The Big Bang Theory (Folge 11×21)

Lesezeit: 3 Minuten

Wie schon in der vorigen Folge gilt auch in Episode 21 der elften Staffel von The Big Bang Theory: Veränderungen gehören zum Leben dazu. Dieses Mal sind es aber nicht die persönlichen charakterlichen Entwicklungen, die Sheldon auffallen. Es ist sein Stammladen für Comics, der auf einmal viel zu angesagt für Sheldons Geschmack ist.

Als der bekannte Autor Neil Gaimann (American Gods) sich nicht nur in Stuarts Comic Center verirrt, sondern den Laden auch noch auf den sozialen Netzwerken weiter empfiehlt, kann Stuart sich nicht mehr vor Kunden retten. Das ist eine große Veränderung und Sheldon mag keine Veränderungen. Währenddessen entdecken Penny und Raj gemeinsam einen Kometen. Doch Raj will den ganzen Ruhm einheimsen und lässt Pennys Anteil daran vollkommen unter den Tisch fallen.

Die Neue im Comic Center

Kenner von The Big Bang Theory wissen: Sheldon hasst Veränderungen. Sein Tag ist komplett durchstrukturiert. Alles hat seinen Platz und wehe wenn sich irgendetwas verändert. Da ist es kein Wunder, dass es Sheldon überhaupt nicht passt, dass Stuarts Laden auf einmal so beliebt ist. Denn nun ist er voll und laut. Stuart stellt auch noch Denise ein, da er mit den vielen Kunden allein nicht mehr fertig wird. Es fühlt sich an, wie ein ganz anderer Laden. Schließlich stellt Sheldon Denise auf die Probe – natürlich mit dem Ziel, Denise bloßzustellen. Doch Denise versteht was von Comics und kann nur anhand von Sheldons Green-Lantern-Shirts einen passenden Titel empfehlen. Schon redet Sheldon von nichts anderem mehr als Denise. Das gefällt Amy natürlich überhaupt nicht. Prompt marschiert sie in den Laden und will von Denise Tipps, wie sie sich mit Sheldon besser über Comics austauschen kann. Bewaffnet mit dem Omnibus DC Universe Rebirth erwartet sie am Abend ihren Verlobten, um mit ihm über sein geliebtes Hobby zu sprechen. Doch der hat in letzter Zeit so viel über Comics geredet, dass er gar keine Lust mehr auf dieses Thema hat.

Mit fremden Federn schmücken

Eines Abends treffen sich die Nerds oben auf dem Dach des Hauses um den Planeten Merkur am Nachthimmel bewundern zu können. Raj bringt dafür sogar sein Profi-Equipment mit. Penny findet damit überraschend einen Kometen. Doch Raj lässt diesen Fund lediglich unter seinem eigenen Namen eintragen und erwähnt Penny dabei überhaupt nicht. Diese fühlt sich um ihren Kometen betrogen. Leonard soll es richten, doch er versagt dabei wie üblich, als Raj auf die Tränendrüse drückt. Schließlich würde ihn diese Entdeckung beruflich weiterbringen und es wäre peinlich, Penny nachträglich ebenfalls einzutragen. So muss also Penny selbst wieder ran und sie bleibt standhaft. Da hilft es auch nicht, dass Raj versucht, ihr Mitleid zu gewinnen. Was bei Leonard funktioniert, perlt bei Penny einfach ab.

Ich gönne es Stuart, dass sein Laden jetzt so gut läuft. Vermutlich ist das eine ganz neue Erfahrung für ihn. Dass Neil Gaimann höchstselbst in Stuarts Laden abhängt und sich an der Diskussion der Nerds über das stärkste Material in der Comicwelt beteiligen will (sein Argument dabei aber abgeschmettert wird), ist ziemlich lustig. Hinterher erinnern die Nerds sich überhaupt nicht mehr an ihn. Amy tut mir schon ein wenig Leid. Da liest sie Sheldon zuliebe diesen dicken Omnibus, obwohl sie sich überhaupt nicht für Comics interessiert, und er weiß das nicht mal zu schätzen. Mir gefällt hier auch, dass Amy nicht in den Laden stürmt um Denise einzuschärfen, ja die Finger von ihrem Verlobten zu lassen (was sehr klischeehaft wäre), sondern eben Tipps will, damit Sheldon mit ihr über Comics redet und nicht mit Denise. Die ganze Sache mit dem Kometen hingegen ist sehr vorhersehbar. Penny und Raj haben Streit, Penny schickt Leonard, damit er das wieder in Ordnung bringt, Leonard knickt ein. Zum Glück bleibt es mir erspart, dass Leonard die gesamte Folge zwischen Penny und Raj hin- und herwechselt, statt bei einem Standpunkt zu bleiben. Penny löst das Problem schließlich kurz und schmerzlos.

Sharing is caring / Artikel teilen:
  • 1
  •  
  •  

Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

avatar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Misato
Redakteur

Ich bin auch richtig froh, dass bei Stuart mal was gut läuft. Comicläden haben es nicht einfach, aber das hat viel mit dem Onlinehandel zu tun. Die Käuferschicht für Comics und Merchandise hat sich in den letzten 20 Jahren eher ausgeweitet. Weshalb ich manchmal TBBT beim Anschauen nicht genießen kann, weil die vier Nerds mich an sehr viele Negativbeispiele erinnern, die ich in meiner Zeit in diversen Fandoms schon erlebt habe. Grade sowas wie Sheldons Versuch Denise bloßstellen zu wollen. Ich erinnere mich, wie zu Anfang der Serie auch noch gerne der Gag kam mit “omg ein Mädchen im Comicbuchladen!!!”. Da haben sie sich jetzt doch verbessert. Aber ich finde es wirklich wunderbar, dass sie dann auch mal den Gag raushauen, dass die Nerds in ihrer Arroganz nicht mal Neil Gaiman erkennen (doppelt lustig grade jetzt, da jemand ihn auf Twitter einen Fake-Doctor-Who-Fan nannte, er hat ja nur schon eine Folge geschrieben). Neil Gaiman ist toll.

Jedenfalls ganz großes Lob an die Folge, für Amys hier angesprochenes Verhalten. Ich hatte auch Angst, dass da jetzt so ein ganz schlimmer Klischee Monolog folgt, dass Denise sich nicht an Sheldon ranmachen soll. Aber nein, sie sucht neue gemeinsame Interessen und geht auf ihn zu. (Wobei es auch hier nie aufhören wird mich zu ärgern, dass die Serie immer wieder betont, dass keine der weiblichen Figuren Interesse an dem ganzen SciFi Krams etc hat. Totaler Quark. Da hätte man was entwickeln können.)