The Case Study of Vanitas

Start: 2. Juli – 18. September 2021
Episoden: 12
Genre: Fantasy
Regie: Tomoyuki Itamura
Studio: Bones

Inhaltsangabe:

Paris im späten 19. Jahrhundert, wo Vampire wieder ihr Unwesen treiben, obwohl es ihnen verboten ist, Menschen anzufallen. Vanitas besitzt ein besonderes Grimoire, nämlich das ”Buch des Vanitas”. Er ist ein gewöhnlicher Mensch und arbeitet als Arzt der Vampire, indem er ”Fluchträger” mit dem Buch bändigt und heilt. Doch das Buch kann auch Unheil über die Vampire bringen, da erzählt wird, dass es ein verfluchtes Buch ist, das die Vampire des roten Vollmondes auslöschen soll. Der Vampir Noé reist mit seinem Kater Murr nach Paris, um nach dem Buch des Vanitas zu suchen und der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Zufälligerweise trifft er dort tatsächlich auf Vanitas.  

Folge 1: Vanitas – Der Fall von Rusty Hopes

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 1

Vor langer Zeit wurde der unter einem blauen Vollmond geborene Vampir Vanitas von seinen Artgenossen verstoßen, die unter einem roten Vollmond geboren wurden, und erschuf der Legende zufolge ein Grimoire, mit dem er sich an seinen Peinigern rächen wollte. Im 19. Jahrhundert macht sich Noé, ein junger Vampir, mit seinem Kater Murr auf den Weg nach Paris, wo das Buch des Vanitas nach Aussage seines Lehrmeisters gesichtet worden sein soll, um es ausfindig zu machen. In einem Luftschiff trifft er auf die Vampirin Amelie, die ihren Blutdurst nicht beherrschen kann und Noé anfällt. Ein geheimnisvoller junger Mann, der es auf Amelie abgesehen zu haben scheint, kann mithilfe eines magischen Grimoires, welches Noé sofort erkennt, Amelies wahren Namen wieder herstellen und sie so zurückwandeln. Als er sich gerade vorstellen will, fällt er aus dem Luftschiff. Noé springt hinterher und beide landen unverletzt in einer Kirche, wo der junge Mann sich als Vanitas vorstellt, der diesen Namen sowie das Grimoire vom Vampir Vanitas geerbt haben will, obwohl er ein normaler Mensch ist. Er will mit dem Buch des Vanitas Vampire retten und bedrängt Noé, ihm dabei zu helfen. 

Steampunk meets Vampire: So könnte die Kurzbeschreibung von The Case Study of Vanitas lauten. Die Anime-Serie, produziert durch das Studio Bones (My Hero Academica, Mob Psycho 100) beruht auf dem gleichnamigen Manga von Jun Mochizuki (Pandora Hearts) und erzählt die Geschichte des jungen Vampirs Noé, der im Paris des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem sagenumworbenen Grimoire schneller fündig wird, als er geglaubt hatte. Zu seiner Überraschung ist der Besitzer des Grimoires ein Mensch, der mit dem Buch auch gleich den Namen des unheilvollen Vampirs angenommen hat, allerdings keinesfalls darauf aus ist, die Vampire zu vernichten. Im Gegenteil, Vanitas hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese von einer seltsamen Krankheit zu befreien, die sie in blutrünstige Wesen verwandelt, indem sie ihnen ihren wahren Namen stiehlt. Abgesehen von dieser ehrenvollen Aufgabe wirkt Vanitas allerdings eher wie ein Angeber, der gern große Reden schwingt und alles überhört, was er nicht hören will. Ist er ein Verrückter, ein Exzentriker oder was sonst verbirgt sich hinter seinem großspurigen Gehabe? 

Folge 2: Noé – In der Stadt der Blumen

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 2

Noé und Vanitas finden sich im Gefängnis wieder, wo sie allerdings nicht lange bleiben, da Count Orlok sie zu sich beruft. Der alte Vampir verlangt nach dem Grimoire und verkündet, dass Amelia getötet werden soll, da er nicht an ihre Heilung vom Fluch glaubt. Das veranlasst Noé, eine Wette einzugehen, um sie zu retten. Sie wollen den Vampir fangen, der in Paris sein Unwesen treibt, und ihn vor den Augen des Count von seinem Fluch befreien. Tatsächlich können sie ihn aufspüren und Vanitas ihn vom Fluch befreien, doch da mischt sich Luca ein, ein junger Vampir, der das Grimoire haben will, um es zu zerstören. Als Noé und Vanitas fliehen, werden sie von Jeanne verfolgt, einer Henkerin der Obrigkeit, die sich im Krieg zwischen den Menschen und Vampiren einen Namen gemacht hat, nun aber Luca als Ritterin dient.

Rasant geht es in The Case Study of Vanitas weiter. Während Noé noch ganz überwältigt von den Eindrücken ist, die Paris ihm bietet, befinden er und Vanitas sich schon mitten im Schlamassel. Nur: Vanitas scheint meilenweit davon entfernt zu sein, irgend etwas überhaupt ernst zu nehmen. Ob sein Grimoire sich nun unter Polizeiverschluss oder in den Händen den Counts befindet oder ob Noé ihn dazu verpflichtet, ihm zu helfen und seinen Umgang mit dem verfluchten Buch anerkennt, Vanitas lacht und findet alles amüsant. Als allerdings Jeanne auftaucht, nimmt er die Beine in die Hand, mit ihr möchte er sich [zunächst] nicht anlegen. Es bleibt abzuwarten, was hinter seinem exaltierten Gehabe steckt.

Folge 3: Archiviste – Die Fangzähne, die im Blut lesen

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 3

Vanitas stellt sich Jeanne, lässt aber den Vampir Berneux, den er zuvor gestellt hat und der wieder zu Kräften gekommen ist, Jeanne angreifen, um ihm daraufhin mithilfe des Grimoires vom Fluch zu befreien. Aschließend verhandelt er mit Jeanne und küsst sie, bevor sie mit Luca die Flucht ergreift. Count Orlok hebt die Todesstrafe für Amelia zunächst auf und Vanitas versucht herauszufinden, ob sie vor ihrer Korrumpierung die Parade des Scharlatan gesehen hat. Als sie sich nicht erinnern kann, trinkt Noé von ihrem Blut, da er die Fähigkeit besitzt, dadurch in die Erinnerungen anderer zu blicken. Tatsächlich kann er die Parade und auch Scharlatan sehen. Unversehens taucht Dominique de Sade auf, seine Kindheitsfreundin, und entführt ihn auf einen Maskenball in der Welt der Vampire, Altus. Vanitas schließt sich ihnen an.

Allein die visuelle Umsetzung von The Case Study of Vanitas ist eine wahre Freude. Detailreiche Bilder, eindrucksvolle Farbzusammenstellungen und energiegeladene Actionszenen lassen keine Langeweile aufkommen. Dazu kommt die wendungsreiche Geschichte und ein Hauptcharakter, der undurchschaubar bleibt. Wer oder was ist Vanitas eigentlich? Ein Mensch, der nach eigenen Angaben vom Vampir Vanitas gebissen wurde und dessen Kräfte erhalten hat, wodurch er zum Clan des Blauen Mondes gezählt wird – sagt er jedenfalls. Aber ist er wirklich ein Arzt, der eine undankbare Aufgabe übernommen hat, oder eher ein Gelangweilter, der den Kick der Gefahr benötigt, um sich lebendig zu fühlen? Ein Held oder ein Schwindler?

Folge 4: Bal masqué – Die Nacht der lachenden Masken

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 4

Vanitas, Noé und Dominique fahren zum Maskenball ins Schloss. Dort verläuft Noè sich und trifft auf Luca. Da Dominique sich Sorgen um Noé macht, nimmt sie Vanitas gefangen und foltert ihn, um mehr über ihn herauszufinden, lässt ihn dann aber frei. Vanitas hat sich eine andere Strategie überlegt, um bekannt zu werden, und offenbart sich der Festgesellschaft. Als die Hausherrin, Dominiques Schwester Veronica, ihn töten will, wird er von Jeanne gerettet und in Sicherheit gebracht. Während Noé und Luca vom Scharlatan und seinen Gefährte angegriffen werden und etliche Gäste sich als Fluchträger offenbaren, bietet Vanitas Jeanne sein Blut an. Nach einigem Zögern beißt Jeanne ihn.

The Case Study of Vanitas liefert eine Erklärung für die Existenz der Vampire, die zu Paracelsus führt. Demnach sind Vampire aus Menschen entstanden und dann von ihren Schöpfern verbannt worden. Kein Wunder, dass diese so schlecht auf die Menschen zu sprechen sind und prompt Jagd auf Vanitas machen, als dieser sich zu erkennen gibt. Immerhin ist er nicht nur durch das Grimoire und die Macht des Vampirs Vanitas ihr Todfeind, er gehört auch noch zu den verachteten Menschen. Dabei scheint er die Vampire wirklich retten zu wollen, und zwar aus Rache an demjenigen, der ihn zu Vanitas gemacht hat.

Folge 5: Réminiscence – Freunde

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 5

Noé und Luca stehen Scharlatan gegenüber. Dieser weckt Noés Kindheitserinnerungen an die Zeit, in der er von seinem Meister aus der Menschenwelt geholt wurde und dessen Enkel Louis und Dominique kennenlernte. Die drei wurden schnell Freunde und verbrachten viel Zeit miteinander, doch im Laufe der Zeit veränderte sich Loius, ein Fluchträger, und zog sich immer mehr zurück. Während eines Zwischenfalls mit ihren Freunden aus dem Dorf wird der Fluch aktiv. Louis bedroht Noés Leben, doch sein Meister rettete ihn. Diese Erinnerungen bedrücken Noé, doch bevor Scharlatan seine Gemütslage ausnutzen und ihm seinen wahren Namen entlocken kann, greift Vanitas ein.

Perfektes Pacing, beeindruckende Farbgebungen und passender Sound: In die anfangs unschuldigen Kndheitserinnerungen Noés schleicht sich ein Horror ein, der sich ständig steigert und unaufhaltsam zu einem Schreckensende führt. Wenn Louis sich merkwürdig verhält, an Holzstücken herumschnitzt und emotionslos mit seinem Großvater über sein Schicksal spricht, kann das nur in einem Blutbad enden. Dennoch lässt The Case Study of Vanitas seine Zuschauer/innen bis zum Schluss hoffen, dass es wenigstens für die drei Freunde ein gutes Ende geben wird, nur um im Bruchteil einer Sekunde das Grauen auf die Spitze zu treiben.

Folge 6: Salvatio – Zweifel

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 6

Bevor Scharlatan Noé seinen wahren Namen entlocken kann, greift Vanitas ein. Auch Jeanne taucht auf. Scharlatan ist entzückt, wird aber von seinem Begleiter, der ihn Naenia nennt, zurückgehalten und verschwindet. Vanitas versucht, die in Fluchträger verwandelten Vampire zu retten, doch diejenigen, für die es zu spät ist, tötet er zu Noés Entsetzen. Dominiques Schwester Veronica benutzt ihre Kräfte, um Vanitas gefangen zu nehmen, da sie ihn töten will, wird aber von Lord Ruthven aufgehalten, der der Königin dient und Noé und Vanitas unter seinen Schutz stellt. Die beiden haben einen heftigen Streit miteinander, da Noé nicht versteht, warum Vanitas die Vampire töten musste. Dennoch erklärt Noé Vanitas, dass er ihm folgen wird, auch wenn er ihn nicht leiden kann.

Noé hat in The Case Study of Vanitas keine leichte Zeit. Zum einen weiß er nicht genau, warum sein Meister ihn ausgesandt hat, Vanitas Grimoire zu suchen. Zum anderen ist ihm nicht klar, was Vanitas eigentlich bezweckt. Letzterer bleibt undurchschaubar, nennt seine Aussagen Lügen, erklärt nichts und bleibt so unnahbar. Doch die Szene auf dem Turm zeigt, dass auch er verletzlich ist und überrascht werden kann, denn Noé hat sich entschieden, ihm zu folgen, weil er neugierig ist. Damit verändert er die bisherige Beziehung zwischen ihm und Vanitas und lässt Raum für etwas Neues. So dramatisch diese Szene ist, so witzig ist sie auch, wenn Noé und Vanitas sich anschreien, während über ihnen lautstark die Turmglocke schlägt.

Folge 7: Femme fatale – Liebe

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 7

Als Dank für seine Hilfe lädt Luca Noé zum Kaffee ein und serviert Tarte Tatin, Noés Lieblingskuchen. Dabei erfahren die Anwesenden von Vanitas von der Beziehung zwischen ihm und Jeanne, die diesen als ihren Besitz markiert hat. Peinlich berührt springt Jeanne mit Vanitas aus dem Fenster, um mit ihm zu sprechen und ihn zu bitten, das Geheimnis über ihre Blutlust zu bewahren. Vanitas willigt unter zwei Bedingungen ein: Zum einen darf Jeanne nur noch sein Blut trinken, zu anderen soll sie ihn bei seinem Namen nennen, da sie ihn immer mit “Mensch” anspricht. Noé, der ihnen gefolgt ist, wird Zeuge dieses Gesprächs und ist verwirrt. Abends fragt er Vanitas über die Liebe und über Jeanne aus. Am nächsten Tag erhält Noé eine Audienz bei Lord Ruthven, dem Mann, der den Krieg zwischen Menschen und Vampiren beendet hat, und Dominique muss nach Hause zurückkehren.

Vanitas bleibt auch in dieser Folge von The Case Study of Vanitas undurchschaubar. Er erklärt, in Jeanne verliebt zu sein, obwohl offensichtlich ist, dass sie ihn nicht leiden kann. Dabei verhält er sich nicht gerade wie ein Liebender, wenn er für die Bewahrung ihres Geheimnisses Bedingungen stellt und auch sonst tut, was ihm passt. Andererseits scheint er unbedingt zu wollen, dass sie nur sein Blut trinkt, wenn sie die Blutlust überkommt, und nicht das eines anderen. Es ist schwer vorstellbar, dass er das aus romantischen Gefühlen heraus verlangt, sondern er scheint einen anderen Hintergedanken zu haben, der damit zu tun haben könnte, dass Jeanne vielleicht eine Fluchträgerin ist. Dass es eine Medizin gegen die Gier nach Blut geben soll, hat ihn jedenfalls überrascht.

Folge 8: Catacombes – Der Ort, an dem die Toten ruhen

Zunächst verläuft die Audienz bei Lord Ruthven normal, auch wenn dieser zugibt, dass er sich mit Noés Meister nicht gut versteht. Luca stellt sich als der direkte Erbe der Königin heraus, dessen Bruder ein Fluchträger ist. Doch dann provoziert Vanitas mit Fragen und Unterstellungen über die Königin einen Rauswurf. Ohne Lord Ruthvens Unterstützung kehren sie in die Menschenwelt zurück, wo sie auch von Count Orlok vor die Tür gesetzt werden. Als Vanitas Vertraute von einem neuen Fluchträger berichten, der sein Unwesen treibt, schleichen er und Noé sich in die Untergrundgewölbe ein, in denen die Vampirjäger ihren Stützpunkt haben. Sie werden von Roland Fortis, einem Paladin des Ordens, ausgetrickst, der Vanitas einsperrt und Noé kampfunfähig macht, um ihn zu töten.

Um eine Information zu erhalten, legt Vanitas sich mir ihrem Schutzherren an und prompt bekommen er und Noè die Quittung: einen Rauswurf. Auch in der Menschenwelt dürfte es schwierig werden, wenn Count Orlok ihnen sein Wohlwollen entzieht. Doch das scheint Vanitas nicht besonders zu beunruhigen. Seelenruhig marschiert er mit Noé zu ihren Feinden, den Jägern. Wie es aussieht, ist Vanitas dabei unaufmerksam, was zu seiner Festsetzung führt. Nun steht Noé dem Vampirjäger hilflos gegenüber, der ihn geblendet und mit Drogen seine eigene Kampfkraft erhöht hat. Doch bei The Case Study of Vanitas gibt es ja immer mehr, als auf den ersten Blick zu entdecken ist.

Folge 9: Chasseur – Die das Tiefrot Jagende

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 9

Es sieht nicht gut aus für Noé, doch Roland ist abgelenkt, als er erfährt, dass er Vanitas eingesperrt hat, den er als Opfer der Vampire sieht und unbedingt retten will. Noés Augen erholen sich, doch noch immer ist Roland stärker, so dass die beiden flüchten müssen. Zusammen mit seinen Untergeben Maria und Georges durchsucht Roland die Katakomben, muss allerdings feststellen, dass die Flüchtenden sich erstaunlich gut in den Gewölben auskennen. Noé lernt, dass Vanitas seine Kindheit als Versuchskaninchen Nr. 69 für Dr. Moreau im Untergrund verbracht hat. Moreau hat Experimente zum Thema Übermenschen durchgeführt und wurde vom Orden verstoßen. Doch er hat sich insgeheim im Untergrund versteckt und steckt hinter den Vorfällen, die den Fluchträgern angelastet werden. Um Roland zu einem Gespräch zu bewegen, spielen Noé und Vanitas ihm eine Geiselnahme vor. Der Plan gelingt.

Unglaublich, dass es in The Case Study of Vanitas noch jemanden gibt, der seine Umwelt komplett ignoriert. Aber Roland hat sich ein bestimmtes BIld von Vanitas gemacht, an dem er festhält und alles abblockt, was seine Ansichten erschüttern könnte. Allerdings kann auch nur deswegen der Plan mit Vanitas statt Maria als Geisel gelingen, den Noé sich ausgedacht hat. Zu Vanitas wird nicht nur bekannt, dass er Versuchsobjekt bei fragwürdigen Experimenten war (wobei die Frage ist, ob er in einen Übermenschen verwandelt wurde), sondern dass seine Eltern einem Vampir zum Opfer gefallen sind und er so den Orden aufgenommen wurde, um ein Jäger zu werden, dann aber Dr. Moreau überlassen wurde. Kein Wunder, dass er Vampire und Menschen gleich abwertend betrachtet.

Folge 10: Cicatrice – No. 69

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 10

Vanitas gibt sich gegenüber Dr. Moreau, der ihn nur Nr. 69 nennt, überaus freundlich und stellt seine Begleiter als Wissbegierige vor. Doch die unmenschlichen Äußerungen Moreaus bringen Noé dazu, einzugreifen. Im entstehenden Tumult taucht Spider auf, ein Begleiter Scharlatans, und rettet Moreau, der ein Monster auf die Zurückbleibenden loslässt. Zudem lässt er den Begriff Nr. 71 fallen und bringt Vanitas damit völlig aus der Fassung. Noé reiß ihn aus seiner Erstarrung und beide springen dem Monster, Prédateur genannt, in den Rachen, um die entführten Vampire und den Fluchträger von innen heraus zu retten, was ihnen zu ihrem eigenen Erstaunen auch gelingt. Doch als das Labor in sich zusammenbricht, können sie gerade noch mit den geretteten Vampiren entkommen. Roland ist völlig überwältigt über die Erkenntnis, dass Vampire und Menschen Freunde sein können. Vanitas und Noé überlassen ihm die Geretteten und entkomen den Katakomben. Noé wird klar, dass Vanitas mit seinem Wunsch, die Vampire zu retten, viel eher sich sebst retten will. Und er hat sich unwissentlich Lord Ruthven zum Feind gemacht, der mit Dr. Moreau und Scharlatan unter einer Decke steckt.

In The Case Study of Vanitas hatte schon so manch ein skurriler Charakter seinen Auftritt, doch Dr. Moreau schlägt sie alle. Der durchgeknallte Wissenschafter hegt eine Leidenschaft für Vampire, deswegen begeht er die unmenschlichen Forschungen. Unreflektiert und ohne andere Menschen oder sogar Vampire als fühlende Wesen wahrzunehmen, ist er ein leichtes Opfer für Manipulationen. Kein Wunder, dass Scharlatan sich seiner bedient. Vanitas dagegen zeigt sich von einer ungewohnt verletzlichen Seite und offenbahrt einiges aus seiner Vergangenheit. Und so ist es dieses Mal Noé, der den Takt vorgibt und ihn mitreißt, auch wenn er sich hinterher dafür entschuldigt. Deutlich wird auf jeden Fall, dass hinter Vanitas fast schon Besessenheit genannt werdendem Vorhaben, die Vampire zu erlösen, wesentlich mehr steckt, unter anderem auch Schuldgefühle. Wie Noé scheint auch er sich für den Tod eines ihm Nahestehenden verantwortlich zu fühlen. Eine überraschende Entwicklung durchläuft Roland: Der Anblick eines Menschen und eines Vampirs, die gemeinsam miteinander lachen, verändert seine Sichtweise.

Folge 11: Serment – Der Bann

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 11

Um Vanitas seine romantische Neigung auszutreiben, verabredet Jeanne sich mit ihm und gibt vor, sich in ihn verliebt zu haben. Doch anders als geplant zeigt Vanitas sich äußerst entzückt und genießt das Date, während Jeanne hinsichtlich ihrer Gefühle immer unsicherer wird. Sie besichtigen Paris und verbringen eine schöne Zeit miteinander, bis Jeanne von ihrem Blutrausch überwältigt wird. Lord Ruthven sucht unterdessen Noé auf und lädt ihn in ein Cafe ein, wo er ihn über Vanitas ausfragt. Noé bemerkt in Ruthven eine Ähnlichkeit zu seinem Lehrer, die ihn fasziniert. Als er Ruthvens Frage, wie er über Menschen und Vampire denkt, zu dessen Unzufriedenheit beantwortet, fällt dieser über ihn her und trinkt sein Blut. Auch Vanitas wird von Jeanne zur Ader gelassen, der feststellen muss, dass sie in Bezug auf Fluchträger mit einem Schweigebann belegt wurde und ihm seine Fragen nicht beantworten kann.

Noé und Vanitas sind in The Case Study of Vanitas zwei Seiten einer Münze. Beide betrachten Vampire und Menschen als gleichwertig, doch während Vanitas in ihnen nur Monster und Abscheulichkeiten sieht, liebt Noé beide gleichermaßen. Vielleicht kommen die beiden gerade wegen ihrer identischen Grundhaltung so gut miteinander aus, zumal Vanitas sich nicht immer seinen Worten entsprechend verhält, sondern ab und zu mit positiven Ansätzen auffällt. Lord Ruthven dagegen gefällt diese Ansicht überhaupt nicht. Anscheinend hatte er vor, Noé unter seine Fittiche zu nehmen, doch nun greift er auf Plan B zurück und attackiert den Betäubten. Und wenn die Silhouette ihm gehört, die in Jeannes Gedanken sichtbar wurde, als das Thema Fluchträger aufkam, dann ist Noé in ernster Gefahr, zumal Lord Ruthven mit Scharlatan unter einer Decke steckt.

Folge 12: Deux Ombres – Der Anfang von allem

Titel: The Case Study of Vanitas
Start:
3. Juli 2021
Genre: Fantasy
Animationsstudio: Bones

Episode 12

Als Vanitas erfährt, dass Lord Ruthven von seiner Verabredung mit Jeanne weiß, eilt er bestürzt zum Hotel, nur um Vanitas schlafend vorzufinden. Dieser ist von Lord Ruthven mit einem Fluch belegt worden und soll ein einziges Mal dessen Befehl ohne Widerstand ausführen, egal, um was es sich handelt. Roland studiert in der Bibliothek die Geschichte von Vampiren und Menschen, doch Olivier ist darüber nicht glücklich und versucht, Roland zu erpressen, damit dieser von seinen Studien ablässt. Vanitas Helfer Dante hat unterdessen erfahren, dass das Biest von Gévaudan wieder aufgetaucht ist, was Vanitas Interesse weckt. Während der Besprechung wird Noé von Vanitas Blutgeruch angezogen, doch dieser serviert ihn eiskalt ab und verschwindet aufs Dach, wo er die Nacht verbringt. Am folgenden Morgen findet Vanitas Noé mit gepacktem Koffer vor. Noé entschuldigt sich und beide machen sich gemeinsam auf den Weg nach Gévaudan, um die Bestie zu suchen.

Es ist spannend zu beobachten, wie sehr sich die Beziehung von Vanitas und Noé verändert hat. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft ist längst schon etwas Tieferes geworden und Vanitas, der niemanden an sich heranlässt, reagiert instinktiv, als er Noé in Gewahr wähnt. Noé dagegen lässt in seinem geschwächten Zustand alle Vorsicht fallen. Zwar dürfte er durch Lord Ruthvens Überfall geschwächt sein und Stärkung benötigen, doch dass gerade Vanitas Blut ihn so anzieht, hat nicht nur damit etwas zu tun. Ihn interessiert, was für ein Mensch Vanitas ist, doch dieser gibt selten etwas von sich preis, so dass Noé meint, seine Archiviste-Fähigkeiten einsetzen zu müssen. Vanitas durchschaut diese Absicht schneller, als sie Noé überhaupt bewusst ist. Beide sind sich im Laufe der Geschichte deutlich nähergekommen, doch die neue Beziehung wirkt noch ziemlich instabil.

The Case Study of Vanitas

Das neuste Werk von Jun Mochizuki trägt den Titel The Case Study of Vanitas (auch bekannt unter dem japanischen Titel Vanitas no Shuki). Carlsen Manga brachte im Juli 2017 den lang ersehnten ersten Band der Steampunk-Vampirgeschichte heraus. Die Erwartungen sind nach Pandora Hearts hoch. Wird Vanitas der nächste Hit oder wird es eher im Schatten des Vorgängers verbleiben?

   

Paris im späten 19. Jahrhundert, wo Vampire wieder ihr Unwesen treiben, obwohl es ihnen verboten ist, Menschen anzufallen.
Vanitas besitzt ein besonderes Buch, nämlich das ”Buch des Vanitas”, das ihm vererbt wurde. Er ist ein gewöhnlicher Mensch und arbeitet als Arzt der Vampire, indem er ”Fluchträger” mit dem Buch bändigt und heilt. Doch das Buch kann auch Unheil über die Vampire bringen, da erzählt wird, dass es ein verfluchtes Buch ist, das die Vampire des roten Vollmondes auslöschen soll.
Der Vampir Noé reist mit seinem Kater Murr nach Paris, um nach dem Buch des Vanitas zu suchen und der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Zufälligerweise trifft er dort tatsächlich auf Vanitas.

Unheilsbringer oder Retter?

Originaltitel Vanitas no Shuki
Jahr 2015
Bände 1 / ?
Autor Jun Mochizuki
Verlag (D) Carlsen Manga (2017)
Genre Fantasy, Historical, Abenteuer

Als Kind wurde Noé von seinem Lehrer Mon Chaton (frz. kleines Kätzchen) genannt und davor gewarnt, sich niemals seinen echten Namen stehlen zu lassen. Es soll sich dabei schließlich um die Formel handeln, aus der sich seine Existenz bildet. Er las ein Märchen über den Vampir des blauen Vollmondes, der von den Vampiren des roten Vollmondes aus dem Dorf verbannt wurde. Man sah ihn als ein schlechtes Omen.
Dieser soll nach seiner Verbannung Rache geschworen haben und dadurch entstand auch das Buch des Vanitas. Doch der Vanitas, den Noé in Paris trifft, scheint eher den Vampiren zu helfen. Er heilt Amelia, eine junge Frau, deren Name verzerrt wurde. Da Noé unbedingt wissen will, was es mit dem Buch auf sich hat, folgt er Vanitas, obwohl er ihn nicht sonderlich mag.
Letztendlich bleibt die Frage, ob das Buch wirklich hilft oder den Fluch noch weiter ausbreitet.

Interessanter Einstieg

Schon allein die Legende von Vanitas kommt einem merkwürdig vor und man ist gespannt, was es damit auf sich hat. In Band 1 kann man nicht vorhersehen, in welche Richtung sich der Manga entwickelt. Wie schon bei Pandora Hearts lockern öfters Comedyeinlagen die Stimmung auf.
Noé scheint recht kindlich zu sein, obwohl er etwas ernster wirkt, als Vanitas. Seine Begeisterung beim Reisen mit dem Luftschiff oder beim Besuch in der Stadt der Blumen ist wie die eines Kindes.
Die vielen französischen Begriffe fallen hier besonders auf, aber sehr passend, da es in Frankreich spielt. Nur das Wort ”Sensei” passt nicht ganz so in den Manga. Komplett auf japanisch konnte man wohl doch nicht verzichten oder es war tatsächlich damit ein Japaner gemeint.
Der Veröffentlichung von Carlsen Manga liegt Band 1 ein Lesezeichen bei, dass es nur in der ersten Auflage gibt. Auf der Vorderseite ist Noé mit seinen Kater zu sehen und auf der Rückseite Vanitas. Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen, da Carlsen hier auf einen blauen Metallic Schriftzug setzte, der sowohl auf dem Cover, als auch auf dem Buchrücken drauf ist. Mit über 230 Seiten ist der Band etwas dicker als üblich und schlägt preislich daher etwas mehr zu Buche.

Mich hat der erste Band überzeugt. Noé gefällt mir vom Charakter her ganz gut und ich finde es cool, dass er als Vampir einen Kater hat (ich mag Katzen), auch wenn er ihn öfters irgendwo vergisst. Der Kater sieht grimmig aus, was ich ganz lustig finde. Durch seine zwei verschiedenen Augenfarben hebt er sich von anderen ab. Noés Aussehen finde ich auch ganz interessant, da seine Haut um einiges brauner dargestellt wird, als zum Beispiel die von Vanitas. Für jemanden wie ihn eher untypisch schließlich werden Vampire oft mit Porzellanhaut dargestellt. Vanitas kann ich noch nicht einschätzen. Es wird sich in den nächsten Bänden zeigen, ob ich ihn mag oder nicht. Schön finde ich seinen Sanduhr Ohrring, weil es mal was anderes ist. Ob das nur ein Accessoire ohne Bedeutung ist? Sonst scheint er mir etwas aufdringlich zu sein, dadurch das er unbedingt Noé als sein Schutzschild haben will. Letztendlich kann ich wieder die tollen Artworks von Jun Mochizuki loben, daher auch die Hoffnung auf ein Artbook zur Serie. Die Vorfreude auf die nächsten Bände ist riesig.

Zweiter Eindruck:

Der erste Band hat mir wirklich sehr gut gefallen, ich mag den Mix aus Ernst und Komik. Noé finde ich sehr sympathisch und musste schmunzeln als er Vanitas ins Gesicht sagt, dass er ihn schlichtweg nicht mag und deshalb nicht mit ihm zusammenarbeiten will. Das ist so gnadenlos ehrlich, dass es selbst dem dubiosen Vampirarzt die Sprache verschlagen hat. Vanitas selbst ist sehr interessant, er hat so einige witzige Seiten. Allerdings schwingt auch eine dunkle Seite bei ihm mit, die in schwarzen Sprechblasen dargestellt wird. Da stellt sich mir die Frage, ob das Buch des Vanitas diesen Einfluss auf ihn ausübt oder ob es einfach seine Natur ist. Von den umstehenden Personen wird auch immer wieder sein schlechter Charakter hervorgehoben, den er mehr als einmal auch bestätigt. Es ist auf jeden Fall klar, dass Noé ihn am Ende töten wird. Dies ist auch eine spannende Sache, da somit der Ausgang der Geschichte schon im ersten Kapitel gespoilert wird und jetzt zählt eigentlich nur der Weg dorthin. Die Zeichnungen von Jun Mochizuki finde ich wieder einmal grandios, diese haben mich schon bei Pandora Hearts begeistert. Daher teile ich Alva Sangais Hoffnung auf ein Artbook.

Alva Sangai

Alva Sangai beschäftigt sich in ihrer Freizeit gerne mit Medien verschiedenster Art. Egal, ob Serien, Filme, Anime oder Manga. Dabei spielt es keine Rolle aus welchem Land die Produktionen stammen, denn Alva ist da sehr weltoffen. Des Weiteren hört sie gerne Musik, schreibt Geschichten und zeichnet ab und zu. Ein Tee oder ein Cappuccino darf dabei natürlich nicht fehlen. Nebenbei beschäftigt sich Alva mit den vielen Funktionen von Clip Studio Paint EX, denn sie möchte sich in der Zukunft an einem Web-Comic versuchen. Der Name Alva Sangai setzt sich aus dem Vornamen der Protagonistin ihrer ersten längeren Geschichte, sowie ”Sangai”, Hirschen die nur in Manipur (Indien) zu finden sind, zusammen. Sangai spielt also auf ihre Bollywood-Artikel an.