The Mentalist

Lesezeit: 5 Minuten

Mittels Profiling werden Verbrechen aufgeklärt, und entsprechende Krimiserien bescheren dem Zuschauer immer wieder spannende Unterhaltung. The Mentalist reiht sich neben Criminal Minds und Psych in diese Thematik ein. Informationen sammeln, Analysen erstellen, Fakten miteinander kombinieren, und schon klicken die Handschellen. In The Mentalist allerdings liegt der Fokus eher auf dem unerbittlichen Rachefeldzug eines Mannes mit bemerkenswerten Talenten und einer kaputten Seele, auch wenn die Verbrecherjagd durchaus nicht zu kurz kommt. Damit hat Produzent Bruno Heller (Gotham) einen roten Faden ausgelegt, der von 2008 an sieben Jahre lang die Zuschauer an die Serie band.

    

Patrick Jane ist ein angesehenes Medium und hat es bis ins Fernsehen geschafft, wo er in Talkshows sein Können unter Beweis stellt. Dass er durchaus nicht in der Lage ist, mit Toten zu sprechen, verbirgt er mittels einer außerordentlich guten Beobachtungs- und Kombinationsgabe sowie erheblichem schauspielerischen Talent und einer guten Portion Charme. Der ehemalige Jahrmarktsschwindler hat es weit gebracht. Doch in einer dieser Talkshow lässt er sich dazu hinreißen, einen gesuchten Serienmörder lächerlich zu machen. Dieser reagiert sofort. Als Jane nach Hause kommt, findet er seine Frau und seine Tochter tot vor, auf grausame Weise umgebracht von Red John, jenem Mörder, den er gerade noch diffamiert hat. Jane schwört, Red John aufzuspüren und sich an ihm zu rächen. Er stellt seine Fähigkeiten in den Dienst des CBI, des California Bureau of Investigation. Während er bei verschiedenen Ermittlungen hilft, sucht er nach Spuren von Red John – doch dieser hat ihn schon längst gefunden. Ein tödliches Spiel beginnt.

Mein Name ist Patrick Jane. Ich werde ihnen helfen.

Originaltitel The Mentalist
Jahr 2008 – 2015
Land USA
Episoden 151 (in 7 Staffeln)
Genre Krimi, Drama
Cast Patrick Jane: Simon Baker
Teresa Lisbon: Robin Tunney
Kimball Cho: Tim Kang
Wayne Rigsby: Owain Yeoman
Grace Van Pelt: Amanda Righetti
Dennis Abbott: Rockmond Dunbar
Kim Fischer: Emily Swallow

Oberflächlich betrachtet ist Patrick Jane (Simon Baker, Sex and Death 101) ein ständig Tee trinkender Charmeur, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich Narben auf seiner Seele, deren Ursprünge bis in die Vergangenheit reichen. Als Schausteller nutzt sein Vater die ausgezeichnete Beobachtungsgabe seines Sohnes, um Gutgläubigen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Was für Patrick zunächst nur ein Spiel ist, beginnt ihn später zunehmend zu belasten. Endlich lehnt er sich gegen seinen Vater auf und verlässt zusammen mit seiner späteren Frau das Schaustellergewerbe. Seinen weiteren Lebensunterhalt verdient er sich allerdings noch immer als Hellseher, mit großem Erfolg. Aber sein Übermut bedeutet das Ende für sein neues Leben, denn er verliert diejenigen, die ihm am liebsten sind. Scheinbar unbelastet verlässt er nach einem längeren Aufenthalt die Psychiatrie und arbeitet als Berater beim CBI. Allerdings setzen ihm Trauer, Zorn und Schuldgefühle immer noch zu. Sein Rachefeldzug steht für ihn an erster Stelle und isoliert ihn emotional von den Menschen, mit denen er täglich zu tun hat. Red John, den Mörder seiner Familie, zu finden und zu töten hat für ihn höchste Priorität.

Wieso die Aufregung wegen jedes kleinen Gesetzesverstoßes?

Das CBI-Team, dem Patrick Jane als Berater zugeordnet ist, besteht aus vier Leuten. Die Leiterin, Senior Special Agent Teresa Lisbon (Robin Tunney, Vertical Limit), steht hinter den Prinzipien des Rechtsstaates und muss wegen der unkonventionellen Aktionen ihres Beraters des öfteren ihren Kopf hinhalten. Wayne Rigsby (Owain Yeoman, Turn: Washington’s Spies) bringt seine Erfahrungen als Brandermittler mit ins Team und mag es nicht, gegen Regeln zu verstoßen. Der wortkarge Kimball Cho (Tim Kang, Magnum P.I.) hat eine bewegte Jugend hinter sich. Er durchschaut meistens Patrick Janes Tricks und kommentiert diese sarkastisch. Grace Van Pelt (Amanda Righetti, Freitag der 13.) ist neu in der Gruppe. Sie glaubt an Übernatürliches und wird von Patrick Jane oft aufs Glatteis geführt. Für das Team ist die Ungezwungenheit, mit der Patrick Jane immer wieder die Regeln bricht, eine starke Belastungsprobe. Jedoch hat sich die Aufklärungsquote seit seinem Dabeisein rapide erhöht, was das Vertrauen in ihn langsam wachsen lässt.

Red John gehört mir!

Die Jagd nach Red John ist für Patrick Jane zum einzigen Lebensinhalt geworden. Er ist völlig fixiert darauf, Spuren zu verfolgen und Beweise zu finden, die ihn zu dem Gesuchten führen. Das macht es Patrick Jane unmöglich, ein normales Leben zu führen. Nicht einmal eine Wohnung hat er sich eingerichtet. Entweder schläft er auf dem Sofa im Büro des CBI oder in dem Haus, in dem er mit seiner Familie gelebt hat – auf einer Matratze unter dem von Red John mit dem Blut der Ermordeten an die Wand gemalten Smiley, Red Johns Markenzeichen. Aber auch der Mörder hat großes Interesse an seinem Verfolger, und die Rollen der beiden vertauschen sich immer wieder. Der Jäger wird zum Gejagten und umgekehrt. Dabei bleibt die Identität Red Johns lange ungeklärt, das Geheimnis wird erst in der sechsten Staffel gelüftet. Bis dahin spielt Red John mit Patrick Jane und ist ihm stets einen Schritt voraus.

Die Akte geschlossen, Pizza!

Die Krimiserie The Mentalist bietet dem Zuschauer mehr, als nur die Suche nach dem Mörder. Da ist zum einen der Einzelgänger, der besessen von der Rache an dem Mörder seiner Familie ist. Dann gibt es das Team von Ermittlern, das zusammenwachsen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen muss. Die Kombination dieser beiden Elemente miteinander sorgt wiederum für Spannung und auch für etliche humorvolle Szenen. Interessante Schauplätze wie zum Beispiel der Griffith Park mit seinem historischen Karussell bilden ansprechende Kulissen. Und natürlich gibt es dann noch die Suche nach dem Mörder. Ob nun eine abgetrennte Hand auf dem Grenzstreifen zwischen Nevada und Kaliforniern, eine ermordete Autoverkäuferin im Kofferraum einer Limousine oder ein von seiner Yacht verschwundener Gründer einer Softwarefirma: Am Ende wird der Fall gelöst. Und der Zuschauer darf sich selbst auf die Probe stellen, ob er ebenfalls alle Hinweise bemerkt und gegebenenfalls richtig miteinander kombiniert hat.

Fazit

Ich mag The Mentalist vor allem wegen der tollen Charaktere, allen voran Patrick Jane, den Simon Baker in all seinen Facetten einfach wunderbar glaubhaft spielt. Mit ihm habe ich richtig mitgelitten, wenn er von Schuldgefühlen und Trauer gefangen war. Auch die anderen Protagonisten sind mir im Laufe der Serie ans Herz gewachsen, und wenn ich mit Grace zu Beginn wenig anfangen konnte, so hat sich das doch nach und nach geändert. Dieses Team in den unterschiedlichsten Szenarien ermitteln zu sehen machte mir einfach Spaß. Sehr gut gefiel mir der rote Faden, der alles zusammengehalten hat. Und ich muss sagen, dass ich es sehr begrüße, dass es in The Mentalist keine faulen Kompromisse gab. Patrick Jane wollte seine Rache, und die hat er so bekommen, wie er es sich gewünscht hat. Das macht ihn neben anderen unschönen Vorkommnissen nicht gerade zu einem untadeligen Helden, aber zu einem Menschen, mit dem ich mitgehen konnte.  Die einzelnen Fälle habe ich ganz entspannt genossen, ohne zu versuchen, sie zu lösen. Das hat Patrick Jane mit seinem unwiderstehlichen Lächeln bestens erledigt.

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