Halo (Folge 2×08)

Paramounts Halo hat sich die großen Lore-Geschütze für das Staffelfinale aufgehoben – und das Warten darauf hat sich gelohnt. Mit dem Auftauchen der Flood und der endgültigen Verschmelzung von Chief und Cortana geht Episode 2×08 »Halo« in die Vollen.

Inhaltsangabe

Chief sitzt im Dunkeln und spricht mit einer unbekannten Stimme. Sie führen ein kryptisches Gespräch über seinen erlebten Tod und seine Mission, den Halo zu finden. 

Miranda untersucht auf Onyx den Inhalt des Behälters, den sie aus dem außerirdischen Labor mitgebracht hat. Darin befinden sich inaktive Sporen, die nun wieder aktiv werden. In ihrem Forscherdrang bemerkt sie nicht, dass ihre nervige Laborassistentin bereits infiziert ist. Sie bemerkt auch nicht, dass die Assistentin später ihren Verstand verliert und einen Forscherkollegen tötet.

Die Spartan-III starten ihr Manöver unter der Führung von Kai und versuchen eine Allianz-Korvette zu infiltrieren. Ein kleines Team überlebt den Anflug und dringt in das Schiff ein. Der Chief, der im Condor sitzt und den Halo anfliegt, bekommt via Com die Kämpfe und das Sterben seiner Kameraden mit. Über Com wirft er Parangosky vor, dass sie die Menschen allzu bereitwillig opfert.

Soren kehrt zur Onyx-Basis zurück, um Laera und Kessler zu retten. Obwohl Kwan die Gefahr spürt, die von den Sporen ausgeht, und Soren zum Aufbruch drängt, folgt sie ihm schließlich.

Inzwischen sitzen Laera, Kessler und auch Ackerson im Onyx-Gefängnis. Aber auch die Laborassistentin, die zuvor Amok gelaufen ist. Im Laufe der Episode mutieren die Assistentin und auch die Wachen zu Monstern. Die Sporen haben sich ausgebreitet.

Auf der Allianz-Korvette versuchen die Spartan-III zur Brücke vorzudringen. Der Widerstand ist enorm. Als die UNSC-Flotte eintrifft, keimt kurz Hoffnung auf, doch Sekunden später wird das Flaggschiff zerstört. Die Spartan-III sind verzweifelt. Der Chief hört sich das alles über COM an, ignoriert Parangoskys Befehl, den Halo anzusteuern, schnappt sich seinen Helm und macht sich bereit, ins All zu springen, um seinen Kameraden zur Hilfe zu kommen.

Makee und Cortana führen ein letztes Gespräch, bevor Makee den Datenspeicher der KI mit ihrer Hacke zerschmettert und Cortana »tötet«.

Chief ist auf der Allianz-Korvette gelandet und rettet Kai und den Spartan-III den Hintern. Perez und die anderen werden evakuiert, während Kai auf der Korvette bleibt und der Chief wieder ins All springt und auf Makees Schiff zusteuert, das inzwischen auseinanderfällt. Parangosky beobachtet seinen Kurs und holt Halsey heran, damit sie ihren Schützling an seine Mission (den Halo) erinnert. Chief lässt sich aber nicht abbringen. Er will Cortana retten. Als er auf Makees Schiff landet, ist diese bereits mit dem Gebieter per Fluchtkapsel auf dem Weg zum Halo. Cortana befindet sich nun in den Schiffssystemen, wird aber vom Chief per »Mägic« herausgezogen und in seine Rüstung integriert bevor das Schiff selbst auf den Halo stürzt.

Soren und Kwan haben Kessler und Laera gefunden. Mit Ackerson im Schlepptau bahnen sie sich einen Weg durch die Basis, auf der es inzwischen zum ultimativen Ausbruch der Sporen (die Flood) gekommen ist. Parangosky wird von der Flood assimiliert. Der Trupp um Soren kann entkommen, Laera aber wurde infiziert und opfert sich. Miranda bleibt im abgeriegelten Labor zurück, um nach einer Rettung zu forschen. Halsey ist bei ihr, wurde aber auch infiziert. Miranda legt sie auf Eis, damit die Mutation nicht weiter voranschreitet.

In der Zwischenzeit bringt Kai das ultimative Opfer, indem sie die Korvette der Allianz in den Sturmträger, das Flaggschiff der Allianz, rammt und dem UNSC damit einen Vorteil verschafft.

Chief und Cortana sind auf dem Halo gelandet und machen sich auf den Weg zu einer auffälligen Struktur. Dort treffen sie auf Makee und den Gebieter. Es kommt zu einem letzten Kampf zwischen Chief und dem Gebieter, bei dem der Gebieter unterliegt. Makee verschwindet mit den ominösen Worten »Alles wird gereinigt« im Inneren der Struktur. Aus dem Halo sprießen weitere Strukturen, während am Himmel weitere Allianz-Schiffe auftauchen. Dann folgt der Chief Makee in das Innere des Halos.

Die letzte Szene zeigt wieder das Gespräch zwischen dem Chief und der unbekannten Stimme. Es wird deutlich, dass der Chief (wie zuvor Makee) von der Stimme verhört und geprüft wird, denn die Stimme gehört zu 343 Guilty Spark, einem fliegenden Roboter, der als Halos Hausmeister fungiert. Guilty Spark gewährt dem Chief Zutritt und warnt ihn, dass er ihn beobachten werde.

That’s Halo, baby!

Eine finale Episode, die alles daran setzt, dass sich die Serie für die Fans immer mehr nach Halo anfühlt. Die Flood ist endlich da und auch 343 Guilty Spark (der fliegende Roboter) feiert sein Debüt; Perez ballert mit ZWEI Needlern gleichzeitig herum; der Chief jettet durchs All, um eine Allianz-Korvette zu entern und ein Halcyon-Kreuzer, der auftaucht, um den Tag zu retten, wird innerhalb von zwei Sekunden von einem Allianz-Schlachtkreuzer geschrottet – genau das ist die Essenz von Halo! Nicht zu vergessen, dass wir nach zwei Staffeln endlich auf dem Ring gelandet sind. Hallelujah!

Die Figuren und ihre Enden

Die meisten Figuren haben einen zufriedenstellenden Staffelabschluss erreicht. Laera opfert sich, um ihre Familie zu retten. Soren lässt seine spartanische Midlife-Crisis hinter sich, um Vater zu sein. Kai reitet als Walküre in den Tod. Parangosky bekommt was sie verdient und wird von der Flood assimiliert. Ackerson ist auf dem besten Weg zu einem Redemption Arc und der Chief – der mit Cortanas Rückkehr seinen inneren Frieden gefunden hat – nimmt seine Rolle als Halo-Botschafter an. Die Tatsache, dass seine Nummer »117« im Kampf mit dem Gebieter zerstört wurde, könnte als Symbol dafür verstanden werden, dass er nun wirklich der letzte seiner Art ist. Nur bei Kwan weiß man noch nicht so genau, was es damit auf sich hat, dass die Flood scheinbar für sie simpt.

Fragezeichen

Was auch immer noch nicht geklärt wurde: Wieso lebt Makee? Und wie genau hat Chief seinen Tod aus Staffel 1 überlebt? Schade, dass es auf diese Fragen keine nachvollziehbaren Antworten gibt. Auch beim Gespräch mit 343 Guilty Spark kann man zunächst nicht einschätzen, wann genau es stattfindet. Klar, der Gesprächsinhalt deutet schließlich darauf hin, dass sie miteinander reden nachdem der Chief die Halo-Struktur betreten hat. Allerdings ist während des Gesprächs die Nummer 117 auf seinem Brustpanzer zu lesen, die ja eigentlich beim Kampf gegen den Gebieter zerschreddert wurde. Offenbar ein Kontinuitätsfehler. Bei 343 Guilty Spark handelt es sich übrigens um den »Hausmeister« des Halo-Rings. Er wird von einem Großteil der Halo-Community verteufelt, da er nicht besonders vertrauenswürdig ist und eng mit einem der schlimmsten Levels der Games verknüpft ist. Man darf gespannt sein, was die Schöpfer der Serie aus ihm machen werden. Das erste Sakrileg haben sie jedenfalls schon begangen, indem sie es versäumt haben, sein charakteristisches Summen einzubauen. Buh.

Fazit

Nach 17 zermürbenden Episoden fühlt sich die Serie endlich wie Halo an. Das Staffelfinale bestätigt noch einmal, dass David Wiener als neuer Showrunner genau die richtige Wahl war, um die Serie auf einen neuen Kurs zu bringen. Hier und da ächzt die Staffel zwar noch unter der Last der Lore, die die Drehbuchautor:innen – vor allem für Außenstehende – nur mäßig nachvollziehbar in die Geschichte einbauen, aber insgesamt ist sie als deutliche Verbesserung zu werten. Die finale Folge jedenfalls liefert endlich alle wichtigen Zutaten. Chief und Cortana sind verschmolzen (die Grundlage für ihre Dynamik), wir befinden uns ENDLICH auf dem Halo und 343 Guilty Spark ist ebenso am Start wie die Flood. Damit sind nun alle wichtigen erzählerischen Elemente vorhanden, so dass sich Staffel 3 endlich an die Geschichte der Games heranwagen kann.

© Paramount+ 

Totman Gehend

Totman ist Musiker, zockt in der Freizeit bevorzugt Indie-Games, Taktik-Shooter oder ganz was anderes und sammelt schöne Bücher. Größtes Laster: Red Bull. Lieblingsplatz im Netz: der 24/7 Music-Stream von Cryo Chamber auf YouTube.

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