Anime Fall Season 2025 / Woche #6
In diesem wöchentlichen Format begleiten wir My Status as an Assassin Obviously Exceeds the Hero’s und SI-VIS: The Sound of Heroes von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide.

Titel: My Status as an Assassin Obviously Exceeds the Hero’s
Start: 6. Oktober 2025
Genre: Abenteuer, Fantasy
Animationsstudio: Sunrise
Folge 6
Nachdem sich Akiras Schattenmagie verselbstständigt und alle Monster im Umkreis absorbiert, fällt er in Ohnmacht. Mit der Hilfe von Yoru und Crow wird Akira zunächst in Sicherheit gebracht. Als er wieder aufwacht, hat er natürlich nur ein Ziel: Amelia zurückzuholen. Allerdings wissen sie nicht genau, wo sie sich befindet. Zum Glück hat Crow nicht nur Akiras Schwert in zwei Kurzschwerter umgeschmiedet, sondern besitzt auch eines der Artefakte eines alten Helden, das den Träger zu dem führen soll, was er sucht. Dieser Held dürfte ebenfalls von der Erde stammen, denn der Aktivierungsspruch ist in Englisch in den Ring eingraviert – damit hat Akira endlich eine Spur zu Amelia. Begleitet wird er dabei von der Prinzessin der Tiermenschen, die ebenfalls die Spur der Dämonen verfolgt. Im Dungeon kommt es schließlich zum Kampf und es scheint, als könnte Akira wirklich die Oberhand gewinnen. Doch als der Verbündete des Entführers auftaucht, wendet sich das Blatt dramatisch. Nun steht Akira mit dem Rücken zur Wand.
Akiras Schattenmagie bleibt ein zweischneidiges Schwert. Zwar ist sie unglaublich mächtig, doch ihr Einsatz zehrt Akiras Kräfte vollständig auf. Selbst wenn sie ihn durch das Absorbieren von Monstern heilen kann, stellt sich die Frage, was geschieht, wenn das eines Tages nicht mehr möglich ist. Auch die Dämonen selbst bekommen in dieser Episode mehr Aufmerksamkeit und ihre Fähigkeiten erweisen sich als äußerst bedrohlich. Amelias Entführer ist die selbsternannte Nummer Drei der Dämonen, doch selbst mit Unterstützung gelingt es Akira nur knapp, ihn zu besiegen. Seine Fähigkeit, Monster zu kontrollieren, macht den Kampf zusätzlich schwierig. Mit dem Erscheinen seines Vorgesetzten, der angeblichen Nummer Zwei, scheint die Lage endgültig aussichtslos. Besonders interessant ist, dass der Dämonenkönig offenbar seine Meinung zu Akira geändert hat – nun will er ihn ausschalten. Selbst Yoru zeigt sich darüber überrascht. Am Ende steht Akira erneut vor einer übermächtigen Bedrohung und der Konflikt spitzt sich weiter zu.

Titel: SI-VIS: The Sound of Heroes
Start: 4. Oktober 2025
Genre: Musik
Animationsstudio: Studio VOLN
Folge 6
Der Ort der nächsten Mirage ist bekannt. Zunächst herrscht Freude darüber, dass sie bereits eine Woche vor dem Durchbruch davon erfahren haben. Doch die schockierende Wahrheit folgt unmittelbar: Das gesamte Stadtzentrum an der Küste Tokios liegt im Bereich der Mirage. Am Tag des Gefechts beschließt die Managerin, ein großes Konzert zu veranstalten. Während alle ihre Gefechtspositionen einnehmen, beginnt Siren mit dem ersten Song – doch plötzlich bricht die Tonübertragung zusammen. Das Team im Hintergrund versucht verzweifelt, das nächste Lied abzuspielen, doch auch dieses wird von einer vermummten Person unterbrochen. Es handelt sich um Noise Cancelling: Die Auslöschung von Tönen durch Beschallung mit einer Inversion, wodurch ein ganzer Song verschwindet. Diese Technik funktioniert nur, wenn man die Stücke auswendig kennt. Das bedeutet: Der Feind muss das Album gehört haben. Inmitten des Chaos wird Kyoya verletzt, als er Siren vor den Xenos rettet. Doch es gibt einen Song, den die fünf im Geheimen geschrieben haben – niemand kennt ihn, und daher kann er nicht ausgelöscht werden. Kyoya beginnt Yosukes Lied zu singen, und der zuvor gesunkene Idea-Wert steigt wieder an. Währenddessen erinnert sich Nagi bei diesem Song an Yosuke und beginnt zu sprechen.
SI-VIS: The Sound of Heroes gibt ein weiteres Konzert, das jedoch stärker hätte ausgebaut werden können. Es handelt sich um die bislang größte Mirage und um die Xenos zu besiegen, braucht es einen hohen Idea-Wert – dieser wiederum erfordert eine gewaltige Zahl an Zuschauern. Besonders interessant ist die detaillierte Ausarbeitung des Sicherheitskonzepts. Hierin zeigt sich, dass die Beteiligten mitten im Gefecht genau wissen, worauf es ankommt: wie sie ihre Siegeschancen erhöhen und gleichzeitig die Opfer im Falle eines Scheiterns so gering wie möglich halten können. Die umfangreichen Vorbereitungen mit unzähligen Lautsprechern, Aussichtsplattformen, 3D-Mapping, Projektionen und Drohnen lassen ein fulminantes Konzert erwarten, was jedoch nicht der Fall ist. Die Lage spitzt sich zu: Die Stärke ihrer Songs wird gegen sie selbst eingesetzt und die Situation wird kritisch, als Kyoya verletzt am Boden liegt. Die Lösung findet sich jedoch schneller als gedacht. Dieser Handlungsverlauf vermittelt den Eindruck, als wolle man neben den Xenos möglichst rasch einen weiteren Gegenspieler etablieren. Offen bleibt, wie alle Beteiligten das Konzert verkraften und wie schwer Kyoyas Verletzungen tatsächlich sind.

Titel: One Punch Man (Staffel 3)
Start: 12. Oktober 2025
Genre: Action, Parodie
Animationsstudio: J.C.Staff
Folge 5
Garou und Tareo flüchten durch dunkle Gänge und finden sich unversehens zwischen einem Tanklaster-großen Höllenhund und drei Monstern der Schadensklasse Dämon wieder. Garou schickt den Jungen mit ein paar ruppigen Wort fort und stellt sich zum Kampf. Die drei Monster sind kein großes Problem, doch dann wird er von einem Feuerball aus dem Maul von Höllenhund Bello getroffen. Und stirbt. Und ist gleich darauf wieder da und kämpft weiter, Bello scheint gar nicht mehr so übermächtig. Sie stürzen durch berstende Geschosse bis in Gyoro Gyoros Residenz. Gyoro Gyoro freut sich darüber, wie vielversprechend Garou sich weiterentwickelt hat und berichtet von seinen Experimenten zur Heranzüchtung immer stärkerer Monster. Wie zum Beispiel Orochi, der einst ein Mensch war und nur ein roter, gehörnter Tentakelriese. Während an der Erdoberfläche Saitama einen Manga liest und darüber sinniert, dass es im richtigen Leben keine Spannung und keine Endgegner gibt, stellt sich unter der Erde Garou seiner bisher größten Herausforderung.
Hach, die Freuden der Intertexualität! Es gibt geheime Supermonster und Bosskämpfe nur im Manga? Garou liefert sich gerade einen, und das nicht zum Staffelende, sondern eher in der Mitte der Staffel. Das ist schon richtig so, die Serie heißt schließlich nicht „Der Weg des Heldenjägers“, sondern „One Punch Man“. Saitama wird schon sein Finale bekommen, hier kommt er nur ganz am Rand vor. Jetzt hat Garou die Bühne für sich, der Kampf gegen Orochi füllt fast die ganze Folge. Orochi kann eine ganze Menge und sich weiterentwickeln noch dazu. Aber irgendwie … er ist riesig, er ist rot, er hat jede Menge Zähne, Klauen und Tentakel, er hat schon seit einigen Folgen im Halbdunkel gedräut. Doch so ein rechtes Bossmonster-Charisma will er nicht entwickeln. One Punch Man ist eine schlaue Serie und packt diese Erkenntnis drum in eine Dialogzeile von Garou. Orochi ist einfach nicht furchterregend. Richtig. Ergänzen könnte man, dass das daran liegt, dass Orochi nichts will, nicht plant, nichts hasst oder liebt, sondern ebenbisher einfach nur bedrohlich herumstand. Aber okay, die Serie weiß das und wird schon etwas damit bezwecken. Und wenn es nur darum geht, Garou gut aussehen zu lassen.

Titel: Wandance
Start: 8. Oktober 2025
Genre: Romanze, Sport
Animationsstudio: Madhouse, Cyclone Graphics
Folge 5
Iori fordert Kabo zu einem Dance Battle auf, das in einem leeren Klassenzimmer stattfindet. Kabo stellt fest, dass Iori einen anderen Tanzstil hat als Hikari oder On, und ist begeistert. Schnell finden sich Zuschauer, die Kabo, der die erste Runde sehr zu Ioris Zufriedenheit gemeistert hat, irritieren, sodass er den Rest verpatzt. Doch Iori hat erkannt, dass er ein Naturtalent ist, und ist neugierig, was es für ein weiteres Talent im Tanzclub gibt. On unterhält sich mit Hikari und Aoi über Tanztheorie. Aoi fühlt sich noch unsicher, wenn sie tanzt, doch Hikari macht ihr Mut. Kabo denkt über den Dance Battle nach und stellt fest, dass er im ersten Tanz einen völlig freien Kopf hatte, was ihn an die Momente erinnert, in denen er ohne Stottern gesprochen hat. Er sucht On in ihrer Klasse auf, um sie um Rat zu bitten. Auf dem Heimweg regnet es, Hikari und Kabo teilen sich einen Schirm und gehen zum Konbini. Hikari erzählt, dass Michael Jackson ihr Vorbild ist. Als sie ihn verlassen, kommt es zu einem erheiternden Missverständnis.
Kubo und Hikari sind einfach zauberhaft, wenn sie zusammen sind. Kubo muss nicht viel reden, ist aber absolut entspannt. Und Hikari redet frei von der Leber weg, auch wenn sie nun wirklich nicht gut erklären kann, wie sie es macht, dass Tanzen sie nicht so anstrengt. Und dann kommt am Ende dieses herrliche Missverständnis, was dazu führt, dass beide Hand in Hand nach Hause gehen. Ehrlich, das ist Zucker pur! Durch Hikari und das Tanzen hat Kabo es geschafft, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen, und jetzt ist eine weitere Herausforderung in Gestalt von Iori aufgetaucht. Iori ist ebenfalls ein zurückhaltender Typ, der nicht viel redet, wenn es nicht grade ums Tanzen geht. Und sein Tanz ist auf einer ganz anderen Ebene als der von On, kein Wunder, dass er so ziemlich jeden Wettkampf gewinnt. Irgendwie ist es schon unfair, dass der Profi Iori gegen den Anfänger Kubo einen Dance Battle startet, aber Iori geht es nicht darum, zu gewinnen. Er interessiert sich für das Naturtalent, das einen tollen Körper, aber auch mangelndes Selbstvertrauen vorweist.









