Fullmetal Alchemist Brotherhood

Fullmetal Alchemist: Brotherhood

Der klassische Alchemist sucht nach dem Stein der Weisen, um Blei in Gold zu verwandeln und selbst ewig zu leben. Dieses Motiv greift auch der beliebte Anime Fullmetal Alchemist: Brotherhood auf und spinnt um den legendären Stein der Weisen eine Geschichte zweier Brüder, in der es um nichts geringeres als das Schicksal der Welt geht. Die zweite Adaption des gleichnamigen Mangas von Hiromu Arakawa (Silver Spoon, The Heroic Legend of Arslan) wird von den Fans vor allem für seine Treue zur Vorlage geschätzt. Auf diversen Anime-Datenbanken wie etwa MyAnimeList oder aniSearch heimst der Anime Bestwertungen ein und steht bei vielen dieser Seiten weit oben in der Liste der besten Animes. Die Geschichte rund um den kleinen Alchemisten Edward Elric erfreut sich also auch Jahre nach ihrem Erscheinen noch außerordentlicher Beliebtheit. Seit November 2014 ist Fullmetal Alchemist: Brotherhood auf DVD und Blu-ray bei KSM Anime auch auf deutsch verfügbar.

  

Der Fullmetal Alchemist Edward Elric und sein Bruder Alphonse (kurz Ed und Al) reisen kreuz und quer durch das Land Amestris auf der Suche nach dem sagenumwobenen Stein der Weisen. Dieses legendäre Artefakt soll ihnen dabei helfen, ihre Körper zurückzubekommen. Denn Ed hat statt eines Arms und Beins künstliche Glieder aus Metall, sogenannte Automail. Al geht es noch schlimmer. Statt eines Körpers lebt er in Form einer Rüstung, an die seine Seele gebunden wurde.

Die Geschichte zweier Brüder

Zunächst sind es einzelne zum Teil sehr tragische Geschichten, die die Elric-Brüder erleben. Recht bald stellt sich heraus, dass die Elric-Brüder einer großen Sache auf der Spur sind. Spätestens als Maes Hughes getötet wird ist das klar. Aus der zunächst harmlos erscheinenden Suche nach dem Stein der Weisen entwickelt sich ein Kampf um das Schicksal von Amestris, denn der mysteriöse „Vater“ der Homunkuli will die gesamte Bevölkerung des Landes opfern.  Es steht also alles auf dem Spiel, als die Elric-Brüder und ihre Verbündeten in den letzten finalen Kampf ziehen. Dieses Finale erstreckt sich über rund 13 Folgen. Doch dabei wird es nie langweilig. Denn im Gegensatz zu manch anderem Fighting-Shounen sind die einzelnen Kämpfe nicht künstlich in die Länge gezogen. Es sind mehrere Kämpfe und jeder der wichtigeren Charaktere bekommt sein eigenes persönliches Finale. Während Roy Mustang seinen Aufstand auf die Beine stellt, wagen sich die Elric-Brüder und ihre Verbündeten bis zum Vater vor, um ihn daran zu hindern, seinen landesweiten Transmutationskreis zu benutzen.

Die Folgen schauen sich gerade in diesem letzten Abschnitt wie von selbst. Ernst und Humor liegen in Fullmetal Alchemist: Brotherhood dicht aneinander. Da werden in einer Szene ernste Angelegenheiten besprochen, im nächsten Moment wird über Eds Größe hergezogen oder Winry verprügelt ihn mit der Rohrzange. Das funktioniert besser, als es im ersten Moment klingt. Durch den Wechsel im Zeichenstil wird der Wechsel in der Stimmung unterstrichen.

Freunde und Feinde

Originaltitel Hagane no Renkinjutsushi (2009)
Jahr 2009
Episoden 64 (1 Staffel)
Genre Action, Abenteuer, Fantasy
Regisseur Yasuhiro Irie
Studio Bones

Im Vordergrund stehen stets die Elric-Brüder Edward und Alphonse. Es wird schon in den ersten Folgen deutlich, wie sehr sie aneinander hängen und wie viel sie gemeinsam durchgemacht haben. Es rührt auch oft zu Tränen, wenn die traurige Geschichte erzählt wird, wie Ed und Al versuchen, ihre verstorbene Mutter mittels Alchemie zu neuem Leben zu erwecken. Doch neben den Brüdern gibt es noch zahlreiche weitere Charaktere, die die Handlung mitgestalten. Ob das nun Roy Mustang ist, der es ganz nach oben bringen will, der ewig hungrige Prinz Ling oder die Homunkuli, die nach den sieben Todsünden benannt sind. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Es ergeben sich ungeahnte Allianzen, die zu Beginn von Fullmetal Alchemist wohl niemand für möglich gehalten hätte. So wird Scar zu einem der wichtigsten Mitstreiter im Kampf gegen die Homunkuli und ihren durchtriebenen Vater. In den obersten Rängen des Militärs sitzen auch nur Marionetten des Vaters und mit Greed schließt sich sogar einer der Homunkuli Eds Seite an. Letztendlich verfolgt jeder aber irgendwie sein eigenes Ziel.

Alchemie und Automail

Amestris ähnelt in vielen Dingen dem Westen des frühen 20. Jahrhunderts. Es gibt Telefone und Automobile. Ed und Al fahren oft mit dem Zug quer durchs Land. Doch besondere Hingucker sind natürlich Alchemie und Automail. Die Grenzen und Regeln der Alchemie werden schon relativ zu Beginn abgesteckt. Es ist keinesfalls Magie und wenn Ed Summenformeln auflistet, wirken Alchemisten eher wie Chemiker. Es kann keine Materie aus dem Nichts erschaffen werden, es geht immer um den äquivalenten Austausch und ohne Transmutationskreis bekommen die wenigsten Alchemisten ihre Alchemie zustande. Jeder Alchemist in Fullmetal Alchemist Brotherhood verwendet auch seinen ganz eigenen Stil, der ihn von den anderen abhebt. Das wird durch die individuellen Namen, die die Staatsalchemisten bekommen, noch verdeutlicht. Roy Mustang, der mit Feuerbällen um sich wirft, ist der Flame Alchemist, Ed mit seinen Automail-Gliedern ist der Fullmetal Alchemist oder Major Armstrong, stark wie ein Bär, ist der Strongarm Alchemist.

Vollständige Adaption

Fullmetal Alchemist: Brotherhood ist die zweite Adaption des Mangas Fullmetal Alchemist von Hiromu Arakawa. Die erste Adaption, ebenfalls mit dem Namen Fullmetal Alchemist, weicht ab einem bestimmten Punkt von der Vorlage ab und präsentiert ein sogenanntes Anime-only-Ende. Deswegen und wegen seiner Filler steht er bei manchen Fans in der Kritik. Fullmetal Alchemist: Brotherhood adaptiert den gesamten Manga, stellt den Anfang der Geschichte aber etwas um. So wird deutlich früher Eds und Als Versuch, ihre Mutter wiederzubeleben, vollständig beschrieben. Die Ereignisse rund um den Minenbesitzer Yoki werden zunächst sogar ausgelassen und später in einem kurzen Rückblick nachgeholt, als dieser wieder aufkreuzt. Abgesehen davon und einer anime-only ersten Folge zur Einführung der Charaktere folgt der Anime seiner Vorlage treu.

Fullmetal Alchemist: Brotherhood hat mich schon in der ersten Folge überzeugt. In diesem Anime passt einfach alles: die vielen Charaktere mit ihren individuellen Geschichten, die Alchemie in all ihren Facetten und Formen, die Geschichte, in der es um das Schicksal der Welt geht, ohne dabei in ein vorhersehbares Schwarz-Weiß-Muster zu fallen. Fullmetal Alchemist: Brotherhood macht einfach alles richtig und ich kann mir diesen Anime immer wieder ansehen, ohne dass es langweilig wird. Auch im Rewatch gibt es noch viele Details zu entdecken.

 

©Bones

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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Iruka
Iruka
30. September 2018 19:05

Mir hatte eine Freundin den Manga in die Hand gedrückt.. und damit eine postitive Lawine ausgelöst. Die Mangas habe ich regelrecht verschlungen und dann musste natürlich auch der Anime mehr. Ich war und bin begeistert. Es macht so viel Spaß ihn zu schauen. Die Mischung aus Humor und Action mit einer Prise “Übersinnliches” ist genial. Ich bin mit den Screenshots kaum nachgekommen. Mittlerweile stehen sowohl Manga wie Anime im Regal. Wenn das keine Fanliebe ist . 🙂

2D_Dipper
30. September 2018 21:49

Ich hatte damals, mit der anderen Version zu Fullmetal Alchemist begonnen und fand die Story ab einen gewissen Punkt dann extrem seltsam und nur bedingt durchdacht. Danach bin ich auf Brotherhood gestoßen und ich muss sagen: diese Version, die sich an den Manga anlehnt, gefällt mir durch und durch… von der ersten bis zur letzten Sekunde. FMA:Brotherhood konnte ich allerdings nicht ohne einer Packung Taschentücher schauen, denn der eine oder andere Tod ging mir ziemlich nahe. Es passiert wirklich selten, dass ich bei Filmen oder Serien weine, aber hier ging mir so einiges richtig an die Nieren. Q.Q
Brotherhood würde ich mir durchaus bei passender Gelegenheit mal wieder ansehen. Diesmal auch gerne in deutscher Sprache. Soweit ich weiß, hat man die Stimmen aus dem ersten FMA übernommen, welche ich alle durchaus sehr passend gewählt empfand.

Nyan-Kun
Nyan-Kun
Antwort an  2D_Dipper
8. Oktober 2018 0:24

” Soweit ich weiß, hat man die Stimmen aus dem ersten FMA übernommen, welche ich alle durchaus sehr passend gewählt empfand.”

Hat man gefühlt zu 90% tatsächlich hinbekommen. Ein paar wenige weibliche Rollen bekamen in Brotherhood andere Sprecherinnen wie z.B. Winry, aber sie haben alle auch ganz gut zu den Rollen gepasst.

Ayres
Redakteur
1. Oktober 2018 13:27

Brotherhood ist auf jeden Fall die bessere Variante. Sie entzieht dem 2003er Titel auch so ziemlich jegliche Existenzberechtigung. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mit FMA: Brotherhood nie warm werden konnte. Das kann ich noch nicht einmal großartig belegen; aber so nach etwa 15 Folgen war die Luft schließlich raus. Aber irgendetwas scheint wohl an der Serie dran zu sein, dass sie überall sämtliche Bestenlisten belegt. Sollte FMA: Brotherhood eines Tages auf Netflix laufen, ziehe ich mir die Serie wohl noch einmal rein.

Totman Gehend
Mitglied
Antwort an  Ayres
1. Oktober 2018 16:50

Läuft schon längst :>

Ayres
Redakteur
Antwort an  Totman Gehend
5. Oktober 2018 18:48

Achja, jetzt wo du es sagst…. danke für den Hinweis 😀

Nyan-Kun
Nyan-Kun
Antwort an  Ayres
8. Oktober 2018 0:30

Bei mir war es genau andersherum. Bis zur 14 Folge wollte die Serie bei mir nicht wirklich in Fahrt kommen und wollte mich auch nicht wirklich begeistern. Dann aber wurde ich immer weiter in die Geschichte hineingesaugt und spätestens mit dem Tod von Maes Hughes hatte mich die Geschichte so richtig gepackt und ich hab die ganze Serie nahezu in einem Rutsch mir rein gezogen. Das schöne an FMA: Brotherhood ist, dass einem das Ausmaß der ganzen Geschichte erst nach und nach so richtig bewusst wird das man noch zu Beginn gar nicht wirklich begreifen konnte, weil es mehr nach Verschwörungstheorie klingt, was sich einem als Zuschauer da so alles auftut.

Gibt auf jeden Fall so einige Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet habe, weil es einfach unglaublich klang.