Once Upon a Time – Es war einmal … (Staffel 2)

Nach dem Erfolg der ersten Staffel, ließ eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten: 2012 startete in den USA die zweite Staffel der Fantasy-Serie Once Upon a Time – Es war einmal …, die nahtlos an den Cliffanger der ersten Staffel ansetzt und weitere spannende Geschichten rund um die Figuren aus Storybrooke und dem Zauberwald bereithält. Neben den bekannten Hauptdarstellern, wurden zum Auftakt der Fortsetzung Emilie de Ravins Belle und Meghan Orys Red/Ruby zum Hauptcast befördert. Seit dem 25. September 2020 steht die zweite Staffel auch auf Disney+ zum Abruf bereit. Wie geht es nun also nach dem Ende des Fluchs aus Staffel 1 weiter?

Der Fluch ist gebrochen, die ursprünglichen Bewohner des Zauberwaldes schließen sich in die Arme – doch die Gefahr ist noch längst nicht gebannt, stattdessen bringt Rumpelstilzchen (Robert Carlyle) Magie nach Storybrooke. Als Folge landen Emma (Jennifer Morrison) und ihre Mutter Snow White (Ginnifer Goodwin) durch ein Portal in dem fast vollkommen zerstörten Zauberwald und versuchen verzweifelt, wieder zurück nach Storybrooke zu kommen. Jedoch sind einige Märchenfiguren von Reginas Fluch vor 28 Jahren unberührt geblieben und so trifft das Mutter-Tochter-Gespann nicht nur auf den Piraten Hook (Colin O’Donoghue, The Clinic), sondern auch auf Reginas gefährliche Mutter Cora (Barbara Hershey, Black Swan) …

Emma, Snow White und Charming – nicht sofort die Bilderbuchfamilie

Originaltitel Once Upon A Time
Jahr 2012 – 2013
Land USA
Episoden 22 in Staffel 2
Genre Fantasy, Drama
Cast Emma Swan: Jennifer Morrison
Snow/Mary Margaret: Ginnifer Goodwin
Charming/David: Josh Dallas
Böse Königin/Regina: Lana Parrilla
Henry Mills: Jared S. Gilmore
Rumpelstilzchen/Mr. Gold: Robert Carlyle
Belle: Emilie de Ravin
Red/Ruby: Meghan Ory
Seit 25. September 2020 auf Disney+ verfügbar

Nachdem die Bewohner Storybrookes ihre Erinnerungen zurück haben, wird natürlich auch Snow White und Charming (Josh Dallas) klar, dass Emma tatsächlich ihre Tochter ist. Die beiden sind überglücklich, endlich ihr Kind in die Arme zu schließen, während Emma erst einmal überrumpelt ist. Sie ist 28 Jahre lang ohne eine Familie aufgewachsen und glaubte, ihre Eltern hätten sie verstoßen. Diese Wunde ist nicht einfach geheilt. Stattdessen wird zunächst gezeigt, wie sich alle mit der neuen Situation zurechtfinden. Insbesondere Emmas und Snow Whites ungewollter Ausflug in den Zauberwald fungiert als die Gelegenheit, um zu zeigen, wie sich Mutter und Tochter näher kommen. Die Familienmomente sind ohnehin die Szenen, die besonders schön und herzerwärmend sind. Eine Rolle spielt später auch Henrys Vater, wodurch Emma, die Henry (Jared S. Gilmore) über seinen Vater angelogen hat, in Bedrängnis gerät.

Regina ist wieder einmal der Bösewicht

Doch nicht für alle ist die Rückkehr einiger Familienmitglieder positiv: Reginas skrupellose Mutter Cora, die ihre Tochter einst zur Heirat mit King Leopold zwang und ihre große Liebe Daniel grausam ermordete, sucht einen Weg nach Storybrooke. Begleitet wird sie von dem zwielichtigen Piraten Hook, der auf Rache an Rumpelstilzchen aus ist und deshalb ebenfalls nach Storybrooke möchte. Die spätere Dynamik zwischen Cora und Regina ist dann durchaus interessant und zusammen fungieren sie wieder in einer klassischen Antagonistenrolle, die Regina aber dennoch etwas Raum zur Entwicklung gibt. Zudem wirken ihre Gründe zum Teil nachvollziehbar, denn sie versucht zwar, sich zu ändern, aber niemand gibt ihr ernsthaft eine Chance, da sie für die Bewohner Storybrookes nur die böse Königin ist.

Ein weniger striktes Erzählkonzept

Im Gegensatz zur ersten Staffel ist nicht mehr jede Folge im Grundaufbau gleich, denn es werden zwar stets zwei Handlungen parallel erzählt, aber diese müssen nicht zwingend einmal in der Vergangenheit und einmal in der Gegenwart spielen. Selbstverständlich ist auch der Ort nicht mehr darauf beschränkt, dass der Zauberwald nur in der Vergangenheit vorkommt, schließlich handeln die ersten Episoden insbesondere von Emmas und Snow Whites gegenwärtiger Suche im Zauberwald nach einem Weg zurück nach Storybrooke. Dass das Erzählkonzept für die zweite Staffel angepasst werden musste, ist verständlich, nachdem sich die Bewohner Storybrookes nun durchaus auch selbst an ihre Märchenvergangenheit erinnern. Man mag es als inkosequent sehen, dass jedoch auch mit dem Prinzip gebrochen wird, dass immer eine Handlung der Episode in der Vergangenheit spielt. Wenn man sich die betreffenden Episoden anschaut, können Zuschauer aber nur froh sein, dass die Drehbuchautoren in ihrer Erzählweise nicht so festgefahren sind, da ansonsten die Qualität gelitten hätte. Die aber weiterhin zahlreichen Rückblicke geben den Charakteren weitere Ecken und Kanten.

Wenn die 17-jährige Emma genauso aussieht wie die 28-jährige Emma …

Leider wird die Immersion dadurch verschlechtert, dass auch die gerade einmal 17-jährige Emma im Rückblick von Jennifer Morrison gespielt wird, die zwar ohne Zweifel eine gute Schauspielerin ist, aber mit zum Drehzeitpunkt über 30 Jahren einfach nicht mehr als Teenager durchgeht. Stattdessen wirkt Morrisons Teenager-Version von Emma eher gezwungen. Als Zuschauer kommt man nicht umhin, sich zu fragen, warum hierfür keine jüngere Schauspielerin gecastet werden konnte. Das Alter von Emmas Schauspielerin Morrison ist auch der einzige Grund, warum die Beziehung zwischen ihr und dem älteren Neal Cassidy (Michael Raymond-James, True Blood) im Rückblick nicht deutlich fragwürdiger erscheint. Etwas unlogisch wirkt auch, dass es in der ersten Staffel sogar ein Thema ist, dass Emma Henry nicht einfach mitnehmen kann, wohin sie will, weil sie rechtlich nichts mit dem Jungen zutun hat. Nun kann sie hingegen mit ihm nach New York fliegen, ohne dass Regina etwas davon weiß, die sogar damit abgespeist wird, dass es sie ja wohl nichts angehe, was Emma mit Henry macht. Das alles wäre nicht so problematisch, wenn man in Staffel 1 nicht gerade dieses Thema gehabt hätte. Als Zuschauer kann man nur raten, warum Emma nun problemlos mit ihrem Sohn Zeit verbringen kann, ohne dass Regina ihr Steine in den Weg legen kann.

Fazit

Die zweite Staffel Once Upon a Time reicht zwar nicht an die erste Staffel heran, aber durch die spannende Fortsetzung und die immer noch großartigen Charaktere unterhält sie weiterhin sehr gut. Mir persönlich fehlt auch etwas der geheimnisvolle Mystery-Einschlag der ersten Staffel, aber nachdem sich nun alle an ihre Vergangenheit erinnern, ist es natürlich klar, dass dieser mehr oder weniger verschwindet. Besondere Highlights sind die Familienmomente von Emma, Snow White und Charming, aber auch der generelle erzählerische Ausbau der Welt von OUAT. Schön ist auch, dass die zweite Staffel konsequent auf die Handlung der nächsten Staffel vorbereitet, was für ein Gefühl von Kontinuität sorgt.

© Walt Disney Studios


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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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