Penalty School

Mit Penalty School von Miai und Kyo Yamazaki geht es in eine ganz andere Richtung des Spiel-oder-Stirb-Prinzips. Der vom japanischen Verlag Futabasha publizierte Manga handelt von einem Elite-Internat, in dem die Schüler durch ein Bestrafungssystem zu besserer Leistung und Verhalten angetrieben werden sollen. Das ist zumindest das, was die Schüler wissen, doch die Schule hat Leichen im Keller, im wörtlichen Sinne.

 

Die Hyakujyou-Akademie ist ein renommiertes Elite-Internat mit gutem Anschluss zu einer ebenso hervorragenden Universität. Deshalb muss Hayato Yamaguchi von seinem Vater aus diese Schule besuchen. Er teilt sich sein Zimmer mit Seiji Miyake und beide freunden sich schnell an. Sie ahnen noch nichts von dem Bestrafungssystem, welches die Schule nutzt, um ihre Schüler zu Höchstleistungen zu treiben. Gleichzeitig kriegen sie ein neues Smartphone und einen Avatar, welcher sie beim Lernen und Fragen unterstützt. Für gute Leistungen erhalten sie Punkte und können im Rang steigen, was neue Kleidung für den Avatar freischaltet. Hayato ist dem Ganzen gegenüber sehr skeptisch, besonders weil die verwendete künstliche Intelligenz viel zu fortgeschritten ist. Die erste Klassenstrafe lässt ebenso nicht lange auf sich warten und obwohl diese nur darin besteht, Unkraut zu jäten, sorgt sie für Spannungen untereinander.

Die Brankmarkung

Originaltitel Penalty School
Jahr 2018
Band 1 / ?
Genre Horror, Science-Fiction
Autor Miai
Mangaka Kyo Yamazaki
Verlag Futabasha (J)

Seiji und Hayato legen sich nach der ersten Gruppenstrafe mit Kenichi Morimura an, der sich als Komitee-Präsident als Anführer hervortun will. Er will zusätzliche Strafen für den Letztplatzierten einführen, da dieser den Schnitt der gesamten Klasse nach unten zieht. Ein weiterer Konflikt bahnt sich an als die Schülerin Atsuko Honjyou vor ihrer Strafe flieht und es kommt zur hitzigen Diskussion unter den anderen Schülern. Seiji ruft zum Aufstand gegen die Schulleitung auf und bekommt prompt die Quittung als alle Erstklässler per Lautsprechanlage in die Turnhalle bestellt werden. Dort erwartet sie die M-Wellen-Strafe, die allen, die sich gegen irgendeine Weise gegen die Schule aufgelehnt haben gebrandmarkt werden. Seiji und viele andere werden verletzt, während auf einige gar nicht gezielt wurde, darunter auch Hayato. Dies ist eine Warnung an alle und auch die Wiederkehr von Atsuko sollte als solche verstanden werden. Denn sie hat vollkommen den Verstand verloren.

Avatar, Ränke und künstliche Intelligenz

Der Avatar soll für die Schüler eine positive Motivation sein, während die Strafen eine Warnung sind. Eine Missachtung hat ebenso eine Konsequenz, die so einigen den Verstand geraubt hat. Dies ist der Grund, weshalb es weitaus weniger Schüler in den höheren Klassen gibt als im ersten Jahrgang. Weiterhin existieren Ränke, die vom untersten, dem weißen Rank, bis zum höchsten, dem goldenen Rank, reichen. Je höher ein Schüler eingestuft wird, desto mehr Freiheiten bekommt er. Künstliche Intelligenz wird ganz groß an der Hyakujyou Akademie geschrieben, deshalb sind die Avatare auch überaus intelligent und die Schüler müssen sich mit den KI-Robotern messen. Denn in der Vision der Schule wird eines Tages der Mensch fast überflüssig werden und nur jene eine Zukunft besitzen, die sich als unersetzlich erweisen.

Erster Eindruck

Der erste Band von Penalty School kommt – mal abgesehen vom anfänglichen Teaser und Leichenteilen in Müllsäcken – noch ohne direkte Tötungen aus. Aber vieles deutet schon darauf hin, dass dies in den kommenden Bänden mit ein wichtiger Punkt sein wird. Es geht erst einmal mehr um den Konkurrenzkampf zwischen den Klassen und auch untereinander, wenn jemand die Leistungen der eigenen Klasse herunterzieht. Die Strafen an sich sind noch relativ harmlos, doch bereits mit der Brandmarkung wird gezeigt, dass die Schule nicht vor Gewalt zurückschreckt. Es ist interessant zu beobachten, wie schnell die anfänglich freundliche Stimmung ins Gegenteil umschlägt. Hayato beweist dabei, dass er eigenständig denken kann, kein Mitläufer ist und dennoch klug genug ist, seine Skepsis nicht auf dieselbe Weise zu äußern wie Seiji. Aber er geht dennoch Wagnisse ein, als er bewusst einen Test nicht ausfüllt, um Strafpunkte zu bekommen. Penalty School ist ein Titel für diejenigen, die etwas mehr wollen, als ein bloßes gegenseitiges Abschlachten, da hier doch ein wenig mehr Raffinesse vorhanden ist.

© Futabasha

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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