Hakuoki Edo Blossoms

Lesezeit: 4 Minuten

Nach Hakuoki Kyoto Winds veröffentlichte Idea Factory International Inc. am 16. März 2018 den zweiten Teil Edo Blossoms auf Sonys PlayStation Vita und schließt das Abenteuer rund um Chizuru und der Shinsengumi ab. Taschentücher sind beim Lesen für jene, die nah am Wasser gebaut sind, allerdings ratsam, denn es wird so einige tragische und tränenreiche Momente geben.

    

Nachdem die Shinsengumi durch die imperiale Armee bei der Schlacht von Toba-Fushimi aus Kyoto vertrieben wurde, gehen sie zurück nach Edo. Dort werden sie nicht nur mit neuen Waffen versorgt, sondern bekommen auch neue Uniformen. Doch lange lässt die nächste Schlacht nicht auf sich warten und sie ziehen aus, um das Shogunat weiter zu verteidigen. Doch durch die Kapitulation der Regierung gerät die Shinsengumi immer mehr in Bedrängnis und der Krieg fordert seine Opfer. Zudem verlassen Sanosuke und Shinpachi die Gruppe, da ihnen die Einstellung ihres Kommandanten nicht mehr zusagt. Denn so wie Isami Kondo handelt, sterben seine Männer einen nutzlosen Tod.

Mal wieder auf der Suche nach dem vermissten Vater

Originaltitel Hakuouki Shinkai Hana no Shou
Jahr 2016 (J), 2018 (US/D)
Plattform PlayStation Vita
Genre Visual Novel
Entwickler Otomate
Publisher Idea Factory International Inc.
Spieler 1
FSK

Währenddessen sucht Chizuru mit ihrem ausgewählten Partner immer noch nach ihrem Vater und ihrem Zwillingsbruder Kaoru, deren Pläne an Größenwahnsinn erinnern und sie daher aufgehalten werden müssen, bevor sie das Land noch mehr ins Verderben stürzen. Denn sie haben vor, den Yukimura-Clan wieder auferstehen zu lassen und im Zentrum ist natürlich Chizuru, da sie als weibliche Oni Kinder gebären kann. Die Väter sollen die neuen Furies sein, die Kodo erschaffen hat. Je nach Route kann ein weiterer Widersacher Chizuru zusätzlich das Leben schwer machen, wie Chikage Kazama, Kanryusai Takeda, Saburo Miki oder Shintarou Nakaoka. Da kann es schon passieren, dass die Sache mit ihrem Vater sogar gänzlich untergeht, da er irgendwo unspektakulär Offscreen getötet wird. Kanryusai Takeda erwähnt das z.B. ganz beiläufig in Hachiros Route. Auch Kaorus Schicksal variiert sehr stark, einmal hasst er seine Schwester wie die Pest und will sie leiden sehen. In einer anderen Route ist er viel mehr verbittert, weil Chizuru lieber ein Leben mit ihrem Erwählten vorzieht als die Rache an der Menschheit.

Getrennte Wege

Zu Beginn wird eine von 13 Routen ausgewählt, doch trotz ihrer Unterschiede haben sie aber eines stets gemeinsam: das Ende der Shinsengumi und des Shogunats. In einem kurzen Prolog werden nochmal die Ereignisse von Hakuoki Kyoto Winds zusammengefasst, es ist dennoch empfehlenswert, den Vorgänger gelesen zu haben. Dann geht es auch schon los in vier Kapiteln, das Schicksal der Shinsengumi mal mehr, mal weniger zu verfolgen. Chizuru muss mehr als einmal die Nachricht verkraften, dass einer ihrer Freunde auf dem Schlachtfeld verstorben ist. In der Route von Chikage Kazama jagt sie ihnen hinterher und kommt immer zu spät an. Die Kämpfe sind gelaufen und weitere sind gestorben. Bei Hachiro Iba erlebt sie hautnah mit als ihm die Nachricht überbracht wird, dass seine beiden besten Freunde ihr Leben gelassen haben. Es ist für Chizuru keine leichte Zeit, da ist Ryouma Sakamoto eigentlich fast schon die angenehmste und amüsanteste Route. Obwohl Soumas Route im vierten Kapitel ebenso für so einige Lacher sorgt.

Alles hat sein Ende, aber wie wird es ausfallen?

Hakuoki Edo Blossoms bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, es zu beenden: Happy End, Bad End, Unrequited Love End und simple Game Over, die durch bestimmte falsche Entscheidungen getriggert werden. Da ist für den Perfektionist viel Zeit gefragt, um das alles anzusehen, denn es existieren alleine 33 Game Over-Enden. Die Bad Ends sind natürlich schön böse, denn nicht selten stirbt Chizuru, ihr Liebster oder gar beide. Alternativ bekommt ihr Vater Kodo sie in die Hände, was auch kein so tolles Schicksal ist.  Bei den Unrequited Love Endings werden halt die Gefühle nicht erwidert, ist an sich nicht tragisch, endet ja dennoch recht glimpflich. Die Happy Ends sind eigentlich selbsterklärend, trotz der vielen tragischen Momente, finden Chizuru und ihr Auserwählter ihr gemeinsames Glück zu zweit.

Mit Hakuoki Edo Blossoms wird das Abenteuer rund um die Shinsengumi nun abgeschlossen. Es ist egal, wie oft ich die Geschichten schon gelesen habe und den Ausgang somit kenne, mir treibt es dennoch jedes Mal die Tränen in die Augen. Besonders da ich manche Charaktere wirklich sehr gerne mag und da geht ihr Ableben besonders nahe. Die neuen Routen finde ich spannend erzählt und besonders hat mich der Gastauftritt von Ryunosuke Ibuki gefreut. Insgesamt ist es eine überzeugende Visual Novel, die vor allem durch ihre Story glänzt und trotz vieler trauriger Geschehnisse, gibt es zum Glück auch etliche romantische und einige witzige Momente, die das Ganze ein wenig auflockern. So taucht Ryou Shiranui in Ryoumas Route immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten auf. Nämlich immer dann, wenn Chizuru und Ryouma mehr oder weniger miteinander flirten. Seine Kommentare darauf und die Dialoge mit Ryouma sind einfach lustig. Irgendwie finde ich es schade, dass Ryou keine eigene Route bekommen hat. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt, denn das Franchise lebt weiter und die Fans der Reihe können gespannt bleiben.

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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