Die dunkelbunten Farben des Steampunk

Lesezeit: 3 Minuten

Es gibt Träume, die verfolgen einen seit frühester Kindheit. Ausgelöst werden sie durch die unterschiedlichsten Erlebnisse. Für die Verlegerin Grit Richter war es die Lektüre von Michael Endes Die unendliche Geschichte. Spätestens, nachdem Sie sich mit einem Verlag selbstständig gemacht hat, war ihr klar: Ich möchte auch ein buntes Buch! 2015 hat sie sich diesen Herzenswunsch erfüllt und mit Die dunkelbunten Farben des Steampunk in Zusammenarbeit mit 14 Autoren und Autorinnen eine außergewöhnliche Anthologie veröffentlicht, die 2016 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie “Beste Kurzgeschichtensammlung” gewann.

  

Das Cover spiegelt die wichtigsten Elemente der Anthologie wider: Steampunk und Farben. Als im Winter 2014 die Idee zu diesem Anthologieprojekt entstand, suchte sich Grit Richter sofort ihre Autoren, um eine kunterbunte Kurzgeschichtensammlung zu starten. In dieser sind 14 Geschichten vertreten. Jede davon verarbeitet in ihrer Steampunkerzählung eine andere Farbe – und in dieser Farbe ist sie dann auch gedruckt! So ergibt sich beim Durchblättern des Buches ein Regenbogen aus Farben, von silber über pink zu orange, weiter zu moosgrün und türkis mit einem Abschluss in bronze und grau.

Farbenfrohes Spektrum für vielfältige Geschichten

Originaltitel Die dunkelbunten Farben des Steampunk
Ursprungsland Deutschland
Jahr 2015
Typ Anthologie
Bände 1
Genre Steampunk
Herausgeberin Grit Richter
Verlag Art Skript Phantastik Verlag

Im Gegensatz zu den anderen Anthologien im Art Skript Phantastik Verlag wurde Die dunkelbunten Farben des Steampunk nicht ausgeschrieben. Handverlesen sind die Autoren und Autorinnen dieser Kurzgeschichtensammlung, die nicht nur aufgrund ihrer Optik überzeugt. So findet sich ein breites Spektrum an Steampunkerzählungen, die zeigen, dass man dieses Subgenre der Fantasy überall ansiedeln kann. Man findet darin Geschichten, die klassisch im viktorianischen London spielen, aber auch Science-Fiction, deutsche Alternativhistorie zu Zeiten Bismarcks, verheerende Ausflüge in die Tiefen des Meeres oder die luftverpestete und farbenarme Welt Buenos Aires.

Besonders gut für Neulinge geeignet

Vor allem aufgrund der Vielfalt der Geschichten ist Die dunkelbunten Farben des Steampunk besonders gut für Menschen geeignet, die mit Steampunk Neuland in der Literaturlandschaft betreten. Da die Beiträge oft ein düsteres Wesen beinhalten, kann man die Anthologie auch in die Dark Fantasy einsortieren und bietet dem einen oder anderen Leser einen leichteren Einstieg in das Genre. Optisch macht die Sammlung natürlich auch viel her. Die Printvariante ist nach dem Erfolg beim Deutschen Phantastik Preis 2016 aber seit 2017 ausverkauft und nur noch gebraucht erhältlich. Jedoch kann man sich das eBook herunterladen, welches ebenfalls die Farben der Druckversion aufweist und vielleicht klappt es ja doch noch mit einem Nachdruck.

 

Sofort, nachdem ich von Die dunkelbunten Farben des Steampunk gehört habe, war mir klar, dass ich diese Anthologie besitzen möchte. Bereut habe ich diesen Kauf nie, denn ich fing sofort mit Lesen an. Natürlich gefallen mir, wie in einer Kurzgeschichtensammlung üblich, nicht alle Beiträge gleich gut. Vor allem “Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat”, “Biggels Gespür für Moos” und “Das Türkis des vergessenen Sommers” haben sich in mein Herz geschlichen. Zeigen sie ein außerordentliches Gespür der Autorinnen für Atmosphäre und einen tollen Geschichtenaufbau. Insgesamt kann ich die Anthologie jedem empfehlen, der einen eBook-Reader besitzt (am besten mit Farbwiedergabe) und Lust hat, einmal in das Genre Steampunk hineinzuschnuppern.

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MadameMelli

MadameMelli ist im Berufsalltag als Informationsninja unterwegs und hilft Suchenden, die passende Literatur zu finden. In ihrem Freundeskreis ist sie als Waschbär bekannt und dementsprechend ist auch kaum ein Buch, Manga oder Comic (oder Tee) vor ihr sicher – alles wird in die Hand genommen, begutachtet und bei Gefallen mit nach Hause geschleppt. Nur nicht gewaschen, das wäre zu viel des Guten. Sinniert gerade darüber, ob es als Waschbär sehr gefährlich ist, Wölfe zu lieben, lässt sich davon aber nicht abhalten und schreibt in ihrer Freizeit selbst Geschichten. Manchmal auch über Wölfe. Oder Tee.

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