The Big Bang Theory (Folge 11×23)

Lesezeit: 3 Minuten

Familie kann man sich bekanntlich nicht aussuchen. Man versteht sich auch nicht immer blendend mit den Verwandten. So geht es auch Sheldon in Folge 23 der elften Staffel von The Big Bang Theory, wo er nach langer Zeit wieder mit seinem Bruder George zu tun hat.

Sheldons Mutter gefällt es überhaupt nicht, dass er seinen Bruder nicht zur seiner Hochzeit eingeladen hat. Sie zieht daraus auch direkt die Konsequenz, dass sie selbst ebenfalls nicht kommen wird, wenn Sheldon nichts daran ändert. Es hilft alles nichts, Sheldon muss George persönlich besuchen und die ganze Sache klären. Währenddessen geraten die übrigen Nerds in Panik, als alle sich bei Halley und Neil mit Bindehautentzündung anstecken.

Blut ist dicker als Wasser

Die Horrorgeschichten darüber, wie Sheldon von seinem großen Bruder gequält wurde, sind bekannt. George hat ihn gepiesackt und geärgert, wo er nur konnte. Da ist es kein Wunder, dass Sheldon den Kontakt mit ihm meidet. Doch als seine Mutter ihn vor vollendete Tatsachen stellt, bleibt ihm keine Wahl. Zusammen mit Leonard bricht er auf, um ihn persönlich einzuladen. Zu blöd nur, dass George gar nicht mehr eingeladen werden will. Schnell wird klar, dass es immer noch wenig Liebe zwischen den Brüdern gibt. Sheldon, der sich sonst immer sehr gewählt ausdrückt, wenn es darum geht, andere zu beleidigen, fällt hier nur ein lahmes „Du bist genauso hohl wie deine Reifen“ ein. Erst als Leonard allein mit George spricht, zeigt sich auch dessen Seite der Geschichte. Nicht alle Streiche waren als Streiche gedacht. Insgeheim wollte George seinen schrägen kleinen Bruder sogar schützen. Das Halloween-Kostüm von Marie Curie, das Sheldon tragen wollte, hat er nicht verschwinden lassen, um ihn zu ärgern, sondern um ihn vor dem Spott der anderen zu bewahren. Hier offenbaren sich also ganz neue Seiten von George. Letztendlich reichen er und Sheldon sich auch die Hand und George nimmt die Einladung an – aber erst nachdem Sheldon sich entschuldigt hat.

Achtung, Ansteckungsgefahr!

Es ist nur noch eine Woche bis zur Hochzeit. Da passt eine ansteckende Bindehautentzündung natürlich überhaupt nicht. Dummerweise stecken sich alle mehr oder weniger auch noch an den Kindern an – alle bis auf Penny, die wundersamerweise davon verschont bleibt. Das wirft Amy ihr auch regelmäßig vor. Mal ganz davon ab ist so eine Krankheit so kurz vor der Hochzeit ein großes Problem, manch einer würde sogar sagen eine regelrechte Katastrophe. Doch Bernadette kann Entwarnung geben, als sie ihre Kinder vom Arzt untersuchen lässt. Es ist nur eine bakterielle Entzündung, die nur einige Tage Behandlung braucht. Die Hochzeit ist gerettet. Damit Sheldon gar nichts erst davon mitbekommt, schlägt Amy vor, dass er noch drei Tage bei seinem Bruder bleibt. Sheldon schöpft keinen Verdacht (auch wenn er es seltsam findet, dass Amy sich ihm nur im Profil zeigt), sondern freut sich auf den verlängerten Ausflug.

Mir gefällt es, wie George hier neue Facetten bekommt. Er ist eben nicht nur der mobbende Bruder, sondern er übernimmt auch Verantwortung. Natürlich ist er nicht vollkommen selbstlos und einige seiner Streiche sind wirklich nur Streiche, die Sheldon ärgern sollten. Aber er ist eben doch ein besserer Kerl, als Sheldons Erzählungen einem bisher glauben machen wollte. Gerade dass er sich nach dem Tod ihres Vaters um die Familie gekümmert hat, ist eine gute Sache und das hätte vermutlich nicht jeder in seiner Situation geschafft. Sheldon hat ja nicht einmal gemerkt, dass es seiner Mutter schlecht ging, er ging einfach studieren. Ein Herz und eine Seele werden die beiden vermutlich nie werden, aber ich hoffe, sie verstehen einander nun etwas besser. Es ist aber auch recht witzig, wie George und Leonard quasi auf einer Wellenlänge sind, weil beide die Herausforderung mit Sheldon zusammenzuleben sehr gut kennen. Die Bindehautentzündung der anderen sieht echt schmerzhaft aus und ich frage mich, ob die Armen überhaupt noch aus den Augen gucken können. Was für ein Glück, dass nur die bakterielle Art der Entzündung sie quält. Aber dann kann die Hochzeit und damit das Staffelfinale jetzt ja kommen.

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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