Anime Spring Season 2019 / Woche #7

Lesezeit: 8 Minuten

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits Basket, Jojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind, One Punch Man (Staffel 2), Sarazanmai und  The Rising of the Shield Hero von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Fruits Basket (2019): #7

Start: 06.04.2019 • Slice of Life • TMS Entertainment

Eine völlig nervöse Tohru steht vor dem Eingang zur Soma-Residenz, um Hattori zu besuchen. Doch sie muss sich den Weg durch das riesige Anwesen nicht allein suchen, denn Momiji ist gekommen, um sie abzuholen. Von Hattori erhält sie die schroffe Aufforderung, sich aus dem Leben der Soma zurückzuziehen und Shigures Haus zu verlassen. Als Hattori die beiden kurz allein lässt, erzählt Momiji Tohru von der unglücklichen Liebesgeschichte, die Hattoris Leben überschattet. Er und Kanna, die sein Geheimnis kannte, baten Akito um die Erlaubnis, heiraten zu dürfen. Doch Akito reagierte mit einem heftigen Wutanfall, bei dem Hattori am Auge verletzt wurde. Kanna verlor über diesen Vorfall fast den Verstand, so dass Hattori zu ihrem Schutz die Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit löschen musste. Später begleitet Hattori Tohru zum Eingang. Als sie stolpert und die Treppe hinunterzufallen droht, versucht er, sie aufzufangen, und verwandelt sich in ein Seepferdchen, die Miniversion des Drachen aus dem Tierkreis. Tohrus panische Reaktion erinnert ihn an Kanna, die in einer ähnlichen Situation ebenso reagiert hatte. Nach seiner Rückverwandlung stellt er Tohru dieselbe Frage, die Kanna ihm bei ihrem ersten Treffen gestellt hatte: “Was passiert, wenn der Schnee schmilzt?” Tohru gibt ihm diesselbe Antwort wie Kanna. Schließlich verlässt sie mit Shigure, der zu Besuch im Haupthaus war, die Residenz. Auf ihre Frage, was der Fluch sei, antwortet Shigure, es sei noch zu früh für sie, das zu erfahren. Zuhause ankommend finden sie Yuki und Kyo schlafend unter dem Kotatsu vor.

Die siebte Episode von Fruits Basket (2019) lässt erahnen, dass das Leben der vom Fluch Betroffenen durchaus nicht einfach ist. Außerdem bekommt der schon oft erwähnte Akito ein Gesicht, das durchaus nicht besonders liebenswürdig wirkt. Hattoris Geschichte finde ich sehr bewegend, und dass er sich dem Leben verschlossen hat, eine konsequente Haltung nicht nur für solche, die sich mit einem Verwandlungsfluch herumplagen müssen. Als Zuschauer stehe ich genauso unwissend da wie Tohru, und ihr Wunsch nach Aufklärung ist für mich absolut nachvollziehbar wie das Gefühl, doch etwas gegen den Fluch unternehmen zu können. Spannend finde ich das Bild, als Tohru Shigure nach dem Fluch fragt: Sie steht innerhalb der Mauer in der Residenz, er steht draußen in der “echten” Welt. Es wirkt fast, als wenn sich etwas bewegt, in beide Richtungen.

 


Jojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind: Episode #30

Start: 06.10.2018 • Action, Abenteuer, Horror • David Production

Die Gruppe muss feststellen, dass ihre Gegner ein perfektes Duo ergeben. Denn Seccos Standfähigkeit bewirkt, dass sie quasi in den Boden versinken, und somit kann Cioccolatas Schimmel sie befallen, wenn das passiert. Daher müssen sie von Secco so schnell wie möglich fort, weshalb Bruno ihn angreift. Denn er bleibt vom Schimmel verschont und so können sie mit dem Auto erst einmal fliehen. Im Auto bekommt Giorno die Bestätigung über Brunos Zustand: Er ist eigentlich schon tot. Das ist auch der Grund, weshalb der Schimmel ihn nicht befällt und er der optimale Gegner für Secco ist. Währenddessen müssen Mista und Giorno Cioccolata aufhalten, denn er ist bereit, auch ganz Rom mit seinem Schimmel zu verseuchen.

Das Psychopärchen geht in die nächste Runde und verdeutlicht, wie krank die beiden wirklich sind. Cioccolata behandelt Secco wie einen Hund, streichelt und lobt ihn, wenn er gute Arbeit geleistet hat. Zudem scheint Secco eine Vorliebe für Zuckerwürfel zu haben, die er gekonnt mit dem Mund fangen kann. Außerdem bekommt man nun die Bestätigung für das, was man schon seit Folge 21 befürchtet hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Bruno Abbacchio folgen wird. JoJo’s Bizarre Adventure: Golden Wind ähnelt sich hier sehr Stardust Crusaders, das geht genauso hart mit seinen Protagonisten ins Gericht.

 


One Punch Man (Staffel 2): Episode #7

Start: 10.04.2019 • Action, Sci-Fi, Comedy • J.C. Staff

Monsterkönig Orochi und seine glubschäugige Hofschranze triumphieren, denn die Monsterangriffe bringen den Heldenverband in arge Bedrängnis. Schließlich kann der König immer neue Monster erschaffen. Das Kampfkunstturnier geht ins Halbfinale, auch Saitamas nächster Gegner baut sich wortreich, arrogant und bedrohlich auf, um dann beim ersten Schlag aus dem Ring zu fliegen. Wieder kein richtiger Kampf für Saitama. Bei Sake und Papierlaternenlicht verabredet sich eine Gruppe Schwertkämpfer, Garou ins Visier zu nehmen. Einer von ihnen bietet Monsterzellen an, deren Genuss Monsterkräfte verleiht. Wo er die her hat? Er wurde von der Monsterorganisation angeworben und ist nun selbst zum Monster geworden. Atomic Samurai macht ihm den Garaus, bevor er die anderen nötigen kann, die Monsterzellen zu schlucken. Finale des Kampfkunstturniers: Saitama gegen Stream. Stream erkennt in Saitama eine verwandte Seele, schließlich wollen doch beide von dem Turnier weder Ruhm noch Ehre, sondern nur Spaß, das Preisgeld und einen ebenbürtigen Gegner. Aber mit Streams Verachtung des Heldenwesens kann Saitama nichts anfangen. Und die Zugluft von Streams Hochgeschwindigkeits-Kicks bringt die Perücke zum Rutschen, sodass Saitama erst einmal nur damit beschäftigt ist, auszuweichen und seine Haarpracht festzuhalten. Stream geht zu Schlägen über, die Saitama bis an den Rand der Arena oder tief in den Fussboden befördern, ohne dass ihm das viel ausmacht. Nur die Perücke segelt irgendwann davon. Jetzt hat Saitama erkannt, was Kampfkunst wirklich bedeutet: Cool aussehende Bewegungen beim Kampf. Ob er das wohl auch kann? Ein Schubs mit dem Hintern befördert Stream aus der Arena. Saitama hat den Kampf für sich entschieden. Wenn nur die Perücke nicht gewesen wäre: Als verkleideter Schwindler enttarnt wird Saitama disqualifiziert.

Wieder ein Bausteinchen für das Gesamtbild der Gegner: Es gibt also einen Monsterkönig und der erschafft all die neuen Monster. Da zeichnet sich doch ein Bosskampf am Horizont ab… Das Turnier ist endlich da, wo es hin sollte: Saitama ist im Finale und hat sogar recht lang mit seinem Gegner zu tun. Lieblingsmonster dieser Folge: das Pläne schmiedende Tentakel-Wesen mit dem einen Glubschauge. Lieblingsmoment: Miss Tornados zickiges Herunterputzen der Heldenkollegen. Bester Saitama-Moment: Der rührende Versuch, seine neu gewonnene Erkenntnis über Kampfkunst in die Tat umzusetzen. Dass dabei auch noch die Hose rutscht, ist dann eher etwas für Freunde des ganz schlichten Humors.


Sarazanmai: Episode #6

Start: 12.04.2019 • Supernatural, Comedy, Drama • Studio MAPPA

“Was verbirgt sich hinter deiner Tür?”, fragt Reo, als er sich Haruka nähert. Nachdem Kazukis Sara-Verkleidung aufgeflogen ist und er nicht mehr nach Hause kam, zeigt sich, das Haruka auch mit einigen Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Reo nutzt das sofort aus und entführt ihn. Kazuki derweil ahnt erst von allem nichts und versinkt in Eskapismus. Während Enta und Tooi live miterleben, wie er immer mehr am Rad dreht, tapsen sie als Kappas durch das Viertel. Bis Keppi erfährt, dass Haruka vom Otterimperium entführt und auf dem Wege zur Kappazombieverwandlung gebracht wurde. Zu viert machen sie sich auf, sich heimlich in die Zombie-Fabrik der Otter zu schleichen und Haruka zu retten. So recht einfach ist es nicht, und als Haruka schier verloren erscheint, ist Kazuka gar zum ultimativem Opfer bereit. Aber soweit muss er dann doch nicht gehen, denn anders als die Zombies bisher findet sich in Haruka Liebe, nicht Verlangen. Das verträgt die Ottermaschinerie nicht wirklich und so wird er wieder ausgespuckt. Doch ganz ist die Gefahr auch nicht gebannt, denn Nutzloses pulverisieren die Otter stattdessen.

Halbzeit! Und die Folge ist voll bepackt. Definitiv die erste mit unbestreitbar positiver Stimmung, ernster Spannung, emotional, aber auch auch eine der humorvollsten Folgen. Eine Figur depressiv herumgammeln zu sehen, ist nicht besonders angenehm, in Sarazanmai wird das aber ordentlich aufgepeppt. Sei es Kazuki, der durchdreht, Keppi, der im Hintergrund wieder alle möglichen unbeteiligten Scherzchen betreibt (ein Poledance?), die sogar die Klimax etwas vorausnehmen (Keppi wirft sich bei seinem Ringwurfspiel am Ende selbst) oder Toois Zynismus. Selbst Entas Wahnvorstellungen sind zurück mit einigen Veredelungen (Penguindrum Déjà vu!) und funktionieren im Tandem mit allem anderen unerwartet gut. Die Gurken, Nyantaro und Toois Pistole haben auch ihre Momente im Rampenlicht. Vor allem treibt die Folge nun auch mit Vollgas die Haupthandlung an, die Keppi verkörpert und die Otter-Maschinerie läd zum Spekulieren ein. (Das Motiv um den Schredder und die verschwindende Existenz erinnert extrem an den Penguindrum-Child Broiler). Der Kreis um Kazukis Drama hat sich hiermit nun wie das Micanga-Band um seinen Fuß wieder geschlossen, aber Fronten gibt es noch genug. Vor allem, da Reo, der die ganze Zeit an Mabus Schicksal zu knabbern hatte, nun mit der Entdeckung von Keppi einen Hoffnungsschimmer aus seiner emotionalen Misere zu finden scheint. Da sind er Haruka und Kazuki gar nicht so ganz unähnlich, nur ist sein Dilemma wohl nicht ganz so leicht zu lösen, da Mabu nicht einfach nur seine Beine verloren hat, sondern anscheinend einmal gestorben ist. Ob es wohl noch zu einem Selbstakzeptanzdrama bei Keppi kommt? D-d-d-darkness Black Keppi scheint den Ottern wohl auch nicht so ganz gut zu tun. Da hätten die Otter und Kappas wohl einen gemeinsamen Feind.


The Rising of the Shield Hero: Episode #20

Start: 09.01.2019 • Action, Fantasy • Kinema Citrus

Der Papst stellt sich selbst für die vereinten Kräfte der vier Helden als zu mächtig heraus. Nicht einmal die Komboangriffe von Motoyasu und Naofumi können ihn verletzten. Dies lässt alle langsam, aber sicher verzweifeln. Vor allem die drei anderen Helden betteln Naofumi quasi darum an, endlich die Kraft seines Schildes einzusetzen. Auch wenn er es nicht zugeben will, und sich vor allem nicht anhören will, er wäre ein Cheater, weiß er, dass sie Recht haben. Deswegen lässt er sich ein weiteres Mal auf die Kraft ein und fällt ihr auch fast zum Opfer. Nur die gemeinsamen Anstrengungen von Melty, Filo und Raphtalia holen ihn zurück. Schwer gezeichnet durch den Fluch des Schildes versichern sie Naofumi noch einmal, dass sie alles tun werden, um zumindest einen Teil seiner Last und seiner Schmerzen zu tragen. Mit dieser neuen Kraft drängen sie den Papst in die Enge und Naofumi kann sogar einen Skill aktivieren, allerdings mit schweren Folgen. Zwar wird mit Hilfe der angekommenen Königin der Papst endlich getötet, doch die Nebenwirkung des Schildes bringt Naofumi an den Rande des Todes. Die Königin will das aber auf keinen Fall zulassen und verspricht, ihn zu retten.

Endlich ist der Papst tot! Das ewige Gegrinse ging mir schon ziemlich auf die Nerven und es bleibt am Ende klar, dass er keinerlei Einsicht zeigt. Selbst während er (ziemlich grafisch) aufgespießt wird, lamentiert er nur darüber, er “ist doch ein Mann Gottes” und so etwas könne ihm nicht passieren. In seiner verhassten Sicht auf den Schildhelden will er sich nicht von seinem Glauben abbringen lassen. Sogar seine Begleiter beginnen zu zweifeln. Was mich noch immer nervt, ist diese Sicht der anderen Helden auf Naofumi. Er hat eigentlich endlich bewiesen, dass er ein wahrer Held ist, in ihren Augen bleibt er aber jemand, der cheatet. Es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, seine Leistung als solche anzuerkennen. Sehr überraschend kommt der Auftritt der Königin, die auch gleicht zeigt, dass ihr Titel nicht nur schmückendes Beiwerk ist. The Rising of the Shield Hero hat aber generell viele starke Frauen zu bieten. Vielleicht kann diese starke Frau Naofumi auch endlich die Anerkennung beschaffen, die er verdient.

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chianna
Redakteur

Blood Sacrifice kommt schon ziemlich cool daher beim Shield Hero. Die Szene ist wirklich sehr intensiv.