Anime Winter Season 2026 / Woche #3

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir Fate/strange Fate und SI-VIS: The Sound of Heroes von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Anime-Episodenguide


Titel: Fate/strange Fake
Start: 31. Dezember 2024
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: A-1 Pictures

Folge 4


Servant Caster kommt hinter das System und versteht, dass die zuerst beschworen sechs Servants nichts anderes als Katalysatoren sind, um sieben richtige Heldengeister beschwören zu können. Einfach, weil der importierte Heilige Gral keine starke Verbindung zu den Ley-Lines hat. Neben Faldeus Dioland gehört nun ebenfalls Francesca Prelati zu den Mastern, was Reeves schockiert. In der Wüste feuert ein Bogenschütze mehrere Geschosse auf das Gebäude ab, in dem sich Tine und Gilgamesh befinden, doch der goldene König wehrt alle Angriffe mit Leichtigkeit ab, fliegt daraufhin mit einem Luftschiff aber zu seinem Herausforderer. Die Gegenangriffe gehen allerdings ins Leere, denn sein Gegner weicht geschickt aus und wehrt den Hagen aus Waffen mühelos ab. Nur ein Servant in Form einer jungen Frau, die sich plötzlich einmischt, kann den Riesen mit dem Fell einen heftigen Haken verpassen. Der daraufhin entfesselte Kampf zwischen gleich drei Heldengeister wird durch einen vierten Servant gestoppt, der eine Illusion über die Wüste legt. Immerhin weiß am Ende Gilgamesh, dass er es mit dem Helden Alcides und der Amazonen Hippolyta zu tun hatte. Und Ayaka erfährt von Saber seinen wahren Namen: Richard Löwenherz.

Wieder legt Fate/strange Fake eine perfekte Balance aus Action und Ausbau der Handlung an den Tag. Dank Caster wird verständlich, warum jetzt noch weitere Servants beschworen werden können und warum vor allem das Wort „Fake“ von Anfang an im Raum stand. Doch wie es schon Francesca so schön sagt, sollten die Servants im Mittelpunkt stehen und das tun sie in dieser Folge. Spannend, abwechslungsreich und noch dazu gleich mit mehrere interessante Fakten aufwartet, so gestaltet sich der Kampf in der Wüste. Alcides, der später den Namen Herkules bekommt, ist als Rächer beschworen worden. Wobei ich mich frage, ob er damit wirklich in die Sonderklasse von Fate fällt oder das nur als Beiname gedacht ist. Darüber hinaus scheint Francescas Diener auch ordentlich etwas auf dem Kasten zu haben, immerhin kann er einen solchen Zauber wirken. Neben den ernsten Szenen lockern die Abstecher zu Ayaka und Saber die Situation wieder auf, bis die Frage im Raum steht, welchen Wunsch der Ritter hat. Seine Antwort ist ungewöhnlich, macht ihn aber sehr sympathisch. Genauso der Fakt, dass er der jungen Dame trotz ihrer Bitte, seinen Namen einem echten Master zu nennen, einfach ignoriert und es ihr verkündet.


Titel: In the Clear Moonlit Dusk
Start: 11. Januar 2026
Genre: Slice of Life, Romanze
Animationsstudio: East Fish Studio, Atelier Peuplier

Folge 2


Sentaro platzt in das gemeinsame Mittagessen von Kohaku und Yoi und erinnert seinen Freund an ein Treffen mit einer anderen Schülerin. Yoi zieht sich empört zurück, vergisst aber ihre Thermoskanne. Kohaku und Sentaro bringen ihr diese in das Curry-Restaurant, welches ihre Familie betreibt. Foodblogger und Curry-Fan Sentaro ist begeistert, denn das Nasu-Oyaji genießt einen besonders guten Ruf, wenn es um Curry, Kaffee und Schallplatten geht. Yois Vater freut sich, dass seine Tochter endlich auch mal mit Jungen redet, und drängt sie, Kohaku ein Stück zu begleiten. Als es zu regnen beginnt, suchen sie in Kohakus Haus Zuflucht, wo Yoi von Kohaku trockene Kleidung erhält. Kohaku erklärt Yoi, dass er nichts mit Menschen zu tun haben möchte, die sich ihm aufdrängen, nur weil seine Familie reich ist. Später macht er ihr eine Liebeserklärung. Am nächsten Tag landet Yoi mit Fieber im Sanitätszimmer der Schule, wo Kohaku, der den Unterricht schwänzt, ihr Gesellschaft leistet. Auf dem Heimweg fragt Kohaku Yoi halb aus Spaß, ob sie seine Freundin sein möchte. Zu seiner Überraschung nimmt Yoi seinen Vorschlag an.

Die beiden Prinzen haben es wirklich nicht leicht. So wie Yoi aufgrund ihres Aussehens von anderen eine Rolle zugeschrieben bekommen hat, geht es auch Kohaku, weil dessen Familie vermögend ist. Doch während die Bewunderung (oder besser Verehrung) der anderen für Yoi bedeutet, dass sie kaum soziale Kontakte knüpfen kann und die meisten Mitschüler einen gewissen Abstand zu ihr wahren, drängen sich Kohaku besonders die Mädchen regelrecht auf. Deswegen spielt er auch den ungehobelten Klotz, was aber anscheinend nicht immer so richtig funktioniert. Wie Yoi und Kohaku wirklich sind, wissen wahrscheinlich nur die wenigen engen Freundinnen und Freunde, die sie haben und mit denen sie unbefangen und ehrlich umgehen. So fragen Kohakus Freunde auch nach, was ihn an Yoi eigentlich so reizt, denn bisher hat er sich noch nie ernsthaft für ein Mädchen interessiert. Und Yoi wird ihren Freundinnen Rede und Antwort stehen müssen, da die beiden sie und Kohaku im Sanitätszimmer gemeinsam in einem Bett haben schlafen sehen. Und sollte Kohaku seinen halb scherzhaft gemeinten Vorschlag nicht wieder zurückziehen, sind die beiden offiziell ein Paar.


Titel: HELL MODE: The Hardcore Gamer Dominates in Another World with Garbage Balancing
Start: 10. Januar 2026
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: Yokohama Animation Laboratory

Folge 2


Mit fünf Jahren müssen alle Kinder zur Beurteilung. Dabei wird festgestellt, ob und welches Talent sie besitzen. Auch für Allen und Krenna ist nun dieser Tag gekommen. In der Kirche werden die Beurteilungen nach und nach durchgeführt. Angezeigt werden dabei das Talent sowie Bewertungen von E bis S in verschiedenen Parametern wie Stärke oder Ausdauer. Schließlich ist Krenna an der Reihe. Bei ihr zeigen sich nicht nur außergewöhnlich hohe Statuswerte, sondern auch das extrem seltene Talent „Schwertheilige“. Damit ist ihr der Ausweg aus dem Leben als Leibeigene praktisch garantiert. Danach folgt Allen. Das Beurteilungsgerät beginnt plötzlich grell zu leuchten, doch als sich das Licht legt, ist die Ernüchterung groß: Alle Werte stehen auf E, dem niedrigsten Rang, und sein Talent besteht lediglich aus unleserlichen Zeichen. Gott hat offenbar erneut einen Fehler gemacht. Allen wird als talentlos eingestuft, doch seine Eltern stehen trotzdem bedingungslos hinter ihm. Krenna hingegen wird kurze Zeit später noch vom Ritterkommandanten geprüft. Sie muss in einem Kampf gegen einen Ritter beweisen, dass sie tatsächlich eine Schwertheilige ist. Krenna gewinnt und bestätigt damit ihr Talent offiziell. Zur Ehrung wird sogar das Dorf nach ihr benannt. Für sie soll nun ein Tutor kommen, während Allen weiter darüber nachdenken muss, wie er seine Familie aus der Leibeigenschaft befreien kann.

Allen kommt einfach nicht zur Ruhe. Zuerst erhält er seine Fähigkeit verspätet, nun ist sein Talent nicht einmal lesbar. Ohne offizielles Talent werden ihm viele Wege des sozialen Aufstiegs versperrt, was seine Zukunft deutlich erschwert. Krenna hingegen erlebt einen regelrechten Raketenstart. Dank ihres Talents als Schwertheilige steht ihr eine glanzvolle Zukunft offen, und ihre Familie ist überglücklich. Der Kampf zur Überprüfung ihres Talents wirkt zunächst hart, ist im Nachhinein jedoch nachvollziehbar. Seltene Talente bringen zahlreiche Vorteile und Förderungen mit sich, wovon auch die Familien profitieren. In der Vergangenheit haben Adlige diese Systeme jedoch missbraucht, indem sie falsche Talente meldeten. Deshalb müssen solche Fälle besonders streng überprüft werden, vor allem wenn sie aus kleinen Dörfern stammen. Andernfalls würde sogar der Feudalherr Ärger mit dem König riskieren. Nachdem sich alles beruhigt hat, kommt es noch zu einer Feier bei Krennas Familie, zu der auch Allens Familie eingeladen ist. Zwischen den Vätern entsteht kurz ein Streit, da Rodin befürchtet, den Kontakt zu verlieren, wenn Krenna adlig wird. Doch die Freunde versöhnen sich rasch und trotz aller Aufregung endet der Tag schließlich mit viel Gelächter.


Titel: SI-VIS: The Sound of Heroes
Start: 4. Oktober 2025
Genre: Musik
Animationsstudio: Studio VOLN

Folge 15

Kyoya und Soji stehen auf dem Rückweg nach Tokio im Stau. Die Zeit drängt, denn die Mirage beginnt sich zu entfalten. Die übrigen Mitglieder bereiten sich darauf vor, das bevorstehende Konzert zu eröffnen. Der Countdown läuft. Da Siren noch immer bewusstlos ist, übernimmt Nagi die Rolle der Sängerin. Plötzlich greifen Kurios und ein weiterer Xenos an. Die Live-Übertragung für die Fans läuft gerade an, doch nach wenigen Sekunden wird der Bildschirm schwarz, als Nagi frontal attackiert wird. µ kann Schlimmeres verhindern. Währenddessen werden Soji und Kyoya spektakulär per Hubschrauber von der Straße gerettet und gelangen so doch noch in die Mirage. Jetzt beginnt der eigentliche Kampf. Nagi singt, Kyoya kämpft, und June stellt sich dem vor Rache brennenden Kurios entgegen. Nach ihrem ersten Song stimmt Nagi plötzlich ein Lied an, das den Xenos aus ihrer eigenen Welt nur allzu vertraut ist. Vor Überraschung erstarrt, erhalten sie den Befehl zum Rückzug. Kurz darauf erreicht SI-VIS die Nachricht, dass Siren wieder erwacht ist. Kyoya, der sich eigentlich bei Nagi für sein Verschwinden entschuldigen wollte, rennt sofort ins Krankenhaus. Nagi überspielt seinen Drang, zu einer anderen Frau zu eilen, mit einem gequälten, falschen Lächeln.

Etwas unlogisch schwingt sich SI-VIS: The Sound of Heroes wortwörtlich aufs Motorrad. Die Stadt wird angegriffen, ein Teil Tokios droht von der Mirage verschluckt zu werden – und Soji sorgt sich in diesem Chaos ausgerechnet um mögliche negative Kommentare in den Medien, falls er die Verkehrsregeln missachtet. Statt mit dem Motorrad einfach an den im Stau stehenden Fahrzeugen vorbeizufahren, werden sie schließlich vom stellvertretenden Geschäftsführer per Hubschrauber gerettet. Immerhin bleibt das Motorrad nicht herrenlos zurück; ein Mitarbeiter darf nun die Zeit im Stau absitzen. Mit Nagi als neuem Mittelpunkt der Band hat sich der gesamte Stil leider spürbar zum Negativen verändert. Ihre Stimme geht unter und besitzt nicht den Wiedererkennungswert von Sirens kraftvoller, authentischer Präsenz. Die Xenos scheinen inzwischen erkannt zu haben, dass Nagi für ihre Welt von großer Bedeutung ist. Ihr Lächeln am Ende wirkt eindeutig aufgesetzt – doch es ist unwahrscheinlich, dass in ihr nur Eifersucht auf Siren aufkeimt. Bisher war sie das schüchterne, liebe Mädchen, das selbst nach Hilfe gesucht hat. Jetzt stellt sich jedoch die Frage, was wirklich in ihrem Kopf vorgeht.

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