Anime Winter Season 2026 / Woche #8
In diesem wöchentlichen Format begleiten wir Fate/strange Fate und SI-VIS: The Sound of Heroes von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide.

Titel: Fate/strange Fake
Start: 31. Dezember 2024
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: A-1 Pictures
Folge 9
Reevs Clan Calatin steht wie erstarrt vor dem Monster. Doch plötzlich rennt ein einfacher Beamter auf Cerberus zu und lenkt so das Wesen von allen anderen ab. Der Mann landet allerdings schnell im Maul des dreiköpfigen Hundes, was aber kein Problem ist, denn sofort kommen andere gleich aussehende Männer wie aus dem Nichts. Jack selbst stellt sich Alcides entgegen. Bevor der Kampf richtig entbrennt, schießen Schwerter auf den richtigen Archer zu. Dieser weicht aus und setzt zum Gegenangriff auf Gilgamesh an, trifft aber nicht und es kommt zu einer Pattsituation, als Richard sich zu alldem auch noch hinzugesellt. Da der fröhliche Saber dem falschen Archer ein Dorn im Auge ist, entbrennt ein Gefecht, bei klar wird, dass diese beiden Parteien sich nie zusammentun werden. Währenddessen greift Jack zu seinem Noble Phantasm. Er trifft damit den griechischen Helden, doch dieser bleibt unverletzt und zu allem Übel packt er seinen Gegner und verleibt sich dessen Fähigkeit ein. Jack wird außer Gefecht gesetzt, was nun dazu führt, dass sich John in den Kampf einmischt. Alcides erkennt den Mut des Mannes an, befördert ihn gleichwohl mit einem einfachen Schlag gegen eine Häuserwand. Abseits all dessen machen sich Sigma und Assassin auf den Weg in Krankenhaus. Bei einem Gespräch gesteht sich der junge Soldat ein, sich früher einen Helden gewünscht zu haben, der ihn rettet.
Anders als in der Light Novel-Vorlage finden einige Gefechte parallel zueinander statt, was dazu führt, dass viel los ist und sich eine Überraschung der nächsten anschließt. Schließlich war nicht abzusehen, dass erst Gilgamesh und dann Richard auf der Bildfläche erscheinen. Auch wenn der Kampf der beiden König schon ein Fest für die Augen ist, stiehlt Jack the Ripper allen hier die Show. Zum einen, weil er seine „wahre Gestalt“ annimmt (Fate/Apocrypha-Fans aufgepasst: Child Jack ist bei einer Darstellung zusehen!) und weil er sein Noble Phantasm abfeuert, was natürlich geil aussieht. Dass jedoch diese Power nicht ausreicht, um Alcides Schaden zuzufügen, ist absolut nicht vorhersehbar. Noch weniger, dass der Held dann diese spezielle Fähigkeit sogar stiehlt! Viele spannende Fragen tun sich dadurch auf, denn kann er das fremde Noble Phantasm unbegrenzt einsetzen und die gleiche Kraft entfalten? Dass John dann wie eine Puppe durch die Gegend geschleudert wird, ist ein schmerzhafter Anblick. Jedoch vermute ich, dass Fake Casters Macht noch etwas bewirken wird, denn sonst wäre die Geschichte des jungen Polizisten zu schnell zu Ende erzählt. Sigma lässt hingegen ein paar so ehrliche Worte fallen, dass auch das überrascht. Dass sich das Bildformat mitten in der Folge ändert, geht so flüssig vonstatten, dass es echt einen Moment dauert, das zu realisieren.

Start: 11. Januar 2026
Genre: Slice of Life, Romanze
Animationsstudio: East Fish Studio, Atelier Peuplier
Folge 7
Kohaku bezweifelt, dass aus ihm und Yoi ein Paar wird, und verabredet sich mit Sentaro und Shun für das Sommerfest, verfasst aber doch eine Nachricht an Yoi. Diese übernimmt am Tag des Festes eine Schicht im Nasu-Oyaji, da sie sich nicht traut, Kohaku zu fragen, ob die Verabredung noch steht, aus lauter Angst, er könnte sie zurückweisen. Im Gespräch mit Takuto wird ihr allerdings klar, dass ihre Gefühle für Kohaku echt sind. Eilig macht sie sich auf den Weg und kontaktiert ihre Freundinnen. Von Nobara bekommt sie die Adresse eines Geschäfts, in dem Kimonos verliehen werden. Kohaku ist mit seinen Freunden inzwischen auf dem Sommerfest. Dort stellt er fest, dass er seine Nachricht an Yoi gar nicht abgeschickt hat, was er gerade noch nachholen kann, bevor die Batterie seines Handys leer ist. Als er in der Suche nach einer Lademöglichkeit über das Fest wandert, entdeckt er Yoi sofort in der Menschenmenge, doch sie läuft weg, da ein Mädchen bei ihm ist. Schließlich holt er sie ein und die beiden sprechen sich über ihre Gefühle aus.
Endlich ist Yoi und Kohaku klar geworden, was sie für den anderen empfinden, und sie sprechen miteinander über ihre Gefühle. Fast wäre das schief gegangen, da die beiden ein ernsthaftes Kommunikationsproblem miteinander hatten. Nun sind sie endlich offiziell zusammen und einfach ein zuckersüßes Pärchen, doch ein Kuss ist für Kohaku noch nicht drin. Im Grunde sind ja beide völlig unerfahren, was die erste Liebe angeht, auch wenn Kohaku den Eindruck erweckt, dass er sich in diesen Dingen bestens auskennt. Nur sind die Mädchen, mit denen er bisher ausgegangen ist, lediglich an seinem Status interessiert gewesen und keine hat sich wirklich für ihn interessiert. Mit Yoi ergeht es ihm anders, sie zieht seinen Blick magisch an, selbst im Kimono mit Fuchsmaske in einer Menschenmenge. Yoi geht es da nicht anders, ihr Blick wandert ebenfalls zu Kohaku. Sie haben einen langen, schwierigen Weg hinter sich, aber jetzt fühlt es sich so an, als stünden beide an der gleichen Startposition und würden den Weg vor ihnen gemeinsam gehen, statt in wechselnden Abständen umeinander zu kreisen und einander auszuweichen.

Titel: HELL MODE: The Hardcore Gamer Dominates in Another World with Garbage Balancing
Start: 10. Januar 2026
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: Yokohama Animation Laboratory
Folge 7
Allens Leben als Diener der Familie Granvelle ist vor allem davon geprägt, den Launen Ceciles nachzukommen. Dennoch mögen sowohl die Familie als auch die anderen Bediensteten ihn sehr. An seinem freien Tag reist Allen in die Stadt, um sich bei der Abenteurergilde einschreiben zu lassen. Dort muss er jedoch feststellen, dass dies erst ab zwölf Jahren möglich ist und er somit noch zu jung ist. Informationen für zukünftige Jagden will er sich trotzdem sichern und schafft es geschickt, einen Abenteurer auszufragen. Mit diesem neuen Wissen verlässt er die Stadt und geht erneut auf die Jagd. Schneller als je zuvor sammelt Allen Magiesteine und steigt im Level auf, verliert dabei jedoch beinahe die Zeit aus den Augen und kommt nur knapp rechtzeitig zurück. Baron Granvelle befragt ihn daraufhin. Entgegen Allens Befürchtung will der Baron seine Jagden nicht verbieten, sondern bietet sogar an, das erlegte Fleisch zu kaufen. Dabei geht er davon aus, dass Allen lediglich schwache Monster wie Einhornhasen jagt – ein Irrtum, der Allen zugutekommt. Auch die Abenteurer, von denen er zuvor Informationen erhalten hat, profitieren von seinem Einsatz. Als sie in Schwierigkeiten geraten, kann Allen sie retten und dabei eine interessante Entdeckung über seine Beschwörungen machen.
Zwar hätte sich Allen wohl eine angenehmere Aufgabe vorstellen können, als persönlicher Diener von Cecile zu sein, doch die Position bringt auch Vorteile. Auf dem Anwesen sieht er erstmals ein Magieschiff – ein riesiges, an einen Zeppelin erinnerndes Flugobjekt. Was bisher wie eine technologisch wenig entwickelte Welt wirkte, offenbart plötzlich neue Möglichkeiten der Nutzung von Magiesteinen. Wenn Lufttransporte existieren, welche Entwicklungen mögen noch folgen? Gleichzeitig sammelt Allen weiteres Wissen über Monster. Besonders Drachen faszinieren ihn, doch sie sind derzeit noch zu gefährlich. Stattdessen konzentriert er sich auf Goblins. Vor diesen kann er sogar andere Abenteurer retten und sich im Gegenzug zusätzliche Magiesteine sichern. Dabei erkennt er außerdem, dass seine Beschwörungen ein eigenes Bewusstsein besitzen: Sein Sam Hawkens führt ihn ohne ausdrücklichen Befehl zu den in Not geratenen Abenteurern. Diese Erkenntnis verleiht Allens Kräften eine völlig neue Dimension.

Titel: SI-VIS: The Sound of Heroes
Start: 4. Oktober 2025
Genre: Musik
Animationsstudio: Studio VOLN
Folge 20
Siren wird in der Nähe des ausgelöschten Stadtteils Shinyuko bewusstlos aufgefunden. Als sie wieder zu sich kommt, ist Kyoya an ihrer Seite. Überall auf der Welt materialisieren sich Mirages und löschen ganze Regionen und unzählige Menschenleben aus. Kyoya und Soji kehren zur Akademie zurück und teilen ihrer Klasse mit, dass sie die Erde verlassen werden – und dass dies möglicherweise ihr letztes Gespräch miteinander ist. SI-VIS macht sich auf den Weg. Obwohl Siren geschwächt ist, hat sie nur einen Wunsch: nicht zurückgelassen zu werden. Doch genau das will Kyoya. Sie soll die Band aus der Ferne anfeuern. Siren jedoch ist bereit, ihr Leben zu opfern, solange sie nur singen kann. Erst als Kyoya in Tränen ausbricht, stimmt sie widerwillig zu. Mit Medeia an ihrer Seite betreten Soji, June, µ und Kyoya auf der Insel Tatekashi einen Tunnel, der mit dem Planeten der Xenos verbunden ist. Kurios erscheint. Alle außer June, der mit Kurios spricht, nutzen das Gate. June gelingt es schließlich, Kurios zu überzeugen, dass Hass sie nicht weiterbringt – und dass sie für ihre Brüder weiterleben müssen.
Der Aufbruch zum Planeten der Xenos markiert das finale Kapitel von SI VIS: The Sound of Heroes. Kyoya verfolgt weiterhin den Traum, sich mit den Xenos zu versöhnen. Er klammert sich an Yosukes Gütigkeit, doch ob er Apollon wirklich davon überzeugen kann, sich ihnen anzuschließen, bleibt fraglich. Bei Kurios hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass er am Ende eine Schlüsselrolle spielen würde. Dass Medeia die vier Bandmitglieder nach Apollons Angriff gerettet hat, war absehbar – ebenso, dass Kurios in der Nähe war. Die Tatsache jedoch, dass er sie rettet, nur um anschließend eine Waffe auf June zu richten, kam überraschend. Gleichzeitig erklärt diese Wendung nun auch, wie Siren gerettet und nicht von der Mirage verschluckt wurde. In einem Interview berichtet ein Mann, dass die Mirage sein Zuhause und seine Familie ausgelöscht habe. Ganz zu Beginn wurde jedoch erwähnt, dass alles, was ausgelöscht wird, auch aus den Erinnerungen der Menschen verschwindet. Warum erinnert er sich also daran? Diese Inkonsistenz wirft Fragen auf. Ein großer Kritikpunkt ist für mich die Szene im Klassenzimmer. Sie spielt auf Mitleidstour und zum anderen lässt die Darstellung der Gesichter visuell stark zu wünschen übrig.









