The Big Bang Theory (Folge 11×06)

In die Fußstapfen des eigenen Kindheitsidols zu treten, das klingt für so manchen sicher verführerisch. Doch was ist, wenn man dafür überhaupt nicht geeignet ist? Oder ein alter Erzfeind diese Rolle einnimmt?

Als Sheldon hört, dass seine alte Lieblingssendung mit Professor Proton zu neuem Leben erweckt werden soll, sieht er sich als perfekten Kandidaten für die Rolle des Professors. Doch es stellt sich rasch heraus, dass er nicht die Eigenschaften hat, die man braucht, um Kindern mittels eingängiger Experimente zum Nachmachen die Welt der Physik nahezubringen. Also holt er sich Hilfe von einem echten Schauspieler, um zu lernen, wie er wenigstens so tun kann, als würde er Kinder mögen. Sein erster Ansprechpartner ist sein alter Feind Wil Wheaton, dessen Kontakte in der Branche er ausnutzen will. Währenddessen zieht Howard seine ganz eigene Konsequenz aus Bernadettes ungeplanter Schwangerschaft. Um weitere Schwangerschaften zu vermeiden, unterzieht er sich einer Vasektomie.

Der neue Professor Proton

Die Show mit den spannenden Experimenten zum Nachmachen brachte Sheldon letztendlich zur Physik. Daher hat Professor Proton einen besonderen Platz in seinem Herzen. Das geht sogar so weit, dass dieser auch nach seinem Tod noch in Sheldons Träumen auftaucht, meistens im Gewand eines Jedi-Meisters. Da ist es kein Wunder, dass Sheldon nun selbst zum neuen Professor Proton werden will. Dabei gibt es nur ein Problem: Sheldon hat nicht viel übrig für Kinder und in seinem Bewerbungsvideo schwingt das deutlich mit. Doch Amy traut sich nicht, ihm das zu sagen. Stattdessen gibt sie Leonard und Penny zu verstehen, dass sie das tun sollen. Dabei winkt sie nicht nur mit dem Zaunpfahl, sondern gleich mit dem gesamten Zaun. Sheldon wird tatsächlich nachdenklich und sieht ein, dass er als Professor Proton wenigstens so tun sollte, als würde er Kinder mögen. Also holt er sich Hilfe von einem Schauspieler, seinem alten Erzfeind Wil. Allerdings nutzt dieser das aus und krallt sich selbst die Rolle des Professors.

Die Patienten Wolowitz

Howard geht in dieser Folge einen großen Schritt, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Denn es ist tatsächlich seine eigene Idee, die Vasektomie machen zu lassen. Zwar will er flüchten, kurz bevor es ernst wird, doch letztendlich zieht er es durch. Begleitet wird er dabei nicht nur von Bernadette sondern auch von Raj. Wie eine Klette bleibt der an Howard kleben und will sogar mit ins Behandlungszimmer. Das ist wieder einer der Momente, wo es so wirkt, als wäre Raj Howards Partner und nicht Bernadette. Nach der OP kann Howard sich vor Schmerzen kaum bewegen und muss daher das Bett hüten. Als Bernadette von ihrer Ärztin ebenfalls Bettruhe verordnet bekommt, muss ein Babysitter für ihre Tochter Halley her. Penny bietet sich an, doch irgendwie können sie ihr das Kind nicht so recht anvertrauen. Dieses fehlende Vertrauen verletzt Penny sichtlich, doch sie bekommt eine kleine Rache, als Halley ihr erstes Wort nicht nur in ihrer Gegenwart spricht, sondern auch Penny „Mama“ nennt.

Da nimmt Sheldon schon einen Rat an, wie er etwas besser machen kann, und dann rächt es sich, dass er ausgerechnet Wil um Hilfe bittet. Die Feindschaft (oder ist es eher eine Hassliebe?) zwischen den beiden zieht sich durch mehrere Staffeln und mir gefällt es, wenn solche Nebenfiguren nicht vergessen werden, sondern immer mal wieder auftreten. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass Sheldon kein guter Professor Proton geworden wäre. Er ist zwar gut in dem, was er tut, aber er ist nicht geeignet, anderen Physik zu erklären. Howard hat mich in dieser Folge überrascht. Nicht jeder Mann hätte in seiner Situation sein bestes Stück unters Messer gelegt. Gerade Howard ist ja von Haus aus schon sehr wehleidig. So einen Schritt hätte ich ihm echt nicht zugetraut. Dass er und Bernadette sich so zieren, Penny ihre Halley anzuvertrauen, ist auch nicht ganz fair. Immerhin macht Penny einen ganz guten Job beim Sheldon-Sitten und der ist ja eine Art Riesenbaby.

Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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