Hunter x Hunter

Was haben, ein Junge, der in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte, ein Auftragsmörder, ein nach Rache sinnendes Clanmitglied und ein angehender Arzt, gemeinsam? Ganz einfach: alle vier wollen eine Hunter-Lizenz. Die Rede ist von den Hauptcharakteren Gon, Killua, Kurapika und Leorio aus der Serie Hunter x Hunter. Nach der beliebten Manga-Vorlage von Yoshihiro Togashi (Yu Yu Hakusho) produzierte Studio Madhouse (Death Parade) sagenhafte 148 Folgen des abenteuerlichen Animes. Hierzulande wurde die Serie einst vollständig auf Prosieben Maxx ausgestrahlt und auch Sammler der Homevideo-Veröffentlichung kamen auf ihre Kosten. Im Dezember 2020 erschien beim Publisher KSM Anime das 13. und gleichzeitig letzte Volume für die Verkaufsregale. Damit fand einer der wenigen Longrunner auf dem deutschen Anime-Markt sein Ende.

   

Gon Freecss, ein zwölf jähriger Junge von der Wal-Insel, möchte in die Fußstapfen seines Vaters Ging treten und Hunter werden. Er wohnt bei seiner Tante Mito, die ihn aber nur schweren Herzens gehen lässt, denn der Beruf des Hunters ist gefährlich und dann will der Junge zudem noch nach seinem Vater suchen, der ihn einfach verlassen hat. Doch Menschen, die sich etwas in den Kopf gesetzt haben und einen Traum besitzen, lassen sich eben nicht aufhalten. Gon startet sein Abenteuer auf einem Schiff, aber bevor er sich überhaupt Hunter nennen kann, muss er einige Prüfungen ablegen, um die Hunter-Lizenz zu erhalten. Allerdings werden nur die besten Teilnehmer mit der Lizenz belohnt und die Prüfungen können zu schweren Verletzungen oder sogar dem Tod führen. Gon muss aber nicht allein bleiben, denn er lernt die Jungen Kurapika, Killua und Leorio kennen, die er dann nicht mehr missen möchte. Jeder von ihnen hat seine Gründe, um den Beruf des Hunters zu ergreifen. Mit seinen Freunden kann Gon so einige Hindernisse bewältigen, denn nicht nur Prüfer, sondern auch andere Teilnehmer legen ihnen Steine in den Weg. Die schwierigen Prüfungen sind jedoch nichts, im Vergleich zu manchem Schrecken, der ihnen später als Hunter bevorsteht …

Die Entwicklung einer außergewöhnlichen Freundschaft

Originaltitel Hunter x Hunter
Jahr 2011–2014
Episoden 148 in 1 Staffel
Genre Abenteuer, Fantasy, Action
Regie Hiroshi Koujina
Studio Madhouse
Im Handel erhältlich

Gon ist ein gutmütiger und hilfsbereiter Protagonist, dem es leicht fällt Freunde zu finden. Sein drolliger Charakter entpuppt sich sozusagen als ein echter Sonnenschein. Nicht verwunderlich, wenn er mit seiner positiven Energie gleichzeitig seine Freunde und andere Personen ansteckt. Zwar wirkt es oft so, als könne er Situationen nicht richtig einschätzen, aber er löst die Probleme eben auf seine eigene Weise. Er kann aber auch anders und sogar sehr furchterregend sein, wie sich im späteren Verlauf zeigt. Der Junge Killua Zoldyck fühlt sich schnell zu Gon hingezogen. Nicht nur, dass sie im gleichen Alter sind, sondern zudem noch die Chemie zwischen den beiden stimmt. Jedoch stellt Killua keinen normalen Jungen dar, denn er stammt aus einer Familie von Berufsmördern und ist dadurch unter völlig anderen Umständen aufgewachsen. Einfach ”Kind-sein” gehört sich für jemanden wie ihn nicht. Der Auftragsmörder und die finsteren Abgründe schimmern öfter aus ihm hervor, egal wie unschuldig er als Kind aussehen mag. Einem Gegner das Herz herauszureißen oder generell Menschen ohne Skrupel zu töten, stellt für ihn kein Problem dar. Da mag es wenig überraschen, wenn er seine Feinde das Fürchten lehrt. Nebenbei hadert Killua mit sich selbst, denn eine Freundschaft mit Gon wird von seiner Familie nicht akzeptiert. Die Angst, dass er eines Tages seinen besten Freund verlieren könnte, begleitet ihn auf dem Weg zur Stärkung seines eigenen Selbstwerts. Letztendlich entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen den Figuren und zudem eine der bezauberndsten Freundschaften. Viele auflockernde, aber auch emotionale Momente werden durch das sympathische Duo geboten.

Kurapika und Leorio sind ein weiterer Teil des Hauptfiguren-Quartetts

Des Weiteren gesellt sich Kurapika an Gons Seite, ein feminin aussehender und intelligenter Junge, der die Hunter-Prüfung ablegt, um näher an sein Ziel, der kaltblütigen Phantom Truppe zu kommen. Er stellt das letzte überlebende Mitglied des Kurta-Clans dar. An erster Stelle will er sich für das Massaker an seinem Clan rächen. Zudem möchte er die gestohlenen Augen seiner Kameraden wiederfinden, denn ein körperliches Merkmal der Kurta stellen die scharlachroten Augäpfel dar, die für eine Menge Geld auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Dieses Merkmal besitzt auch Kurapika, denn seine Augen werden bei emotionaler Erregung ebenfalls scharlachrot. Besonders wenn er ein Mitglied der Phantom Truppe mit Spinnen-Tattoo entdeckt, sieht er durch den psychischen Stress wortwörtlich rot. Auf seinem Weg der Rache fürchtet er sich jedoch nicht vor dem Tod, sondern viel mehr davor, dass sein Zorn irgendwann einmal verblassen könnte. Am Ende sticht Kurapika als ein tragischer Charakter hervor, der im Grunde seines Herzens am meisten leidet und daher oft emotional reagiert. Dagegen kommt mit Leorio Paladinight ein etwas unbekümmerter Charakter dazu. Dieser wirkt vom Aussehen etwas älter, aber ist noch mit 19 Jahren ein Teenager. Er reagiert oft impulsiv und lässt sich leicht provozieren. Insbesondere die Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Kurapika fallen am Anfang auf. Doch trotz kleiner Streitereien entwickelt sich zwischen den Beiden eine gute Chemie. Leorio, der in der Vergangenheit einen guten Freund an eine Krankheit verlor, möchte durch die Hunter-Lizenz an Geld kommen, um sich sein Studium als Arzt leisten zu können. Denn nichts wäre ihm wichtiger, als Menschen zu heilen, die sich eine Behandlung nicht leisten können. Damit besitzt die Serie vier unterschiedliche Persönlichkeiten unter den Hauptcharakteren, die alle auf ihre Weise überzeugen können.

Das Böse lauert an verschiedenen Orten

Der Beruf des Hunters kann als sehr vielfältig bezeichnet werden. Viele Hunter spezialisieren sich auf bestimmte Gebiete. Die Jagd auf Verbrecher gehört auch zu einer dieser Aufgaben. In Hunter x Hunter treffen verschiedene Gruppierungen aufeinander, die vor abscheulichen Taten nicht zurückschrecken. Die Gauner der Unterwelt, die Phantom Truppe, Chimären und viele andere zwielichtige Gestalten, machen den Huntern das Leben schwer. Hervorzuheben ist der Anführer der Phantom Truppe. Denn Chrollo Lucilfer fällt schon allein durch sein besonderes Charakterdesign auf. Bei ihm sind die bieblischen Einflüsse kaum zu übersehen. Nicht nur, dass er das Kreuz von Saint Peter als Tattoo auf der Stirn trägt, sondern zusätzlich ein umgekehrtes Kreuz auf dem Rücken seiner Kleidung. Sein geheimnisvolles sowie soziopathisches Auftreten macht ihn zu einem interessanten Feind Kurapikas. Doch nicht alle Charaktere sind von Grund auf böse und so mancher Feind, kann der Verbündete von morgen sein. Ein faszinierender Charakter kommt mit dem Nebencharakter Hisoka daher, der aufgrund seines Auftretens und seinem Kampfstil Magier oder Joker genannt werden kann. Ein durchgeknallter und unberechenbarer Mann, der ein doch fragwürdiges Interesse an Gon und seinen Freunden findet. Des Weiteren ist der König der Chimära-Ameisen positiv hervorzuheben, der auf den Namen Meruem hört und eine der besten Charakterentwicklungen unter den Antagonisten durchmacht.

Die kreative Welt von Hunter x Hunter

Die Handlung spielt in einer fiktiven Welt, die sich mit ähnlichen Serien wie One Piece und Fairy Tail vergleichen lässt. In dieser Welt gibt es eine eigene Sprache und für die Zuschauer werden sogar bestimmte Wörter als Hunter-Vokabeln in Eyecatchern eingeblendet. Der Mangaka tobte sich kreativ aus, denn auch ungewöhnliche Tiere, Pflanzen, Orte und vieles mehr stammen aus der Fantasie. Superkräfte sind dabei in der Form von Aura ”Nen” vorhanden. Jedoch ist Aura nicht gleich Aura, denn jeder Mensch gehört einem bestimmten Typen von insgesamt sechs (Stärkungs-, Strahlungs-, Verwandlungs-, Steuerungs-, Verkörperungs- und Sonderart) an. Die Hauptcharaktere müssen erstmal herausfinden, zu welcher Gruppe sie gehören. Nicht nur, um stärker zu werden, sondern gleichzeitig um die eigenen Schwächen zu kennen. Ein wohldurchdachtes System steht hinter den Superkräften und es ist vom Vorteil, sich tiefer mit ihnen auseinanderzusetzen, um sie vollends zu verstehen.

Die Abenteuer unterteilt nach Arcs

Die 148 Folgen der Serie teilen sich in insgesamt sechs Handlungsbögen auf. Angefangen mit dem “Hunter Exam”-Arc (26 Folgen), der sich größtenteils um die Prüfungen und das erhalten der Hunter-Lizenz dreht. Als zweites folgt der “Heavens Arena”-Arc (12 Folgen), in dem Gon und Killua an einem Turnier teilnehmen, um nicht nur stärker zu werden, sondern auch Geld zu verdienen. Danach rückt der dritte “Phantom Troupe”-Arc (20 Folgen) hervor, der nicht nur düsterer und blutiger ausfällt, sondern sich hauptsächlich Kurapika und seiner Rache widmet. Gefolgt von dem “Greed Island”-Arc (17 Folgen), der sich um ein mysteriöses seltenes Spiel namens ”Greed Island” dreht. Killua und Gon nehmen an dem Spiel teil, denn sie suchen nach Hinweisen zu Gons Vater Ging. Danach geht es mit dem “Chimera Ant”-Arc (61 Folgen) weiter, der als fünfter Arc gleichzeitig der längste der ganzen Serie ist. Dort müssen sich Gon, Killua und weitere Hunter auf einer Expedition mit Chimära-Ameisen herumschlagen. Die Chimären töten auf brutale Weise Menschen und verfüttern deren Fleisch an ihre Königin, die den nächsten König gebären wird. So geht dieser Arc wieder stärker in die düstere und brutale Richtung, aber lässt zudem so einige emotionale Szenen zu. Zum Abschluss gibt es noch den kurzen “Election”-Arc (12 Folgen), der sich um die Wahl des neuen Hunter-Vorsitzenden dreht. Insgesamt betrachtet sind alle Arcs auf ihre Weise unterhaltsam und mit genug Abenteuern bestückt. Am stärksten schneiden jedoch die Handlungsabschnitte mit der Phantom-Truppe und den Chimära-Ameisen ab. Zudem haben diese Arcs interessante Antagonisten zu bieten.

Abwesenheit von Hauptcharakteren

Die vier Jungen verbringen nicht ständig Zeit miteinander. Alle haben schließlich ihre eigenen Ziele, denen sie näher kommen wollen. Es kommt vor, dass sich Kurapika und Leorio eine zeitlang von Gon und Killua trennen. Hierbei müssen die Zuschauer sogar mit einer Abwesenheit von mehreren ganzen Arcs rechnen. Bis die vier Hauptcharaktere wieder vollzählig sind, wird von den Fans durchaus etwas Geduld abverlangt. Diese Vorgehensweise kommt einer positiven Charakterentwicklung zugute und die Charaktere werden nicht einfach in Arcs geworfen, die sie bei ihren Zielen kaum weiterbringen. Insgesamt wirkt es am Ende ganz stimmig, da der Einsatz der Figuren in der Handlung am rechten Platz erfolgt.

Umsetzung des populären Stoffes aus der Weekly Shonen Jump

Titel aus dem Weekly Shonen Jump-Magazin haben es nicht schwer, eine Anime-Adaption zu erhalten. Im Fall von Hunter x Hunter ist die Adaption von 2011 aber schon die zweite. Denn schon im Jahr 1999 wurde die Serie von Studio Nippon Animation (Perfect Girl) adaptiert. Die erste Umsetzung schaffte es jedoch nicht bis zum “Chimera Ant”-Arc. Die Fans kommen dadurch erst in der Version von Studio Madhouse in den Genuss der Geschichte rund um die Chimära-Ameisen. In den 148 Folgen wurden bis zu 32 Bände von Yoshihiro Togashis Manga-Vorlage umgesetzt. Dies bedeutet, dass noch eine Anime-Fortsetzung nötig wäre. Jedoch pausiert die Veröffentlichung des Mangas des Öfteren, wodurch unklar ist, ob die Serie jemals in animierter Form weitergeht. Die moderne Adaption unter der Regie von Hiroshi Koujina (Rainbow: Die Sieben von Zelle sechs) hält sich nah am Manga. Nur in den ersten Arcs wurden manche Szenen leicht entschärft, die im Manga expliziter dargestellt werden. Bemerkenswert an Hunter x Hunter ist die Tatsache, dass hierin nur wenig Ecchi-Fanservice vorkommt, verglichen mit anderen Shonen-Vertretern. Neben der Serie wurden noch die Kinofilme Hunter x Hunter: Phantom Rouge und Hunter x Hunter: The Last Mission produziert. Diese kommen jedoch nicht an das Niveau der Serie heran. Dies hängt damit zusammen, dass der Großteil des Inhalts gar nicht in der Vorlage enthalten ist.

Düsterer als zu Beginn erwartet

Auf Werbebildern und gerade zu Beginn des “Hunter Exam”-Arcs macht die Serie noch einen recht niedlichen und harmlosen Eindruck. Jedoch lässt sich besonders in späteren Arcs merken, dass die Serie noch ganz andere Seiten besitzt. Mit Gewalt, abgetrennten Körperteilen und dem einen oder anderen Blutbad müssen die Zuschauer rechnen. Dies spiegelt sich gleichzeitig in der Beurteilung der FSK wieder, denn einige Folgen sind ab 16 Jahren freigegeben worden. Die Serie ist damit nicht durchgehend für eine junge Zuschauerschaft geeignet. Der TV-Sender Prosieben Maxx musste einige Folgen in der Nacht ausstrahlen, um sie nicht zu zerschneiden. Diese erwachsenere Herangehensweise spiegelt sich in der Produktion wieder: Visuell fällt auf, dass von hellen und warmen Farbtönen zu dunklen und kühlen Tönen gewechselt wird, was die Szenen düsterer wirken lässt. Damit switcht die Produktion innerhalb der Farbpalette. Die Animationen wirken aber generell für einen Shonen-Titel relativ hochwertig, wodurch Hunter x Hunter durchaus eine gute Bearbeitung seitens des Studios zuteil wurde.

Die deutsche Synchronisation kann sich hören lassen

Der Publisher KSM Anime ließ die Hauptcharaktere Gon, Killua und Leorio für die Serie mit anderen Sprechern besetzen als in den zuvor veröffentlichten Filmen Phantom Rouge und The Last Mission. So wurden diesmal passendere Stimmfarben zu den Figuren ausgewählt. Als Gon ist Luisa Wietzorek (Taiga Aisaka in Toradora!) mit von der Partie, die sich auf dem fröhlichen und niedlichen Jungen als gute Wahl erweist. Killua wird von Esther Brandt (Minoru Mineta in My Hero Academia) gesprochen, deren jungenhaft klingende Stimme ebenfalls überzeugen kann. Leorio wurde dagegen von Robert Steudtner (Mamoru Kodai in Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato) übernommen. Während Kurapika weiterhin von Ann Vielhaben (Yumiko Samejima in A Place Further Than The Universe) vertont wurde. Gon, Killua und Kurapika werden im japanischen ebenfalls von Frauen gesprochen, wodurch es eine logische Entscheidung darstellt, dies in der deutschen Synchronisation gleichzutun. Zumal männliche Sprecher oft viel zu alt und tief auf Kindern klingen, was dann unnatürlich herübergekommen wäre. Doch nicht nur die Hauptcharaktere erhielten passende Stimmfarben, denn bei der Besetzung der Nebenfiguren wurde ebenfalls ein gutes Händchen bewiesen.

Aus der musikalischen Schatzkiste

Jede gute Serie braucht einen erinnerungswürdigen Soundtrack und mit dem Komponisten Yoshihisa Hirano (Death Note) ist dies bei Hunter x Hunter hervorragend gelungen. Die Serie besitzt ein breites Spektrum an Klängen. Von fröhlichen, entspannten, traurigen bis zu düsteren Tönen lässt sich so gut wie alles finden. Eine abgewandelte Version von Mozarts Requiem findet sich in den Themes der Phantom-Truppe wieder. Einige bedrückende und düstere Tracks erinnern deutlich an den Soundtrack von Death Note, wie zum Beispiel ”Latent Power” und ”Auras”. Unter anderem erweisen sich weitere Tracks wie ”The Phantom Elegy”, ”Kingdom of Predators”, ”Elegy of the Dynast”, ”Mystic Land” und ”The Silver-Haired Lullaby” als Highlights des umfangreichen Soundtracks. Beim Opening müssen sich die Zuschauer darauf einstellen, dass sie mit dem fröhlichen Song “departure!” von Ono Masatoshi alle 148 Folgen begleitet werden. Zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit entfaltet es sein Ohrwurm-Potenzial. Allerdings wäre für den “Phantom Troupe”-Arc ein düsteres Opening wie ”Taiyou wa Yoru mo Kagayaku” der Rock-Band Wino weitaus passender gewesen, denn im Vergleich geht ein klarer Pluspunkt an das zweite Opening der ersten Anime-Umsetzung von 1999. Bei den Outros kann die Serie mit einem guten Repertoire aus den Songs ”Just Awake”, ”Hunting for your Dream”, ”Reason”, ”Nagareboshi Kirari” und ”Hyouriittai” überzeugen. Bis auf das Intro, welches für bestimmte Arcs zu fröhlich ausfällt, wurde vieles musikalisch richtig gemacht.

Fazit

Hunter x Hunter schafft es, vieles in positiver Weise miteinander zu verbinden. Die Serie ist abenteuerlich, actionreich, bietet Humor und Emotionen, regt zum Nachdenken an und ist manchmal richtig düster. Doch was viel wichtiger ist, dass die Serie ein ganze Ladung an sympathischen Figuren vorzuweisen hat. Einen Pluspunkt stellen zudem die herzerwärmenden Szenen zwischen Gon und Killua dar. Ein Beispiel dafür, wie wahre Freundschaft aussehen kann. Aber generell ist der Zusammenhalt der vier Hauptcharaktere einfach vorbildhaft. Der erste ”Hunter Exam”-Arc’ bietet einen zufriedenstellenden Einstieg, aber das wahre Potenzial der Serie wird im späteren Verlauf ausgeschöpft. Zumal sich die Charaktere weiterentwickeln und die Kampfstile mit der Aura später um einiges eindrucksvoller aussehen. Der Badass-Faktor der Figuren steigert sich also noch enorm. Optisch kann sich der Titel dank Studio Madhouse sehen lassen und beim grandiosen Soundtrack merkt man einfach, dass hierin der Komponist von Death Note seine Finger im Spiel hat. Am Ende hat sich die Anime-Serie zu einem meiner Alltime-Favoriten gemausert, da einfach das Gesamtpaket stimmt. Von dem Hauptfiguren-Quartett gefällt mir Kurapika am besten, da er echt liebenswürdig ist und viel Leid in der Vergangenheit erfahren hat. Seinen Kampfstil im späteren Verlauf empfinde ich als den coolsten und komplexesten der Gruppe. Nebenbei hat mich die deutsche Synchronisation sehr positiv überrascht, da die Figuren treffend besetzt sind und die Vertonung generell einen tadellosen Eindruck hinterlässt. Ansonsten: Wer nach der Hunter x Hunter-Serie und den Kinofilmen Phantom Rouge und The Last Mission noch nicht genug hat, sollte einen Blick auf Yu Yu Hakusho: Ghost Files werfen. Yoshihiro Togashi hat nämlich seine bekannten Gefilde nicht allzu weit verlassen und einige Aspekte aus seinem Vorgängerwerk ins Hunter-Universum übernommen. Es lohnt sich daher, beides gesehen zu haben.

© KSM Anime

Alva Sangai

Alva Sangai beschäftigt sich in ihrer Freizeit gerne mit Medien verschiedenster Art. Egal, ob Serien, Filme, Anime oder Manga. Dabei spielt es keine Rolle aus welchem Land die Produktionen stammen, denn Alva ist da sehr weltoffen. Des Weiteren hört sie gerne Musik, schreibt Geschichten und zeichnet ab und zu. Ein Tee oder ein Cappuccino darf dabei natürlich nicht fehlen. Nebenbei beschäftigt sich Alva mit den vielen Funktionen von Clip Studio Paint EX, denn sie möchte sich in der Zukunft an einem Web-Comic versuchen. Der Name Alva Sangai setzt sich aus dem Vornamen der Protagonistin ihrer ersten längeren Geschichte, sowie ”Sangai”, Hirschen die nur in Manipur (Indien) zu finden sind, zusammen. Sangai spielt also auf ihre Bollywood-Artikel an.

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