Anime Spring Season 2020 / Woche #12

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits Basket (Staffel 2)PlundererTower of God, Appare-Ranman!, Sing “Yesterday” for me und Kaguya-sama: Love is War (Staffel 2) von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Appare-Ranman!
Start: 12.04.2020Abenteuer, Historie, Komödie • P.A. Works

Keine neue Episode in dieser Woche.

 

 

 

 

 

 

 


Fruits Basket (Staffel 2): Episode 12
Start: 07.04.2020Slice of Life • TMS Entertainment

Mayuko Shiraki, Tohrus Lehrerin, hütet für ihren kranken Vater den familiären Buchladen, als Shigure auftaucht. Sie erinnert sich, wie sie sich in Hatori verliebt hat, obwohl dieser mit ihrer besten Freundin Kana zusammen war, und wie sie und Shigure eine Zeit lang ein Paar waren. Später erscheint auch Hatori im Buchladen. Nach einigen Missverständnissen gehen beide gemeinsam aus. Shigure freut sich, dass es ihm gelungen ist, die beiden zusammenzubringen, da er schon lange wusste, wie es um Mayukos Gefühle steht.

Wieder wirft Fruits Basket einen Blick in die Vergangenheit, dieses Mal in die Zeit, als Hatori und Kana ein Paar waren. Neu ist die Information, dass auch Shigure in einer Partnerschaft war, und zwar mit Kanas Freundin Mayuko. Dabei ging Shigure ihre romantische Beziehung ganz pragmatisch an. Da Mayuko unglücklich verliebt und nicht allein sein mochte und er selbst sich gerade langweilte, stellte er sich als Partner für Mayuko zur Verfügung. Eine Zweckgemeinschaft sozusagen, innerhalb der Mayuko weiterhin Hatori lieben konnte. Was für Shigure dabei heraussprang, wird nicht deutlich, für Mayuko blieb er in der Zeit, in der sie zusammen waren, ein Buch mit sieben Siegeln. Ebenfalls im Dunkeln bleibt Shigures Intention, ausgerechnet jetzt der Bekanntschaft zwischen Hatori und Mayuko einen Schubs zu geben.


Kaguya-sama: Love is War (Staffel 2): Episode 11

Start: 11.04.2020 • Komödie, Romanze • A-1 Pictures

Das Sportfest der Shuchiin-Privatschule ist in vollem Gange. Von seinem Sieg im Dreibeinrennen ist Ishigami völlig beflügelt und gibt alles, um bei den Cheerleadern zu glänzen. Sogar das Tragen der weiblichen Schuluniform macht ihm nichts aus. Das Blatt wendet sich, als eine ehemalige Mitschülerin, Kyoko Otomo, auftaucht und sich über Ishigami lustig macht. Selbstzweifel machen sich in ihm breit und er erinnert sich an die Zeit der Mittelschule, geprägt von Mobbing-Vorwürfen, Diskriminierung, bis hin zur Suspendierung. All das nur, weil er ein Mädchen, das er gern hatte, vor dessen unehrlichen Freund beschützen wollte. Er fühlt sich wertlos und verliert den Glauben an sich selbst, daran, den Staffellauf als Schlussläufer gewinnen zu können und rechnet schon mit den negativen Kommentaren seiner Schulkameraden. Durch Miyukis aufbauende Worte schafft er es, wieder Mut zu fassen. Bereits in der Mittelschule hatte der Präsident Ishigami aufgebaut und so auch vor dem Staffellauf. Kaguya, Chika und Muyuki stehen hinter ihm und feuern die Staffelläufer an. Voller neuer Hoffnung gibt Ishigami alles und sprintet los. Obwohl er knapp verliert, loben ihn seine Freunde für einen guten Job, was ihn zu Tränen rührt.

Der Schwerpunkt der vorletzten Folge von Kaguya-sama: Love is War liegt auf dem ruhigen, zurückhaltenden Mitglied des Schülerrates, Ishigami, und seiner Vergangenheit. Da ich ihn als Charakter sehr interessant finde, freut es mich, mehr über ihn und die dramatischen Momente in seiner Vergangenheit zu erfahren. Er hat es immer nur gut gemeint und wollte seiner Klassenkameradin in der Mittelschule helfen. Für seine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit wurde der Junge bestraft, was ihn heute noch quält. Am Ende der Folge wird er zum strahlenden Helden, dem ein Lächeln aus vollem Herzen einfach nur steht. Dass Miyuki ihm bereits in der Mittelschule beistand und mehr oder weniger dazu beigetragen hat, ihm die Aufnahme in die Oberschule zu gestatten, ist mir neu und hat mich auch überrascht. Wie viel Gewicht die Meinung des Schülerrates hat, sieht man hier deutlich. Ishigamis Gefühlsausbrüche haben mich in der Folge überrascht. Es ist einfach nachvollziehbar, wie er sich fühlt und wie dankbar er sowohl Miyuki als auch den anderen Schulfreunden ist, mit offenen Armen empfangen zu werden. Kurz vor Schluss noch mal solch eine Gefühlsexplosion. Auch wenn Kaguya und Chika kaum Auftritte haben, bietet die Folge einen passenden Abschluss für das Sportfest.


Sing “Yesterday” for me:  Episode 12
Start: 04.04.2020Slice of Life, Drama, Coming of Age • Doga Kobo

Natürlich haben Rou und Haru herausgefunden, dass Rikuo und Shinako ein Paar geworden sind. Auch, wenn es ihnen keiner offen gesagt hat. Haru zieht die Konsequenz. Sie gibt ihren Job im Café auf und zieht wieder bei ihrer Mutter ein, weit genug weg, um Rikuo nicht mehr zufällig-absichtlich zu begegnen. Rou geht in die Konfrontation. Als das Pärchen wieder einmal unentschlossen abends vor Shinakos Haustür steht, stellt er Shinako zur Rede. Shinako macht in der Situation eine denkbar schlechte Figur. Sich erst schweigend hinter Rikuo zu verstecken, aber dann den Lebensabschnittsgefährten stehen zu lassen und dem wütend davonstürmenden Rou hinterherzulaufen bringt ihr auf keiner Seite Sympathien ein. Und so sitzen Shinako und Rikuo einige Zeit später auf einer Parkbank, sehen ein, dass dieses Beziehungszeugs ein Fehler war und beschließen, sich zu trennen. Beide sind ein wenig erleichtert dabei. Rou feiert seine erste eigene Wohnung, möglicherweise hat er sogar eine Freundin. Aber da ist immer noch sein Skizzenblock mit der Zeichung von Shinako. Rikuo macht sich auf, Haru zu besuchen und gesteht ihr nun endlich, dass sie ihm zwar immer wieder auf die Nerven geht, aber er sie dennoch liebt. Das bringt ihm erst einen Schlag in den Magen und dann doch eine überglückliche Umarmung ein.

Eigentlich hätte es immer so weiter gehen können. Der Manga tut es wohl noch eine ganze Strecke. Aber mit diesem kleinen, bittersüßen Happy End kommt Sing “Yesterday” for me als Anime nach nur zwölf Folgen zum Ende. Ich hätte auch noch ein weiteres Dutzend Folgen gut schauen können. Selten habe ich eine Serie um Liebe und Beziehungen gesehen, bei der die Protagonisten so ungeschickt agierten und in so viel Zeit so wenig von der Stelle kamen. Dennoch waren es vergnügliche zwölf Folgen. Allein die 1000 Variationen der Peinlichkeit, die auftreten, wenn man in Herzensangelegenheit die Dinge allzu sehr in der Schwebe lässt, waren schon das Anschauen wert.


Tower of God: Episode 12
Start: 02.04.2020Fantasy, Action, Drama • Telecom Animation Film

Die Wogen gehen hoch wie nie, als bei allen Gruppen etwas schief läuft. Alle außerhalb der Höhle werden von Monstern angegriffen, während Jahards Assassine Endorsi befiehlt, Anak zu töten. Was dieser nicht bedacht hat, ist aber, dass die beiden Prinzessinnen schon eine Freundschaft geschlossen haben. Doch auch gemeinsam haben sie keine Chance gegen ihn. Bis Yuri plötzlich auftaucht und noch einmal alles auf den Kopf stellt. Mit absoluter Überlegenheit rettet sie ihre „Schwestern“ und wird dann aber gewarnt: Sollte sie sich gegen Jahards Vollstrecker stellen, wird sie ebenfalls zu einem Ziel. Weswegen auch Yuris Teamkamerad den Assassinen plättet – im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings hat dieser zuvor noch den Bullen auf Bam und Rachel gehetzt. Doch ähnlich wie bei seiner ersten Prüfung lässt sich Bam auch dieses Mal verschlucken und sprengt den Bullen von innen heraus. Damit scheint die Prüfung geschafft, bis Rachel plötzlich aufsteht und Bam aus der Sicherheit der Kugel wirft. Während Bam in den Tod stürzt, versteht er die Welt nicht mehr und muss versuchen, mit Rachels Verrat zurechtzukommen.

Die Szene aus dem Webtoon, die berühmt-berüchtigt ist, hat nun endlich auch die Anime-Zuschauer erreicht. Der Moment, in dem die scheinbar gelähmte Rachel den gutherzigen Bam hintergeht und opfert, nur damit sie ungehindert den Turm erklimmen kann. Ich kann gar nicht genug hervorheben, wie genial es ist, dass man den Ending-Song einspielt, während Bam weiter in die Finsternis fällt. Diese zentrale Szene von Tower of God ist DER Grund, warum Rachel von den meisten Fans so gehasst wird. Während sie zuvor nur wie jemand wirkte, der eifersüchtig auf Bam und seine neuen Freund ist, zeigt sie in diesem Moment ihr wahres Gesicht. Sie ist jemand, der alles und jeden opfert, um ihre Ziele zu erreichen. Selbst den einen Menschen, der alles für sie geben würde. Auf der anderen Seite haben wir endlich die wahre Stärke einer Prinzessin von Jahad mit Yuri gesehen. Ihrer Kraft ist so weit über allen anderen, die wir bisher gesehen haben; gar kein Vergleich. Doch auch sie kann Bam nicht mehr helfen und Rachel muss sich eine Geschichte ausdenken, denn ich denke nicht, dass Khun sie sonst am Leben lässt.


Plunderer: Episode 23

Start: 07.01.2020 • Action, Fantasy • GEEKTOYS

Licht wird von Doan und Sonohara in die Enge getrieben. Doan gibt ihm die Schuld daran, dass Sonohara sich immer auf andere verlässt und die Schüler der Klasse A sich umgebracht haben. Als Doan auch die anderen wieder mit seiner Gravitationskraft angreift, kann Licht seine Ass-Persönlichkeit kaum noch unterdrücken. Da taucht Jail auf, um mit ihm gemeinsam zu kämpfen. Jail gelingt es, Sonohara von ihrer Ass-Persönlichkeit zu trennen. Licht und Doan liefern sich einen Faustkampf, wobei sie sich an die Vergangenheit erinnern, in der Licht unfähig war, die Kinder, die auf ihn angesetzt waren, zu töten, und Doan diese Aufgabe übernommen hat. Dann startet Doan eine letzte Attacke, in der er ein schwarzes Loch erschafft. Licht stürzt in dieses Loch hinein, welches von Doan in eine kleine Sphäre verwandelt und zerdrückt wird.

Immer wieder wird in Plunderer deutlich, wie unmenschlich der Krieg gewesen ist, der nur dazu dienen sollte, die Anzahl der Menschen zu reduzieren. Mit Lichts von Shumerman übernommenen Schwäche gegenüber Kindern hatten die Feinde eine perfekte Waffe in der Hand. Ohne Doan hätte Licht den Krieg nicht überlebt. Was für seelische Schäden dieser davongetragen haben muss, kann man sich nur schwer vorstellen. Es fällt schwer, Doan angesichts der Rückblicke als Feind zu sehen, zudem scheint ihm Sonohara nicht ganz gleichgültig zu sein, nachdem sie als Kinder anscheinend einen guten Kontakt zueinander hatten. Doch Licht die Schuld für Sonoharas fehlende persönliche Entwicklung zu geben, nur weil dieser ihr einmal geholfen hat, ist schon ziemlich weit hergeholt.

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