Die Legende von Korra

Lesezeit: 6 Minuten

Mit Metallbändigern und modernen Maschinen: Im von 2012 bis 2014 ausgestrahlten Die Legende von Korra hat sich rund 70 Jahre nach der Zeit von Aang und seiner Generation einiges verändert. Mit der jungen Korra ist ein neuer Avatar am Zug, der zusammen mit drei Freunden als „Team Avatar“ versucht, die Welt gegen das Bösen zu verteidigen. Denn trotzdessen, dass Aang zusammen mit Zuko sogar die Vereinte Republik der Nationen gegründet hat, herrscht definitiv kein Weltfrieden, sodass der Avatar noch immer gebraucht wird! Die 52-teilige Nachfolgeserie von Avatar – Der Herr der Elemente erzählt von den Abenteuern des neuen Avatars und zeigt dabei auch, wie sich die direkten Nachkommen von Aang und Katara schlagen.

    

70 Jahre nachdem Aang den Feuerlord Ozai besiegen konnte, hat sich einiges getan. Zusammen mit Zuko hat Aang die Vereinte Republik der Nationen mit der Hauptstadt Republica auf einem ehemaligen Kolonialgebiet der Feuernation im Erdreich gegründet. Die 17-jährige Korra, ein Mädchen vom südlichen Wasserstamm. Sie ist der neue Avatar und hat dank des jahrelangen Trainings bereits drei der vier Elemente gemeistert. Nur das Element Luft fehlt ihr noch, sodass sie sich nach Republica begibt, um bei Luftbändigermeister Tenzin, dem Sohn von Aang, zu lernen. Bald erfährt Korra jedoch von einem merkwürdigen Kult, der von dem maskierten Amon geführt wird und die Nichtbändiger gegen die Bändiger aufhetzt …

Eine heimische Serie für Fans des Vorgängers …

Als Fan der Vorgängerserie Avatar – Der Herr der Elemente fühlt man sich trotz offensichtlicher Veränderungen, wie etwa der deutlich moderneren Welt, direkt heimisch. Bereits in der ersten Episode lernt man die Metallbändiger-Polizei unter der Leitung von Tophs Tochter Lin kennen. Auch das Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern lässt nicht lange auf sich warten. Während Aang bereits verstorben ist, leben Katara, Zuko und Toph noch immer (auch wenn Letztere erst in der letzten Staffel auftaucht).  Für den kindlichen Witz sorgen dabei die Kinder von Tenzin, die auch Korra gerne auf der Nase herumtanzen. Korra selbst stellt einen erfrischend anderen Avatar dar und ist keine weibliche Version von Aang. Denn während der Protagonist des Vorgängers eher ruhig ist und stets versucht, Konflikte ohne Gewalt zu lösen, ist Korra das komplette Gegenteil davon. In ihrem ersten Auftritt zerstört sie ganze Umgebungen, verprügelt ein paar Verbrecher und landet am Ende selbst bei Polizeichefin Lin. Interessant ist auch, dass im Verlauf von Die Legende von Korra in einigen Episoden die Geschichte des Bändigens und des ersten Avatars gezeigt wird, mit dem der Avatarzyklus begann.

… aber auch für Neulinge spannend

Originaltitel The Legend of Korra
Jahr 2012 – 2014
Land USA
Episoden 52 (in 4 Staffeln)
Genre Action, Abenteuer, Fantasy

Obwohl Die Legende von Korra ein Sequel ist, können auch Neulinge einen Blick darauf werfen. Jedoch ist der Spaß an der Serie unbestritten deutlich höher, wenn man die Anspielungen auf frühere Ereignisse versteht und nostalgisch werden kann, wenn die Nachfahren der liebgewonnen Protagonisten aus Avatar – Der Herr der Elemente auftauchen. Dennoch können sich auch Zuschauer ohne Vorkenntnisse an die Serie wagen. Auch wenn es empfehlenswert ist, das Ganze in der Reihenfolge zu schauen. In jedem Falle präsentiert die Serie eine Reihe an sympathischen Charakteren, die nicht irgendwelche Abziehbilder sind. So ist Asami Sato zwar die Tochter eines reichen Geschäftsmannes, aber dabei keinesfalls arrogant. Und auch die Nebencharaktere sorgen entweder für Witz oder werden so ausgearbeitet, dass man sie ins Herz schließt.

Eine Reise mit mehr als einem Ziel

In Die Legende von Korra behandelt jeder Staffelabschnitt (genannt “Buch”) eine eigene Bedrohung, der sich Korra mit ihren Freunden entgegen stellen muss. Es gibt also anders als in der Vorgängerserie kein großes Ziel, auf das sich die Protagonisten vorbereiten. Dementsprechend wirken die Charaktere die meiste Zeit etwas lockerer. Aber es werden auch deutlich ernstere Themen angesprochen. Wie beispielsweise eine Posttraumatische Belastungsstörung, die Korra nach ihrer Vergiftung im dritten Buch erlebt. Nachdem sie nicht mehr fähig ist, sich in den Avatar-Zustand zu versetzen, hat sie immer wiederkehrende Illusionen von dem, was sie unter Qualen erlebt hat.  Zum Teil kann man die Serie auch als eine Reise der Protagonistin sehen, die von dem selbstsicheren Chaoten, der glaubt, die Fäuste seien eine gute Lösung, immer weiter reift und erwachsen wird. Dies zeigt sich insbesondere im späteren Verlauf der Serie. Das Ende ist in gewisser Hinsicht als revolutionär zu sehen, da Korra letztlich eine Beziehung mit Asami hat.  Fortgesetzt wird die Geschichte von Korra und ihren Freunden dabei in Form von Comics, die auch in deutscher Sprache erhältlich sind.

Action, Freundschaft und Liebe im prächtigen Gewand

Da Korra und ihre Freunde, mit denen sie das neue Team Avatar bildet, alle mindestens 16 Jahre alt sind, spielt auch die Liebe in einer für Teenager typischen Art eine etwas größere Rolle. Korra verguckt sich schnell in Mako. Dessen Bruder Bolin findet hingegen Gefallen an Korra selbst. Verdeutlicht wird das auch noch einmal dadurch, dass auch die Vierte im Team, die 18-jährige Asami Sato, im Laufe der Serie eine Beziehung mit Mako hat. Die meisten Charaktere haben zwischendurch verschiedene Beziehungen.  Dennoch muss man nicht fürchten, die Serie sei zu einem Beziehungsdrama für Teenager mutiert. Der Hauptfokus liegt immer auf der Action und den Charakteren selbst, während die festen Beziehungen nur einen Subplot einnehmen. Zudem werden die Charaktere älter. Denn in der Serie vergeht viel Zeit bis hin zu einem dreijährigen Zeitsprung.  Da die Serie auch Steampunk-Elemente enthält, ist die Action sehr abwechslungsreich und begrenzt sich nicht nur auf Gefechte zwischen Bändigern oder mit Fäusten. Die Animationen sind dabei sehr flüssig und die Welt ist nicht zu knallbunt, aber auch nicht zu trist. Das Farbenspiel passt einfach und der Soundtrack untermalt Szenen zumindest passend. Er enthält zum Teil schöne Tracks, bleibt aber zum Großteil weniger spektakulär.

Ich habe bereits Avatar – Der Herr der Elemente sehr gerne geschaut. Bei der deutschen Premiere vom Sequel Die Legende von Korra war ich auch direkt begeistert, da es ein schönes Gefühl ist, zu sehen, was aus den Helden geworden ist und wie sich die Welt verändert hat. Korra empfinde ich als sehr sympathisch und es ist spannend, ihre persönliche Reise zu verfolgen. Zwischen der Korra in den ersten und der in den letzten Folgen liegen wirklich Dimensionen. Dieser Reifungsprozess macht sie zusätzlich interessant. Meine heimlichen Stars sind aber Varrick und seine Assistentin Zhu Li. Die beiden bringen mich immer wieder zum Lachen und ich finde es noch immer klasse, dass die beiden am Ende tatsächlich heiraten, da ich das vorher zumindest nicht ernsthaft in Betracht gezogen habe, es aber einfach wunderbar passt.  Tatsächlich hat mich die Serie aber erst so richtig ab “Buch 2: Geister” gepackt. Zuvor ist sie ohne Frage auch sehr unterhaltsam. Aber die Storyline um den maskierten Amon hat mich einfach bei weitem nicht so sehr überzeugen können wie das, was danach kommt. Das erste Buch ist einfach noch mehr eine Einführung, aber das ist logisch und das ging mir auch bei der Vorgängerserie ähnlich. Ansonsten sehe ich die Serie als ausgesprochen gelungene Fortsetzung und ich habe mich auf jede neue Episode gefreut. Auch beim erneuten Schauen der gesamten Serie konnte ich kaum aufhören, da Die Legende von Korra einfach Spaß macht und mich immer wieder mitreißt. Es werden zwar ernste Themen behandelt, aber diese sind natürlich noch auf einem Niveau für durchaus jüngere Zuschauer, auch wenn die Serie an sich weniger kindlich ist. Ich kann sie aber jedem empfehlen, der gerne spannende Geschichten mit viel Action, Humor und einer Reihe an coolen Charakteren schaut. Für Fans von Avatar – Der Herr der Elemente ist Die Legende von Korra sowieso Pflicht, weil die Serie das Universum vor allem mit den Erklärungen zur Entstehung des Avatars sinnvoll ergänzt.

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©Paramount, Universal Studios

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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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Cynthia
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Cynthia

Korra: Ich fand ja dass sie ein Schritt zurück war, im Gegensatz zur Vorgängerserie. Sie hatte gute Ambitionen, Ideen und teilweise großartige Folgen, im Gesamtbild war es aber eher durchwachsen und vieles hat einfach nicht funktioniert. Vor allem hat ein durchgehendes Konzept bzw storyarc gefehlt, wie man es ihn bei Aang hätte. So wirkte jede Staffel wie etwas anderes und dadurch war es auch inkonsequent. Ich hab mal ein Youtube Video gesehen, da wurde die Serie als “beautiful mess” bezeichnet und das fasst es auch gut zusammen. Sie blieb weit unter ihren Möglichkeiten.