Anime Winter Season 2026 / Woche #1

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir Fate/strange Fate und SI-VIS: The Sound of Heroes von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Anime-Episodenguide


Titel: Fate/strange Fake
Start: 31. Dezember 2024
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: A-1 Pictures

Folge 1


Nach dem Aufeinandertreffen der Servants in der Nacht versucht Faldeus alle Spuren zu beseitigen. Dabei wird ihm berichtet, dass eine weitere Person mit magischen Fähigkeiten aufgetaucht ist, wobei noch nicht klar ist, ob es sich dabei um einen Master handelt. Die junge Frau mit blonden Haaren und dem Namen Ayaka weiß nicht, dass sie beobachtet wird. Als sie sich auf den Weg zu einem Hotel macht, wird sie von einem Mann entführt. In einem Opernhaus hockt sie wenig später in einem magischen Kreis, der von einem unbekannten Master gezeichnet wurde, um den Heldengeist Arthur zu beschwören. Hinter dieser Aktion steckt die in der Ferne zuschauende Francesca. Doch ihre Rechnung geht nicht auf. Assassin tötet den Master, wodurch sich die Fesseln um Ayakas Hände auflösen und durch die Beschwörung erscheint ein anderer Saber. Dieser setzt sein Noble Phantasm ein, um Assassin zu besiegen. Die kann jedoch entkommen, während das Dach des Opernhauses teilweise einstürzt, doch weiter kommt Saber nicht, denn die Polizei nimmt ihn gefangen.

Die erste Episode setzt nahtlos an den Prolog an, erzählt zum Glück aber ausführlich, wie es dazu kommt, dass nach all dem Gerede über das Fehlen der Saber-Klasse nun doch einer erscheint. Vielen Fragen bleiben jedoch offen. Denn wer ist Ayaka überhaupt? In einem Rückblick sehen wir das Anwesen und eine Frau der Familie Einzbern, welche übrigens Ayaka verflucht hat und sie zum Gralskrieg nach Amerika schickt. Das weckt ja mal die Neugier! Wer auch nicht unterschätzt werden darf, ist Caster. Sein Gespräch mit Brudi Orlando Reeve zeigt, dass dieser Mann nicht auf den Kopf gefallen ist. Wäre auch einmal schön, wenn wir in einem Gralskrieg einen kompetenteren Vertreter der Klasse sehen können und offen ist immer noch, wer der Mann mit den interessanten Zähnen ist. Während Fate/strange Fake uns gekonnt weiter kleine Häppchen zu Handlung liefert, ist eindeutig der Auftritt Sabers das Highlight der Folge. Nicht nur der Einsatz seines NPs ist klasse, sondern auch, dass er ebenso viele Fragen aufwirft. Denn wer ist er? Arthur auf jeden Fall schonmal nicht! Charismatisch jedoch schon!

Folge 2


Ayaka und Saber sind in Polizeigewahrsam und beantworten Fragen, wobei niemand den Worten des ritterlich gekleideten Herren glaubt. Bis auf der Polizeichef, der natürlich mit dabei ist. Währenddessen erkundet König Gilgmaesh ein örtliches Kasino, wo er nicht nur ordentlich Gewinn macht, sondern außerdem den Vertreter der Kirche, Hansa Cervantes, kennenlernt, der jedoch nach einer ordentlichen Vorstellung schon wieder geht. Orlando Reeve muss wenig später in die Eingangshalle des Präsidiums, denn auch ihm möchte sich Hansa vorstellen. Sofort liegt Spannung in der Luft, doch es kommt nicht zum Kampf zwischen den beiden, weil sich ein Servant durch die Schutzbarrieren schlägt. Es ist Assassin. Ein einfaches Spiel hat sich jedoch nicht, denn Reevs Untergebene schlagen sofort zu und das mit Noble Phantasm. In die Ecke gedrängt, kommt ihr Master ihr zu Hilfe. Ayaka kann mit Sabers Hilfe aus ihre Zelle flüchten.

Saber in einem Verhörraum zu sehen, ist ulkig. Schlicht, weil er sich als Heldengeist unsichtbar machen und so mühelos gehen kann. Daher ist die Flucht von ihm und Ayaka jetzt wirklich spannend. Schließlich hat Saber in Folge 1 einfach mal ein Dach gesprengt, da ist eine Zellentür ja ein Klacks. Interessant aber, dass er sie mit Magie knackt. Der Kampf von Reevs und seiner Polizeitruppe gegen Assassin und später gegen ihren Vampir Master ist ein Fest für Actionfans. Vor allem die Kamerafahrten geben dem Ganzen eine tolle Dynamik. Bei all dem kommt die Handschrift des Light Novel-Autors und Schöpfers von Fate/strange Fake Ryohgo Narita extrem durch, weil sich die Charaktere dabei brav weiter unterhalten und es so ordentlich Informationen gibt. Vor allem Jester Karturei ist ein Charakter, der ebenso gut aus seiner verrückten Baccano!-Reihe stammen könnte, so arrogant und exzentrisch sein Auftreten ist. Die Mischung der Charaktere ist schon jetzt sehr gelungen. Außerdem: Gilgamash im Anzug und mit ordentlich Chips auf seiner Seite – na, wenn das kein Fanservice ist? Für mich ist er es!


Titel: SI-VIS: The Sound of Heroes
Start: 4. Oktober 2025
Genre: Musik
Animationsstudio: Studio VOLN

Folge 13

SI-VIS steckt mitten in einer schweren Krise. Die Leadsängerin Siren wurde schwer verletzt, und ein Gift der Xenos bedroht sogar ihr Leben. Kyoya, der sich die Schuld an dem Vorfall gibt, ist geflohen. Die Stimmung im Team ist gedrückt, doch trotzdem stürzen sich alle ins Training, beobachtet von zwei mysteriösen Gestalten. Nagi überfordert sich beim Gesangstraining. Als June ihr rät, durch die Musik Glück in ihr Herz zu lassen, steigt Nagis Idea-Wert plötzlich drastisch an, woraufhin sie zusammenbricht. Rui spürt, dass etwas nicht stimmt. Zwei Tage zuvor hatte sie mithilfe einer CD und ihres Gesangs eine Projektion ausgelöst und einen Blick in Yosukes Erinnerungen erhalten. Yosuke materialisierte sich vor ihr und erklärte, dass er diese Aufzeichnung nur für sie hinterlassen habe. So erfährt Rui, dass sowohl Nagi als auch Yosuke zu den Xenos gehören. Vor zehn Jahren war er gemeinsam mit Nagi auf die Erde geflohen, wo sie auf Kyoya trafen. Als die Xenos den Verräter Yosuke angriffen, wäre Kyoyas Existenz beinahe ausgelöscht worden. Nagi rettete ihn, indem sie einen Teil ihres Idea auf ihn übertrug.

SI-VIS: The Sound of Heroes löst endlich einige der offenen Rätsel und leitet damit einen neuen Handlungsabschnitt ein. Noch immer ist unklar, ob Yosuke tatsächlich verstorben ist oder doch noch lebt. Dass Nagi zu den Xenos gehört, wurde bereits enthüllt – doch die Tatsache, dass auch Yosuke einer von ihnen ist, überrascht. Da er ursprünglich aus dieser Welt stammt, bleibt immerhin ein Hoffnungsschimmer, dass er eines Tages als Held zu SI-VIS zurückkehren könnte. Nun wird auch verständlich, warum Nagi zu Beginn keine Stimme hatte und sich nicht dauerhaft auf der Erde materialisieren konnte. Dass Kyoya sich nicht mehr daran erinnert, was damals auf der Insel geschah, liegt vermutlich an der Übertragung der Idea. Etwas irritierend bleibt die Geschichte rund um die mysteriöse CD, denn wie und wo Rui sie erhalten hat, geht leider etwas unter. Sirens Verletzungen hingegen werden – anders als in den Medien dargestellt – bereits in den ersten Minuten als lebensbedrohlich erkennbar. Doch durch die Enthüllungen rund um Nagi, Yosuke und Kyoya rücken ihr Zustand und die Sorge um ihr Überleben stark in den Hintergrund, was schade ist.

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