Shibito no Koe o Kiku ga Yoi

Lesezeit: 3 Minuten

Jun Kishida sieht Geister und besonders einer von ihnen klebt förmlich an ihm: seine Kindheitsfreundin Ryoko Hayakawa. Sie beschützt ihn vor gefährlichen Situationen durch Geistern und andere übernatürliche Phänomene, die er scheinbar magisch anzuziehen scheint. Seit 2011 erscheint der Horror-Manga Shibito no Koe o Kiku ga Yoi  der Mangaka Sachiko Hiyodori im Magazin Akita Shoten.

    

Jun Kishida ist ein eher kränklicher Oberschüler und liegt oft im Krankenzimmer. Das liegt an seiner Fähigkeit, die Geister der Toten zu sehen und je nach ihrer Gesinnung und Stärke, reagiert sein Körper negativ auf ihre Präsenz. Er bekommt Nasenbluten oder bricht sogar gänzlich zusammen. Das ist im Alltag alles andere als praktisch, hinzukommt, dass er seit dem Verschwinden von Ryoko Hayakawa ihren Geist sieht. Sie zeigt ihm, wo ihre Leiche ist und führt ihn allerdings auch zu ihrem Mörder. Jun entkommt dieser lebensgefährlichen Situation nur ganz knapp. Aber seitdem weicht Ryoko ihm nicht mehr von der Seite, allerdings weiß er nicht, was sie noch in dieser Welt hält.

Schaurige Episoden aus dem Leben von Jun Kishida

Originaltitel Shibito no Koe o Kiku ga Yoi
Jahr 2011
Bände 1 / ?
Genre Horror, Mystery, Supernatural
Mangaka Sachiko Hiyodori
Verlag Akita Shoten

Jun wird unfreiwillig Mitglied des Geschichtsclubs, der einen Ausflug auf die kleine Insel Matsuri macht. Erst scheinen die Einheimischen ganz nett zu sein, zumindest so lange bis sie die Gruppe Schüler Seemonstern, die irgendwann einmal Menschen waren, zum Fraß vorwerfen wollen. Die Mitgliederzahl des Clubs von fünf Leuten reduziert sich auf drei. Weiter geht es mit seiner Cousine Miyu, die in einem alten, stillgelegten Freizeitpark Bilder machen will, um die Schönheit des Verfalls einzufangen. Doch sie ist danach nicht mehr dieselbe. Sie fotografiert ein Riesenrad, das gar nicht mehr dort steht und ist regelrecht besessen davon. Kurze Zeit später ist Miyu tot, Todesursache ist ein Sturz aus großer Höhe. Doch kein Mensch kann sich erklären, wie das auf einer leeren flachen Ebene passieren kann. Wäre das nicht schon obskur genug, wird die Frage geklärt, was es mit dem Mythenwesen Kappa auf sich hat.

Der Tod ist stetiger Begleiter

Jun sieht mehr Menschen sterben als der durchschnittliche Jugendliche, egal ob es sich um seine Schulkameraden, Verwandte, Bekannte oder gänzlich um Fremde handelt. Die Tode sind auch alles andere als friedlich: einem Mitschüler wird das Gesicht abgebissen, ein anderer wird vor seinen Augen zerfleischt. Anderen Leuten wird das Gedärm aus dem Anus gerissen, der Kopf gespaltet, eben das volle Splatterprogramm. Dennoch lässt es Jun erstaunlicherweise relativ kalt, jeder andere Mensch hätte psychischen Beistand bereits nach einem dieser grotesken Situationen gebraucht. Er macht hingegen mit seinem Leben weiter und schlittert von einem bizarren Ereignis zum nächsten. Er wird dabei stets von Ryoko begleitet, aber auch andere Charaktere wie das dunkle Idol Mako oder die Vorsitzende des Clubs haben keine einmaligen Auftritte.

Ich mag Shibito no Koe o Kiku ga Yoi wegen der grotesken Art, die die Serie hat. Die Tode sind sehr grafisch dargestellt und daher ist der Manga auch nichts für empfindliche Leute. Für einen Shounen-Titel ist der Manga wirklich sehr blutig und detailliert. Es gibt allerdings auch Kapitel ohne Tote, wie das mit der Familie Sato, die irgendwelche merkwürdigen Lebewesen sind, die Häuser von anderen Leuten besetzen. Eine sehr bizarre Geschichte und auf eine andere Art gruselig. Optisch gefällt mir der Stil sehr gut, auch wenn er für den einen oder anderen Leser sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, aber er passt hervorragend zur Serie und der Thematik. Nur an Jun könnten sich manche stören, weil es eben sehr unrealistisch ist, dass er die ganzen furchtbaren Ereignisse so einfach wegsteckt. Andererseits wird man wohl auch ein dickes Fell brauchen, wenn man Geister sehen kann. Zum Glück hat er Ryoko, die auf ihn aufpasst und ihn warnt. Wer skurrilen Horror mag, der dürfte hier eindeutig fündig werden.

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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