Tabaluga & Lilli

Tabaluga ist ein kleiner grüner Drachen, der von Peter Maffay (deutscher Sänger, Komponist), Rolf Zuckowski (deutscher Musiker, Komponist von Kinderliedern) und Gregor Rottschalk (Liedtexter) 1983 erschaffen wurde. Verschiedene Musikalben und schließlich auch Musicals wurden kreiert und auf CD beziehungsweise DVD veröffentlicht. So entstand 1993 das Bühnenmusical Tabaluga & Lilli, welches 1994 in der Dortmunder Westfalen-Halle unter Mitwirkung von bekannten Künstlern wie Nino De Angelo (deutscher Schlagersänger), Rufus Beck (Hörbuchsprecher) und Peter Maffay präsentiert und gefilmt wurde. Die Geschichte der Drachen findet seinen Lauf und wir begleiten Tabaluga auf der Suche nach dem „Wahren Feuer.“ Unterstützt wird er von einem Magier, der ihm den Weg zeigt und mit seiner Weisheit unterstützt.

    

Vor Millionen von Jahren lebten die Drachen. Sie waren stolze Tiere, konnten das Feuer beherrschen, fliegen und hatten die Gabe zu sprechen. Tyrion (Michael McGowan), der alte Drachenvater versucht seinem Sohn Tabaluga (Chiara Cattaneo, Miho Imoto) den richtigen Weg zu zeigen. Er soll das „Wahre Feuer“ finden um den größten Widersacher der Drachen, den Herr des Eises Arktos (Stephane Boko) zu stoppen. Dieser lässt die ganze Welt zu Eis erstarren, doch was verbirgt sich hinter dem „Wahren Feuer?“ Auf der Suche wird Tabaluga von einem Magier (Rufus Beck) begleitet und begegnet sehr vielen ungewöhnlichen Tieren, phantastischen Wesen und auch Gefahren. Bis er eines Tages auf Lilli (Alexis) trifft …

Die alte Legende

„Am Anfang waren das Feuer und das Eis. Das Feuer bedeutete Leben und Licht. Bewahrer des Feuers sind in grauer Vorzeit die Drachen gewesen, sie selbst waren ein Teil des Feuers. Mit dem Eis aber kamen die Dunkelheit und die Kälte. Der Herrscher im Reich der Kälte hieß Arktos, König des eisigen Verderbens, Feind aller Drachen. Sein Ziel: Die Vernichtung des Feuers, um alles Leben in seinen tödlichen Bann zu ziehen.“ Dies besagt eine alte Legende, die Tyrion, Tabaluga erzählt.

Ein Magier mit vielen Gesichtern

Das Musical beginnt mit dem Erscheinen des Magiers. Keiner kennt seinen wirklichen Namen. Er sagt selbst, dass er viele Namen, Gesichter und Körper hat und man in ihm einfach sehen solle, was man will. Er spricht ein bisschen in Rätseln. Aus seiner Sicht wird die Handlung erzählt und er stellt dem Publikum die Drachen vor, allen voran Tyrion und Tabaluga, als dieser aus dem Ei schlüpft. Gemeinsam mit dem Magier macht sich der kleine grüne Drache auf die Reise um das „Wahre Feuer“ zu finden. Er möchte genau wie sein Vater Feuer spucken können, und genau das verspricht er sich bei seinem Abenteuer zu finden. Tabaluga ist aber auch ein Dickkopf: der Magier versucht ihm den Weg zu zeigen, doch geht der Grünling in eine andere Richtung, versteht aber schnell, dass es falsch war, als er auf die Nase fällt. So sammelt er jedoch wertvolle Erfahrungen und findet in Lilli jemanden, den er vor Arktos retten möchte und der ihm viel bedeutet. Rufus Beck ist in seiner Rolle ein perfekter Freund und eine Art Vaterersatz für Tabaluga und führt als Erzähler durch die ganze Show. Er ist nicht nur auf der Bühne unterwegs, sondern taucht auf einmal zwischen den Menschen in der Halle auf oder hängt kopfüber von der Decke, er tanzt in einem Bienenkostüm und verkleidet sich als Ameise. So ergeben seine Worte zu Beginn, dass er viele Gesichter habe, einen Sinn.

Darsteller, Sänger und ihre Songs

Originaltitel Peter Maffay in: Die phantastische Inszenierung Tabaluga & Lilli Live!
Jahr 1994
Land Deutschland
Genre Fantasy, Musical
Regisseur Andreas Fricsay Kalo Son
Cast Tabaluga: Chiara Cattaneo, Miho Imoto (Sänger: Peter Maffay)
Der Magier: Rufus Beck
Tyrion : Michael McGowan (Sänger: Nino de Angelo)
Arktos: Stephane Boko
Lilli: Alexis
Bienenkönigin: Nadeen Holloway
Kratermann: Stephan Remmler
Die schwarze Spinne: Anita Davis
Mann im Mond: Robert Hart
Der Baum des Lebens: Pascal Kravetz
Laufzeit 190 Minuten
FSK

Viele bekannte Sänger unterstützten Peter Maffay bei dieser Show. Nino De Angelo erklärt Tabaluga in „Tyrions Lied“, dass er jeden Tag seiner Kinderzeit genießen solle und er ein Teil vom „Strom der Zeit“ sei. Der britischer Rockmusiker Robert Hart singt für Tabaluga „Das Lied des Mondes“, während dieser auf dem Mond durch die Halle fliegt. Kurz darauf stößt er auf die Bienenkönigin und reist gemeinsam zum „Bienensong“ (gesungen von Nadeen Holloway) ins Sommersonnenland. Stephan Remmler als Kratermann weist ihn mit „Faß das nicht an“ darauf hin, dass rote Knöpfe Tabu sind. Danach trifft er auf die schwarze Spinne (Anita Davis). Ihr Herz ist erstarrt, weder Freude noch Leid berühren sie, wie „Eis im September“. Während Arktos auf der Bühne aus seinem Schneemannkostüm schlüpft und tanzt, singt Bertram Engel, das der Bösewicht den „Schlüssel zur Macht“ besitzt. Was stimmt, denn durch diesen Schlüssel erweckt Arktos Lilli zum Leben. Lernen kann Tabaluga viel, zum Beispiel von den Ameisen, die im „Ameisensong“ erklären, dass Arbeit nur das halbe Leben ist und Ordnung die andere Hälfte. Passend zum Lied „Baum des Lebens“ von Pascal Kravetz wächst auf der Bühne ein wundervoller Baum. Und schließlich trifft Tabaluga auf Lilli, die von Arktos aus einem riesigen Eisblock gemeiselt und durch seinen Schlüssel zum Leben erweckt wurde. Alexis alias Lilli singt gemeinsam mit Peter Maffay die Ballade „Ich fühl wie du.“ Das Finale bildet der Song „Ich wollte nie Erwachsen sein“, der davon handelt, dass man irgendwo tief in seinem inneren ein Kind geblieben ist und von allen Darstellern sowie Tänzern auf der Bühne performt wird. Nach dem Ende gibt es eine Zugabe und Peter Maffay präsentiert gemeinsam mit seiner Band den ruhigen Song „Die Töne sind verklungen“, der einen wunderbaren Abschluss bildet.

Die Entstehung und was dahinter steckt

Tabaluga und Lilli wird sowohl als Musical als auch Rockmärchen bezeichnet und das zu Recht. Sehr viele Musiker und Tänzer erfüllen die Bühnen, die sich quer durch die Dortmunder Westfalen-Halle ziehen. Alle Akteure finden sich in der gesamten Halle wieder, bahnen sich ihre Wege durchs Publikum und sind so auch interaktiv mit den Zuschauern. Mit einer Band und Tänzern aus New York sorgen sie für Gänsehautmomente und viel Applaus. Der deutsche Theater- und Filmschauspieler Rufus Beck hat als Magier und Erzähler eine wichtige Rolle, denn er wurde vor allem bekannt durch seine Arbeit als Hörbuchsprecher der Harry Potter-Romane. Tabaluga wird auf der Bühne gespielt von zwei Frauen, Chiara Cattaneo und Miho Imoto. Neben dem Live-Mitschnitt ist eine Bonus DVD auf der Veröffentlichung enthalten, auf der ein „Making-of“ zu sehen ist, wie alles begann und wie die Idee zum Ergebnis wurde. Nach dem großen Erfolg fanden in den darauffolgenden Jahren weitere Tourneen statt, von denen es ebenfalls Live-Mitschnitte gibt. So zum Beispiel Peter Maffay – Tabaluga und das verschenkte Glück, Peter Maffay – Tabaluga und die Zeichen der Zeit – Live und Peter Maffay – Tabaluga: Es Lebe Die Freundschaft! Live. Im Dezember 2018 kommt der kleine grüne Drache das erste Mal auf die große Leinwand. Im 3D-Animationsfilm Tabaluga – Der Film von Sven Unterwaldt (7 Zwerge – Männer allein im Wald) versucht Tabaluga das Grünland vor Arktos zu beschützen.

Ich war als Kind ein sehr großer Tabaluga Fan. Meine Mutter hat die Live CD des Musicals Tabaliga & Lilli und nachdem ich diese so oft gehört und mitgesungen habe, wollte ich das Musical einfach sehen und so kam ich zu der DVD. Es macht einfach Spaß, weil es unheimlich vielfältig ist. So viele verschiedene Menschen auf der Bühne und rundherum. Man weiß nie, wo der nächste auftaucht und gerade der Magier ist ständig woanders. Live in der Halle stelle ich mir das richtig toll vor, auch die Kostüme sind sehr authentisch. Wenn man heute die DVD ansieht, merkt man, aus welcher Zeit diese Aufnahmen sind, vor allem wenn man das Publikum betrachtet. Die Lieder bleiben einfach hängen, speziell „Ich wollte nie Erwachsen sein“ ist mein persönliches Highlight und natürlich „Ich fühl wie du“, das Alexis und Peter Maffay gemeinsam singen und auf der Bühne tanzen. Wer mir besonders gut gefällt, ist Nino De Angelo. Seine Stimme passt sehr zu dem Musical und den Liedern, die er singt. Vor allem bei „Strom der Zeit“ bekomme ich jedes Mal Gänsehaut, vor allem in Hinblick auf die Geschichte dahinter:  Tabalugas Vater Tyrion wird von Arktos getötet.

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