Anime Fall Season 2021 / Woche #6

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Mieruko-chan, AMAIM: Warrior at the Borderline, The Aquatope on White Sand, The Faraway Paladin, The Heike Story undTaisho Otome Fairy Tale von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: AMAIM: Warrior at the Borderline
Start: 4. Oktober 2021
Genre: Action, Science-Fiction
Animationsstudio: Sunrise Beyond

Episode 6

Ein Mädchen erzählt von dem traurigen Schicksal der Töpferwerkstatt seines Großvaters und dass es schwört, diesen wieder aufzubauen. Amo und Gashin lernen es kennen, doch vorher müssen die beiden sich von ihren Mechas trennen, um Ersatzteile im nächsten Ort zu besorgen. Außerdem brauchen sie drei Dinge dringend: Lebensmittel, eine Waschmaschine und ein Bad. Nachdem das erledigt ist, geht jedoch in dem Ort die Post ab. Durch Amos Aktion gegen den Menschenhändler steht die Asiatische Armee weltweit in der Kritik. Die Ozeanische Fraktion nutzt das aus und greift einen Hafenort an. Es kommt zu Straßenkämpfen, bei denen die beiden Jungs nur zuschauen können, da sie sich sonst verraten würden. Zum Glück taucht eine unbekannte Maschine auf und besiegt die Maschinen beider Lager. Wie sich herausstellt, lenkt eine K.I. diesen, doch die Pilotin ist ein junges Mädchen, das vor den beiden Jungen beim Treffpunkt erst einmal losweint.

Damit hätten wir nach sechs Folgen AMAIM: Warrior at the Borderline die drei Hauptcharaktere beisammen. Wobei der Auftritt der dritten Maschine schon echt cool ist. Diese kann nicht nur sehr weit springen, sondern kämpft auch mit einer Naginata, einer japanischen Stangenwaffe, und die K.I Angelo (im Opening schon zusehen als lila Hirsch) hat eine recht ausladende Persönlichkeit. Wie sie Gashin und Amo süffisant herunterbuttert, ist wirklich sehr amüsant. Doch mehr dürften die Tränen der jungen Hime überraschen. Doch warum sie weint, wird erst einmal nicht geklärt, weil die Folge schon wieder vorbei ist. Tja, ansonsten haben wir zwei stinkende Jungs, die endlich ein Bad nehmen können und sich langsam weiter anfreunden. Was die Parteien angeht, so wird das Aufeinandertreffen noch ein Nachspiel haben. Schließlich gingen sich da zwei der drei Besatzer an die Gurgel und die Welt schaut langsam genauer hin, was da in Japan passiert.

Titel: The Aquatope on White Sand
Start:
  9. Juli 2021
Genre:  Slice of Life
Animationsstudio: P.A. Works

Episode 17

Nach einem entspannten Wochenende geht es mit frischer Kraft zurück an die Arbeit. Beim Begehen des Aquariums bemerkt Akari, Kukurus strahlende Augen beim Beobachten der Meerestiere. Ihr großer Wunsch als Tierpflegerin zu arbeiten wird deutlich. Akari kann das Ganze nicht gut nachvollziehen, denn ihr fehlt diese Verbundenheit zu bestimmten Arbeitsbereichen. Dennoch kommt die Idee eines Werbeevents von ihr. Eine Cosplay-Veranstaltung, bei der sich die Mitarbeitenden mit Fischkostümen verkleiden. Wenn die Kinder erraten, um welches Tier es sich handelt, bekommen sie einen Sticker und bei einem vollen Aufkleberheft gibt es ein Plüschtier als Preis. Da Akari die Idee hatte, möchte Kukuru, dass sie die Leitung übernimmt. Sie will sich allerdings heraushalten und auch nicht verkleiden. Mit allen Abteilungsleitern planen sie das Event, wobei leider nicht alles rund läuft. Als großes Problem fehlen am Tag vor Beginn die Sticker. Kukuru macht sich daran, alle zu basteln und bekommt Hilfe von Kolleginnen. Die Veranstaltung wird ein riesiger Erfolg.

Werbeevents gehören bei The Aquatope on the White Sand fast schon dazu. Schön zu sehen ist, dass Kukuru diesmal nicht ausgewählt wird, eine Idee zu finden, sondern dass Akari die ausschlaggebende Person ist. Über die schüchterne Mitarbeiterin gibt es bisher noch wenige Informationen. Zu Beginn ist ihre Einsatzbereitschaft nicht groß, denn sie hält sich zurück, obwohl sie die Idee brachte. Am Ende hilft sie dann und verkleidet sich sogar. Kukuru ist wieder mal in ihrem Element und besonders hervor sticht Kaoru. Sie liebt die Geschichte über Urashima Taro und bildet die Handlung nach. Meerjungfrauen dürfen auch nicht fehlen und wer wäre besser geeignet als Fuuka und Marina. Auch Chiyu lässt sich überreden und an ihrer Seite befindet sich ihr Sohn als kleiner Pinguin. Wenn ein großer Mann als Hai verkleidet vor einem kleinen Kind steht, ist es verständlich, dass der Junge vor Schreck weint. Ein Highlight ist Kukurus strenger Chef, der sich zum einen als Pirat mit Augenklappe verkleidet und zum anderen Kukuru lobt.

Titel: The Faraway Paladin
Start:
  9.  Oktober 2021
Genre:  Action, Fantasy, Abenteuer
Animationsstudio: Children’s Playground Entertainment

Episode 5

Stagnates einziges Ziel war es die ganze Zeit Mary, Blood und Gus in seine Armee aufzunehmen und Wil hat das zu spät erkannt. Deswegen setzt er alles daran, seine Familie zu retten, und kommt dabei fast zu spät. Doch Mary wird von ihrer Göttin Mater noch immer beschützt und Stagnate wird davon kurz abgelenkt. Diesen kurzen Moment nutzt Wil und gemeinsam mit Blood und der Hilfe seiner Schutzgöttin Gracefeel überwindet er Stagnate. Leider währt die Freude nur kurz, denn nach einem kurzen, feierlichen Trunk wird es Zeit für Mary und Blood zu gehen. Dank Wil kann Gracefeel ihre Seelen aber wieder auf den Pfad der Reinkarnation bringen. Gus bleibt aber noch einige Zeit in der Welt als Gracefeels Abgesandter. Einerseits um den Hochkönig nicht entkommen zu lassen und andererseits um bereit zu sein, wenn Stagnate in einigen Jahren wieder die Welt betritt. Bevor es Zeit für Wil ist zu gehen, gibt ihm Gus aber noch zwei Geschenke. Geld und einen Nachnamen. Angelehnt an seine Eltern und seinen Opa lautet sein voller Name jetzt also: William G. Maryblood.

 

Eine andere Serie als The Faraway Paladin hätte den Kampf gegen Stagnate zum Mittelpunkt der Folge gemacht. Doch gegen alle Erwartung ist Stagnate schnell besiegt und die Serie zeigt wieder, welche Themen ihr wichtig sind. Natürlich allem voran die Familie, aber hier vor allem auch als zentrale Thema der Verlust, der damit einhergeht. Sein Leben leben und dann sterben, so hat Wil es seiner Schutzgöttin versprochen, und so wollen es auch Mary und Blood für sich und ihren Sohn. Es ist einfach eine wunderschöne Sequenz, denn auch wenn der Abschied von Trauer begleitet ist, so bleiben seine Eltern doch immer ein Teil von ihm. Gus ist am Ende vielleicht auch einfach etwas zu stur zu gehen, aber wie er so schön sagt, wären Mary und Blood denselben Deal wie er mit Gracefeel eingegangen, wären die beiden gierig geworden. Eine Gier, die daher rührt, dass sie ihren Sohn aufwachsen sehen wollen. Nach den Credits gibt es als Abschluss auch noch einen kurzen Blick in die Vergangenheit der beiden und für mich ist das ein runder Abschluss für das, was man als Prolog sehen kann.

Titel: The Heike Story
Start:
15. September 2021
Genre: Historie
Animationsstudio: Science Saru

Episode 9

Yoshinakas Truppen tyrannisieren die Bevölkerung so wie einst die Heike. Die Flucht der Heike wird immer verzweifelter, der kleine Flötenspieler begeht Selbstmord, ein anderer stirbt in einem spektakulären Schwertduell am Strand und Tokuko ist jetzt schon zu Fuß und im strömenden Regen unterwegs, mit dem kleinen Thronfolger in einem Korb auf ihrem Rücken. Biwa zieht mit drei Tänzerinnen durch’s Land und findet endlich ihre Mutter. Statt einer Tänzerin mit zweifarbigen Augen findet sie eine weißhaarige Blinde mit der Gabe der Vorsehung, die glücklich ist, endlich ihrer Tochter zu begegnen. Doch Biwa macht ihr wütende Vorwürfe, warum hat sie nie versucht, sie zu finden, wenn sie doch sehen konnte, wie es ihrer Tochter ergeht?

Wenn man sich acht Folgen lang gefragt hat, was Biwa eigentlich in dieser Geschichte zu suchen hat, außer an den Rändern der Handlung den vielen Figuren Gelegenheit für ein paar Charaktermomente zu liefern, dann liefert The Heike Story mit Folge 9 endlich eine Antwort. Biwa trifft auf ihre Mutter und findet zu sich selbst und ihrer besonderen Gabe. Nein, sie kann nicht verhindern, dass Menschen sterben, die ihr nahestehen. Aber sie weiß jetzt, was sie für die Heike tun kann. Zum Beispiel beten – immerhin ist es eine Geschichte mit stark buddhistischem Hintergrund. Und die Biwa spielen. Und über sie wachen. Da kann ihre Verwandlung zur weißhaarigen Sängerin, die Aufstieg und Fall der Heike besingt, nur eine Frage der Zeit sein.

Titel: Mieruko-chan
Start: 03. Oktober  2021
Genre: Horror, Supernatural, Komödie
Animationsstudio: Passione

Episode 5

Nicht nur, dass Miko der Appetit auf leckere Backwaren vergeht, da in der Bäckerei Geister lauern, sie hat auch Albträume. Hana wird unterdessen von einem üben Geist verfolgt, der anscheinend von ihrer lebendigen Aura angezogen wird und kleinere Geister in ihrer Energie grillt, bevor er sie frisst. Auf dem Weg zu ihrer Verabredung mit Miko trifft sie auf einen kleinen Jungen, dessen Hund in ein verlassenes Gebäude gelaufen ist. Obwohl sie sich fürchtet, traut Hana sich in das Gebäude und findet den Hund. Als sie mit Miko zusammentrifft, erkennt diese, dass der Geist, der Hana verfolgt, größer geworden ist, und führt sie zu einem Schrein. Dort beten beide, wobei Hana um die Möglichkeit bittet, viel leckeres Essen probieren zu dürfen, während Miko Hilfe gegen den Monstergeist erbittet, der Hana verfolgt. Tatsächlich erscheinen die Schutzgötter des Schreins und es kommt zu einem Kampf mit dem Monstergeist, den dieser letztendlich verliert. “Drei Mal”, raunt der große Schutzgeist Miko zu, bevor er verschwindet.

Der Konstrast zwischen der fröhlichen, unbedarften (und ziemlich verfressenen) Hana und dem sie verfolgenden Monstergeist sorgt in Mieruko-chan für eine beklemmende Stimmung. Während kleinere Geister von ihrer Lebensenergie abgeschreckt werden, scheint der Monstergeist davon angezogen zu sein und nutzt sie für seine Zwecke. Dass er die nichtsahnende Hana als Grill missbraucht, ist sowohl witzig als auch gruselig. Doch je größer er wird, desto mehr scheint Hana in Gefahr zu sein, auch wenn es so aussieht, als würde er sie vor den schwächeren Ungeheuern im verrufenen Gebäude beschützen. Die Gottheiten, die Miko um Hilfe bittet, wirken ebenfalls unheimlich mit ihren verzerrten Gesichtern, und besonders der große Gott ähnelt eher dem Monstergeist, den er besiegt und dann einfach auffrisst. Doch was meint er mit “Drei Mal”? Wird er Miko drei Mal zu Hilfe kommen? Und reicht die 500-Yen-Münze aus, die sie gespendet hat, oder kommt noch eine Rechnung auf sie zu?

Titel: Taisho Otome Fairy Tale
Start: 9. Oktober  2021
Genre: Slice of Life, Komödie, Romanze
Animationsstudio: SynergySP

Episode 5

Tamako ist fest entschlossen, bei ihrem Onkel eine Ausbildung als Ärztin zu absolvieren. Tamahiko ist beeindruckt von ihrer Bestimmtheit, zumal sie ihm von allen Famlienmitgliedern am wichtigsten ist. Aber auch Tamako hat erkannt, wie wichtig ihr ihr Bruder und Yuzu geworden sind. Als Yuzu in den Ort gehen möchte, um einzukaufen, folgt Tamahiko ihr, da er von dem Gerede der Dorfbewohner weiß. Gemeinsam verbringen sie eine schöne Zeit auf ihrem Einkaufsbummel, wobei sie von einer Fremden beobachtet werden. Sie finden einen Buchhändler und Tamahiko erinnert sich wieder an seine einsame Kindheit, in der Bücher seine besten Freunde waren. Am 1. September überrascht Yuzu Tamahiko mit einem leckeren Festessen, gratuliert ihm zum Geburtstag und schenkt ihm ein selbstgebasteltes Lesezeichen. Doch dieses wird ihm von der Fremden, die in sein Zimmer eingedrungen ist, mitsamt seiner Brieftasche gestohlen. Tamahiko macht sich sofort an die Verfolgung der Unbekannten, um sich das Lesezeichen zurückzuholen, da dieses Geschenk ihm viel bedeutet.

 

Immer wieder wirft Taishou Otome Fairy Tale einen Blick in die Vergangenheit der Protagonisten. Dieses Mal ist es die von Tamahiko, dessen unglückliche Kindheit weiter beleuchtet wird. Nicht einmal sein Geburtstag ist es seinem Vater wert, erinnert zu werden, so hat er bis zu diesem Tag nie ein Geburtstagsgeschenk erhalten, geschweige denn Glückwünsche oder eine Geburtstagsfeier. Erst Yuzu kann mit ihrem Glückwunsch das unglückliche Kind in ihm trösten. Ihr selbstgebasteltes Lesezeichen hat für Tamahiko großen Wert. Kein Wunder, dass der Diebstahl ihn hart trifft und er sich gleich an die Verfolgung der Diebin macht. Warum er aber Yuzu nichts von dem Eindringling erzählt, bleibt unklar. Dieses Geheimnis wird sicherlich nicht lange eines bleiben, denn zum einen verhält Tamahiko sich ungewöhnlich, zum anderen erschnuppert Yuzu den Geruch einer anderen Frau in seinem Zimmer. Dass keine böse Absicht hinter Tamahikos Schweigen steckt, dürfte klar sein, so, wie er sich verhalten hat, als Yuzu zum Einkaufen ins Dorf gegangen ist.

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