What If…? (Folge 1×02)

Was wäre, wenn … wenn T’Challa Star-Lord geworden wäre? Was beim ersten Hören merkwürdig und willkürlich klingt, wird bei der Erklärung der Geschehnisse von Folge 2 von What if…? nachvollziehbar aufgelöst und präsentiert eine alternative Erzählung von Guardians of the Galaxy, in der sogar Thanos zu den Guten gehört. 

Inhaltsangabe

Auf dem Planeten Morag: Ronans Anhänger sind hinter T’Challa alias Star-Lord hinterher, der den Kraftstein gestohlen hat, doch mit Yondus Unterstützung kann er gerettet werden.

Rückblick: Wakanda im Jahr 1988. Der junge T’Challa fühlt sich eingesperrt und möchte lieber die Welt kennenlernen, anstatt in einer königlichen Seifenblase zu leben. Eines Nachts erreicht ein Raumschiff die Erde mit dem Auftrag von Celestial Ego, dessen Sohn Peter Quill zu entführen. Doch in diesem Universum vertraute Yondu den Auftrag seiner Mannschaft an, die stattdessen T’Challa entführt. Dieser kommt freiwillig mit, um das Universum zu erkunden.

20 Jahre später ist T’Challa Star-Lord und auch Thanos und Korath zählen zu den Ravagers um Yondu. T’Challa konnte Thanos von seinen finsteren Plänen abbringen und hängt mit seinen Freunden in einer Bar herum, in der Drax Barkeeper ist. Dort erzählt Nebula ihnen von der Schöpfungsglut, einer Supernova, die sterbende Planeten heilen kann und sich in der Obhut von Taneleer Tivan, dem Collector, befindet.   

Die Ravagers reist nach Knowhere, um dem Collector den Kraftstein anzubieten. Der Plan: Die Ravagers lenken die Black Order ab, damit Nebula T’Challa heimlich Zugang verschaffen kann. In der Sammlung des Collectors findet T’Challa ein Hologram aus Wakanda mit einem Suchaufruf seines Vaters. Da Yondu ihm erzählte, dass Wakanda inzwischen zerstört sei, ist T’Challa außer sich. Doch dann stellt sich heraus, dass Nebula die Gruppe ausgeliefert hat, um ihre eigenen Schulden zu begleichen. Dabei handelt es sich jedoch ebenfalls eine List und so gelangt T’Challa schließlich an die Schöpfungsglut. Es kommt zum Kampf gegen den Collector, bei dem er unerwartete Hilfe von dessen Sklavin Carina bekommt. Doch der Collector hat ein umfangreiches Waffenarsenal, welches nicht nur den Schild von Captain America und Thors Hammer Mjöllnir beinhaltet, sondern auch Helas Helm, der ihm besondere Fähigkeiten verleiht. Mit Yondus Hilfe gelangt es ihm schließlich, den Collector einzusperren. Dessen Schicksal legt er in Carinas Hände. 

T’Challa kehrt mit Yondu und den Ravagers nach Wakanda zurück. Dort stellt er seine Freunde als die Familie vor, die sich in den letzten 20 Jahren um ihn herum gebildet hat.

Irgendwoanders auf der Erde landet Celestial Ego, um seinen Sohn Peter in einem Diner aufzuspüren.

Voraussetzung für diese Folge

Auch die zweite Folge von What if…? setzt wieder MCU-Wissen voraus. Gesehen haben sollte man unbedingt beide Guardians of the Galaxy-Filme, die das alternative Handlungsgerüst der Folge darstellen. T’Challa als Figur sollte ebenfalls bekannt sein, da es sich um ein Crossover mit Black Panther handelt. Um Thanos und die Black Ordner einordnen zu können, sind außerdem Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame Pflicht.

Kleine Veränderung, große Konsequenzen

Der Anlass der Veränderungen erscheint geradezu banal, um solch weitreichende Konsequenzen mit sich zu führen. T’Challas Grundwerte machen eine Art galaktischen Robin Hood aus ihm. Vorherbestimmt scheint aber zu sein, dass es einen Star-Lord gibt und dass dieser auch an den Kraftstein gelangt. Auch die Gang um Yondu herum wird von edlen Motiven getrieben, bei denen die Schöpfungsglut behilflich sein soll. Außerdem hat T’Challa auch Drax’ Leben gerettet.  Neben Thanos’ verändertem Wesen fällt vor allem Nebula auf, die als eine Art Jessica Rabbit auftritt und wesentlich verführerischer als ihr MCU-Alter Ego daherkommt.

Auftritte für Nebenfiguren

So bewegend und immer wieder funktionierend auch die Erzählvariante “Freunde als Familienersatz” auch ist, sind es die kleinen Auftritte schnell verheizter Nebenfiguren des MCUs, die in dieser Folge wirklich spannend sind. Carinas Lebenszeit war von kurzer Dauer, in What if…? drehen allerdings die Machtverhältnisse um und lässt die Sklavin an Macht gelangen. Ein großer Vorteil der Serie, denn somit können auch bereits Verstorbene rückwirkend zu ihrer Ehre kommen. Die Black Order gibt es einmal mehr ausschließlich kämpfend zu sehen, neue Facetten werden ihnen nicht hinzugedichtet, aber im Gesamtkontext lässt sie sich nun besser einordnen. Und dann ist da noch Howard the Duck, der bislang nur als Teil der Collector-Sammlung und in der Post-Credits-Scene von Guardians of the Galaxy mehr zu sagen hatte (okay, ein Cameo in Avengers: Endgame käme noch dazu).

Die Schatzkammer des Collectors

Die Sammlung des Collectors ist wahrhaft beeindruckend: Wo Caps Schild und Mjöllnir schon Standard-Inventar in Sachen Marvel-Waffen sind, kommt Helas Helm geradezu überraschend daher. Die Stories dahinter, also wie diese Objekte in seine Hände fielen, wären natürlich interessant, bleiben uns aber verwehrt. Und was ist eigentlich mit der Erde? Gibt es Avengers, wenn deren Waffen sich in der Sammlung des Collectors befinden und es keinen Black Panther gibt? Auf der anderen Seite gibt es aber auch keinen Thanos mitsamt Infinity-Steinen.

Fazit

Die zweite Folge von What if…? ist ähnlich wie die erste sehr schnell und äußerst rasant erzählt. Erneut werden Bruchstücke existierender Filme im Zeitraffer erzählt und mit Bestandteilen anderer Filme remixt, um daraus etwas ganz Neues zu erschaffen. Die Freundschaft zwischen T’Challa und Yondu macht diese Folge zu etwas Besonderem, und die Ravagers, die neben den Avengers und den Guardians bislang ganz untergingen, kommen somit nun also doch an ihre Screentime. Das wirklich große Highlight sind aber die vielen (kleinen) Auftritte der Nebencharaktere, deren Leben auch ganz anders hätte verlaufen können.

© Disney

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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