Anime Summer Season 2021 / Woche #1

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Aquatope of White Sand, The Case Study of Vanitas, The Honor Student at Magic High School, Life Lessons with Uramichi Oniisan, Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt (Staffel 2) und Peach Boy Riverside von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 1

Vor langer Zeit wurde der unter einem blauen Vollmond geborene Vampir Vanitas von seinen Artgenossen verstoßen, die unter einem roten Vollmond geboren wurden, und erschuf ein Grimoire, mit dem er sich an seinen Peinigern rächen wollte. Im 19. Jahrhundert macht sich Noé, ein junger Vampir, mit seinem Kater auf den Weg nach Paris, wo das Buch des Vanitas seinem Lehrmeister zufolge gesichtet worden sein soll, um es ausfindig zu machen. In einem Luftschiff trifft er auf die Vampirin Amelie, die ihren Blutdurst nicht beherrschen kann und Noé anfällt. Ein geheimnisvoller junger Mann, der es auf Amelie abgesehen zu haben scheint, kann mithilfe eines magischen Grimoires, welches Noé sofort erkennt, Amelies wahren Namen wieder herstellen und sie so zurückwandeln. Als er sich gerade vorstellen will, fällt er aus dem Luftschiff. Noé springt hinterher und beide landen unverletzt in einer Kirche, wo der junge Mann sich als Vanitas vorstellt, der diesen Namen sowie das Grimoire vom Vampir Vanitas geerbt haben will und ein Mensch ist. Er will mit dem Buch des Vanitas Vampire retten und bedrängt Noé, ihm dabei zu helfen. 

Steampunk meets Vampire: So könnte die Kurzbeschreibung von The Case Study of Vanitas lauten. Die Anime-Serie, produziert durch das Studio Bones (My Hero Academica, Mob Psycho 100) beruht auf dem gleichnamigen Manga von Jun Mochizuki (Pandora Hearts) und erzählt die Geschichte des jungen Vampirs Noé, der im Paris des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem sagenumworbenen Grimoire schneller fündig wird, als er geglaubt hatte. Zu seiner Überraschung ist der Besitzer des Grimoires ein Mensch, der mit dem Buch auch gleich den Namen des unheilvollen Vampirs angenommen hat, allerdings keinesfalls darauf aus ist, die Vampire zu vernichten. Im Gegenteil, Vanitas hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese von einer seltsamen Krankheit zu befreien, die sie in blutrünstige Wesen verwandelt, indem sie ihnen ihren wahren Namen stiehlt. Abgesehen von dieser ehrenvollen Aufgabe wirkt Vanitas allerdings eher wie ein Angeber, der gern große Reden schwingt und alles überhört, was er nicht hören will. Ist er ein Verrückter, ein Exzentriker oder was sonst verbirgt sich hinter seinem großspurigen Gehabe? 

Titel: The Honor Student at Magic High School
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Connect

Episode 1

An ihrem Geburtstag macht die junge Magierin Miyuki mit ihrem geliebten Bruder Tatsuya einen Bummel im Einkaufszentrum, als dieser von ihrer Tante Maya für eine geheime Aufgabe abgerufen wird. Während Miyuki auf ihn wartet, bricht im Einkaufszentrum ein Feuer aus, das von einem Feuermagier gelegt wurde. Noch bevor Tatsuya eintrifft, der sich um diesen Magier kümmern soll, kann sie ihn außer Gefecht setzen. Um den Überwachungskameras zu entgehen, verlassen Miyuki und Tatsuya das Einkaufszentrum. Mayas Butler Hayame berichtet seiner Herrin Einzelheiten von dem Vorfall. Anscheinend wurde der Feuermagier von einer kriminellen Organisation namens Blanche zu seiner Tat aufgestachelt. Obwohl die meisten Bilder aus dem Einkaufszentrum gelöscht werden konnten, erkennt die Vorsitzende des Schülerrats der First National Magic University Affiliated High School, kurz First High genannt, in einer der neuen Schülerinnen die geheimnisvolle Unbekannte, über die im Netz gerätselt wird: Miyuki. 

Mit The Honor at Magic High School setzt Connect ein Manga-Spin-off der beliebten Light Novel The Irregular at Magic High School um, in dem die Schulzeit der beiden Shiba-Geschwister an der First High aus der Perspektive von Miyuki erzählt wird. Diese ist eine wohlerzogene junge Dame mit außerordentlichen magischen Fähigkeiten und einem ordentlichen Bruderkomplex. Tatsuya verwöhnt seine kleine Schwester allerdings auch ziemlich, an ihrem Geburtstag erfüllt er ihr jeden Wunsch, den sie äußert. Wenn man die beiden zusammen sieht, könnte man auf den Gedanken kommen, dass sie ein Liebespärchen sind, so wie es der Besitzer des Cafés gedacht hat. Die Szene, in der er den Wert seiner Gäste erkennt und taktisch für sich ausnutzt, ist ein heiterer Moment inmitten Miyukis Schwärmerei für ihren Bruder und den Rachegelüsten des Feuermagiers. Und dann ist der Tag der Einschulung da, aber Miyuki ist empört, denn in ihrer neuen Schule werden nicht alle gleich behandelt. 

Titel: Life Lessons with Uramichi Oniisan
Start:
  6. Juli 2021
Genre:  Slice of Life, Komödie
Animationsstudio:  Blanc

Episode 1

Der ehemalige Hochleistungsturner Uramichi Omota moderiert die TV-Sendung “Together with Maman”, ein Sportprogramm für Kinder. Vor einem kunterbunten Bühnenbild muss er lächeln, gute Laune verbreiten und mit einer Gruppe Grundschulkinder, die ihn anhimmeln, lustige Turnübungen machen. Doch eigentlich ist Uramichi weder fröhlich noch ein Kinderfreund. Der Anfangsdreissiger ist zynisch, depressiv und von seinem tristen Single-Dasein angeödet. Vor der Kamera rutschen ihm immer wieder zutiefst negative Sprüche heraus, die das Strahlen in Kinderaugen sofort zum Erlöschen bringen können. Oder er lässt seinen Frust an seinen Kollegen Usao und Kumao, also Hasi und Bärchi, aus, die in Furry-Kostümen gute Miene zum bösen Spiel machen müssen. Zwischen nervigen Drehtagen, Großstadt-Einsamkeit und trostlosen Besäufnissen vergeht ein Tag wieder andere. 

Wie Life Lessons wtih Uramichi-Oniisan funtktioniert, hat man schnell begriffen. Der Humor beruht immer wieder auf dem Kontrast zwischen kindlich-naiver Begeisterungsfähigkeit und zynischen Erwachsenensprüchen. Das kann man ziemlich lange melken, ohne dass es langweilig wird. Erstaunlich ist nur, dass Uramichi mit seinen depressiven Improvisationen vor der Kamera immer wieder durchkommt und kein entnervter Regisseur den Dreh abbricht. Ansonsten lernen wir in Folge 1 Uramichi und seine Kollegen kennen, alles junge Großstadt-Akademiker um die 30, die beim Kinderfernsehen gelandet sind, weil ihre Karrieren als Sportler, Schauspieler oder Sängerin nicht so recht in Gang gekommen sind. Unterfordert im Job und glücklos im Privatleben, haben sie jede Menge Grund und Gelegenheit, einander auf die Nerven zu gehen. Mal schauen, wohin die Serie noch will, oder ob es bei einer Abfolge lustiger Momente bleibt. 

Titel: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt (Staffel 2)
Start:
  6. Juli 2021
Genre:  Action, Komödie, Fantasy
Animationsstudio:  8bit

Episode 13

Mit Veldoras Befreiung aus seinem Gefängnis und seinem neuen, von Rimuru zu Verfügung gestellten Körper steht der Siegesfeier nichts mehr im Weg. Nach einer kleinen Einführung von Rimuru kann das Fest beginnen und alles Sorgen scheinen zumindest für eine Nacht wie weggeblasen. Doch schon am nächsten Tag versammelt Rimuru seine engsten Vertrauten wieder, denn es ist Zeit für die Rache gegen den Strippenzieher, Dämonenkönig Clayman. Die Person, die Rimuru das meiste Leid verursacht hat, soll jetzt die Stufe sein, die ihn offiziell zum Dämonenkönig macht. Bevor Rimuru aber die Einzelheiten seines Planes erklären kann, treffen einige Personen ein, die auch noch ein Wörtchen mitreden wollen. Zuerst Fuze, der Rimuru zu Hilfe kommen will, aber dann erfährt, dass schon alles vorbei ist. Dann König Gazel, der sich ganz unverschämt ebenfalls zur Besprechung einlädt, und ganz zum Schluss auch noch der Erzherzog Elalude aus dem Königreich Thalion. Letzterer ist zufälligerweise auch Elens Vater, was zu einer etwas peinlichen Einführung wird. Damit sind die wichtigen Leute versammelt und Rimuru kann endlich seinen Plan ausführen. 

Wie zu erwarten geht der zweite Teil der zweiten Staffel Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt genau dort weiter, wo der letzte Teil endet: Veldoras Befreiung. Sein neuer Körper ist ein Vehikel für viele der Scherze in dieser Folge und seine neu gefundene Begeisterung für Mangas führt auch zu einer ganz klaren Anspielung auf Dragon Ball, inklusive passendem Geschrei. Ein weiterer amüsanter Moment ist Shions neue Kochkunst, die zwar noch immer aussieht wie eine biologische Kampfwaffe, durch ihren neuen Skill allerdings genau den Geschmack bekommt, den Shion sich vorstellt. Zum Glück von Rimuru und Benimaru möchte man sagen. Nach den lockeren Momenten kommt am Tag nach dem Fest aber der Ernst zurück, denn Clayman muss ausgeschaltet werden. Rimurus alte und auch neue Verbündete können ihn dabei sicher helfen und mit Elens hyperaktivem Vater gibt es jetzt auch eine Verbindung zu den Elfen. Die Zeichen stehen also auf Erfolg für unseren Lieblingsschleim. 

Titel: Peach Boy Riverside
Start:
  1. Juli 2021
Genre:  Fantasy
Animationsstudio: Asahi Production

Episode 1

Als Sally auf ihrem Weg einen zusammengebrochenen Hasenmenschen sieht, ahnt sie noch nicht, dass Frau, so der ungewöhnliche Name ihrer neuen Bekanntschaft, zu einer treuen Gefährtin werden wird. Gemeinsam reisen sie zum nächsten Dorf – nur um dort davongejagt zu werden. Man fürchtet Halbmenschen in dieser Gegend. Kurzerhand versteckt Sally Fraus auffällige Gestalt unter einem Kapuzenumhang und die beiden schleichen sich erneut ins Dorf, dieses Mal erfolgreich. Sie können im Haus des Feudalherren übernachten. Am nächsten Morgen wird das Dorf von einem Dämonen angegriffen. Frau erledigt diesen mit einem einzigen gut platzierten Fußtritt. Doch statt ihr zu danken, jagen die Dorfbewohner sie wieder davon. Als wäre das noch nicht genug, werden sie auch noch von Hawthorne und seiner Königlichen Rittergarde festgenommen. Zwar lässt Hawthorne sie zügig wieder frei, doch es wartet bereits die nächste Gefahr: Zwei starke Dämonen greifen die Stadt an. 

Das ist echt gemein, wie viel Hass und Abneigung Frau entgegenschlägt, nur weil sie ein Hasenmensch ist. Dabei wirkt sie doch so gutherzig und knuffig. Und so bescheiden! Ein Teller Möhren und Frau ist glücklich. Ich mag sie bisher. Sie spricht nicht gerade viel, weswegen ihre Ansprache ganz am Ende umso mehr verdeutlicht, wie viel Sally ihr bedeutet. Peach Boy Riverside startet sehr unvermittelt und ohne großen Einstieg. Sally stolpert direkt über Frau. Wie und warum Sally auf dieser Reise ist, ist noch unklar, deutlich wird nur, dass sie auf der Suche nach einem gewissen Mikoto ist. Am Ende der ersten Episode zeigt sich auch, dass Sally mehr ist als nur eine reisende Prinzessin. In ihr stecken auch gefährliche Fähigkeiten, über die sie keine Kontrolle hat. Mit Seto stellt sich ihr ein starker Gegner entgegen, gegen den sogar Frau nicht viel ausrichten kann.
 

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