Anime Spring Season 2021 / Woche #2

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Backflip!!, Fruits Basket, Those Snow White Notes, Moriarty the Patriot, The Saint’s Magic Power is Omnipotent und  SSSS.Dynazenon von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: Backflip!!
Start:
6. April 2021
Genre: Sport
Animationsstudio: Zexcs

Episode 1

Auf einem Sportfest entdeckt Shoutarou Futaba fasziniert die rhythmische Männergymnastik. Als er auf die weiterführende Schule kommt, würde er gern dem Club für diese Sportart beitreten, ist aber abgeschreckt durch die vier talentierten Mitglieder, aus denen der Club besteht, sowie den Neuzugang Ryōya Misato, der sich als Soloturner bereits einen Namen gemacht hat. Dennoch absolviert er eine Probestunde. Da er sich in guter körperlicher Verfassung befindet und der Sportart mit Begeisterung begegnet, bringt Masamune Shichigahama, der Captain des Clubs, ihm den Backflip bei. Als Shoutarou diesen erfolgreich durchführen kann, schließt er sich dem Club für rhythmische Männergymnastik an.

Mit Shoutarous erster Begegnung mit rhythmischer Sportgymnastik beginnt die Anime-Serie Backflip!!. Das auch Männer diesen Sport ausführen, ist ihm neu, und die Performance der vier Sportler der Soshukan Private High School zieht ihn in ihren Bann. Zugegeben, die CGI-unterstützte Animation der Performance gleich zu Anfang sieht schon toll aus, auch die Sprünge während der Probestunde übermitteln ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit. Es wirkt allerdings ein bisschen übertrieben, dass Shoutarou bei seinem ersten Backflip gleich durch Wolken fliegt … Überraschenderweise ist Shoutarou dabei nicht der übliche Tollpatsch, sondern scheint für diese eher ungewöhnliche Sportart körperlich gut geeignet zu sein. Und Begeisterung bringt er genug mit.

Titel: Fruits Basket (Staffel 3)
Start:
6. April 2021
Genre: Drama
Animationsstudio: TMS Entertainment

Episode 2

Akito erinnert sich an eine Begebenheit in ihrer Kindheit. Shigure schenkte ihr eine Blume und sagte ihr, dass er sie liebt. Tohru bastelt zu Hause Papierblumen für die Schule und grübelt über ihre Begegnung mit Kureno nach. Sie würde gern mit jemandem darüber sprechen, doch sie weiß nicht, mit wem und wie. Als sie das Thema Kyo gegenüber anschneidet, reagiert dieser abweisend, was sie sehr deprimiert. Um sie aufzuheitern, schenkt er ihr eine selbstgebastelte Papierblume. Yuki bekommt ebenfalls eine geschenkt, von Machi, die ihm dafür durch die ganze Schule gefolgt ist. Auch Akito bekommt eine Papierblume von Shigure. Dennoch schwänzt Shigure ein offizielles Treffen mit Akito. Später trifft er sich mit ihr im Haupthaus, doch beide geraten wieder einmal in Streit. Dennoch hält Akito Shigure auf, als dieser gehen will, und schläft mit ihm. Tohru beschließt, Ren zu erzählen, was sie erfahren hat, und macht sich auf die Suche nach ihr.

In dieser Folge von Fruits Basket: The Final stehen Blumen im Mittelpunkt. Shigure schenkt Akito rote Blumen als Zeichen seiner Liebe, deren possessive Natur ich allerdings erschreckend finde. Er will Akito als Frau, nicht als Gott, und er will sie für sich allein. Wendet sie sich anderen zu, was ihr ihrer Meinung nach als Gott auch zusteht, dann straft er sie mit Handlungen ab, die ihr weh tun. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es für ihn ebenfalls kein einfacher Weg ist. Dagegen wirken die weißen Blumen, die sowohl Yuki als auch Tohru erhalten, rein und unschuldig und lassen für beide Seiten alles offen. Schön, dass Momiji und Hatsuharu wenigstens einen kleinen Auftritt haben, ich habe die beiden schon vermisst. Und wie es aussieht, hat Shigures Lektorin Mitsuru noch Kontakt zu Ritsu, zumindest deutet eine Bemerkung von Shigure darauf hin. Die beiden würden aber auch gut zusammenpassen.

Titel: Those White Notes
Start:
3. April 2021
Genre: Slice of Life, Drama
Animationsstudio: Shin-Ei Animation

Episode 2

Yuna hat ihre Schauspielkarriere an den Nagel gehängt und Tokio verlassen. Damit sind auch Setsus Tage in ihrer Wohnung gezählt. Doch die Frau, die zum Ende der letzten Folge so brachial in Setsus Leben eingedrungen ist, stellt sich als seine Mutter Umeko heraus, die das Leben ihres Sohnes kurzerhand umorganisiert: neue Unterkunft, Schulanmeldung. Gegen ein so energisches Vorgehen ist Setsu machtlos, fügt sich Mutters Anordnungen und geht nun wieder regelmäßig zur Schule. Und wie der Zufall es will, gibt es an der Schule einen Shamisen-Klub, der bisher nur ein einziges Mitglied hat: die schüchterne Shuri. Auch Setsus großer Bruder Wakana kommt nach Tokio und die Brüder finden bei einem Shamisen-Duett erneut einen Draht zueinander und ihrer Vergangenheit.

Wer sich Those Snow White Notes herausgepickt hat, weil er sich für Shamisen-Musik interessiert, kommt in dieser Folge voll auf seine Kosten. Man erfährt, dass eine Shamisen in Einzelteilen aufbewahrt wird und was ein neuer Lederbezug kostet. Und es gibt gleich zwei lange Musikstücke, die für Freunde traditioneller japanischer Musik an sich schon hörenswert sind, aber auch jede Menge Bedeutung transportieren. Umekos Lied zu Setsus Shamisenbegleitung hat mit ihrem Heimatdorf zu tun, mit Apfelbäumen im Wandel der Jahreszeiten, aber irgendwie auch mit dem Leben einer Frau. Wachsen, erblühen, reifen, altern und so. Und wenn Setsu und Wakana zusammen spielen, fasst das ihre ganze gemeinsame Kindheit zusammen. Schön gemacht und außerdem tolle Musik.

Titel: Moriarty the Patriot (Akt 2)
Start:
4. April 2021
Genre: Mystery, Thriller
Animationsstudio: Production I.G

Episode 2

Albert besucht einen Maskenball. Zum Programm gehört ein Rätselspiel. Das Ziel ist es, den Napoleon des Verbrechens, dessen Rolle einem Gast zugeteilt wurde, zu enttarnen. Dem Täter werden nach und nach Gäste zum Opfer fallen, diese müssen sich vor der kompletten Gesellschaft demaskieren und sich in die oberste Etage des Anwesens begeben. Sobald der Täter entlarvt wird, ist das Spiel zu Ende. Das erste Opfer wurde mit Wein befleckt und es handelt sich um keinen Geringeren als Albert Moriarty. Ein weiterer Mann gibt sich ebenfalls als Opfer zu erkennen und folgt Albert. Hinter der Maske dieses Mannes verbirgt sich kein anderer als Irene Adler. In dem geheimen Brief, den Irene erhalten hat, befand sich eine Einladung zu diesem Ball, der sie gefolgt ist. Sie ist bereit, die gestohlenen Regierungsdokumente zurückzugeben, allerdings nur, wenn ihr eine Amnestie zugesichert wird. Albert bietet ihr Hilfe an. Der Täter des Rätselspiels wird enttarnt und stirbt tatsächlich auf der Tanzfläche. Als Irene die Dokumente aus der Baker Street 221B holen möchte, gibt es eine Explosion im Appartement von Sherlock Holmes.

Die zweite Episode Moriarty the Patriot startet mit einer beeindruckenden Rede. Albert sagt zu seinen beiden Brüdern William und Louis, dass sie gemeinsam die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft teilen, denn sie sind James Moriarty. Mir haben die ruhigen Worte gefallen, die Albert den anderen entgegenbringt, denn sie tragen alle den zweiten Vornamen James. Umso passender ist es, das auf dem Maskenball der Napoleon des Verbrechens gesucht wird, denn hinter diesem Pseudonym verbirgt sich kein anderer als James Moriarty. Meine Vermutung, das sich Irene Adler auf dem Ball befindet, hat sich bestätigt, allerdings habe ich sie nicht hinter der Maske eines Mannes vermutet. Irene ist bereit, die gestohlenen Papiere Albert zu geben, und nun kommt auch heraus, was daran so wertvoll ist, denn es handelt sich um geheime Strategiepapiere. Wenn diese in die falschen Hände geraten, kann es für die britische Regierung enorme Probleme bedeuten. Der Detektiv Sherlock Holmes möchte wissen, wo in seinem Haus Irene diese Papiere versteckt hat, und so greift er sogar zum Sprengstoff. Das Miss Hudson das Ganze mitmacht, wundert mich aber.

Titel: The Saint’s Magic Power is Omnipotent
Start:
6. April 2021
Genre: Fantasy, Romanze, Slice of Life
Animationsstudio: Diomedéa

Episode 2

Nach der Wunderheilung sind die Ritter begeistert von Seis Heiltränken. Somit kaufen sie dem Institut diese Tränke regelmäßig ab. Auch Sei soll von diesen Einnahmen profitieren. Sie wünscht sich eine eigene Küche, da sie die faden Mahlzeiten im Institut satt hat. Auch ihre Gerichte, die sie mit Kräutern würzt, kommen bei den Leuten sehr gut an. Es stellt sich auch bald heraus, dass sie die Fähigkeiten steigern können. Johan will dies aber zunächst geheim halten. In der Bibliothek knüpft Sei derweil eine neue Freundschaft. Sie lernt Elisabeth kennen. Mit ihr kann sie sich über allerlei Mädchenthemen unterhalten. Als sie von Elisabeths Bekannter Nicole erfährt, die unter Akne leidet, stellt sie für sie passende Kosmetik her, um ihr zu helfen.

Sei kann alles und alles, was sie tut, hat gesteigerte magische Wirkung. So wirkt die Botschaft dieser zweiten Folge von The Saints Magic Power is Omnipotent. Gut, es steht quasi im Titel. Trotzdem geht es mir in dieser Episode ein wenig auf die Nerven. Natürlich ist noch nie zuvor jemand anderes auf die Idee gekommen, Heilkräuter auch für die Zubereitung von Essen zu benutzen. Das ist total das Novum. Ich muss aber sagen, dass es zu Seis bisherigen Fähigkeiten passt, dass ihre Gerichte Fähigkeiten steigern oder dass eine simple Augencreme sogar ihre Augen verbessert, sodass sie keine Brille mehr braucht (gut, Letzteres ist vielleicht ein wenig an den Haaren herbeigezogen, darüber darf man dann einfach nicht zu lange nachdenken). Denn ihre Heiltränke sind ja auch sehr viel effektiver.

Titel: SSSS.Dynazenon
Start:
2. April 2021
Genre: Action, Science-Fiction, Mecha
Animationsstudio: Trigger

Episode 2

Nachdem das Monster besiegt ist, zerlegt sich Dynazenon in vier kleine Teile, wodurch jeder der Steuernden einen erhält. Der Monsterbändiger Gauma erklärt, dass es wichtig ist, mit diesen nun zu trainieren. Doch Yomogi drückt sich davor. Daher fällt der Monsterbändiger bei ihm zu Hause ein, futtert sich durch das Essen der Familie und darf auch noch übernachten. Während Yomogi so kaum Schlaf findet, überlegt sich Yume, dass sie sich bei Yomogi für das nicht eingehaltene Versprechen entschuldigen muss. Am nächsten Tag bittet sie ihn daher, ihr zu folgen, woraufhin sie ihre beiden Teile des Mechas verbinden und in das zerstörte Gebiet der Stadt fliegen. Noch am selben Tag taucht ein weiteres Monster auf, das von einem Mann in Uniform gesteuert wird. Zum Glück kann Dynazenon – allen voran dank Yomogis und Yumes Teamwork – das Monster besiegen. Gauma ist stolz auf seine Truppe, wird dann aber von den Monstreneugeniker konfrontiert.

Der Fokus der zweiten Folge von SSSS.Dynazenon liegt ganz stark auf der Entwicklung ihrer Figuren. Zwischen Yomogi und Yume entwickelt sich langsam sehr natürlich etwas, da beide mehr Zeit miteinander verbringen. So erklärt Yume ihm, dass vor einigen Jahren ihre Schwester starb. Das ist wohl nichts, was sie jedem Dahergelaufenen erzählt. Es bleibt daher interessant, wie es zwischen ihnen weiter geht, das Opening zeigt diesbezüglich schon einige Hints. Was hingegen Gauma angeht, so wird klar, dass er ein sehr direkter Mensch ist. Höflich und ohne Scheu stürzt er sich in einen fremden Familienalltag und sorgt so für einige herzhafte Lacher vor dem Bildschirm. Für den arbeitslosen Koyomi gab es noch nicht viel Screentime. Jedoch erklärt er ohne große Probleme, beim Team mitzumachen, trainiert dann auch fleißig und er es ist auch, der im Kampf auf die Besonderheit des Monsters hinweist. Über das Monster selbst braucht es keine großen Worte, allerdings wecken die Gegenspieler die Neugier.

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