10 Mangas, die wir uns in Deutschland wünschen (Teil 4)

Der deutsche Manga-Markt wächst unaufhaltsam und immer mehr Verlage treten mit einem breiten Sortiment an Titeln auf. Doch da sind sie, diese bestimmten Titel, auf die man (noch) vergeblich wartet und bei denen man es kaum erwarten kann, sie eines Tages selbst in deutscher Sprache in den Händen zu halten. Auch in der Redaktion haben wir Empfehlungen, die noch in der heimischen Sammlung fehlen. 

 

Update:

Seit unserer letzten Wunschliste hat eine Lizenz ihren Weg nach Deutschland gefunden.

 

Titel: Change the World ― Kyō kara satsujinki ―
Mangaka: Yuuya Kanzaki
jap. Verlag: Shinchosha
Bände: 3+
Genres: Drama, Mystery

Yuuichi Saito ist ein junger Mann ohne Perspektive in seinem Leben, deshalb beschließt er zum Jahreswechsel sich umzubringen. Doch er trifft vorher auf den Polizisten Sakutaro Mitsumune, welcher das komplette Gegenteil von ihm verkörpert: gutaussehend, beliebt, reich und erfolgreich. Diese Begegnung wird allerdings das Leben beider Männer drastisch verändern. Denn durch ein Missverständnis wegen eines toten Mannes und einen Schusswechsel, tauschen sie anstatt zu sterben ihre Körper. Was für Yuuichi erst wie ein Segen erscheint, wird schnell zu einem Albtraum sondergleichen als er in seinen (Sakutaros) Keller schaut. Denn der Polizist hat im wahrsten Sinne so einige Leichen dort unten. Yuuichi steckt im Körper eines Serienkillers, sein Tauschpartner ist von der Situation auch nicht sehr angetan. Dann wäre noch das junge Mädchen An, deren Eltern von Sakutaro getötet wurden, und festgehalten wird. Sie will Rache, doch sie erkennt auch, dass im Körper des Mörders eine andere Person steckt.

Ich mag den Zeichenstil von Yuuya Kanzaki sehr gerne und die Geschichten, auch wenn sie meistens nicht von ihm stammen (anders als hier), finde ich immer sehr spannend. Change the World gefällt mir schon alleine von der Ausgangsposition. Körpertausch ist immer wieder interessant, doch man landet nicht jeden Tag im Körper eines Serienmörders. Allerdings steckt hinter diesen Morden mehr als man erwartet. Dann wäre natürlich noch An, die ein tragisches Schicksal hat, aber mit der Situation überraschend schnell klar kommt und ein besseres Nervenkostüm besitzt als Yuuichi. Die Serie ist spannend, bietet aber auch immer wieder lustige Momente und mit Sakutaro hat man hier auch nicht den ganz so typischen Serienmörder.


Titel: Crystal Dragon
Mangaka: Yuuho Ashibe
jap. Verlag: Akita Shoten
Bände: 29+
Genres: Abenteuer, Drama, Fantasy

Arianrhod ist ein junges Mädchen von der Insel Erin und hat anders als ihre Altersgenossen keine blonden, sondern rabenschwarze Haare. Dafür wird sie oft verspottet, allerdings lässt sie sich das nicht gefallen und gibt den anderen Kindern immer eine ordentliche Abreibung. Eines Tages kommt der Krieger Legion nach Erin und gibt Arianrhod ihren wahren Namen. Das ist etwas sehr Wichtiges und Besonderes, weil es das wahre Ich offenbart. Danach nimmt der Druide Driscoll sie als Lehrling auf, da sie ihren wahren Namen von einem Fremden bekommen hat. Es gehen viele Jahre ins Land und Arian ist nun älter, hat aber immer noch Schabernack im Sinn. Doch als Balor Arianrhods gesamten Stamm ermordet, schwört sie Rache an dem brutalen Stammesoberhaupt der Domnyu Gwan. Doch Balor findet großen Gefallen an Arianrhod als sie sich als ein gestrandetes römisches Mädchen ausgibt, um sich zu rächen.

Crystal Dragon ist ein epischer Fantasy-Manga, der voller Magie, Intrigen, Gewalt und einer gute Portion Liebe steckt. Das Werk ist zwar schon recht alt, läuft immerhin schon seit 1981, aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch. Mit Arianrhod ist zudem eine starke Protagonistin vertreten, die sich von jeglichen Widrigkeiten nicht abschrecken lässt und entschlossen ihren Weg geht. Balor hingegen ist ein sehr interessanter Antagonist, da er oft anders reagiert als man erwartet. Er ist oft kalt, grausam und unerbittlich, doch er zeigt auch eine komplett andere Seite. Außerdem teilt er sein Bett sowohl mit Männern als auch mit Frauen. Aber es gibt noch viele andere interessante Charaktere wie Legion oder Griffith.


Titel: Flying Witch
Mangaka: Chihiro Ishizuka
jap. Verlag: Kodansha Ltd.
Bände: 7+
Genres: Komödie, Fantasy, Slice of Life

Ab 15 Jahren gilt man in der Hexenwelt als erwachsen. Aus diesem Grund muss die junge Hexe Makoto Kowata ihr Elternhaus verlassen und zieht zusammen mit ihrer schwarzen Katze Chito aufs Land. Bei ihrer Tante Nana, ihrem Onkel Keiji, Cousin Kei und dessen jüngere Schwester Chinatsu findet sie ein neues Zuhause. Der Start ist für Makoto nicht ganz einfach, denn was das Hexenwesen betrifft, ist sie sehr unerfahren, zudem tollpatschig und ohne jeglichen Orientierungssinn. Als Lehrerin dient ihre ältere Schwester Akane, die auf ihrer Reise um die Welt immer wieder vorbeischaut. Sei es auch nur, um Sake zu trinken.

Mit viel Feingefühl führt Chihiro Ishizuka die Leser in Flying Witch durch die Welt von Makoto Kowata. Als junge Hexe ist sie sehr unerfahren, was sowohl die Magie als auch das Alltagsleben unter Menschen angeht. In Kei findet Makoto einen Gefährten, der ihr bei vielen Abenteuern zur Seite steht und im alltäglichen Leben zur Seite steht. Für Menschen, denen Hexen nicht vertraut sind, kann es angsteinflößend sein, wenn plötzlich ein junges Mädchen auf einem Besen über die Häuser fliegt. Einzig Keis kleine Schwester Chinatsu hat Anlaufschwierigkeiten mit Makoto, da sie Angst vor den Hexenkünsten hat. Durch ihre liebevolle und sympathische Art versucht Makoto, Chinatsus Vertrauen zu gewinnen. Mit farbigen Seiten zu Beginn, detailreichen Landschaftsbildern, lustigen sowie niedlichen Szenen und einer Hexe, die man einfach mögen muss, ist Flying Witch für jeden, der ruhige Geschichten, die außerdem zum Entspannen einladen mag, bestens geeignet.


Titel: Gin no Saji
Mangaka: Hiromu Arakawa
jap. Verlag: Shōgakukan
Bände: 14+
Genres: Slice of Life, Komödie, Drama

Yuugo Hachiken verbrachte sein komplettes bisheriges Leben damit, der beste in der Schule zu sein. Doch unter dem Druck und den Erwartungen seiner Eltern bricht er zusammen. Der direkten Konfrontation mit seinem Vater entgeht er, indem er sich auf einer landwirtschaftlichen Oberschule weit weg von jeglicher Zivilisation anmeldet. Dort plant er erneut, als Bester abzuschließen, hat jedoch seine Rechnung ohne die dortigen Fächer gemacht. Es ist nämlich etwas ganz Anders, mit Tieren und Pflanzen zu arbeiten.

 

Fullmetal Alchemist-Mangaka Arakawa ist selbst auf dem Land aufgewachsen, weswegen sie hier regelrecht aus den Nähkästchen plaudert. Mit viel Herz und Erfahrung erzählt sie uns  über den Alltag auf den Bauernhöfen und deren wirtschaftlichen Problem. Hachiken stellt dabei einen alltäglichen Jugendlichen in der heutigen japanischen Gesellschaft dar, für den nur das Lernen zählt. Dem psychologischen Druck konnte er jedoch nicht standhalten und flieht vor seinen Problemen. Doch im Laufe seines lehrreichen Aufenthaltes an der Ooezo Agricultural-Oberschule lernt Hachiken, was im Leben wichtig ist. Die humorvolle aber auch traurige Coming of Age-Geschichte erzählt aber nicht nur vom Stadtjungen, sondern auch von anderen Jugendlichen, die in eine Welt hineingeboren wurden, wo sie gewisse Erwartungen erfüllen müssen. Träume gegen Realität stellt daher ein ganz zentrales Thema dar. Viel zu lachen gibt es aber trotzdem, denn Hachiken tritt nicht nur einmal in Fettnäpfchen. Arakawa besitzt dabei ein extrem gutes Händchen, den Figuren mit einfachen Strichen Leben einzuhauen. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Käse hergestellt wird, ist hier an der richtigen Stelle, aber auch Leser, die eine starke charaktergesteuerte Geschichte mögen.


Titel: Madame Petit
Mangaka: Shigeru Takao
jap. Verlag: Hakusensha
Bände: 11
Genres: Drama, Historie, Romanze

Japan in den späten 1920ern: Mariko ist ein 16-jähriges Mädchen, welches einen 30 Jahre älteren Mann heiratet. Der hohe Altersunterschied macht ihr nichts aus, denn sie ist einerseits wegen ihres verstorbenen Vaters hochverschuldet und gleichzeitig ist sie glücklich mit ihm. Sie freut sich bereits auf die gemeinsamen Flitterwochen. Die beiden Frischvermählten legen in der Türkei einen Zwischenstopp ein, um später mit dem Orient-Express weiterzufahren. In der Zwischenzeit vertreibt sich Mariko auf dem türkischen Basar ihre Zeit und wickelt die Händler um ihren Finger. Doch lange währt dieser Frohsinn nicht, denn als sie mit ihrem Gatten die Reise im Zug fortführt, wird ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Ihr Mann wird ermordet in seiner Kabine vorgefunden und der Mörder ist unter den Passagieren. Allerdings ist des Rätsels Lösung nicht das, was Mariko erwartet hätte.

Madame Petit finde ich sehr interessant zu lesen, denn mit Mariko wird einem eine starke und auch intelligentere Protagonistin geboten. Der Anfang liest sich wie ein typischer Krimi, doch mit der Auflösung geht der Manga in eine gänzlich andere Richtung. Es wäre sonst recht schwierig, wenn der Inhalt elf Bände nur auf einem Zug stattfinden würde. Eigentlich ist das sogar recht schnell abgehakt und die weitere Reise von Mariko geht nach Paris. Dort lebt die Schwester ihres Mannes und sorgt für eine Unterkunft für das Mädchen. Doch für Marikos Abenteuer in der französischen Hauptstadt ist vor allem der Inder Niram verantwortlich. Er will sich an seinem Halbbruder rächen, da dieser sie getötet hat. Allerdings steckt viel mehr hinter der ganzen Geschichte und Mariko ist mittendrin.


Titel: no, you na.
Mangaka: Kai Asou
jap. Verlag: Hobunsha
Bände: 2+
Genres: Slice of Life, Drama

Kinaho ist Schriftstellerin und lebt alleine in ihrer Wohnung, auch wenn ihr Freund Akito öfters vorbeikommt. Bis Akito zu der Beerdigung Verwandter geht und mit den nun Brüdern Touma und Haruhi einen Besuch abstattet. Toumas ist mitten in der Mittelschule und Haruhi fünf Jahre alt. Ihre Eltern sind bei einem tragischen Unfall umgekommen und sie selbst drohten von Verwandten rumgereicht zu werden. Akito entschließt sich spontan sie aufzunehmen, wohl wissend, dass Kinaho sie nicht abweisen würde. Während Kinaho zunächst alles andere als begeistert darüber ist, dass Akito etwas derart Einschneidendes über ihren Kopf entschieden hat, nimmt sie sich der Verantwortung schnell an. Zu viert beginnen sie nun ein gemeinsames Leben unter einem Dach.

 

Von no, you na. sah ich als erstes ein niedliches Bild vom kleinen Haruhi und las blind hinein. Die trübe Prämisse hatte mich im Kontrast dazu erst überrascht. Doch noch mehr erstaunt war ich von dem unglaublich respektvollen Ton, mit dem sich die Serie mit ihren Themen auf eine sehr menschliche Weise auseinandersetzt. Dazu gehört nicht nur der Umgang mit dem Tod der Eltern der Brüder und den daraus resultierenden Ängsten in den Kindern. Ein Alltag mit Kindern verursacht viele Aufgaben, die mit der regulären Arbeit in Einklang gebracht werden will. Strenge Kindergartenvorschriften oder gar tratschende Mütter, vor deren Vorurteilen man sich in Acht nehmen muss, machen es nicht besser. Dazu kommt noch Kinahos and Akitos etwas ungewöhnliche Beziehung. Akito ist nicht besonders taktvoll, während Kinaho sich viele Gedanken macht, aber sich auch nicht scheut, den Mund aufzumachen. Dazu gesellen sich noch interessante Nebenfiguren aus ihrem Bekanntenkreis. Definitiv viel Stoff, der sich bereits in den ersten drei Kapiteln abzeichnet!


Titel: Psycho-Pass: Inspector Shinya Kogami
Autor: Midori Gotou
Mangaka: Natsuo Sai
jap. Verlag: Mag Garden
Bände: 6
Genres: Science-Fiction, Action, Krimi

Dank einer neuen Technologie können Menschen nun anhand ihrer psychischen, physischen und emotionalen Merkmale eingeordnet werden. Dadurch kann ermittelt werden, ob sie eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind. Jedoch kann auch in das Leben der Leute eingegriffen werden, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Dieses System nennt sich „Psycho-Pass“. Verbrechen passieren allerdings immer noch, und so gibt es Inspektoren, die auf die Jagd nach latenten Verbrechern gehen. Einer von ihnen ist Kougami Shinya, der sich größeren Problemen stellen muss.

Bei Psycho-Pass: Inspector Shinya Kogami handelt es sich um ein Prequel, welches uns ausführlich die Vorgeschichte von Kougami erzählt, die es so in Animeform nicht gibt. Daher bietet sich der Titel als perfekte Ergänzung für Fans der Psycho-Pass-Reihe, aber auch als Einstieg in diese Welt an. Gerade zu Beginn wird uns das neue System mit all seinen Facetten vorgestellt, während Kougami und sein Team auf Verbrecherjagd gehen. Dabei geht es mitunter sehr verzwickt und spannend zu, denn nicht immer ist alles auf den ersten Blick zu erkennen, selbst mit Psycho-Pass. Fans von Kriminalgeschichten dürfen daher gerne einen Blick riskieren. Kougami selbst ist ein interessanter Charakter, der an den Rechtsstaat glaubt. Doch im Laufe der Geschichte muss er einiges durchstehen, weswegen er sich verändert. Zeichnerisch ist das Werk solide gestaltet, vor allem die klaren Panel laden zum schnellen lesen ein, während die Kampf solide in Szene gesetzt sind.


Titel: Reo to Mabu ~ Futari wa Sarazanmai
Autor: Ikunirapper (Kunihiko Ikuhara)
Mangaka: Misaki Saito
jap. Verlag: Gentosha
Bände: 1
Genres: Slice of Life, Comedy, Supernatural

In Japans Infrastruktur sind “Polizeiboxen” (sogenannte Kouban), allgegenwärtig. Besetzt werden sie meist mit ein bis zwei Beamten und zum Alltag gehören in der Regel Auskünfte nach dem Weg oder Patrouillen durch die Nachbarschaft. Reo Niiboshi und Mabu Akutsu sind zwei solche Kouban-Polizisten, die sogar in dieser wohnen. Eines Tages findet sich mitten auf der Straße ein Teller mit leckeren Pancakes, die Mabu sofort rekreieren möchte. Und an einem anderen Tag ein großer Teller mit einem Baby, das die beiden Sara (japanisch für “Teller”) taufen. Zwischen ihren täglichen Polizeiaufgaben, Saras Pflege und Mabus Streben nach dem perfektem Geschmack, ist für einen friedlichem, aber dennoch aufregenden Alltag gesorgt. Der manchmal sogar etwas magisch erscheint …

Bei Reo to Mabu handelt es sich um ein Spin Off-Prequel, das vor Ausstrahlungsbeginn des Animes Sarazanmai serialisiert wurde. Im Allgemeinen steht er aber ohne Weiteres auf eigenen Beinen. Vor allem schlägt der Band auch ganz andere Töne an: Die Welt in Reo to Mabu ist eine friedliche heile Welt, wenngleich nur bedingt weniger frei von diversen Absurditäten. Ein bisschen bedeppert sind beide Polizisten auf ihre ganz eigenen Arten, aber beide sind dabei treuherzig. Der Manga erschien erwähnenswerterweise im Boys Love-Magazin RuTile. Für einen BL-Titel ist er aber ausgesprochen handzahm, da es kaum eine romantische, noch erotische Komponente hat und sich mehr um Slice of Life-Comedy dreht. Für den Anime braucht man den Manga nicht zwingend (und offene Fragen beantwortet er schon gar nicht). Aber wem Reo und Mabu als Figuren im Anime viel zu kurz kommen, erhält hier ein paar mehr Einblicke zu ihrer Beziehung, bevor die Otter ihr Unwesen treiben. Da der Anime es sogar nach Deutschland geschafft hat, wäre der Manga-Spin Off eine schöne Ergänzung.


Titel: World Embryo
Mangaka: Daisuke Moriyama
jap. Verlag: Shōnen Gahōsha
Bände: 13
Genres: Action, Mystery, Drama

Ein Virus, der sich über das Telefon verbreitet, verwandelt Menschen in Monster, die Kanshu genannt werden. Da die Organisation F.L.A.G. den Informationsfluss sabotiert, weiß die Öffentlichkeit nichts davon. Riku Amami gerät eher ungewollt in den Konflikt zwischen der Behörde und den Monstern, dabei sucht er nur nach seiner Schwester, die angeblich vor ein paar Jahren auf mysteriöse Art verstarb. Als ihn eine Nachricht auf sein Handy zum alten Krankenhaus führt, findet er dort nicht nur zwei Krieger von F.L.A.G., sondern auch einen seltsamen Kokon. Ungewollt nimmt er diesen mit nach Hause und kurze Zeit darauf schlüpft ein kleines Mädchen, das fast genauso wie seine Schwester aussieht. Wie hängen all diese seltsamen Dinge miteinander zusammen?

Daisuke Moriyama ist hierzulande durch seinen Manga Chrno Crusade bekannt. Mit World Embryo erzählt er uns eine Geschichte, die von Anfang an mit vielen Geheimnissen aufwartet. Viele Fragen, auf die es im Laufe der Handlung auch überraschende Antworten gibt, die gerne aber auch weitere spannende Rätsel aufgeben. Mittendrin der recht normale Riku, der durch einige zurückliegende Erlebnisse als Lügner abgestempelt wurde, was ihn charakterlich sehr zeichnet. Als jemand, der ungewollt in etwas viel Größeres und vor allem Gefährlicheres hineingerät, durchläuft er die psychologischen Stufen, wie der Verweigerung von Dingen zu wollen oder Flucht. Der Junge lernt, sich auf die harte Tour der Realität stellen zu müssen. Wir lernen im Verlauf noch weitere unterschiedliche Charakter kennen, bei denen der Autor gerne einmal mit der Frage spielt, ob sie Freund oder Feind sind. Insgesamt wartet die Reihe mit einer ausgewogenen Balance zwischen Charakterentwicklung und Storyverlauf auf. Das stylische Charakterdesign und die flotten Kämpfe runden den Manga zusätzlich ab. Fans härterer Actiontitel können hier gerne zuschlagen.


Titel: xxxHOLiC: Rei
Mangaka: CLAMP
jap. Verlag: Kodansha Ltd.
Bände: Bisher 4
Genres: Mystery, Drama

Neben der Schule arbeitet Kimihiro Watanuki als Assistent für Yuko, die Hexe der Dimensionen. Diese besitzt einen Shop, welchen nicht jeder betreten kann, sondern ausschließlich Menschen mit Wünschen oder Bitten. Anders als in Souvenirläden akzeptiert Yuko kein Geld, sondern verlangt für die erfüllten Bedürfnisse ihrer Kunden einen entsprechenden Gegenwert. Watanuki kümmert sich nicht nur um den Laden, sondern auch um Yuko und ihre tägliche Verpflegung. Gesellschaft leisten ihnen hin und wieder Watanukis Klassenkameraden Shizuka Doumeki und Himawari Kunogi. Zu Yukos Klienten gehören zwei Frauen mit seltsamen Handyanhängern. Diese scheinen einer von beiden auf seltsame Weise erhebliche Schmerzen zuzufügen. Geistergeschichten sind Yukos Spezialgebiet und Watanukis Kampf um seine Erinnerungen stellen eine große Herausforderung dar.

Über eine Veröffentlichung von xxxHOLiC: Rei, der Fortführung von CLAMPs Geschichte xxxHOLiC, würden sich viele Fans in Deutschland freuen. Ein großes Rätsel bildet die Verbindung der beiden Reihen. Wer die Grundgeschichte rund um Watanuki und Yuko kennt, wird sich fragen, warum der Schüler nun wieder im Geschäft als Assistent für die Hexe arbeitet. Die Reihe bietet dramatische sowie mysteriöse Momente und Rätsel. Immer wieder werden die tragischen Geschichten durch witzige Szenen aufgelockert. Diese entstehen vor allem dann, wenn Watanuki als perfekter Hausmann Yuko hinterherräumt und kocht. Zudem kann es Yuko nicht lassen, hin und wieder etwas zu trinken. Wer wissen möchte, warum Watanuki wieder für die Hexe der Dimensionen arbeitet und ob es Verbindungen zu anderen Reihen von CLAMP gibt, kann gespannt sein.

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