen mit. Als am Hochzeitstag alles vorbereitet ist, fehlen eigentlich nur Braut und Bräutigam selbst, doch sie erfinden gerade Super-Asymmetrie.

Die liebe Verwandtschaft

Amy hat viel über ihre Mutter erzählt, die sehr strikt und konservativ klingt. Gesehen hat der Zuschauer diese Frau bisher aber noch nicht. Das ändert sich nun, denn zu Amys Hochzeit sind natürlich auch ihre Eltern eingeladen. Penny hat die Ehre, die beiden vom Flughafen abzuholen. Von Amys Vater weiß man nicht viel und schnell wird der Grund dafür klar: Ihre Mutter lässt den armen Mann gar nicht zu Wort kommen und ist jedes Mal schneller, wenn er versucht, den Mund aufzumachen. In der gesamten Folge spricht er tatsächlich nur ein einziges Wort. Es ist klar, wer hier die Hosen anhat und dass diese Frau die kleine Amy zur Strafe in den Schrank geschickt hat, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. Vermutlich will insgeheim nicht nur Mary applaudieren, als Penny Amys Mutter in die Schranken weist. Aufmerksame Fans werden in dieser Folge Sheldons geliebte Omi vermissen. Die Schreiber von The Big Bang Theory konnten für diese Episode leider nur eine kleine Auswahl an eingeladenen Charakteren zusammenstellen, damit sie nicht zu überladen wirkt. Die Omi (oder besser Meemaw) gehörte nicht dazu. Es gibt ein Telefonat, in dem sie ihm erklärt, warum sie nicht kommen kann, dieses fiel aber leider der Schere zum Opfer.

Prominente Unterstützung

Howard staunt nicht schlecht, als ihm ein Hund zuläuft, dessen Besitzer niemand anderes als Mark Hamill (Luke Skywalker in Star Wars) höchstselbst ist. Der Schauspieler ist unendlich dankbar für Howards Hilfe. Kurzerhand bittet dieser ihn darum, Amy und Sheldon zu trauen. So erfüllt er Sheldon einen großen Wunsch, der Hamill schon lange treffen will. Als das Brautpaar auf sich warten lässt, improvisiert Howard und lässt ihn Fragen zu Star Wars beantworten. Die meisten dieser Fragen werden aber von Stuart beantwortet, während Hamill selbst eher ahnungslos wirkt, was die feineren Details der Saga angeht. Stuart kann hier also richtig glänzen, was vor allem Denise sichtlich beeindruckt.

Ein Herz und eine Seele

Sheldon ist vernarrt in Ordnung. Für gewöhnlich müsste auch eine Fliege an ihm genau symmetrisch sein. Doch Amy erklärt ihm, dass erst kleine Unregelmäßigkeiten das Gesamtbild perfekt machen. Als Sheldons Mutter kurz vor der Trauung etwas Ähnliches sagt, kommt ihm ein Geistesblitz. Diese Idee muss er gleich mit Amy teilen und kurze Zeit später verlieren sich die beiden ganz in den ersten Berechnungen zur sogenannten Super-Asymmetrie, ein Gegenstück zur Super-Symmetrie. Als Papier dient dabei der Spiegel. Die beiden sind gar nicht mehr zu bremsen und vergessen dabei sogar, dass sie eigentlich heiraten wollen. Doch letztendlich schaffen sie es noch vor den Altar und es erfolgt eine ergreifende Rede von Amy. Sheldon, sonst nie um passende oder auch unpassende Kommentare verlegen, fehlen regelrecht die Worte. Mark Hamill kommen sogar die Tränen.

ProSieben hat diese Folge als besonders spektakulär beworben. Alle wären dabei, hieß es. Dafür, dass alle dabei sind, sieht man recht wenig von ihnen. Bert wird kurz erwähnt und Kripke darf am Ende ein Solo singen, ansonsten konzentriert es sich stark auf die Familien des Brautpaares (sehr schade, dass Sheldons geliebte Omi hier fehlt). Das ist natürlich legitim, vor allem wenn man bedenkt, dass alles in die recht kurze Folgendauer von 20 Minuten passen muss. Es ist einfach kein Platz für alle. Schließlich sollte es sich in erster Linie hauptsächlich um Sheldon und Amy drehen. Aber bei näherem Nachdenken fallen mir auch gar nicht so viele weitere mögliche Charaktere ein, die hier außer Meemaw wirklich fehlen. Beverly vielleicht noch, die ja eine sehr hohe Meinung von Sheldon hat. Aber das hat Leonard vielleicht auch einfach verboten. Jedenfalls bildet diese letzte Folge trotzdem einen schönen Abschluss für die elfte Staffel von The Big Bang Theory. Dass Sheldon und Amy sich kurz vor der Trauung in der Super-Asymmetrie verlieren, passt gut zu den beiden. Sie bleiben trotz allem eben Wissenschaftler. Dass Sheldon vor dem Altar dann gar nicht die richtigen Worte findet, zeigt deutlich, was für ein großer Moment es für ihn ist.

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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