Anime Fall Season 2021 / Woche #2

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Mieruko-chan, AMAIM: Warrior at the Borderline, The Aquatope on White Sand, The Faraway Paladin, The Heike Story undTaisho Otome Fairy Tale von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: AMAIM: Warrior at the Borderline
Start: 4. Oktober 2021
Genre: Action, Science-Fiction
Animationsstudio: Sunrise Beyond

Episode 2

Amo samt Maschine ergreifen die Flucht, wobei es ein Herumkriechen durch die Wälder wird, damit ihn keiner entdeckt. Schließlich wird in allen Nachrichten davon berichtet, dass er ein gefährlicher Terrorist sei. Während Gai in einen Schlafmodus verfällt, um die angesammelten Daten zu verarbeiten, sucht Amo im Wald nach etwas zu essen und stößt dabei auf ein Feld voller Tomaten. Bevor er jedoch in ein solch leckeres Prachtexemplar beißen kann, wird er auf frischer Tat ertappt. Allerdings entschuldigt er sich schnell, hilft dann bei der Feldarbeit und am Ende darf er sogar zu einem alten Ehepaar mit nach Hause. Da die beiden aber in Gefahr sind, solange er dort bleibt, geht er, nimmt sich aber den Schlüssel vom Boot des alten Mannes. Weit kommt er jedoch nicht, denn in einer Bucht wartet bereits eine Einheit der Asiatischen Armee. Anfangs kann er sich gut schlagen, doch dann wird er in die Mangel genommen. Im letzten Moment rettet Amo und Gai die Kugel aus einem Scharfschützengewehr eines auf dem Berg positionierten AMAIM. 

Da stellt sich zu Beginn der zweiten Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline die große Frage, was Amo nun gegen die feindliche Soldaten tun wird. Tja, dank Gai haut er schlicht und einfach ab. Wobei es schon amüsant ist, wie dieses kleine knuffige Wesen ihn dann anmeckert, weil er sich zu ungeschickt anstellt. Gut, in dem großen Teil durch den Wald zu robben ist keine leichte Aufgabe. Wobei Amo ansonsten eine gute Figur macht. Er entschuldigt sich für sein Verhalten so schnell, dass der alte Mann weich wird, und dann hilft er auch noch ohne zu meckern auf dem Feld mit. Dabei war er ja am Verhungern! Das er aber nicht länger bleibt, war im Grunde klar, denn so wie nach ihm gesucht wird, macht er dem Paar nur Probleme. Ein bisschen Action braucht es dann noch in der bis dahin ruhigen Folge, daher wird Amo natürlich auf Gegner stoßen und siehe da: Da wartet eine Einheit schon auf ihn. Neugierig macht dann der Junge, der im Scharfschützen-AMAIM hockt. 

Titel: The Aquatope on White Sand
Start:
  9. Juli 2021
Genre:  Slice of Life
Animationsstudio: P.A. Works

Episode 13

Im Tingaara Aquarium gibt es eine neue Mitarbeiterin: Fuuka. Als Tierpflegerin darf sie nun bei den Pinguinen ihr Können unter Beweis stellen. Doch zuerst muss sie ihre direkte Chefin von sich überzeugen, indem sie die Namen der einzelnen Pinguine und die dazugehörige Nummer und Farbe ihrer Bändchen auswendig lernt. Mit Erfolg. Währenddessen hat Kukuru die Aufgabe, eine “Hinter den Kulissen”-Führung zu planen. Für ihren Chef steht in diesem Zusammenhang Werbung im Vordergrund und er erwartet viel von der neuen Kollegin. Um die Route zu bestimmen, nimmt Kukuru eine Kollegin mit und führt sie durch den Hintergrund. Dank der Hilfe der fröhlichen Kollegin Marina Yonekura schafft Kukuru es, auch Chiyu Haebaru zu überzeugen, das Pinguinbecken als Highlight mit einzubinden. Die eigentliche Tour ist leider nicht ausgebucht, dennoch kann sie einer Familie mit zwei Kindern einen Einblick ins Aquarien-Leben schenken. Für den Chef zählen Zahlen und Fakten, daher ist für ihn Kukurus Arbeit missglückt. 

Eine Backstage-Führung in einem riesigen Aquarium anzubieten stelle ich mir als sehr schwierig, aber auch beeindruckend vor. Kukuru hat viel Arbeit vor sich. Nicht nur mit der ganzen Planung, wie sich die Wege zusammen setzen, sondern auch selbst die Führungen zu leiten. Durch ihre spritzige und hartnäckige Art schafft sie es mit Fuukas Hilfe die Pinguine mit einzubauen. Schade ist es, dass bei der Premiere nicht viele Menschen teilnehmen. Für den Chef ist Werbung das A und O, dementsprechend muss Kukuru für das mangelnde Interesse gerade stehen. Dass Fuuka so früh schon wieder zurückkommt und dann auch sofort eine Stelle im Aquarium bekommt, wirkt im ersten Moment etwas seltsam. Sie hatte sich eigentlich dafür entschieden, etwas anderes zu machen, und das nun wieder verworfen. Zur Freude von Kukuru natürlich, denn sie hat wieder eine Freundin und auch Nachbarin vor Ort. Obwohl Fuuka Bedenken um ihre Qualifikation hat, schafft sie es aber doch sehr schnell, sich einzuarbeiten. Die Nervosität und Unsicherheit vom Anfang im Gama Gama ist gar nicht mehr zu erkennen.

Titel: The Faraway Paladin
Start:
  9.  Oktober 2021
Genre:  Action, Fantasy, Abenteuer
Animationsstudio: Children’s Playground Entertainment

Episode 1

Will wird als Baby von den drei Untoten Blood, Gus und Mary gefunden und seitdem von ihnen aufgezogen. Jeder der Drei bringt ihm dabei etwas bei. Der Geist Gus lehrt ihm Magie durch die Schöpfungsworte und welche Macht diese über die Welt haben. Das Skelett Blood bringt ihm das Kämpfen bei und auch dass es notwendig ist, als Krieger zu töten. Die Mumie Mary bringt ihm die Kleinigkeiten des Alltags bei. Kochen, waschen, das Züchten von Pflanzen und was man sonst noch braucht um sich alleine zu versorgen. Obwohl Will noch so jung ist, hat er schon lange verstanden, dass er und die Untoten anders sind. Auch weil er vage Erinnerungen an sein früheres Leben hat. Es macht ihm aber nichts aus, denn Gus, Mary und Blood sind längst zu seiner Familie geworden. Wie jedes Kind ist allerdings auch Will neugierig und will wissen, was Mary jedes Mal im Tempel macht und warum es ihm verboten ist, in diesen Momenten hineinzugehen. Als er sich reinschleicht und sieht, wie Mary in Flammen steht, versucht er sie zu retten und verbrennt sich dabei die Arme. Die Verletzungen sind schwer, aber nicht lebensbedrohlich und Will erfährt endlich, was es mit den Flammen auf sich hat.

The Faraway Paladin ist schon lange ein Geheimtipp wenn es um sehr gute Light Novels geht. Mit der Anime-Adaption wird die Geschichte nun endlich auch einem breiteren Publikum zur Verfügung gestellt. Die erste Folge ist dabei ein echter Prolog. Wir lernen den Protagonistin Will kennen, seine untote Ersatzfamilie und lernen auch ein paar Kleinigkeiten über die Welt. Die Götter und Schöpfungsworte bilden dabei eine zentrale Rolle. Es ist keine Seltenheit, dass in Fantasy-Geschichten Worten Macht gegeben wird und hier kann man mit ihnen das Phänomen der Magie wirken. Interessant ist dabei aber, dass sie keine absolut eindeutige Magie erzeugt. Wie Gus erklärt spricht kein Mensch ein Wort gleich aus, weshalb die Magie schwankt und ihre Effekte und Stärke leicht verändert. Die Götter dürften auch noch eine wichtige Rolle spielen, ist doch gerade mit Mary eine Person zu sehen die zeigt welchen Einfluss sie auf die Welt haben. Durch einen Vertrag mit dem Gott Stagnant sind Mary, Blood und Gus zwar Untote geworden, doch dadurch wird Mary auch von ihren vorherigen Göttin Mater bestraft, wenn sie für sie betet. Was genau in der Vergangenheit der Drei passiert, ist wird aber wohl erst eine spätere Folge zeigen.

Titel: The Heike Story
Start:
15. September 2021
Genre: Historie
Animationsstudio: Science Saru

Episode 5

Nach Shigemoris Tod wandeln sich die Machtverhältnisse sowohl im Familienclan als auch im Kaiserreich. Nachfolger als Familienoberhaupt der Heike wird sein Bruder Munemori, der die Position mit deutlich weniger Würde ausfüllt. Als der alte Kaiser Ländereien und Vermögen einzieht, das die Heike für sich beanspruchen, schlägt Kiyomori zurück, besetzt noch mehr Staatsposten mit Heike-Verwandschaft, drängt unliebsame Gegner in die Verbannung und zwingt selbst den alten Kaiser in den Hausarrest. Dass der junge Kaiser abdankt und nun Tokukos Sohn im Kleinkindalter den Kaiserthron besteigt, passt ins Bild. Und dass Munemori einem gedemütigten Minamoto auch noch das Lieblingspferd wegnimmt, bringt das Fass zum Überlaufen. Widerstand formiert sich bei den Minamoto, den Kriegermönchen und einem weiteren Sohn des alten Kaisers, der auch für die Thronfolge in Frage käme. Doch auf dem Schlachtfeld sind die Heike Sieger.

In Folge 5 gibt es eine Menge Politik und ausführliches Schlachtgetümmel, wieder begleitet von Sprechgesang zur Biwa. Ein interessantes Instrument übrigens, das nicht nur zum zarten Klimpern, sondern auch zu aufpeitschender Schlacht-Untermalung taugt. Die Familienverhältnisse werden immer unübersichtlicher, all diese Brüder und Söhne von verschiedenen Müttern, die hier und da auftauchen und ins Geschehen eingreifen. Ein einfacher Anhaltspunkt: wer ein rundliches Gesicht und eine Stupsnase hat, ist wohl ein unfähiger Trottel. Aristokratische Züge und möglicherweise eine elegantes Spitzbärtchen qualifizieren zum tragischen Heldentum. Aber die wirklich tragische Figur ist Tokuko, die Leidtragende eines politisch genialen Heiratsmanövers. Jetzt ist sie zwar die Mutter des Kaisers, aber ihre Verwandten schlachten gerade Verwandte ihres Mannes ab. Und dennoch will sie allen vergeben, damit das Gemetzel einmal ein Ende hat. Nur, dass das keinen interessiert. 

Titel: Mieruko-chan
Start: 03. Oktober  2021
Genre: Horror, Supernatural, Komödie
Animationsstudio: Passione

Episode 1

Miko sieht an allen möglichen Plätzen gruselige Geister. In der Schule sind sie in den Gängen, in der Umkleide und im Klassenzimmer. Hana merkt von alledem nichts, selbst dann nicht, als ein Geist sich an sie klammert. Nach der Schule besuchen die beiden einen Burgerimbiss, doch gleich daneben sitzt ein großer, froschähnlicher Geist und frisst die Menschengeister, die sich dazu in einer Reihe angestellt haben. Auf dem Heimweg finden sie ein verlassenes Kätzchen. Sie suchen nach einem Zuhause für das Tier, doch ein freundlicher junger Mann, der sich zu Verfügung stellt, wird von Miko abgelehnt, da er von Geistern umgeben ist. Stattdessen gibt sie das Kätzchen einem unheimlich aussehenden Riesen mit Tattoos, der von zwei leuchtend weißen Katzengeistern umgeben ist. 

Mit jeder Menge Gruselgeistern geht Mieruko-chan weiter und Miko schafft es weiterhin, diese zu ignorieren. Es tut ihr gut, mit der fröhlichen und unbedarften Hana zusammenzusein, die keine Ahnung von dem hat, was um sie herum vorgeht. Mit Sicherheit würde sie sich die Seele aus dem Leib schreien, würde es ihr so gehen wie Miko. Dass es Geister gibt, die andere fressen, schockiert Miku, die sich nicht sicher ist, was mit ihr passiert wäre, wenn sie die falsche Schlange nicht verlassen hätte. Doch ihre neue Gabe hat auch eine positive Seite: So kann sie für das Kätzchen das richtige Zuhause aussuchen, da sie auch gute Geister wahrnimmt. 

Titel: Taisho Otome Fairy Tale
Start: 9. Oktober  2021
Genre: Slice of Life, Komödie, Romanze
Animationsstudio: SynergySP

Episode 1

Der in wohlhabenden, aber lieblosen Verhältnissen aufgewachsene Tamahiko Shima verliert bei einem Autounfall seine Mutter und den Gebrauch seiner rechten Hand. Damit kommt der Siebzehnjährige als Familienerbe nicht mehr in Frage. Ohne Fürsprecher in der Familie wird er in die Berge verbannt, wo er ohne jede Lebenslust dahinvegetiert. Doch eines Tages klopft die 14jährige Yuzuki Tachibana an seine Tür und stellt sich ihm als seine Braut vor. Tamahikos Vater hat sie zu diesem Zweck ihrer bei ihm verschuldeten Familie abgekauft und zu ihm geschickt. Yuzuki zieht bei ihm ein, wo sie den Haushalt übernimmt, putzt, kocht und ihm den Rücken wäscht. Als sie mitbekommt, dass Tamahiko nachts nicht schlafen kann, leistet sie ihm Gesellschaft und erzählt von ihrer Vergangenheit in der Mädchenschule und ihrem Kauf. 

Das Setting von Taisho Otome Fairy Tale klingt nicht besonders originell: Junger Mann wird verstoßen und zieht sich in eine handfeste Depression zurück, doch ein fröhliches junges Mädchen lässt sich davon nicht beeindrucken und kommt ihm näher. Dennoch übt diese unaufgeregt erzählte Serie erstaunliche Anziehungskraft auf die Zuschauenden aus. Tamahikos Vorgeschichte wird zügig erzählt, auch Yuzukus Hintergrund bleibt nicht im Dunkeln, wobei genug Raum für neue Erkenntnisse bleibt. Das ist auch gut so, denn neben dem mürrischen Tamahiko, der durchaus freundlich sein kann, wirkt Yuzuku noch ziemlich eindimensional mit ihrer stetig guten Laune und Fürsorglichkeit. Schön ist, dass das Lied, welches Yuzuku singt, die ganze Episode als Hintergrundmusik begleitet.

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