American Horror Stories (Folge 1×04)

American Horror Stories steckt voller Überraschungen und bringt in Folge 4 Influencertum mit einem blutrünstigen Weihnachtsmann zusammen. So richtig stimmig will das Resultat aber nicht sein.

Inhaltsangabe

Der Sunnyboy Zinn (Nico Greetham), der lockere Wyatt (Charles Melton), der Technikfreak Barry (Kevin McHale) und Womanizer James (Dyllon Burnside) bilden gemeinsam das “BroHouse”, ein Influencer-Kollektiv, das sich besonders verrückten Aktionen und einem exzessiven Lifestyle verschrieben hat. Dabei überschreiten sie immer wieder die Grenzen des guten Geschmacks. Beispielsweise fahren sie zu einer Brücke, die dafür bekannt ist, für Suizide genutzt zu werden, und lauern Personen mit Selbstmordabsichten auf, um deren Sprung zu filmen und anschließend auf ihren Kanal zu laden. Nur Barry hat Bedenken, was das Überschreiten dieser Grenzen anbelangt. Ihre neuste Idee: Die Zielgruppe erweitern, indem sie homosexuelle Zuschauer damit anlocken, wie sich die Jungs gegenseitig anbaggern und oben ohne Sport machen.

Während der Vorweihnachtszeit treffen die vier in einer Mall auf einen Kaufhaus-Weihnachtsmann und dessen Gehilfen. Während eine Angestellte sexuell belästigt wird, haben sie sich mit dem falschen Weihnachtsmann angelegt. Dieser weist die Jungen handgreiflich zurück.

Ein wenig später erhalten Barry und Co. einen Anruf von der Polizei, die sie darüber informiert, dass der Weihnachtsmann, mit dem es zum Streit kam, tot ist. Kurz darauf wird Wyatt ermordet, dessen Tötung von einer unbekannten Person auf den BroHouse-Kanal gestellt wird. Wenig später wird auch Zinn brutal ermordet und erneut wird der Mord aufgenommen und online gestellt. Dahinter steckt der echte Weihnachtsmann (Danny Trejo), der an den Vieren Rache nimmt. Während die Follower-Zahl auf den Kanälen explodiert und Zahlenfreak Barry den Durchbruch feiert, müssen auch James und er kurz darauf ihr Leben lassen.

 

Die Naughty List

Wer sich fragt, wie das alles zusammen passen mag, findet im Titel eine einfache Erklärung: Santa führt eine Naughty List und darauf landen die vier Influencer mit ihren Pranks sofort. So einfach ist es. Und ebenso wenig originell, denn Zinn und seine Freunde sind das Gegenteil von Sympathieträgern und persiflieren nervtötende Prankster, die sich selbst am witzigsten finden mit ihren Scherzen auf Kosten anderer. Im Grunde wünscht man ihnen ein rasches Ableben, denn selbst Barry verspielt seine lichten Momente schnell wieder, als er er sich über das Follower-Wachstum freut.

Showbühne für Danny Trejo

Man muss schon zweimal hinsehen, um Horror-Legende Danny Trejo unter dem Santa-Aufzug zu erkennen. Es scheint, als hätte seine Rolle schon vor der Handlung um ihn herum gestanden. Anders kann man sich kaum erklären, dass die Morde derart uninspiriert verlaufen und einfach nur in der letzten Viertelstunde mal eben übers Knie gebrochen werden. Die Social Media-Kritik bleibt dabei einfach viel zu plump, um sie wirklich ernst zu nehmen oder den erhobenen Zeigefinger wahrzunehmen. Ein verkohlter Weihnachtsbraten.

Fazit

Wieder gibt es einen Daumen runter. Nervtötende Prankster, ein wenig witziger Danny Trejo und eine uninspirierte Handlung tragen ihren Teil dazu bei, dass auch diese Folge weit von einem Highlight entfernt ist. Man muss den vier *** leider viel zu lange zusehen, ehe sie sterben, und das macht die Folge zu einer mittelschweren Qual. So oder so fragt sich, wozu es nun genau dieses Drehbuch brauchte. Danny Trejo feiern? Influencer aufs Korn nehmen? Halbnackte Jungs zeigen? Es bleibt unklar und ist ebenso schnell auch wieder vergessen.

© Disney

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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