Marvel Zombies (2005)

Marvel trifft auf The Walking Dead: Superhelden und -schurken sind durch einen Virus aus dem Weltraum zu Zombies geworden, die ihren unersättlichen Hunger nicht länger stillen können, da ihnen die Nahrung ausgegangen ist. Dann kommt noch jemand aus der Ferne des Alls zu ihnen, der einen noch größeren Appetit hat: Galactus. Marvel holte für Marvel Zombies (2005) den The Walking Dead-Autor Robert Kirkman an Bord und begab sich auf den Ausflug in ein alternatives Universum, welches mitten in einer Zombie-Plage steckt. Panini Comics Deutschland veröffentlichte diesen Band bereits mehrmals: 2013 in der Marvel Zombies Collection und 2014 in Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 48: Marvel Zombies.

 

Magneto ist scheinbar der einzige lebende Mensch noch auf diesem Planeten, der Erde-2149, und er kann gerade noch verhindern, dass die Zombie-Helden in ein anderes Universum marschieren, um dort weiter die Bevölkerung zu dezimieren. Somit ist eins sicher, dass er als nächstes auf dem Speiseplan der Menschenfresser steht, doch kampflos werden sie ihn nicht kriegen. So enthauptet Magneto Hawkeye, öffnet Steve Rogers Schädeldecke und durchlöchert noch so einige andere bis auch er das Schicksal der anderen Menschen teilt und gefressen wird. Nun scheint es keine Nahrung mehr zu geben und das ist ein ernstzunehmendes Problem. Denn der Hunger trübt ihren Verstand und somit können sie keine Lösung finden. Glücklicherweise scheint aber ein Fremder auf einem silbernen Surfboard durch die Lüfte zu fliegen.

Eine Frage des größeren Hungers

Originaltitel Marvel Zombies (2005)
Jahr 2005
Land USA
Genre Action
Autor Robert Kirkman
Zeichner Sean Phillips
Verlag Panini Comics Deutschland
Im Handel erhältlich

Die Zombies sehen neues Futter durch die Lüfte fliegen, doch der Kampf gegen den Herold von Galactus gestaltet sich als schwieriger wie gedacht. Doch es zahlt sich für die ehemaligen Helden aus, denn sie können durch das Verspeisen von Silver Surfer neue Fähigkeiten gewinnen. Insbesondere für Iron Man ist es vorteilhaft, da er halbiert wurde und nun ohne technische Hilfe fliegen kann. Allerdings dauert es nicht lange bis Galactus eintrifft und das ist ein Gegner, an dem sich die Zombies erst einmal die Zähne ausbeißen. Doch Helden, selbst als Untote, geben nicht so schnell auf und können eine Waffe entwerfen, die ihren Gegner schwächt. So wird Galactus zu Zombiefutter, das bedeutet allerdings nicht, dass das Universum nun sicher ist. Seine Rollen haben nun die übrigen Zombie-Helden übernommen, die seine Macht absorbiert haben. Nun verbreiten sie Angst und Schrecken, während sie sich an weiteren köstlichen Fleisch laben können.

Black Panther in der Nebenhandlung

Neben den Ereignissen mit Silver Surfer und Galactus gibt es noch eine weitere wichtige Handlung, die T’Challa betrifft. Er ist nicht infiziert, wird aber von Hank Pym in dessen Labor gefangen gehalten und musste auch schon einen Arm und Bein an den Zombie “spenden”. Diese Nebenhandlung ist aus einem Grund wichtig, denn T’Challa kann entkommen und wird von einer Gruppe von Menschen aufgegriffen. Diese sicherten ihr Überleben, da sie auf einer Raumstation Zuflucht gefunden haben und nur auf die Erde gekommen sind, um nach Magneto zu suchen. Dieses Aufeinandertreffen legt später den Grundstein für einen Wiederaufbau der Erde als die Zombies den Planeten verlassen haben, um sich anderen Nahrungsquellen zu widmen. Doch niemand der Menschen weiß, wohin die Untoten verschwunden sind oder ob sie wiederkommen werden.

Intelligente Zombies

Normalerweise, wenn das Wort Zombie fällt, denken die meisten Leute an schwankende und schlurfende Untoten, die es nach Menschenfleisch oder auch nur das Gehirn lechzen. Doch in Marvel Zombies (2005) sind die Helden und Schurken immer noch denkende Individuen, die sogar ihre Taten reflektieren. So bereut Spider-Man, dass er seine Frau und Tante verspeist hat und er behält deshalb auch seine Maske auf, da er sich nicht mehr in die Augen sehen kann. Allerdings sind diese lichten Momente nur dann vorhanden, wenn sie gerade nicht hungrig sind. So sind sie deutlich gefährlichere Gegner als die Zombies, die einem sonst so über den Weg laufen. Weshalb es auch nicht verwundert, dass sie die Erde quasi leergefressen haben und nur jene, die sich im All befunden haben, konnten überleben.

Fazit

Wer Marvel mag und keine Lust auf öde, hirnlose Zombies hat, ist hier genau richtig. Das in einem Paralleluniversum spielende Marvel Zombies (2005) bietet Untote, die noch immer ihre Persönlichkeit haben und dennoch über eine für die ehemaligen Helden ungewohnte Rücksichtslosigkeit besitzen. Doch der unerträgliche Hunger treibt sie an, nur wenn sie satt sind, können sie wirklich rational denken. Nur wenige behalten allerdings ihre Menschlichkeit und fühlen sich schlecht. Interessant wird es als die Zombies Silver Surfer verspeisen und dadurch neue Fähigkeiten bekommen, die ihnen später im Kampf gegen Galactus helfen. Auch wenn Marvel Zombies (2005) durchaus eine gewisse Brutalität an den Tag legt, sind es eher die Zombies, die einstecken müssen. Denn viel Nahrung ist bereits zu Beginn der Geschichte nicht mehr vorhanden, weshalb auch nicht so viel Blut fließen kann. Die Zombies besitzen nämlich keines mehr, sondern es ist eher eine grüne Flüssigkeit, die austritt.

© Panini Comics Deutschland


Im Handel erhältlich:

Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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