Velvet (Band 1): Before the Living End

Lesezeit: 4 Minuten

Die Welt der Agenten ist ein hartes Männergeschäft. Schießen, Verfolgungsjagden, Überwachungen und die ein oder andere Nacht mit einer schönen Frau verbringen. So zumindest kennen wir das von bekannten Figuren wie James Bond. Wir schauen uns eine Agentin näher an, die mindestens genauso hart ist, wenn nicht sogar härter. Velvet Templeton macht mit ihrer Jagd über den Globus auf der Suche nach den Hintermännern einer Verschwörung auch 007 Konkurrenz.

    

ARC-7 ist einer der geheimsten Organisationen dieser Welt. Ihre Agenten übernehmen Missionen, die selbst anderen Geheimorganisationen nur als Gerüchte oder Legenden bekannt sind. Wenn also einer dieser Agenten stirbt, weil er in einen Hinterhalt gerät, wirft das Fragen auf. Jefferson Keller aka X-Operative 14 war der beste Agent und die genauen Umstände seines Todes lassen vermuten, dass es einen Maulwurf gibt. Auch Velvet Templeton, Sekretärin des Direktors von ARC-7, kommt zu dem Schluss. Allerdings war Velvet nicht immer Sekretärin und nimmt deshalb die Ermittlungen in die eigene Hand. Bei der Suche nach Hinweisen versucht sie auch einen alten, gemeinsamen Kontakt und Ex-Agenten zu besuchen, nur um diesen tot aufzufinden. Von da an geht alles den Bach runter.

Auf der Flucht und auf der Suche

Originaltitel Velvet
Jahr 2014
Land USA
Genre Action, Mystery, Thriller
Autor Ed Brubaker
Zeichner Steve Epting
Verlag dani books

Vor der Leiche kniend wird Velvet von ARC-7-Agenten überrascht und die Situation eskaliert. Bei ihrer rasanten Flucht legt sie einige Agenten lahm und kann nur leicht verletzt entkommen. Mit der Ahnung, dass nicht nur X-Operative 14 und ihr alter Bekannter Ziele waren, sondern auch sie ein Opfer werden sollte, beginnt sie ihre Reise rund um den Globus um herauszufinden, was der Grund für diese Morde ist. Im Hauptquartier von ARC-7 erhitzen sich derweil die Gemüter, als der Direktor erklären muss, wer seine Sekretärin in Wirklichkeit ist: Eine ehemalige X-Operative. Währen diese Tatsache zwar erklärt, wie sie entkommen konnte, bleiben trotzdem viele Fragen, die anscheinend auch mit Velvets letzter Mission als Agentin zu tun haben.

Geister der Vergangenheit

Mit der Hilfe eines Bekannten aus Agententagen begibt sich Velvet um die halbe Welt mit Stopps in Wien, Belgrad und Monaco und findet überall Puzzleteile, die sie zur Wahrheit führen könnten. In dieser Zeit wird sie auch immer wieder an ihre Vergangenheit sowie ihre Ausbildung erinnert und erfährt schließlich eine Information die sie einerseits sehr erschüttert, andererseits aber der Schlüssel zur Identität des Maulwurfs sein dürfte. Mit all diesem Wissen beginnt Velvet die Ausmaße der Machenschaften zu begreifen und begibt sich an ihr nächstes Ziel: London, die Hauptstadt Großbritanniens.

Erster Eindruck

Ed Brubaker und Steve Epting sind keine unbekannten Namen in der Comicwelt. Gemeinsam lieferten sie mit Captain America – Winter Soldier die Vorlage für den gleichnamigen Film und mit Velvet liefern sie ebenfalls wieder tolle Comickunst ab. Brubaker nutzt dabei etablierte Themen, die schon aus unzähligen Spionagegeschichten bekannt sind und verpackt sie neu. Velvet Templeton ist vielleicht nicht die klassische Agentenfigur, doch gerade dadurch wird es interessant. Als ältere Frau zeigt sie den Männern, wo der Haken hängt und auch warum sie vor all den Jahren die Topagentin war. Epting setzt das Skript super in Szene. Die Actionsequenzen sind sehr dynamisch und wenn Velvet Personen oder Orte analysiert nutzt er kleine Hervorhebungen um dem Leser geschickt die “Brille” von Velvet aufzusetzen. Mit dem ersten Band bekommt man einen Auftakt, der neugierig macht. Alle Informationsfetzen dienen dazu, den Leser bei Stange zu halten und gleichzeitig ein Gefühl für Velvet zu bekommen. Das größte Manko liegt wohl darin, dass außer Velvet keiner der Charaktere näher beleuchtet wird. Vielleicht wird das in Band 2 noch ausführlicher geschehen, der den aussagekräftigen Titel The Secret Lives of Dead Men trägt.

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Hero Kage

Hero Kage ist Test Engineer für einen der weltweit größten Chiphersteller und sorgt unter anderem dafür, dass die Elektronik in Autos richtig funktioniert. In seiner Freizeit erholt er sich mit jedem Medium, das eine Geschichte bieten kann, die ihm gefällt. Dabei unterscheidet er nicht zwischen einzelnen Medien. Es geht ihm nur darum, besonders gut unterhalten zu werden. Zudem ist er auch noch passionierter Brett- & Kartenspieler und immer für ein neues Spiel zu begeistern.

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Ayres
Redakteur

Liest sich alles sehr interessant und wenn ich mir so die Artworks ansehe, entsteht da in meinem Kopf bereits ein Bild, wie eine mögliche Verfilmung aussehen könnte… die wird bestimmt nicht ewig auf sich warten lassen.