It’s my Life

Lesezeit: 3 Minuten

Der Fantasy-Manga It’s my Life von Imomushi Narita, welcher seit August 2019 von Manga Cult veröffentlicht wird, fängt eher ungewöhnlich an. Denn die Geschichte beginnt am Ende einer erfolgreichen Ritterkarriere. Astra L. Doomsday wünscht sich ein ruhiges Leben in seinem neuen Haus. Doch als ihm das kleine Hexenmädchen Noah heimsucht, weil sie ihn mit dem Höllengott verwechselt, ist daran nicht mehr zu denken. Das Mädchen demoliert nicht nur das Fenster seines trauten Heimes, sondern lockt auch noch finstere Gestalten an, die seinem friedlichen Leben gehörig im Weg stehen.

 

Astra L. Doomsday diente zehn Jahre lang als Kommandant der heiligen Ritter von Justitia, doch nun geht er mit 35 in seinen wohlverdienten Ruhestand. Denn er hat nun endlich das Geld zusammen, um seinen Lebenstraum zu erfüllen: ein eigenes Haus. In einer eher abgelegenen Gegend bezieht er sein neues Heim voller Vorfreude auf ein friedliches Leben. Zumindest bis zu dem Moment bis die kleine Hexe Noah sein Fenster demoliert und seine Dienerin werden will, weil sie glaubt, er sei der Höllengott aus ihren Büchern. Dabei hat sie einen fatalen Fehler gemacht: Sie hat die Karte verkehrt herum gehalten. Astra versucht dieses Missverständnis zu klären, doch die Geschichte des elternlosen Mädchens rührt ihn und er bringt es nicht über das Herz, sie zu enttäuschen. Daher nimmt er sie nach mehreren gescheiterten Versuchen, sie wegzuschicken, bei sich auf.

Die problematischen silbernen Augen von Noah

Originaltitel It’s my Life
Bände 1 / 11
Jahr 2014
Genre Action, Comedy, Fantasy
Mangaka Imomushi Narita
Verlag Manga Cult (2019)

Noah gehört zu dem Volk der Antikythira und deren silbernen Augen gelten als sehr wertvoll. Deshalb gibt es immer wieder Leute, die es auf sie abgesehen haben und darunter sind auch die beiden Drachenmenschen, die der kleinen Noah gefolgt sind. Doch Astra kann die zwei Brüder vertreiben, aber sie geben nicht auf und bringen sogar einen Drachen mit. Der sich allerdings recht leicht mit Süßigkeiten bestechen lässt und somit das neue Haustier von Noah und Astra wird. Doch natürlich hören die Probleme damit nicht auf, es kommt zu einem Missverständnis als die Soldaten ihren ehemaligen Kommandanten besuchen und Noah sich etwas unglücklich in ihrer Wortwahl ausdrückt. Eine Händlerin im Dorf findet ebenso Gefallen an dem kleinen Mädchen, was sich zum Glück nur in Küsschen und Umarmungen äußert. Zum Schluss kommt allerdings die große Schwester von Noah und bezichtigt Astra der Entführung. An ein ruhiges Leben ist also nicht zu denken.

Die Liebe zur Musik

Imomushi Narita hat sich für seinen Manga etwas Besonderes einfallen lassen. Der Titel “It’s my Life stammt von gleichnamigen Lied von Bon Jovi. Das ist aber noch nicht alles, die Kapitelnamen sind ebenso alle von Musiktiteln unterschiedlicher Musiker oder Bands entliehen, einen einheitlichen Stil gibt es hingegen hier nicht. Pop, Rock und Metal geben hier den Ton an. Die Zaubersprüche sind hingegen Metal pur, was natürlich schon ein Kontrast zur niedlichen Noah ist. Hinter dieser wird auch mehr stecken als nur ein kleines Hexenmädchen, denn Band 1 hat hier schon einen kleinen Vorgeschmack gegeben als Astra sie für kurze Zeit erwachsen gesehen hat. Zudem scheint hinter der Geschichte des Höllengottes vielleicht doch mehr zu stecken als eine bloße Fiktion.

Erster Eindruck

Ursprünglich hat mich It’s my Life nicht wirklich groß interessiert, da ich mit derart jungen, weiblichen Charaktere nichts anfangen kann. Doch einen Blick in die Leseprobe von Manga Cult hat mich dann doch vom Gegenteil überzeugt. Ich bereue den Kauf auf jeden Fall nicht, der erste Band ist sehr witzig und die Charaktere sympathisch dargestellt. Besonders Noah ist allerliebst und es ist kein Wunder, wenn Astra ihr einfach nicht die Wahrheit sagen konnte. Zum Glück hat sich dieses Missverständnis mit dem Höllengott dann doch noch im ersten Band gelöst, dafür ist ihr Zusammenleben jetzt noch herzlicher. Der Weltaufbau ist auch bereits sehr vielversprechend mit den ganzen unterschiedlichen Völkern und Wesen. Aber heimlicher Star des Bandes ist der Nidhöggr-Drache Gor Gor, der mit seiner Vorliebe für Süßkram sich vom Rest der Drachenspezies abhebt. Wer Lust auf einen schönen Fantasy-Manga hat, der sollte sich It’s my Life mal näher ansehen.

© Shogakukan, Manga Cult

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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