Anime Spring Season 2026 / Woche #9
In diesem wöchentlichen Format begleiten wir Atelier of Witch Hat und Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide.

Titel: Atelier of Witch Hat
Start: 6. April 2026
Genre: Fantasy
Animationsstudio: BUG FILMS
Folge 9
Coco, Tetia, Riche und Agathe trainieren gemeinsam unter Qifreys Anleitung. Dabei erklärt der Meister die fünf großen Prüfungen, die Hexen im Laufe ihrer Ausbildung ablegen müssen, um den Rang eines Meisters zu erreichen. Während Tetia voller Begeisterung davon träumt, eines Tages selbst Lehrlinge zu haben, verrät Agathe ihr persönliches Ziel: Sie möchte Bibliothekarin im Turm der Bücher werden. In derselben Nacht wird Coco von schweren Albträumen heimgesucht. Sie sieht ihre Mutter, hört vorwurfsvolle Stimmen und spürt, wie ihre Schuldgefühle immer weiter wachsen. Die Angst vor der verbotenen Magie lastet schwer auf ihr. Gleichzeitig untersucht Qifrey heimlich das rätselhafte Siegel in Cocos Tintenfläschchen. Er entdeckt, dass die Magie ursprünglich mit Heilzaubern verbunden war. Doch als er versucht, das Siegel zu lösen, schnappt eine Falle zu: Dunkle Tinte und Wasser brechen hervor, Qifrey wird verletzt und ein Mitglied der Krempenhüte stiehlt das Siegel. Am nächsten Tag sind Coco und ihr Meister völlig übermüdet. Coco hat Agathes Flugschuhe repariert und möchte sich mit ihr versöhnen, bricht jedoch kurz darauf erschöpft zusammen. Qifrey bringt sie daraufhin in das Krankenhaus der Stadt Kalhn, wo sie Tartah begegnen – einem Jungen, der Qifrey eine wichtige Frage stellen möchte.
Während die erste Hälfte des Kapitels noch verspielt wirkt, ruhige Alltagsmomente einfließen und das Training sowie die Annäherung zwischen Coco und Agathe im Vordergrund stehen, kippt die Stimmung in Atelier of Witch Hat allmählich in eine deutlich düsterere Richtung mit psychologischen Untertönen. Besonders eindrucksvoll ist Cocos Albtraumsequenz. Sie macht unmissverständlich deutlich, wie sehr Coco sich innerlich unter Druck setzt: der Wunsch, ihre Mutter zu retten, niemandem zur Last zu fallen, und zu beweisen, dass sie die Magie verdient hat, sind nur einige der Gedanken, die sie ständig begleiten. Dieser Abschnitt wirkt so stark, weil er auf realen Ängsten und Erfahrungen basiert, die Coco bereits gemacht hat. Die verzerrten Perspektiven verstärken die Wirkung zusätzlich. Auch Qifreys Fassade beginnt zu bröckeln. Seine Besessenheit von den Krempenhüten macht ihn zunehmend unvorsichtig, was er mit einer Verletzung an der Hand bezahlt. Der Moment, in dem er die verbotene Tinte analysieren will und vollständig überwältigt wird, zeigt ihn erstmals verletzlich – und seinem Gegner klar unterlegen.

Titel: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt (Staffel 4)
Start: 3. April 2026
Genre: Action, Fantasy
Animationsstudio: Eight Bit
Folge 7
Glendas Attentatsversuch kann von Rimuru verhindert werden. Noch bevor sie überhaupt begreift, warum ihre Kugel das Ziel verfehlt hat, steht ihr bereits Souei gegenüber. Mit ihm liefert sie sich ein Duell auf Augenhöhe. Tatsächlich gelingt es ihr sogar, ihn schwer zu verletzen und für einen Moment glaubt sie, den Sieg bereits in der Tasche zu haben. Doch genau dann offenbart Souei, dass Glenda die ganze Zeit lediglich gegen einen seiner Klone gekämpft hat. Zwar sind diese nicht so stark wie das Original, doch selbst sie stellen eine enorme Bedrohung dar. Letztlich muss Glenda einsehen, dass sie gegen Souei und seine zahlreichen Klone keine Chance hat. Per Telepathie informiert Souei die anderen schließlich darüber, dass er die Attentäterin gestellt hat und Hinata erkennt in Glenda ein bekanntes Gesicht wieder. Während Hinata an ihr am liebsten sofort ein Exempel statuieren würde, kann Rimuru sie noch aufhalten. Dank Raphael hat er nämlich bemerkt, dass Glenda, ähnlich wie einige Mitglieder des Rates, durch einen Skill beeinflusst wird. Glenda selbst kann das nicht wirklich bestätigen, doch Rimuru entfernt die Beeinflussung bereits im nächsten Moment. Damit ist sie endlich frei und verrät aus Dankbarkeit nicht nur sämtliche Geheimnisse, die sie kennt, sondern möchte sogar direkt in Rimurus Dienste treten. Vor allem bestätigt sie, dass die Rossos, allen voran Granbell und Mariabell, hinter vielen von Rimurus Problemen stecken und vermutlich auch Einfluss auf Yukis Handlungen nehmen.
Damit bleibt von den Begleitern, die Rimuru zu den Verhandlungen mitgebracht hat, nur Benimaru übrig, der noch nicht zeigen durfte, was er wirklich kann. Für alle Beteiligten ist das vermutlich keine schlechte Sache. Souei beweist dagegen einmal mehr, warum er zu Rimurus wichtigsten Kämpfern gehört, denn Glenda ist alles andere als eine schwache Gegnerin. Besonders interessant ist dabei die Enthüllung, dass auch Glenda eine Anderwelterin ist. Allerdings wird sie von Anfang an durch Mariabell und die Rossos kontrolliert und als Spionin im Heiligen Reich eingesetzt. Da sie nicht an Luminas glaubt, gerät sie zwar beinahe mit Hinata aneinander, doch Rimuru rettet ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Hals. Dank Raphael verschwindet die Beeinflussung schnell, und Glenda kann erstmals frei über ihr eigenes Leben entscheiden. Dass sie sich anschließend freiwillig Rimuru anschließt, zeigt deutlich, wie sehr sie unter der Kontrolle gelitten haben muss. Die Informationen, die sie liefert, sind dabei noch das Sahnehäubchen. Endlich verfügen Rimuru und seine Verbündeten über dasselbe Wissen, das die Zuschauer bereits seit geraumer Zeit besitzen. Besonders spannend bleibt die Frage, ob Yuki tatsächlich von Mariabell beeinflusst wird. Vieles deutet darauf hin, doch gerade Yuki ist jemand, dem man keinesfalls blind vertrauen sollte. Viele seiner Entscheidungen wirken schließlich so, als würde er eigene Ziele verfolgen, die nicht zwangsläufig mit den Plänen der Rossos übereinstimmen.





