The Big Bang Theory (Folge 11×13)

Lesezeit: 3 Minuten

Mit einem neuen Blickwinkel stellt sich so manches Problem ganz anders dar. So kann es helfen, einem vollkommen Fachfremden ein Problem des eigenen Fachgebietes zu erklären. Von außen betrachtet ist dieses Problem vielleicht gar nicht mehr so groß, wie es von innen scheint. Ein neuer Ansatz oder einfach nur eine verrückte Idee bringt gerne mehr als manch stundenlanges Kopfzerbrechen. Davon darf auch Sheldon profitieren, der ausgerechnet von Penny, die keinen blassen Schimmer von Physik hat, einen neuen Blick auf die bisher ungelöste String-Theorie erhält.

Während Amy und Howard sowie Leonard und Bert gute Fortschritte in ihren gemeinsamen Forschungsprojekten machen, hat Sheldon nichts vorzuweisen. Das frustriert ihn sichtlich. Es gibt nur eine Lösung: Sheldon muss ein neues Projekt finden, an dem er arbeiten kann. Kurzerhand setzt er Amy vor die Tür, damit er sich voll und ganz auf seine Arbeit fokussieren kann. Amy quartiert sich nebenan bei Leonard und Penny ein. Sie und Leonard nutzen die Gelegenheit und stellen einige Experimente aus ihrer Schulzeit nach. Währenddessen wird Footprints on the Moon, Rajs und Howards Band, zu einem Auftritt engagiert.

Back to the roots

So wirklich will es Sheldon zunächst nicht gelingen, sich ein neues Projekt zu überlegen. Stattdessen rechnet er die Wahrscheinlichkeit aus, mit der seiner Mutter einem gewissen Mr. Watkins begegnet, von dem sie ihm am Telefon erzählte. Erst als Penny sich zu ihm flüchtet, stellt er sich wieder dem eigentlichen Thema, der sogenannten String-Theorie. Diese ist eines der ungelösten Rätsel der Physik und Sheldons ursprüngliches Forschungsgebiet, bevor er zur Dunklen Materie wechselte. Er erklärt Penny diese Theorie und mit ihren arglosen Fragen bringt sie ihn sogar auf die richtige Spur. Mit einem ganz neuen Ansatz ist Sheldon wieder hochmotiviert, sich wieder mit der String-Theorie zu beschäftigen.

Nostalgie

Penny flüchtet sich nicht grundlos zu Sheldon. Die ausquartierte Amy und Leonard entdecken die Experimente ihrer Schulzeit neu. Voller Tatendrang führen sie sie erneut durch und schwelgen in den Erinnerungen an ihre eigenen Forschungsprojekte während der High School. Penny kann diese Nostalgie überhaupt nicht verstehen. Schließlich hat sie ihr eigenes Projekt damals an eine Klassenkameradin übergeben und sie im Gegenzug mit Flirt-Tipps bezahlt. Penny fühlt sich jetzt eher wie das fünfte Rad am Wagen. Verdenken kann man ihr das nicht und so ist es kein Wunder, dass sie letztendlich bei Sheldon aufschlägt.

Rock’n’Roll

Raj an der Gitarre, Howard am Keyboard, das sind Footprints on the Moon. Doch die Zukunft der Band steht auf der Kippe, als sich die Probestunden mit Howards Pflichten als Vater beißen. Schweren Herzens beschließt er, aus der Band auszusteigen, Raj aber soll weitermachen. Der holt sich prompt Unterstützung in Form von Bert. Bei ihrem ersten Treffen präsentiert er bereits seinen eigenen Song. Dieser beschreibt die Gedanken des riesigen Felsbrockens, der den bekannten Schatzjäger Indiana Jones verfolgt. Das klingt ungewöhnlich, aber es passt zu Footprints on the Moon. Währenddessen vermisst Howard die Musik und beschließt, sich an einer Solo-Karriere zu versuchen. Doch seine Idee von einem Musical über einen Astronauten schreckt Bernadette so sehr ab, dass sie ihm vorschlägt, zu Footprints on the Moon zurückzukehren. So wird aus dem Duo ein Trio.

Wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet Penny Sheldon auf die richtige Spur bringt. Aber ich denke, sie hat einen ganz anderen Blick auf die ganze Problematik. Für einen Fachfremden sieht so etwas ja noch einmal ganz anders aus als für den Experten. Dass Leonard und Amy einmal so über ihre Schulzeit schwärmen würden, hätte ich auch nicht gedacht. Meistens ist da nur die Rede von Mobbing und tyrannisierenden Mitschülern. Aber jede Sache hat eben auch zwei Seiten. Während ihrer Schulzeit hatten Leonard und Amy wirklich viel Spaß an den Experimenten und Forschungsprojekten, was sie vermutlich überhaupt erst zur Physik bzw. zur Neurobiologie geführt hat. Ob Footprints on the Moon mit Bert die richtige Entscheidung getroffen haben, bleibt abzuwarten. Sein Song über den Felsbrocken ist so bescheuert, dass er schon wieder Stil hat.

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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Misato
Redakteur

Ich mag Bert und finde es schön, wenn er mal wieder einen kleinen Auftritt hat. Seine Idee einen Song aus Sicht des Steins zu erzählen ist zum schießen. Die Songs von Footprints on the Moon animieren mich nie dazu sie öfter hören zu wollen, aber das Konzept ist herrlich und wenn man die Texte das erste Mal hört, gibt’s immer was zu grinsen.

Amy mit Leonard zu sehen ist dagegen sehr merkwürdig. Aber wenn ich mich recht erinnere, hatte sie ja auch diesen Moment wo sie mit Howard allein nichts anzufangen wusste und zwischendrin fragt man sich, ob sie in der Gruppe einen Platz hat. Von daher schön, dass die zwei gemeinsam Spaß haben konnten.

Es gibt vieles, was mich bei der Serie über die Jahre zum Augenrollen bringt und manchmal will ich die Autoren einfach nur anschreien. Was mich aber nie enttäuscht sind Penny/Sheldon Momente. Die beiden haben sehr früh eine richtig tolle Beziehung entwickelt, die sehr in eine geschwisterliche Richtung geht. Im Gegensatz zu Sheldons biologischen Geschwistern allerdings sehr viel positiver. Die zwei können sich super auf die Nerven gehen und sie leben in so total verschiedenen Welten, aber sie kriegen auch immer wieder sehr herzerwärmende Momente und stupsen sich in die richtige Richtung. Für mich das wahre Herzstück der Show.