Noah of the Blood Sea

Eine Reise auf einem Luxusliner verspricht normalerweise Erholung auf höchstem Niveau, doch in Noah of the Blood Sea von Yuu Satomi wird es für die meisten Passagiere eher zum Albtraum. Denn es verschwinden Menschen scheinbar spurlos. Sie fallen Vampiren zum Opfer, die diese Schifffahrt für genau den Zweck der Blutbeschaffung organisiert haben. Mittendrin stecken eine dreiköpfige Familie sowie vier Freunde, die sich in diesem Grauen wiederfinden. Ab Juni 2021 wird Egmont Manga den Manga auf deutsch veröffentlichen.

 

Akari befindet sich zusammen mit ihrem Vater und kleinem Bruder Yuzuru auf einer einwöchigen Urlaubsreise, die Tickets für das Luxusschiff waren zudem ungewöhnlich günstig gewesen. Auf dem Schiff trifft das Mädchen auf den jungen Mann Kakeru, der zu den eher wenigen japanischen Gästen gehört. Wie es für einen Vater üblich ist, funkt er den beiden dazwischen und Akari schämt sich für sein Verhalten. Allerdings haben beide eine andere Sorge: Yuzuru ist verschwunden. Der Junge ist auch recht schnell wieder gefunden und er ahnt nicht, dass er in potenzieller Gefahr geschwebt hat. Denn die attraktive Frau, die ihn aufgelesen hatte, besitzt ein spezielles Interesse an Jungs in seinem Alter. Am Abend stellt Akari seltsame Bissspuren am Hals ihres kleinen Bruders fest. Währenddessen trifft Kakeru ein geheimnisvolles, blondes Mädchen, die auch bei der zwielichtigen Gesellschaft zugegen war und auf den Namen Noah hört.

Magie-Show des Grauens

Originaltitel Kekkai no Noah
Jahr 2018
Band 1 / ?
Genre Horror, Supernatural
Mangaka Yuu Satomi
Verlag Egmont Manga

Eine Attraktion dieser Schifffahrt ist eine Magie-Show, die allerdings mit einer Warnung einhergeht, dass sie nichts für schwache Nerven sein wird. Als sie beginnt, wissen die Zuschauer auch warum, denn es werden scheinbar Leute enthauptet, aufgespießt, ertränkt und auf andere abscheuliche Arten getötet. Allerdings erwachen sie stets wieder zum Leben, zumindest glaubt das Publikum das. Kakeru hingegen erkennt anhand von der teilnehmenden Akari aber, dass die getötete und die “wiedererweckte” Person nicht ein- und dieselbe ist. Durch dieses Ereignis werden Kakeru und dessen drei Freunde alarmiert, dass etwas auf diesem Schiff nicht stimmt. Denn sämtliche Personen, die an der Magie-Show teilgenommen haben, sind nicht mehr auffindbar, auch Akari und ihre Familie nicht.

Sämtliche Warnhinweise in den Wind geschossen

Kakeru und seine Freunde sind alle Fans von Horrorfilmen. Sie kommentieren sogar die Ereignisse diesbezüglich, aber ignorieren dennoch sämtliche Gefahren. Der erste Hinweis, dass etwas nicht stimmt, sind die Armbänder mit den Blutgruppen, auch wenn der Veranstalter hierfür zumindest eine halbwegs plausible Erklärung hat. Dann verschwinden allerdings Passagiere, das erweckt zumindest Kakerus Misstrauen. Danach steuert das Schiff nicht den nächsten Hafen an, sondern fährt weiter auf das Meer hinaus. Die Erklärung ist ein Sturm, aber es scheint die Sonne und von einem Unwetter ist weit und breit nichts zu sehen. Hinzu kommt, dass Ushiro eine grausige Entdeckung macht als der Koch Leichen zerstückelt. Dennoch gehen alle vier auf den Maskenball, gerade Koike und Toma, die aber noch nichts von den Leichen wissen, feiern ausgelassen. Wer es von ihnen lebend vom Schiff schaffen wird, wird die Zukunft zeigen.

Erster Eindruck

Der erste Band von Noah of the Blood Sea ist kein Meilenstein der Manga-Geschichte, aber dennoch hat es den einen oder anderen interessanten Aspekt, der einen zum Weiterlesen animiert. Denn man möchte schon gerne wissen, wen es wann erwischt und wer entkommen wird. Allerdings wurden viele eingeführte Nebencharaktere auch schon schnell durch die Magie-Show wieder abserviert. Der plötzliche Perspektivenwechsel ist auch überraschend, erst zeigt der Autor viel von Akari und ihre Familie, schwenkt dann aber auf Kakeru und dessen Freunde. Wobei Akari wohl noch nicht ganz verloren ist, da es eine Anspielung von einem unbekannten Charakter gibt. Insbesondere Lesern, die gerne brutale Titel mit zerstückelten Leichen lesen, kommen auf ihre Kosten, und scheinbar sind die Vampire menschlichem Fleisch auch nicht ganz abgeneigt.

© Takeshobo

Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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