Anime Spring Season 2024 / Woche #7

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir The Irregular at Magic High School (Staffel 3), Tonari no Youkai-san, An Archdemon’s Dilemma: How to Love Your Elf Bride, Oblivion Battery, Unnamed Memory und Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt (Staffel 3) von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: An Archdemon’s Dilemma: How to Love Your Elf Bride
Start: 5. April 2024
Genre: Action, Fantasy, Romanze
Animationsstudio: Brain’s Base

Episode 7

Chastiel muss wegen ihrer Verbindung zu Zagan vorerst ihr Schwert abgeben. Auch wenn die anderen Ritter dagegen sind und es auch dem Kardinal nicht gefällt, die Kirche verlangt es. Chastiel akzeptiert es aber, da für sie die Erfahrungen mit Zagan gezeigt haben, dass man Hexer nicht unbedingt töten muss. Zagan selbst genießt derweil ein wunderbares Essen mit Nephy und sie hat sogar einen Pudding gemacht, der von Zagan fast schon wie ein Schatz bewundert wurde. Gerade als er ihn essen will, dringt aber der Hexer Valefor ins Schloss ein. Der Hüne in voller Rüstung will gegen Zagan kämpfen, doch dieser will gerade nur Nephys Nachtisch genießen und schlägt Valefor bewusstlos. Dabei zeigt sich auch, dass in der Rüstung eigentlich ein kleines Mädchen steckt. Bei ihr handelt es sich aber um einen Drachen und Zagan kann dem jungen Mädchen nicht wirklich böse sein. Er sieht sich auch ein bisschen selbst in ihr, will ihr helfen und bestimmt, dass ihre “Strafe” deshalb ist, Nephy bei den Hausarbeiten zu helfen. Zuerst ist For, wie sie Nephy nennen darf, skeptisch, doch dank Nephy merkt sie schnell, dass das Schloss ein guter Ort zum Leben ist und Zagan eigentlich ein ziemlich guter Kerl. So taut sie langsam gegenüber allen auf und für Nephy und Zagan ist es, als ob sie ein Kind adoptiert hätten.

Die seltsame Familie wächst und wächst. Valefor war auch eine Kandidatin auf den Erzdämonen-Platz und es war schon überraschend, wie aus der riesigen Rüstung auf einmal ein kleines Mädchen plumpst. Als Drache hat sie aber schon in jungen Jahren starke Fähigkeiten, aber gegen Zagan kommt sie trotzdem nicht an. Es ist auch bemerkenswert, dass Zagan neben Nephy sich auch einer anderen Person verbunden fühlt. For spiegelt seine eigene Kindheit wieder. Die Skepsis gegenüber anderen, der Hunger und auch die Wissbegierigkeit, das alles erkennt und versteht Zagan. Seine “Strafe” war eigentlich nur ein Vorwand um For eine stabile Umgebung zu bieten. Damit sie einen Ort hat, an dem sie zur Ruhe kommen kann. For versteht es zuerst auch nicht, doch wie bei Zagan, schafft es Nephy auch dieses Mal diesen harten Kern zu schmelzen, vor allem mit ihrem Essen. Und wie schön ist die Szene, als das Paar über die schlafende Vor wacht, die von ihrem Vater träumt und dabei Zagans Finger festhält. Die beiden sehen dabei wirklich wie Eltern aus, die ihre Tochter ins Bett gebracht haben und auch wenn es etwas peinlich für die beiden ist, als sie den Vergleich ziehen, sind sie der Idee nicht abgeneigt und die ersten Tage mit Fol zeigen, dass sie gute Arbeit in dieser Rolle leisten.

Titel: The Irregular at Magic High School (Staffel 3)
Start: 5. April 2024
Genre: Action, Fantasy, Science-Fiction
Animationsstudio: 8bit

Episode 7

Auf dem Nationalen Wettkampfturnier der Magier schneiden die Schüler, die von Tatsuya betreut werden, äußerst erfolgreich ab. Dieser kümmert sich aber nicht nur um die Disziplinen, sonder beschäftigt sich auch mit den Parasite Dolls, die bei Steepleplace Cross-Country getestet werden sollen. Als Pixie die Anwesenheit der Testobjekte aufspürt, plant Tatsuya, das ganze Gebiet, in dem der Wettkampf stattfinden soll, in Schutt und Asche zu legen. Da greift Miyuki ein. Sie kann Tatsuya davon überzeugen, dass er nicht für alle verantwortlich ist, sondern nur für sie, und dass er sich zu viel aufbürdet. Notfalls würde sie ihn mit Gewalt aufhalten, doch Tatsuya erkennt die Richtigkeit ihrer Worte. Kyouko Fujibayashi gibt sich als Absender der Inforationsmail zu erkennen und bittet Tatsuya um Unterstützung, da von offizieller Stelle niemand eingreifen kann, wenn die Parasite Dolls außer Kontrolle geraten sollten. Yakumo Kokonoe führt mit Kyouko und Oberst Kazama ein Gespräch unter sechs Augen. Er befürchtet, dass die Parasiten sich während des Wettkampfs in den Schülern einnisten könnten.

Tatsuya: Der klassische Lone Wolf, der entscheidet, wann wie gehandelt werden muss, und das dann auch allein durchziehen will. Nur gut, dass Miyuki ihrem Bruder Grenzen setzen kann, sowohl was die unnötige Übernahme von Verantwortung als auch das Ergreifen von drastischen Maßnahmen angeht. Bitte, er kann doch nicht einfach ein ganzes Gebiet in Schutt und Asche legen, nur um ein Problem zu lösen, das mitnichten nur ihn allein was angeht. Und sich dabei gleichzeitig den Kudou Clan und die JDF zum Feind zu machen ist auch nicht besonders schlau. Seine Fähigkeiten sind ja wirklich ganz schön krass, wenn er erst einmal loslegt, bleibt nichts übrig, weder vom Gegner noch vom Gebiet. Und die Schuld wird ganz geschickt anderen zugeschoben, womit er zwei Fliegen mit einer Klappe erledigt hätte. Ohne zum Beispiel Miyuki als Regulator könnte Tatsuya schnell größenwahnsinnig werden und alle Probleme nach seiner logisch basierten Überzeugung lösen, aber damit wäre er dann über kurz oder lang eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Titel: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt (Staffel 3)
Start: 5. April 2024
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: 8Bit

Episode 7

Hinata und ein paar ihrer Ritter sind nun auf dem Weg nach Tempest, damit Hinata mit Rimuru reden kann. Weiterhin hofft sie, dass Rimuru mit sich reden lässt und sie doch verhindern kann mit ihm zu kämpfen. Auf dem Weg wird ihr auch endlich klar, was für einen Eindruck Rimuru mittlerweile schon auf die Welt hatte. Das fängt bei dem Essen an. Ramen und Gyoza als Vorzeigebeispiel, das selbst ihre Untergebenen mit Freude verschlingen. Auch die gepflasterten Straßen, die Sicherheitsoffiziere, die Anti-Dämonen-Barriere oder die vielen Möglichkeit zur Rast neben der Straße. Selbst bei Rittern, die nicht wissen, dass es diese Sachen auf der Erde gab, sorgt es dafür, dass sie Rimuru nicht mehr als Feind sehen wollen. Doch die Möglichkeit wird von einer separaten Einheit zerstört, die von den sieben Weisen losgeschickt wird und versucht Tempest im Geheimen anzugreifen. Sie werden aber entdeckt und Rimurus Truppen schalten einen nach dem anderen aus. Sie töten aber niemanden, sondern lassen sie einschlafen. Rimuru muss natürlich vermuten, dass es von Hinata so geplant war, doch keiner der beiden weiß, dass es eine Falle der Sieben Weisen ist. Der Kampf der beiden soll bestenfalls dazu führen, dass sie sich gegenseitig töten.

Wie lustig ist diese Folge bitte? Die immer ernste und stoische Hinata muss selbst ein paar Emotionen zeigen, als sie das Essen ihrer Heimat sieht und es sogar so schmeckt, wie sie es in Erinnerung hat. Auch ihre Untergebenen sind Feuer und Flamme für dieses neue Essen und der Kampf um die Gyoza zerstört so ein bisschen das Bild vom Ritterorden, der im Dienste der Kirche steht. Durch diesen anderen Blickwinkel wird auch noch einmal klar, wie viel Rimuru in diesen wenigen Jahren schon erreicht hat. Von einem kleinen Dorf mit Goblins, das gerade so Hütten bauen konnte, ist Tempest jetzt zum Handelsmittelpunkt und innovativem Zentrum des Kontinents geworden. Hinata muss das neidlos anerkennen und deswegen steigt ihre Hoffnung auch, dass Rimuru vielleicht doch mit sich reden lässt. Die Sieben Weisen zeigen aber, dass sie keine Lust haben, dass für Hinata alles glatt läuft. Sie hassen sie dafür, dass sie ihre Position in der Kirche gefährdet und schicken deswegen eine weitere Garnison Ritter Richtung Tempest. Die dürfen aber gegen Shion und ihre Truppen kämpfen, die dank ihrer Wiedergeburt alle so gut wie unsterblich sind. Ob der Kampf zwischen Hinata und Rimuru jetzt aber so abläuft, wie von den Weisen gewünscht, darf bezweifelt werden.

Titel: Oblivion Battery
Start: 09. April 2024
Genre: Sport, Drama, Komödie
Animationsstudio: MAPPA

Episode 6

Die Gruppe fällt bei Todo ein und lernt so dessen zwei Schwestern kennen. Dank Chihaya lernt Kei wieder einiges über Baseball und zusammen beschließen die Jungen, es der Teitoku zu zeigen. Alle bis auf ihr Shortstop. Traurig erklärt er ihnen, dass er an Yips* leidet, was dafür sorgt, dass er einfach nicht mehr zielgenau zur ersten Base werfen kann. In einer längeren Geschichte erzählt er von seinem ersten Aufeinandertreffen mit der Battery Kei/Haruka, gefolgt von seiner vernichtenden Niederlage gegen diese. Genau ein unglücklicher Wurf ist schuld, dass Todo sich seitdem mit immer wieder mit diesem Fehler beschäftigt, der seiner Mannschaft das Aus brachte. Ein Druck lastet auf ihm, dem er dann einfach nicht mehr standhält. Er hört auf mit Baseball. Todos weiteren Weg beschreitet er mit Rennen und vielen Prügeleien. Um endgültig einen Schlussstrich unter das Thema zu bekommen, geht er auf eine öffentliche Schule ohne Baseballclub, allerdings erwartet ihn da schlussendlich eine gewisse Battery.

*Yips: Ein Verlust der Feinmotorik und psychologische Probleme, die sich auf das Muskelgedächtnis und die Entscheidungsfindung von Sportlern auswirken und dazu führen, dass sie grundlegende Fähigkeiten ihres Sports nicht mehr ausüben können.

Was für ein Kontrast! Während die Episode noch recht humorvoll beginnt, schlägt die Stimmung eine 180-Grad-Wendung ein, als Todo mit seinem Problem herausrückt. Dabei fällt dieser Wechsel total in der Bildsprache auf. Die Farben werden weniger kräftig, die Blickwinkel intensiver und die Schatten- und Farbspiele beeindruckender. Die psychologische Krise des Jungen wird regelrecht intensiv. Baseball ist ein Teamsport, doch gerade ein Fehler einer Person kann zur Niederlage führen. Genau das zeigt Oblivion Battery an einem sehr anschaulichen Beispiel. Dass Todo sich in andere Sachen flüchtet, ist verständlich und nachvollziehbar. Spürbar der seelische Druck. Das Zwischenbild der Folge ist übrigens eine Anlehnung an eine Kapitelseite aus dem Manga, welche Todos Niedergeschlagenheit in genau einem Bild wiedergibt. Ein trauriger Anblick. Deswegen freut es so sehr, als der Moment kommt, in dem er Kei und Haruka wiedersieht. Eines ist klar, wenn sie schon mit Keis Amnesie fertig werden, schaffen sie es auch, dieses psychologische Dilemma zu lösen. Dafür sind Freunde schließlich da!

Titel: Tonari no Youkai-san
Start: 7. April 2024
Genre: Slice of Life, Fantasy
Animationsstudio: Liden Films 

Episode 7

Buchio und Wagen-kun machen einen Ausflug ans Meer, um ihr Bestehen der Führerscheinprüfung zu feiern. Buchio war noch nie am Meer und auch die Strandbarsnacks kennt er noch nicht. Wagen-kun ist besorgt um seinen Fahrer, der seit dem Tod seiner Frau so verändert ist und fragt sich, was aus ihm wird, wenn seine Lieblingsmenschen sterben. Das jagt Buchio einen Schrecken ein, denn auch er steht als Nekomata vor dem Problem, dass seine Lebensspanne deutlich länger ist als die von Menschen und er irgendwann seine Familie überleben wird. Auch Jirou scheint mit diesem Umstand Bekanntschaft gemacht zu haben. Er kannte schon Mutsumis Großmutter und Urgroßmutter, zu der er eine besondere Bindung gehabt zu haben scheint. Doch als der kleine grünhaarige Youkai ihn zum Bier einlädt, um über Jirous Einsamkeint zu sprechen und über etwas, was er vage “das Kommende” nennt, weicht Jirou aus.

In Folge 7 wird bei Tonari no Youkai-san viel beieinander gesessen und getrunken, Snacks werden genascht und über Vergänglichkeit und Dinge des Herzens gesprochen. Es ist schon für Menschen schlimm genug, sich mit dem Tod von Angehörigen auseinandersetzen zu müssen, eine lange Rückblende schildert rührend die Liebesgeschiche eines Paars, das gemeinsam alt wird, bis bis der Mann mit Anfang 60 allein zurückbleibt. Doch dass manche Youkai so viel länger leben als Menschen und darum zwangsläufig im Laufe ihres Daseins immer wieder aufs Neue geliebte Menschen verlieren, ist ein Problem, das viele der Bewohner von Fuchigamori trifft. Dass Jirou so verschlossen ist und sich gerade Mutsumi gegenüber so wenig öffnet, weil er schon in ihre Urgroßmutter verliebt war, nimmt zwar viel Raum in der Folge ein, man muss es sich allerdings mehr zusammenreimen als dass es ausgesprochen wird.

Titel: Unnamed Memory
Start: 9. April 2024
Genre: Fantasy, Romanze
Animationsstudio: ENGI

Episode 6

Während Oscar schlafend im Bett liegt, gelingt es Tinasha, den Fluch auf ihm zu lösen. Als Katalysator verwendet sie ihr eigenes Blut. Oscar ist verwirrt, als er erwacht und die blutigen Linien auf seinem Körper sieht. Im Schloss soll ein Ball stattfinden, doch wie alle weiß auch Oscar, dass es sich nicht nur um die Geburtstagsfeier des Königs handelt, sondern vielmehr um einen Diplomatenball. Ein Prinz musste bereits absagen, denn sein Land wurde von den Truppen Cusculls angegriffen. Tinasha ist nicht wohl bei der Nachricht. Nach dem Ball sucht Tinasha Oscar in seinen Gemächern auf. Mit ihrem Blut versetzt sie ihn in eine Art Schockstarre. Sie sagt ihm, er solle an ihre Worte denken, als sie Lucrezias Fluch gelöst hat und sie selbst hätte vor 400 Jahren sterben sollen. Hinter ihr öffnet sich ein magisches Tor. Lanak, der König von Cuscull, erscheint und schließt Tinasha in seine Arme. Sie geht mit ihm und Oscar kann nur zusehen. Er wendet sich an Lucrezia und sie erzählt von Tinashas Vergangenheit. Sie entstammt einem Adelsgeschlecht und hatte vor 400 Jahren Anrecht auf den Thron. Es herrschten Intrigen und Machtkämpfe. Es gab einen brutalen Angriff auf Tinasha, das Land wurde vernichtet und Tinahsa zur Hexe.

Was war das denn? Die vielen Fragezeichen werden jede Woche größer und sind nicht mehr wegzudenken. Unnamed Memory springt durch die Handlung, es fehlen Erklärungen und die Unlogik nimmt ihren Lauf. Tinasha hat den Fluch gebrochen. Was denn für einen? Von der anderen Hexe hat Oscar doch einen Segen auferlegt bekommen, der dafür sorgen soll, dass seine Blutlinie ausstirbt. Diesen zu brechen erwies sich dann doch als unkomplizierter wie zu Beginn gedacht. Es gibt auch wieder einen Kuss, als wären Oscar und Tinasha ein inniges Liebespaar. Dass Angst vor Cuscull besteht, ist verständlich. Immerhin gibt es schon die ersten Todesopfer. Tinasha überlässt Oscar ihren Drachen mit Sicherheit nicht ohne Grund. Auch dass sie Oscar in eine Schockstarre versetzt, ist einer ihrer Schachzüge. Er ist stark genug, um Tinasha zu besiegen, doch die Kraft von Lanak ist noch unbekannt. Hätte Oscar diesen angegriffen, wäre möglicherweise Schlimmeres passiert. Wenigstens über Tinashas Vergangenheit kommt etwas ans Licht. Sie ist nicht von Geburt an eine Hexe, sondern scheint eine Sterbliche gewesen zu sein. Machtkämpfe und Intrigen gab es jederzeit. Lanaks brutale Methoden, um an Tinashas Kraft zu kommen, sind mehr als heftig. Daher wirkt es befremdlich, dass sie ihn umarmt.

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