Super Mario Galaxy

Happy Birthday! Unser schnauzbärtiger Mützenträger Mario feiert 2020 seinen 35. Geburtstag und zu diesem Anlass spendierte Nintendo seinen Anhängern eine Sammlung mit drei beliebten Super Mario-3D-Spielen für Nintendo Switch (wenn auch nur mit einer Verfügbarkeit bis Ende März 2021). Darunter auch das unter Fans gefeierte Super Mario Galaxy. Bereits 2007 für die Nintendo Wii erschienen, verschlägt es Mario hierin direkt zu einer Sternwarte und von dort aus zu unzähligen Galaxien, um seine geliebte Prinzessin Peach zu retten. Am 18. September 2020 erschien Super Mario 3D All-Stars mit dem Port von Super Mario Galaxy für Nintendo Switch. 

Mario wird von Peach zum Sternenstaubfest eingeladen, das nur alle 100 Jahre stattfindet. Doch Marios Freude darüber währt nur kurz: Bowser und seine Schergen greifen an! Diesmal schnappt sich Bowser nicht nur Prinzessin Peach, sondern gleich den ganzen Pilz-Palast. Als Mario sich ihm entgegenstellen will, wird er von Kamek mit einem Fluch beschossen, wodurch Mario in die Tiefe fällt und das Bewusstsein verliert. Kurz darauf findet er sich auf einem fremden Planeten wieder …

Die helfende Hand Rosalina

Originaltitel Super Mario Gyarakushī
Jahr 2007 (Nintendo Wii), 2020 (Nintendo Switch)
Plattform Nintendo Wii, Nintendo Switch
Genre 3D-Jump’n’Run
Entwickler Nintendo EAD Tokyo
Publisher Nintendo
Spieler 1-2
USK

Bald begegnet Mario einer jungen Frau namens Rosalina, die eine Sternwarte besitzt und Mario dabei unterstützen möchte, Peach zu retten. Denn Bowser hat Peach zum Zentrum des Universums gebracht, das mit der Sternwarte erreicht werden kann. Das Problem: Bowser hat sowohl die Power-Sterne als auch die großen Sterne gestohlen, die als Antrieb für die Sternwarte fungieren. Fortan muss Mario in ferne Galaxien aufbrechen, um die verschollenen Sterne zu finden. Unterstützt wird er hierbei von einem Luma, was (die wie Sterne aussehenden) Bewohner der Sternwarte und der verschiedenen Galaxien sind. Rosalina – die in später erschienenen Games wie neueren Mario Kart-Teilen ebenfalls dabei ist – feiert in Super Mario Galaxy ihr Debüt. Wer mehr über sie erfahren möchte, hat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Möglichkeit, Kapitel in einem Bilderbuch freizuschalten, aus dem Rosalina dann vorlesen wird. Dieses Bilderbuch handelt von Rosalinas Vorgeschichte.

Abwechslung ist garantiert

Die verschiedenen Galaxien sind unterteilt in Missionen und haben bestimmte Themen, so gibt es Eislandschaften, Strände, Spukhäuser und noch viele weitere Landschaften zu entdecken. Zwar ist die Aufgabe stets klar – das Finden eines Power-Sternes –, aber wie diese erfüllt werden kann, ist abwechslungsreich. Einerseits gibt es natürlich das klassische Bestreiten der Mission, bei dem sich durch Gegner und Fallen bis zum Ziel in Form eines Power-Sterns gekämpft wird. Aber es gibt zum Beispiel auch Aufgaben, bei denen unter Wasser ein goldener Panzer von Pinguinen ergattert werden, Mondhasen gefangen werden oder ein Wettrennen gegen ein Buu Huu gewonnen werden muss. Neben den Galaxien, die durch verschiedene Räume in der Sternwarte erreicht werden und mit dem Besiegen des Bosses abgeschlossen sind, gibt es auch andere Galaxien, die durch bestimmte Bedingungen freigeschaltet werden. So existieren sogenannte Gourmet-Lumas, die mit Sternenteilen gefüttert werden müssen, damit sie sich in eine neue Galaxie verwandeln. Die Sternenteile können überall in den verschiedenen Galaxien gesammelt werden.

Ein intergalaktisches Abenteuer

Besonders an Super Mario Galaxy ist die Verwendung der Gravitation. So kann ein ganzer Planet rundherum erkundet werden oder sich zwischen verschiedenen Plattformen problemlos bewegt werden, da Mario vom nächsten Objekt angezogen wird. Das Setting im weiten Universum und die verschiedenen Galaxien sorgen auch für viel Freiheit beim Spielen. Eine Mission ist zu schwer? Kein Problem, auch andere Missionen haben schöne Power-Sterne. Es gibt sehr viel mehr Power-Sterne als zum Durchspielen der Haupthandlung benötigt werden, weswegen niemand an einer Mission verzweifeln muss (vorausgesetzt es handelt sich nicht um die finale Boss-Mission), aber Sammler genügend Power-Sterne zu ergattern haben. Wer zum Beispiel in den ersten Galaxien alle regulären Power-Sterne einsammelt, wird ohnehin schnell alle möglichen folgenden Galaxien bis zum nächsten Boss freischalten und hat somit die freie Wahl.

Bienen-Mario, Geister-Mario oder Eis-Mario, was soll es heute sein?

Mit verschiedenen Power-Up-Items kann sich Mario passend zu seiner Umgebung verwandeln. Neben bekannter Verwandlungen wie die zu Feuer-Mario, kann er unter anderem zum Beispiel auch zu Bienen-Mario (Fähigkeit: kurzes Fliegen und an Honigwaben kleben), Geister-Mario (Fähigkeit: unsichtbar werden und schweben), Sprungfeder-Mario (Fähigkeit: besonders hohes Springen) oder Eis-Mario (Erschaffen von Eisplatten, um über das Wasser zu laufen) werden. Einige der Verwandlungen sind jedoch zeitlich stark begrenzt, andere hingegen permanent, vorausgesetzt Mario rennt in keinen Gegner. Die abwechslungsreichen Power-Ups sorgen für besonders viel Spaß beim Erkunden der farbenfrohen Level und geben dem eher simplen Gameplay einen einzigartigen Touch. 2010 erschien mit Super Mario Galaxy 2 ein Sequel, das noch mehr Power-Ups bereithält, das zum Zeitpunkt dieses Reviews nur auf der Wii erhältlich ist, ein Switch-Port ist derzeit nicht geplant.

Wichtig: die Bewegungssteuerung

Super Mario Galaxy erschien ursprünglich Ende 2007 für die zum damaligen Zeitpunkt noch kein Jahr zählende Nintendo Wii. Dementsprechend wird insbesondere auf die Bewegungssteuerung gesetzt. So werden die Sternenteile per Bewegen des Cursors eingesammelt und durch das Schütteln werden die Sternenringe aktiviert, die Mario weiter schleudern. Wer Super Mario Galaxy auf der Nintendo Switch spielen möchte, wird sich auch mit der Bewegungssteuerung anfreunden müssen, denn sie ist ein unabkömmlicher Teil des Gameplays. Was insbesondere für Switch Lite-Besitzer wichtig ist: das Spiel lässt sich auch problemlos im Handheld-Modus spielen, dann muss jedoch mittels Touchscreen agiert werden. Es ist etwas schade, dass für den Switch-Port nicht auch eine Möglichkeit eingebunden wurde, das Spiel nur mittels der Tasten zu steuern, auch wenn es durchaus verständlich ist, dass man auf die charakteristische Bewegungssteuerung nicht verzichten wollte, doch eine besser Optimierung für den Handheld-Modus wäre wünschenswert gewesen. Ein weiterer Wermutstropfen ist die Kamera, die sich entweder gar nicht oder nur sehr begrenzt bewegen lässt. Bei einem dreidimensionalen Jump’n’Run, bei dem auch sphärenförmige Objekte wie Kleinplaneten umkreist werden, ist das schade und ärgerlich, denn es ist keine Seltenheit, dass man überraschend in Hindernisse und Gegner läuft, weil man diese einfach nicht sehen kann.

Fazit

Super Mario Galaxy wird unter Fankreisen durchaus zurecht als eines der besten Mario-Spiele bezeichnet, denn mit den farbenfrohen und abwechslungsreichen Missionen, den coolen Power-Ups und einem spaßigen Gameplay glänzt das Game in nahezu allen Bereichen. Das Setting ist interessant und überzeugt mit einem Anreiz für alle, die gerne jedes Sammelobjekt haben möchten, als auch einer gegebenen Freiheit für alle, die einfach nur die Geschichte in ihrem eigenen Tempo erleben möchten. Ich selbst habe Super Mario Galaxy schon als Kind auf der Wii geliebt und hatte im Vorfeld Bedenken, dass meine Begeisterung doch auch etwas mit zu viel Nostalgie zu tun hat, doch dies hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, in seinem Port auf der Switch gefällt mir das Game sogar noch besser, sodass es noch immer mein liebstes Super Mario-Game ist. Für Mario-Fans ist das Game auf jeden Fall Pflicht und auch alle anderen 3D-Jump’n’Run-Fans sollten dem Game eine Chance geben.

© Nintendo


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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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