Anime Spring Season 2020 / Woche #5

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits Basket (Staffel 2)PlundererTower of God, Appare-Ranman!, Sing “Yesterday” for me und Kaguya-sama: Love is War (Staffel 2) von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Appare-Ranman!
Start: 12.04.2020Abenteuer, Historie, Komödie • P.A. Works

Keine neue Episode in dieser Woche.

 

 

 

 

 

 


Fruits Basket (Staffel 2): Episode 5
Start: 07.04.2020Slice of Life • TMS Entertainment

Endlich beginnen die Ferien. Zur Feier des Tages lädt Momiji Tohru, Kyo, Yuki und Haru in ein Grusellabyrinth ein. Dank Tohrus schreckhafter Art und Harus Fantasie wird ein ungewöhnliches Vergnügen daraus. Bei ihrem Teilzeitjob in einer Bäckerei sieht Arisa einen jungen Mann wieder, dem sie schon in dem Gemischtwarenladen begegnet ist, in dem sie ebenfalls jobbt. Dieser stellt sich als Kureno vor und lädt Arisa zum Essen ein. Das Essen endet mit einem Streit, doch als Arisa davonläuft, folgt Kureno ihr und entschuldigt sich. Später schüttet Arisa Saki und Megumi ihr Herz aus. Kureno kehrt in dem Bewusstsein, Arisa nie wiederzusehen, zu Akito zurück.

Nun wird auch Arisa in die Geschehnisse in Fruits Basket verwickelt, die mit den Soma zu tun haben. Ihre Begegnung mit Kureno ist zufällig, doch als sie ihn überraschend wiedersieht, geht sie in ihrer impulsiven Art auf ihn zu. Dass er zu den Soma gehört, weiß sie nicht, denn er stellt sich nicht mit seinem vollen Namen vor. Die Wahrscheinlichkeit, ihn wiederzusehen, ist denkbar gering, da er eindeutig nicht sein eigener Herr ist und nur ausnahmsweise seinen gewohnten Alltag verlassen durfte. Da haben die jüngeren Soma es besser, und der Besuch im Grusellabyrinth zeigt mal wieder etwas von Harus unentdeckten Qualitäten. Die spontanen Geschichten, die er um die Gruselgestalten herum erfindet, um Tohru mit ihrer Angst zu helfen, sind trotz aller Klischees anrührend, zumindest für Tohru und Momiji.


Kaguya-sama: Love is War (Staffel 2): Episode 4

Start: 11.04.2020 • Komödie, Romanze • A-1 Pictures

Zwei Schüler der Shuchiin Privatschule, die ohne den Schülerrat nichts mehr gemeinsam haben, haben sich seit dessen Auflösung aus den Augen verloren und sprechen nicht mehr miteinander. Ganze drei Tage lang. Kaguya nimmt die ganze Situation sehr mit, sie ist gereizt und vermisst die gemeinsame Zeit mit Miyuki. Am Abend kann sie sich nicht mehr zurückhalten und streitet sich mit ihrer Hausdame Ai Hayasaka. Kaguya wirft ihr an den Kopf, dass sie es nie hinbekommen würde Miyuki zu umwerben. Ai nimmt die Herausforderung an und nähert sich dem ehemaligen Schülersprecher mit offenen Haaren, einer Schuluniform in der Buchhandlung und bittet ihn um Hilfe. Als sie ihn bittet, ihr Freund zu werden, winkt Miyuki allerdings ab mit der Begründung, er habe bereits jemandem sein Herz geschenkt. Kaguya ist während dem ganzen Spiel in der Nähe und beobachtet die beiden. Die Wahl des Schülerrats steht ebenfalls vor der Tür und Miyuki möchte Kaguya bitten, ihn beim Wahlkampf zu unterstützen. Durch einige Worte über Kaguya und das Betreten ihres Klassenzimmers fängt die Gerüchteküche in der Schule an zu brodeln. Die beiden stehen plötzlich im Mittelpunkt der Schule, werden von den Schülern beobachtet und alle warten nur auf das Liebesgeständnis. Auf dem Schulhof trifft Miyuki auf seine Gegnerin im Wahlkampf: Iina Miko, die Flugblätter verteilt, auf denen ihre doch sehr eigenwilligen Maßnahmen stehen, die sie als Schülersprecherin durchsetzen will.

Wie bereits in anderen Episoden ist auch die vierte Folge der zweiten Staffel von Kaguya-sama: Love is War in verschiedene Geschichten aufgeteilt. Von Ai Hayasaka bin ich etwas überrascht. Schon bereits dass sie die Herausforderung annimmt und versucht, Miyuki zu umwerben und wie sehr die Niederlage sie dann trifft. Ihr Ego ist durch seine Abfuhr verletzt. Zu Beginn hätte ich sie ohne ihren Zopf und die Hausmädchenuniform kaum erkannt. Das liegt aber auch daran, dass sie ihre Art so verstellt hat und als aufgeweckte fröhliche Schülerin auftritt. Der zweite Teil ist sehr humorvoll. Miyuki wählt aber wirklich Worte, die falsch aufgefasst werden können, wodurch die komplette Schule feststellt, dass Kaguya und Miyuki das perfekte Paar sind. Das Treffen unter Beobachtung aller Schüler ist schon fast der perfekte Rahmen für einen Heiratsantrag. Es ist aber schön, dass die beiden im Wahlkampf zusammen arbeiten. Bei der gegnerische Kandidatin Iina Miko habe ich am Anfang gedacht, sie könnte durch ihre ruhige natürliche Art ein harter Gegner für Miyuki werden. Durch ihren Flyer hat sich das aber geändert. Ich bin gespannt, ob sie eventuell in den Schülerrat kommt und eine Position einnimmt. Vor allem zwischen ihr und Kaguya kann ich mir einige Konfrontationen vorstellen.


Sing “Yesterday” for me:  Episode 5
Start: 04.04.2020Slice of Life, Drama, Coming of Age • Doga Kobo

Sing “Yesterday” vor me geht in die fünfte Runde und es ist Herbst geworden (in Episode 3 und 4 war Sommer, in Episode 2 war Frühling). Rikuo hat einen neuen Nebenjob in einer Fotogalerie und entwickelt zum ersten Mal so etwas wie schüchterne Zielstrebigkeit, denn fotografiert hat er schon seit Episode 1. Kein Wunder, dass er seinen Kollegen, den Fotografie-Studenten Minato auf Anhieb nicht leiden kann. So ein schnöseliger Künstlertyp mit Bärtchen und dezidierten Ansichten über Kameras und Bildmotive. Nun ist Minato aber – kleine Welt! – mit Haru zur Schule gegangen. Sie erinnert sich nicht an ihn, er war heimlich in sie verliebt. Hat sie den nun etwas mit Rikuo? Oder nicht? Oder er mit Shinako, immerhin auch Minatos Lehrerin zu Schulzeiten? Muss man da mal ein klares Wort sprechen? Und wieder führt ein tapfer vorgetragenes Liebesgeständnis zu einer melancholischen Abfuhr.

Schön, dass Rikuo mal versucht, aus seiner Unentschlossenheit herauszukommen. Schön auch, wie Minato seine so vehement vorgetragenen Grundsätze wie “Keine Portraitfotografie!” oder “Nicht am ersten besten Wettbewerb teilnehmen!”, die Rikuo so verunsichern, einfach über den Haufen wirft und dann doch an dem unbedeutenden Wettbewerb teilnimmt. Mit einem Portraitfoto von Haru in Schuluniform. Und wieder gibt es diese peinlich-komischen Begegnungen, die Sing “Yesterday” for me ausmachen. Diesmal treffen sich gleich zwei Pärchen, die jeweils nichts miteinander haben. Rikuo nicht mit Shinako und Minato nicht mit Haru. Und trotzdem ist es für alle Beteiligten eine Schrecksekunde und die Verlegenheit ist groß. Schade eigentlich, dass Minato wohl nur ein kurzes Gastspiel im Figuren-Kaleidoskop von Sing “Yesterday” for me vergönnt ist, mit seinem Entschluss, das Studium zu schmeissen und zu reisen ist er wohl aus der Handlung raus. Was ist eigentlich aus Rou geworden?


Tower of God: Episode 5
Start: 02.04.2020Fantasy, Action, Drama • Telecom Animation Film

Aguero Khun beweist sich als Meisterstratege und hat dank geschickter Nutzung seiner Tasche ein weiteres Team in den Test geschmuggelt. Diese nutzt er auch gleich aus, um die vierte Runde des Crown Game ohne Kampf für sein Team zu entscheiden. Die fünfte und finale Runde stellt sich allerdings als Überraschung heraus. Eine maskierte Erwählte hintergeht ihr Team und greift Bam an, während sich das Team, das von einem anderen Testfeld kam, für seine Verteidigung einsetzt. Teil dieses Teams ist auch Rachel, wodurch Bam sich die Frage stellt, ob er sein Ziel schon erreicht hat. Als Rachel aber verletzt wird und Bam sie verteidigt, aktiviert sich eine Kraft in ihm, die scheinbar nicht zu bändigen ist. Erst der Avatar des Schwarzmärz schickt ihn schlafen. Während das Crown Game beendet wird und die Erwählten nun drei Tage Pause haben, heißt es für Bam sich zu erholen. Sollte er allerdings nicht vor dem nächsten Test aufwachen, wird er disqualifiziert. Aber will er überhaupt noch weiter den Turm erklimmen?

Tower of God spielt sehr gut seine Karten aus. Wieder serviert man den Zuschauern eine Mischung aus actionlastigen Kämpfen, Charakterentwicklungen und genügend Geheimnissen, um gierig nach Antworten zu verlangen. Aguero Khun beweist einmal mehr seinen Intellekt und hat die meisten der Gegner in der Hand, ohne selbst einen Finger zu rühren. Rachels Beweggründe bleiben weiter ungewiss und die Frage danach, was es mit Bams Kräften auf sich hat, bleibt bestehen. Auch zeigt sich, dass Hansung Yu und Lero Ro keinesfalls dieselbe Auffassung darüber haben, was es heißt den Turm zu beschützen. Es bauen sich gerade etliche Spannungen auf und man wartet nur noch, dass es auf einer Seite eine Explosion gibt. Vielleicht sogar wortwörtlich, wenn man sich ansieht, was mit Bam passiert ist. Nun muss Bam zuerst einmal wieder aufwachen und dann weiterhin motiviert sein den Turm zu erklimmen. Rachels Worte am Ende schicken dazu aber sehr seltsame Signale. Es bleibt spannend bei Tower of God.


Plunderer: Episode 16

Start: 07.01.2020 • Action, Fantasy • GEEKTOYS

Trotz aller Bedenken seiner Kameraden unterzieht Licht sich Firendas riskantem Experiment. Gerade, als ein positives Zwischenergebnis die Runde macht, wird die Akademie von feindlichen Soldaten angegriffen und eingenommen. Die Opfer unter den Angegriffenen sind hoch, ebenso die Schäden an den Gebäuden. Auch der Generator, der den Operationssaal mit Strom versorgt, wird beschädigt, was zur Folge hat, dass das Experiment außer Kontrolle zu geraten droht und Lichts Leben in Gefahr ist. Mit einer kleinen Gruppe Kadetten macht Alan sich auf den Weg zum Notfallgenerator. Die Gruppe gerät in einen Hinterhalt, bei dem Alan schwer verletzt zurückbleibt. Unterdessen bedroht ein feindlicher Soldat Hinas Leben und Licht erleidet einen Herzstillstand.

Plunderer ist ja doch immer wieder für kleine Szenen mit Überraschungen gut. Dazu zählt vielleicht nicht unbedingt Peles etwas sehr ungeschicktes Liebesgeständnis, welches Lynn überhaupt nicht einzuordnen weiß, aber auf jeden Fall Sonohanas Rettung ausgerechnet durch Doan, der sie vorher noch übelst drangsaliert und ihr ihren einzigen Stern weggenommen hat, damit sie die Akademie verlassen muss. Bisher war Doan der Bösewicht unter den Kadetten, aber vielleicht ist da ja mehr an seinem asozialen Verhalten, als bisher zu erahnen war. Schon Shumerman hat die Rolle des Bösewichts nicht komplett ausgefüllt, während umgekehrt hinter dem tölpelhaften Lichtein Massenmörder steckte. Das Spiel mit Charakteren und Rollen geht weiter. Wunderbar.

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