Miss Kobayashi’s Dragon Maid

Eine attraktive Drachenmaid dürfte für viele Menschen ein Traum sein. Nicht nur, dass sie die Wohnung hübsch hält, gleichzeitig kann sie auch als cooles Transportmittel genutzt werden, denn was gibt es besseres als einen Drachen? Für die Büromaus Kobayashi gäbe es da einiges. Trotzdem hat sie die Drachenlady Tohru und kurze Zeit später noch ein kleines Drachenmädchen namens Kanna an der Backe. Im Comedy-Anime Miss Kobayashi‘s Dragon Maid, der auf der gleichnamigen Mangavorlage basiert, schlägt sich Kobayashi mit ihren Hausdrachen und deren Freunden durch den Alltag.

    

Die junge Büroarbeiterin Kobayashi findet eines Tages einen gigantischen Drachen vor ihrer Wohnungstür, der sich kurz darauf in ein hübsches Mädchen verwandelt. Das Mädchen stellt sich als Tohru vor und wie sich herausstellt, hat Kobayashi ihr am Vorabend in betrunkenem Zustand angeboten, bei ihr einzuziehen und als Maid zu arbeiten. Kobayashi findet das im nüchternen Zustand natürlich gar nicht mehr lustig, doch nachdem sie von Schuldgefühlen geplagt wird, stimmt sie doch zu. Fortan lebt Kobayashi mit ihrer Drachenmaid zusammen, wobei schon bald noch ein weiteres Drachenmädchen zum Haushalt dazustößt. Als wären zwei Drachen nicht anstrengend genug, laden die beiden auch noch gerne ihre schuppigen Freunde – oder besser gesagt zu Kobayashi – zu sich ein…

Mein Drache und ich

Originaltitel Kobayashi-san Chi no Meidoragon
Jahr 2017
Episoden 13 (1 Staffel)
Genre Comedy, Fantasy
Regisseur  Yasuhiro Takemoto
Studio  Kyoto Animation

Kobayashi ist als Protagonistin gut geeignet für einen Anime des Comedy-Genres. Sie ist nett und hat ein gutes Herz, doch wenn sie zu viel Alkohol trinkt, dreht sie durch. Immerhin hat dies auch erst dazu geführt, dass sie ihre Wohnung nun mit einem und später sogar zwei Drachen teilen muss. Kobayashi könnte auch gut ein typisch gelangweilter Mann sein, denn oft wird Kobayashi aufgrund ihrer flachen Oberweite sowieso mit einem Jungen verwechselt. Aber dass genau dies nicht der Fall ist, hebt den Anime zumindest ein wenig von den üblichen Genrevertretern ab. Tohru sieht als Mensch getarnt fast so aus, als sei sie wirklich einer, nur ihr Drachenschweif und ihre Hörner verraten sie. Ein Gag hierbei sind auch Tohrus Schwärmereien für Kobayashi und ihre Versuche, diese für sich zu gewinnen.

Ein abwechslungsreicher Alltag

Die Episoden behandeln meist Alltagssituationen wie z.B. die Einschulung von der kleinen Kanna und der Einkauf der dazu benötigten Schulmaterialien. Dabei wird viel Wert auf überzogene Situationskomik gelegt, aber auch als Geek wird man ausreichend versorgt, schließlich ist Kobayashi selbst ein kleiner Nerd. Der Alltag mit zwei Drachen führt dazu, das selbst so etwas wie die Zubereitung des Essens zum Abenteuer mutiert, so will Tohru z.B. Kobyashi ein gebratenes Stück ihres eigenen Drachenschweifes anbieten! Die weiteren Figuren bleiben vergleichsweise eher blass. Zwar sind auch Tohru und Kanna Stereotypen, aber aufgrund der vielen Screentime wachsen sie dem Zuschauer schnell ans Herz und entwickeln ihre Eigenheiten. Bei den Nebenfiguren merkt man davon kaum etwas bis nichts, da gibt dann dann beispielsweise die typische Lady mit der üppigen Oberweite, die jedoch wirkt, als sei ihr IQ weniger stark ausgeprägt.

Bunt, bunter, …

Animationstechnisch bekommen wir bei Miss Kobayashi‘s Dragon Maid bunte Farben in einer fantasievollen Welt zu sehen, obwohl Kobayashis trautes Zuhause in der uns bekannten Welt liegt und nur die schuppigen Fabelwesen herausstechen. Die insgesamt flüssigen, hübschen Animationen sind passend für die niedliche, ruhige Stimmung des Animes. Auch die Fratzen, die bei den lustigen Einlagen Verwendung finden, werden deutlich dargestellt und regen zum Schmunzeln an. Als Zuschauer fühlt man sich schlicht wohl dabei, in diese Welt abzutauchen.

Miss Kobayashi‘s Dragon Maid habe ich in wenigen Tagen angeschaut. Ich mag Kobayashi als Protagonistin einfach unfassbar gerne und mag es, dass hier einmal nicht der typische männliche Hauptcharakter zum Einsatz kommt. Es macht einfach Spaß, in den nicht ganz so normalen Alltag von Kobayashi und ihren Drachen einzutauchen. Besonders süß finde ich Kanna und irgendwie bekommt man im Laufe des Animes das Gefühl, Kanna, Kobayashi und Thoru wären so etwas wie eine kleine Familie. Die Serie mag zwar nicht der große Wurf sein, aber das will sie auch gar nicht. Stattdessen bekommt man einen unterhaltsamen, süßen Anime geboten, der zum Schmunzeln und Lachen anregt. Ich kann den Anime jedem ans Herz legen, der kein Problem mit ruhigen Serien hat.

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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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