10 Mangas, die wir uns in Deutschland wünschen (Teil 3)

Lesezeit: 12 Minuten

Der deutsche Manga-Markt wächst unaufhaltsam und immer mehr Verlage treten mit einem breiten Sortiment an Titeln auf. Doch da sind sie, diese bestimmten Titel, auf die man (noch) vergeblich wartet und bei denen man es kaum erwarten kann, sie eines Tages selbst in deutscher Sprache in den Händen zu halten. Auch in der Redaktion haben wir Empfehlungen, die noch in der heimischen Sammlung fehlen. 

 

Update:

Seit unserer letzten Wunschliste haben zwei Lizenzen ihren Weg nach Deutschland gefunden.

Titel: Ballroom e Youkoso
Mangaka: Tomo Takeuchi
jap. Verlag: Kodansha Ltd.
Bände: Bisher 9
Genres: Comedy, Drama, Romanze
Der Mittelschüler Tatara Fujita möchte in seinem Leben in irgendetwas gut sein. Er wird ständig schikaniert und das beeinflusst sein Selbstbewusstsein. Als ihn auf dem Heimweg Mitschüler angreifen, wird er von einem Unbekannten gerettet. Hinter diesem verbirgt sich der Profi-Ballsaaltänzer Kaname Sengoku. Dieser überredet Tatara zu einer kostenlosen Probestunde im Tanzstudio. Der Schüler ist zunächst noch skeptisch, erkennt aber schnell seine Leidenschaft für Walzer und Tango. Eines fehlt allerdings noch: eine passende Tanzpartnerin!

 

 

In Ballroom e Youkoso bekommen die Leser einen Einblick in die Welt des Tanzens, was es so als Manga in Deutschland noch nicht gibt. Der schüchterne Tatara führt als sympathischer Hauptcharakter durch die Geschichte. Indem er sehr unsicher und auch tollpatschig ist, gibt es bei seinen ersten Tanzversuchen mit einer Frau auf dem Parkett der Tanzschule viele lustige Szenen. Diese fröhliche Stimmung ändert sich allerdings, als er durch seine Mitschülerin Chinatsu Hiyama erfährt, was Tanzen als Profisport wirklich bedeutet. Die Tanzwelt ist nicht nur Show, sondern erfordert strenges Training, harte Arbeit, Disziplin und viel Zeit. Die Tanzpartner brauchen ein starkes Vertrauen ineinander, was für Tatara zu Beginn ein großes Hindernis darstellt. Vor allem bei Wettkämpfen sind der Druck und dadurch der Konkurrenzkampf enorm. Tanzen erfreut sich in Deutschland immer mehr Beliebtheit, dadurch würde dieser etwas andere Manga den Markt durchaus bereichern. Die Anime-Umsetzung unter dem Titel “Welcome to the Ballroom“, die 2017 entstanden ist, kann auf Amazon Prime angesehen werden und wird im September 2019 von Kazé Anime auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Für Fans wäre der Manga ein Highlight, da der Anime nur einen Teil der Geschichte umsetzt.


Titel: Dolls
Mangaka: Naked Ape
jap. Verlag: Ichijinsha
Bände: 12
Genres: Action, Mystery, Psychologie
Nachdem die Kriminalitätsrate in Japan außer Kontrolle geraten ist, wird ein Gesetz erlassen, um die Gerichtsprozesse zu beschleunigen und die völlig überfüllten Gefängnisse zu entlasten. Denn es gibt einfach zu viele Häftlinge, die eine lebenslange Strafe absitzen müssen. Nach diesem neuen Gesetz können Gerichtsverfahren und eine mögliche Todesstrafe für den Beschuldigten bereits geführt werden, obwohl sich dieser noch auf der Flucht befindet. Um jene verurteilten Verbrecher zu fangen oder gar zu töten wird die Special Executions Police Force, auch Tokkei genannt, eingeführt. Dennoch ist nicht jeder damit einverstanden, dass Leute ohne Anhörung und richtiges Gerichtsverfahren, einfach so exekutiert werden können. Damit werden die Mitglieder der ersten Brigade Shouta Mikoshiba, Seiju Shikibu und der Neuling Usaki Toudou stets konfrontiert.

Ich mag das Duo Naked Ape sowieso sehr gerne, da ich sowohl ihre Geschichten als auch ihre detailreichen Zeichnungen sehr gut finde. Dolls ist ein Werk, das eher eine ältere Leserschaft anspricht, da es hier schon etwas brutaler zugeht. Allerdings das Ganze auch nicht übertreibt, Splattereinlagen wird es also nicht geben. In erster Linie wird vom Leben der ersten Brigade erzählt, aber es gibt auch noch eine zweite und dritte Brigade, die öfters auftauchen. Der Anfang des Mangas ist noch recht episodisch und man erkennt nicht sofort einen roten Faden. Doch mit etwas Geduld bekommt man eine gute und stimmige Serie, die jede Menge kaputte Persönlichkeiten, dramatische Fälle, aber auch gut eingesetzte Humoreinlagen bietet. In Frankreich ist Dolls von 2011 bis 2014 bei Kazé Manga erschienen und in Japan existiert zudem eine sechsbändige Neuausgabe.


Titel: Inari Konkon
Mangaka: Morohe Yoshida
jap. Verlag: Kadokawa Shoten
Bände: 10
Genres: Comedy, Romanze, Supernatural
Inari Fushimi rettet eines Tages einen kleinen Fuchs. Daraufhin erfüllt Göttin Uka-no-Mitama-no-Kami ihr einen Wunsch und da das Mädchen nichts sehnlicher als jemand anderes sein möchte, bekommt sie die Gabe, ihre Gestallt ändern zu können. Doch Inari konnte nicht ahnen, dass sie damit jede Menge Chaos stiftet. Nicht nur kommt sie ihrem Schwarm Tanbabashi nicht näher, sondern treibt auch die Göttin in Probleme. Diese hat nämlich ausversehen einen Teil ihrer Kraft übertragen, womit sie gegen ein Verbot verstoßen hat.

 

 

Auch wenn Inari vor allem ihrem Schwarm näherkommen möchte, gibt es auch vieles anders, was sie an sich nicht mag. Daher geht es in den zehn Bänden darum, dass das Mädchen zu sich selbst findet. Das muss sie teilweise auf harten Wege lernen, denn ihre Verwandlungen stellen vieles auf dem Kopf. Zum Glück findet sie in der Göttin Uka eine treue Freundin. Leidesgenossin trifft es eher, denn auch diese hat so ihre Probleme. Nicht nur dass sie ihre Kräfte ausversehen verschenkt hat und die obersten Götter sauer sind, sie mag auch ihr Leben nicht. Vor allem der Umgang mit den Menschen zeigt ihr, wie ein anderes Leben aussehen könnte. So ist emotional hier wirklich einiges los und nebenbei muss ein Weg gefunden werden, wie die Kräfte wieder dahin kommen, wo sie hingehören. Die klaren Zeichnungen mit dem hübschen Charakterdesign punkten auf aller Linie. Von den schicken Farbseiten ganz zu schweigen, denn gerade dort laden Hintergrunde und Details zum Verweilen ein. Fans charaktergetriebener Storys, die sich nicht an einem schüchternen Mädchen stören, werden bei Inari Konkon auf ihre Kosten kommen.


Titel: Koi Kaze
Mangaka: Motoi Yoshida
jap. Verlag: Kodansha
Bände: 5
Genres: Romanze, Drama, Slice of Life

Koshiro Saeki arbeitet für eine Heiratsvermittlung, hat aber selbst ein ziemlich miserables Liebesleben zu beklagen: Sein Wesen macht es ihm schwer, jemanden mit Hingabe zu lieben. Als Scheidungskind lebt er bei seinem Vater, die eigene Schwester, die er seit Kindesalter an nicht mehr gesehen hat, bei der Mutter. Nachdem ihn seine Freundin verlassen hat, begegnet er einer jungen Schülerin, die ihn aus seiner emotionalen Indifferenz heraushilft und unerklärliche Gefühle weckt. Allerdings entpuppt sich dieses Mädchen späterhin als seine leibliche Schwester Nanoka, die von nun an bei ihm und seinem Vater leben wird, sehr zum Leidwesen Koshiros, der von verbotenen Gefühlswallungen übermannt wird. Der Beginn eines Dramas.

 

Wenn ich mir Liebesgeschichten antue, dann müssen es atypische Liebesgeschichten sein. Idealerweise brechen die dann auch noch mit Sitte und Anstand und sind zusätzlich endlos tragisch. Was passt da also besser als Motoi Yoshidas Koi Kaze, das neben einem großen Altersunterschied (Nanoka ist minderjährig) auch noch Inzest behandelt. Anders als andere Inzest-Genre-Vertreter aber stellt Koi Kaze die innerfamiliären Anbandelungen keinesfalls verklärt-romantisch dar. Die Figuren reagieren alle ziemlich realitätsnah, soll heißen entsetzt, auf ihre verbotenen Gefühle. Koshiro kämpft mit Selbsthass, Hilflosigkeit und der Angst vor der Gesellschaft und Nanoka ergeht es ähnlich, als sie allmählich erkennt, dass sie ihren Bruder auf eine etwas andere Art liebt. Wer bei Lovestories allerdings auf direkten Körperkontakt steht, am besten immer und überall, der wird mit Koi Kaze enttäuscht. Was das betrifft, verhält sich der Manga sehr diskret, genau darin aber liegt sein Reiz.


Titel: Mushishi
Mangaka: Yuki Urushibara
jap. Verlag: Kōdansha
Bände: 10
Genres: Mystery, Fantasy
Mushi, jene Lebewesen, die weder tierischen noch pflanzlichen Ursprungs sind, bevölkern ebenso die Erde wie wir. Da aber Menschen sie nicht sehen können, kommt es oft zu ungewollten Konflikten. Zum Glück können eine Handvoll Leute, diese sehen, weswegen sie Mushishi genannt werden. Diese reisen dann durch die Gegend und helfen den Leuten so gut es geht. Einer von ihnen ist Ginko, ein weißhaariger junger Mann, der schon länger unterwegs ist. Auf seinen Wanderungen erlebt er sehr viel und nicht immer geht alles gut aus.

 

 

In den einzelnen Geschichten behandelt Mushishi real existierende Probleme, wie zum Beispiel Alzheimer oder Klonen, nur dass diese sehr fantasievoll verpackt sind. Daher erkennen wir diese nicht immer auf Anhieb und werden zum Nachdenken angeregt. Genauso wie Ginko, denn der muss auch genau hinschauen, ermitteln und dann versuchen eine Lösung zu finden. Wobei es auch Probleme gibt, bei denen er nicht viel helfen kann oder die betreffenden Personen selbst entscheiden müssen. Die Spannweite der Konflikte ist vielfältig, von komischen Sake bis hin zu Beinen, die sich nicht mehr bewegen lassen. Verbindendes Glied aller Abenteuer ist der reisende Ginko, der auf vieles eine Lösung findet aber auch noch dazu lernen muss. Seine Faszination von den Mushi überträgt sich leicht auf uns Leser. Schließlich überraschen diese Wesen immer wieder aufs Neue und besitzen ein solch individuelles Design, dass die Neugier einfach geweckt wird. Da der Manga zu Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelt ist, bekommen wir auch Einblick in die damaligen Lebensweisen in Japan. Dazu passen die Zeichnungen von Yuki Urushibara, die mehr einen Fokus auf die Landschaften und die Mushi legt. Fans von Pakt der Yokai oder anderen ruhigeren Geschichten werden bei Mushishi auf ihre Kosten kommen.


Titel: One Outs
Mangaka: Shinobu Kaitani
jap. Verlag: Business Jump
Bände: 20
Genres: Sport, Psychologie, Glücksspiel

Kojima Hormichi ist der Star der japanischen Baseball-Liga, spielt aber im Team der Lycaons, das permanent verliert. Um dieses Problem anzugehen, veranstaltet er einen Selbstfindungstrip ins Okinawa’sche Trainingscamp und hofft dort auf Erkenntnis. Die bekommt er auch in Gestalt eines schlaksigen und über die Maßen dubiosen Mannes namens Tokuchi Toua. Der ist ein allemal durchschnittlicher Pitcher, schafft es aber dennoch, beim verbotenen Baseball-Glücksspiel „One Outs“ alle abzuziehen. Durch eine gewagte Wette schafft es Kojima den begnadeten Tokuchi in sein Team zu holen – raus aus dem Schatten, hinein ins Licht. Tokuchi soll seine Hazard-Spiele nun im großen Stil ausfechten und die Lycaons auf den Siegerpfad zurück bringen.

 

Das Gambling-Genre: Glücksspiele, Wagnisse, Psychokisten und Gehirnakrobatik. Die guten Vertreter dieses Genres kann ich irgendwie an einer Hand abzählen, und von denen hat es auch nur Shinobu Kaitanis Liar Game nach Deutschland geschafft (bei Egmont Manga). Ein anderes Werk von Kaitani ist das hier nun vorgestellte One Outs. Ein Sport-Manga, der kein typischer Sport-Manga ist, da er auf die hochtrabenden Motive wie Teamwork, Freundschaft, harte Arbeit, verfolge deinen Traum etc. verzichtet. Lässt man das alles beiseite, dann präsentiert sich Baseball als ein Sport, bei dem der Sieger über Leichen geht und sogar seine eigenen Teamkollegen täuscht und manipuliert, um zu gewinnen. Das Herzstück des Mangas bildet dabei Tokuchi Toua, der mit seinen lauen 134km/h-Pitches kaum Preise abstauben könnte, seine körperliche Unzulänglichkeit aber mit dem größten Trickster-Gehirn der Manga-Sport-Szene ausgleicht. One Outs ist eine One-Man-Show, in der man in Faszination für den rücksichtslosen und manipulativen Tokuchi Toua verfällt. Baseball-Kenntnisse sind nicht von Nöten, nur ein Faible für Tricks und Gedankenspiele.


Titel: Sayonara Miniskirt
Mangaka: Aoi Makino
jap. Verlag: Shueisha
Bände: 2+
Genres: Drama

In Japan können Fans ihren Idols ganz nahe sein: Handshake-Events sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Idol-Industrie. Doch auf einem dieser Events wird das beliebte Idol Karen Amemiya von einem männlichem Fan mit einem Messer angegriffen. Ein halbes Jahr später an einer Oberschule: Als “Nina Kamiyama” trägt sie als einziges Mädchen der Schule die Schuluniform für Jungs und gibt sich weder mit den Mädchen noch Jungs ab, während ihre alte Idol-Gruppe ihr Comeback feiert. An der Schule warnen die Lehrer, dass eine verdächtige Person gesichtet wurde und Mädchen in Gruppen nach Hause gehen sollen. Doch Nina bleibt zusammen mit ihren Unsicherheiten alleine. Hikaru aus ihrer Schule durchschaut ihre Ängste und bietet Hilfe an. Nina möchte aber keine annehmen, um nicht als nicht als schwaches Mädchen zu gelten, das beschützt werden muss. Als tags drauf ein anderer Junge in ihrer Klasse sich über Mädchen und ihre Röcke lustig macht, packt sie ihn an der Krawatte: “Mädchen tragen Röcke nicht für Kerle wie dich!”

Bis auf diesen Titel ist von Aoi Makino (The End of the World) bereits alles bei Tokyopop erschienen. In allen Titeln hat Makino in unterschiedlichsten Ausmaß stets soziale Themen eingebaut und Sayonara Miniskirt ist definitiv das bislang Ausgereifteste. Gender-Rollen und die Unterhaltungsindustrie werden nuanciert kommentiert. Denn Nina betrachtet auch die Frauen kritisch, die sich sich oft selbst herabsetzen. Nina ist ein Opfer. Sie behielt von der Attacke eine Narbe und leidet unter PTSD. Den ungefassten Täter projiziert sie in Angstattacken gar auf Hikaru. Doch sie versucht ihr Bestes, um nicht ihrer Opferrolle zu verharren. Und das in einer Öffentlichkeit, die kaum an solchen Sorgen interessiert ist. Der Lehrer spielt einen Grabsch-Vorfall runter und manch ein Junge schiebt die Schuld gar auf die weiblichen Opfer. Ninas Angst sitzt tief und sie muss sie bewältigen. Doch auch für etwas Humor ist Platz im Artwork das ein breites emotionales Spektrum abdeckt. Wer einen Blick darauf werfen möchte, auf japanisch sind die ersten 50 Seiten frei einsehbar.


Titel: Shimauma
Mangaka: Fumio Obata
jap. Verlag: Shonen Gahosha
Bände: bisher 20
Genres: Action, Adult, Drama
Tatsuo, Hide, Satoshi und Aya bringen andere Leute um ihr Geld und sie benutzen dafür meist Heiratsvermittlungen, denn da können sie die Bewerber sowie die Agentur leicht abzocken. Als sie allerdings einen Yakuza treffen und den übelst vermöbeln, ahnen sie nicht, dass ihr schönes Leben bald vorbei sein wird. Denn der Verprügelte heuert die “Sammelagentur” an, die sich darauf spezialisiert hat, Rache anstelle des Geschädigten an anderen auszuüben. Hide und Satoshi hat es bereits schon erwischt, ihre Gesichter sind übelst entstellt. Tatsuo und Aya können der Agentur auch nicht entkommen, doch zumindest hat Tatsuo einen kleinen Lichtblick. Er kennt seinen Bestrafer Akasada noch aus der Mittelschule. Dieser bietet ihm einen Deal an, Tatsuo soll den Klienten töten und bei der Agentur mitmachen.

Wer Lust auf rohe und kompromisslose Gewalt hat, ist bei Shimauma von Fumio Obata genau richtig. Es ist wirklich kein Werk für zartbesaitete Seelen, denn es gibt neben Vergewaltigungen noch makabere und sadistische Foltermethoden, die nur darauf abzielen das Opfer physisch wie psychisch zu zerstören. Allerdings darf keines zu Tode kommen, denn dies wäre für die Ausübung der Rache eher kontraproduktiv, das Opfer soll ja leiden und am besten für den Rest seines Lebens. So wird einem Kinderschänder schon mal sein bestes Stück flambiert, nachdem er Mädchen missbraucht und sie anschließend in Mülltonnen entsorgt hat. Ja, der Titel ist stark grenzwertig und die meisten deutschen Verlage werden davor wahrscheinlich eher zurückschrecken, aber ich finde auch solche Werke wichtig für den deutschen Markt. Der Manga erscheint bereits seit 2014 in Italien unter dem Titel Zebra bei Planet Manga.


Titel: Until Death Do Us Part
Autor: Hiroshi Takashige
Mangaka: Double-S alias Ji-Hyung Song
jap. Verlag: Square Enix
Bände: 26
Genres: Action, Drama
Das junge Mädchen Haruka wird wegen seiner Fähigkeit in die Zukunft sehen zu können von Yakuza entführt. Haruka springt aus dem Auto, als eine ihrer Visionen ihr einen Mann zeigt, der ihr helfen kann. Gerade rechtzeitig schließt sie einen Vertrag mit dem Fremden ab. Er soll sie beschützen bis dass der Tod sie scheidet. Nichts ahnend greifen die Yakuza an, doch ihnen stellt sich ein geübter Kämpfer entgegen, der in seinem Blindenstock ein neuartiges Schwert versteckt hat. Und so beginnt die Geschichte um den blinden Kämpfer Mamoru Hijikata und das junge Mädchen, welche wegen ihrer Gabe von einer ganzen Organisation gejagt wird.

 

Until Death Do Us Part ist ein knallharter Actiontitel. Permanent warten neue Gegner, da Haruka von einem ganzen Netzwerk verfolgt wird. Doch zum Glück ist auch Mamoru Hijikata nicht alleine. Der geübte Schwertkämpfer arbeitet zusammen mit seinem Partner Igawa für eine Gruppierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Justiz dort zu verüben, wo normale Gesetze versagt haben. Selbstjustiz ist daher ein großes Thema. Trotz der Unterstützung ist es vor allem an Mamoru, die junge Haruka zu beschützen und dabei geht er selten freundlich vor, denn er ist ein wortkarger, abweisender Mann, was ihn zu einer interessanten Figur macht. Seine Blindheit kann er durch eine Spezialbrille wegmachen. Diese projiziert eine Gitteroptik auf seine Retina, welche wir als Leser häufiger zu Gesicht bekommen. Zeichnerisch eine ziemlich coole Sache, die den Kämpfen eine besondere Note verleiht. Neben Mamoru bleibt aber auch Haruka nicht passiv. Sie setzt ihre Fähigkeit immer wieder ein und kann so ihrem Beschützer helfen, wodurch sie keine Damsel-in-Distress ist. Die Zeichnungen von Double-S passen perfekt zu dem Titel, da er Kämpfe stylisch in Szene setzt.


Titel: Yoru to Umi
Mangaka: Goumoto
jap. Verlag: Houbunsha
Bände: 2+
Genres: Slice of Life, Drama, Girls Love
Habt ihr davon gehört, dass Liebe auf den ersten Blick in nur einen Moment passiert? Ungefähr in 0,3 Sekunden. Tsukiko ist neu an die Schule gewechselt und eher ein einsamer Wolf. Bildhübsch gilt sie als so etwas wie eine unerreichbare Blume. Aya liebt es im Schulpool zu schwimmen und spricht ihre Gedanken ungefiltert aus. Als Tsukiko sie eines Tages im Pool beobachtet, bekommt sie Aya nicht mehr aus dem Kopf. Aya derweil ist fasziniert von dem mysteriösem Charisma, das Tsukiko ausstrahlt. Eines Regentages bietet Tsukiko Aya ihren Schirm an und beide merken, dass sie jeweils doch nur normale Mädchen sind, wenn auch nicht ganz.

 

Ein Tweet, das Kapitel 10 von Yoru to Umi promotet, ploppte jüngst in meiner Twitter-Timeline auf. Der angehängte Seitenausschnitt verdrehte meinen Kopf ebenso binnen 0,3 Sekunden. Das Artwork ist nicht nur ein fantasievolles Eintauchen in eine schier magische Welt der Vorstellung. Es illustriert auch wunderbar die kompliziert geratene Gefühlswelt von den nicht ganz so sozialen Mädchen. Die Serie hat eindeutig romantisch angehauchte Momente zwischen den beiden, beschreibt aber meistens einfach nur ihr Schulleben. Der Alltag klingt auf dem Papier banal, aber einfühlsam wie humorvoll gibt es viele kleine Momente, die einen in seinen Bann ziehen. Für Fans von Aria und Amanchu ist es definitiv einen Blick wert. Aber auch wer an der introspektiven Charakterisierung in Bloom into you Gefallen findet dürfte hier auf seine Kosten kommen. Die ersten drei Kapitel und das jeweils neuste ist auf japanisch legal verfügbar. Auch ohne Sprachkenntnisse alleine für das Artwork definitiv einen Blick wert!,

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Aki
Redakteur

One Outs *____* Den Anime habe ich total gerne angeschaut, denn er kombiniert zwei Dinge die ich liebe: ein Charakter mit Köpfchen und Baseball. Wäre echt cool, den lesen zu können, denn es gab ja leider nie eine zweite Staffel und so weiß ich nicht, wie die Geschichte ausgeht.

Ballroom wäre auch klasse, denn auch da würde ich gerne wissen, wie es weiter geht, denn der Anime endet auch an eine interessanten Stelle. Zeichnungen gefallen mir auch sehr gut. Sine sehr dynamisch und dann die Details bei den Kleidern!