Hero Kages Jahresrückblick 2018

Lesezeit: 8 Minuten

Filme

Das Jahr war reich an Filmen und hatte einiges zu bieten. Voran natürlich die Marvel-Filme und da ging es im Februar mit Black Panther los, ein guter Film, der für mich nicht ganz an die guten Kritiken heran kommt, aber schon ein guter Start ins Kinojahr. Im März gab es mit Tomb Raider eine neue Videospiel-Adaption, die wunderbares Popcornkino lieferte, auch weil man nah an die neueste Spielereihe hielt. Der Monat hatte mit Pacific Rim: Uprising auch eine von mir lange erwartete Fortsetzung im Gepäck die mir richtig gut gefällt. Etwas schwächer als der Vorgänger, aber immer noch sehr gut. Im April schlug dann das Comic-Event der Superlative ein mit Avengers: Infinity War und da kann man vor Marvel nur den Hut ziehen. Zehn Jahre in Arbeit und dann liefern sie eine unglaubliche Performance an der Kinoleinwand. Wahnsinnig gut. Mein Lieblingsfilm in 2018 dürfte dann aber trotzdem der im Mai angelaufene Deadpool 2 sein. Ryan Reynolds liefert eine perfekte Performance ab und man hat sich keineswegs zurückgehalten. Ist einfach ganz mein Humor. Im gleichen Monat durfte mit Solo: A Star Wars Story der nächste Star Wars-Film gegen viel Kritik ankämpfen, aber mir gefällt er sehr gut und ist sicher besser als sein Ruf. Kein Meisterwerk, aber wirklich gut gemacht. Im zweiten Halbjahr servierte Marvel mit Ant-Man and The Wasp eine weiteren Hit ab, der die guten Teile des Vorgängers nutzt und sie sogar noch verbessert. Ebenfalls im zweiten Teil des Jahres durften andere Superhelden wieder zeigen was sie können, die Die Unglaublichen – The Incredibles in ihrem zweiten Film. Beim Sehen wird schnell klar, weshalb der Film so gut ankommt: Familie und Superkräfte. Die zwei Themen werden vielleicht in keinem anderen Film besser verarbeitet. Ich hoffe der nächste lässt nicht so lange auf sich warten. Die beiden letzten Filme waren dann Venom und Bohemanian Rhapsody. Ersterer hat sich trotz meiner Skepsis als spaßiges Abenteuer herausgestellt und ich würde gerne mehr davon sehen. Letzterer hätte mich fast dazu gebracht im Kino aufzustehen und mitzusingen. Gerade die letzte Szene ist ziemlich mitreißend, was das angeht. Bevor das Jahr zu Ende geht, plane ich auch noch Spider-Man: A New Universe und Aquaman zu sehen. Sonst Anfang des neuen Jahres.

Serien

Die ersten wichtigen Serien für mich waren alles die letzten Folgen von Staffeln, die schon 2017 gestartet sind. Ganz vorne dabei war das Gefühlskarussell rund um Lucifer. Die dritte Staffel finde ich ich richtig gut, dann aber der Schock: Absetzung. Hat mich wirklich getroffen und ich wollte die letzten Folgen gar nicht mehr schauen, da es mit einem Cliffhanger enden würde. Doch großer Dank an Netflix und all die Fans, die laut wurden und dafür sorgten, dass eine weitere Staffel kommt. An anderer Stelle haben wir hier noch Star Trek: Discovery, Sieht zwar toll aus, aber so viele Probleme, bei dem Design der Klingonen angefangen, bis hin zu fragwürdigen Storyentscheidungen. Wenn ich derzeit Star Trek will, dann doch lieber The Orville. Eine Serie, von der ich ebenfalls großer Fan wurde und in der Freddie Highmore sein ganzes Talent ausspielen darf ist The Good Doctor. Was ich bis zur neuesten Staffel durchgesuchtet habe, ist Bosch. Titus Welliver als Hieronymus “Harry” Bosch, mürrischer (aber genialer) Detective, der auch mal die Grenzen des Gesetzes auslotet, ist eine der besten Krimiserien, die derzeit läuft. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Staffel. Eine Krimiserie, die sehr mit meinem Verstand gespielt hat ist Marcella. Die zwei Staffel ist verstörend, aber unglaublich gut. Hier bin ich gespannt, wie Staffel 3 wird. Dazu noch einiges, was ich auf Netflix geschaut habe oder was mittlerweile schon Routine geworden ist. Dazu gehören Serien wie Simpsons und Family Guy, aber auch Grey’s Anatomy.

Games

Durch meinen Umzug blieb ich hier hinter meinen Erwartungen zurück und einige Spiele musste ich vorerst auf Eis legen, obwohl sie mir gefallen. Ich hatte einfach nicht die Möglichkeit, sie weiter zu spielen (da in Umzugskisten) oder es kamen dann schone neue Spiele die meine ganze Zeit fraßen. Zu den Opfern gehören: Digimon Story Cyber Sleuth – Hacker’s Memory, God of War, Radiant Historia – Perfect Chronology und Ys VIII. Alles Spiele, die ich zwar gerne spiele, die derzeit aber noch in Kisten sind bis ich vollständig eingerichtet bin. Die beiden Spiele die mich dafür umso mehr begeistern konnten, sind Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals und Spider-Man. Beides tolle Titel, die mich vor die Konsole gezerrt haben. Gerade Dragon Quest XI ist mein Spiel das Jahres und hat sich auch in meine All-Time Favoriten eingenistet. Nicht unerwähnt lassen will ich noch Labyrinth of the Refrain: Coven of Dusk, das derzeit meine Hauptbeschäftigung auf der Switch ist und sogar Smash Bros. Ultimate ein einsames Dasein fristen lässt. Dieses wird aber zu Silvester sicher der Hit, da mache ich mir keine Sorgen.

Comics

Comics sind immer ein großer Teil meines Medienkonsums und wenn es um Superhelden geht, hat DC normalerweise die Nase bei mir vorn. Äußerst empfehlenswert ist ganz sicher Tom Kings Batman. Da erschienen einige meiner Lieblingsgeschichten dieses Jahr, wie zum Beispiel das Doppeldate von Superman, Lois, Batman und Catwoman. Eine weitere tolle, leider zu früh beendete Serie, ist Super Sons. So viel Spaß mit Robin (Damian Wayne) und Superboy (Jonathan Kent) hatte man noch nie. Serien wie Doomsday Clock sind zwar auch interessant, erschienen dann aber doch zu langsam, um ein volles Bild zu liefern. Bei Marvel will ich zwei Serien hervorheben: All-New Wolverine und Amazing Spider-Man. Letztere, weil er trotz der Zweifel, die ich an Nick Spencer als Autor habe, gemeinsam mit dem fantastischen Ryan Ottley als Zeichner, einen tollen Neustart hingekriegt hat. Und erstere, weil Tom Taylor mit Laura Kinney (aka X-23) als neuen Wolverine einen meiner Lieblings-Runs hingelegt hat. Er beweist nicht nur, dass Laura die perfekte Nachfolgerin ist, sondern hat mit Gabby auch einen der beliebsten neuen Charaktere bei Marvel eingeführt. Weil Ryan Ottley schon erwähnt wurde, muss auch sein grandioses Finale für Invincible, Robert Kirkmans Superhelden-Serie, hervorgehoben werden. Natürlich sind auch die vorläufige Finalausgaben für Serien wie Saga, Astro City und Usagi Yojimbo sehr interessant und die Frage, wie es in der Zukunft weitergeht, wird hoffentlich in 2019 beantwortet. Highlight dürfte aber trotzdem das Interview mit Benjamin Dewey sein, der als Zeichner an der neuen Serie von Beasts of Burden gearbeitet hat. Schon lange mein Lieblingszeichner, liefert er hier seine bisher beste Arbeit ab. Auch er hat für 2019 einiges geplant.

Bücher

Bei Büchern lag mein Fokus vor allem auf Light Novels. Einige als Fortsetzung bereits begonnener Serien und andere als kompletter Neueinstieg. Serien wie Arifureta und The Rising of the Shield Hero werden dabei nächstes Jahr sogar als Anime adaptiert. Goblin Slayer bekam gerade erste eine und nachdem ich die weiteren Bände von In Another World With My Smartphone gelesen habe, finde ich es sehr schade, dass hier nichts weiteres zu kommen scheint, im Gegensatz zu Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon?. Dessen neue Bände gehen auch in eine sehr interessante Richtung. Band 13 von Overlord brachte einen Zweiteiler zu Ende, der sehr interessante Auswirkungen auf den Rest der Serie haben wird. Empfehlenswerte Serien, die ich als absolute Geheimtipps empfinde und jedem, der die Chance sie zu lesen hat, sind Infinite Dendrogram, The Faraway Paladin, How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom, The New GATE und Mixed Bathing in Another Dimension. Alles Reihen, die sehr interessante Ansätze haben und geradezu nach einer Adaption schreien. Zum Abschluss vielleicht noch zu einer Bücherreihe, die mir einfach immer gute Laune macht: If it’s for My Daughter, I’d Even Defeat a Demon Lord. Eine wunderschöne Vater-Tochter-Geschichte in einer Fantasywelt, die einfach meiner Seele gut tut.

Animes

Zwei der vier Seasons konnte ich die Fortsetzung eines meiner Lieblingsfranchises sehen: Overlord Staffel 2 und 3. Die CGI-Effekte sind zwar weiterhin störend, dafür ist die Story weiterhin richtig gut. Staffel 4 darf gerne kommen. Death March to the Parallel World Rhapsody habe ich dieses Jahr wöchentlich begleitet. Immerhin eine meiner Lieblings-Light Novels und zumindest mir gefällt die Adaption gut. Mit My Hero Academia ging eine meiner Lieblingsserien in die dritte Runde und Bones liefert ein weiteres Mal eine absolut fabelhafte Adaption. Mit Golden Kamuy habe ich auch eine der interessantesten Serien des Jahres gesehen. Die Jagd nach dem Gold mit dem Unsterblichen Sugimoto und der Ainu Asirpa ist eine tolle und spannende Geschichte, die auch eine gute Prise Humor hat. Gegen Ende des Jahres liefen mit Tensei shitara Slime Datta Ken und Goblin Slayer zwei von mir lange erwartete Adaptionen an und ich bin von beiden sehr begeistert. Ebenfalls zur gleichen Zeit begann die neue Staffel Sword Art Online. Diese hat mich positiv überrascht und gefällt mir richtig gut. Ich bin wirklich gespannt, wie sich die Serie über die 50 Folgen entwickelt und ob die Qualität gehalten werden kann. Dank Netflix konnte ich auch endlich ein paar ältere Serien wie Arslan Senki oder Akatsuki no Yona schauen. Ein kleines Highlight war es auch, den ersten Fairy Tail-Film im Kino zu sehen. Ist ein tolles Erlebnis, wenn das örtliche Kino jeden Monat eine Anime-Night macht. Was mir ebenfalls sehr Freude gemacht hat ist die Fortführung der Synchronisation von Detektiv Conan auf ProSieben Maxx. Ich hoffe das geht in 2019 so weiter.

Mangas

Der Manga-Konsum ist dieses Jahr etwas geringer ausgefallen, aber nur deswegen, weil durch den Umzug (bis auf meine wöchentliche Dosis  bekannter Serien) viel auf der Strecke blieb und erst jetzt wieder langsam Fahrt aufnimmt. Ganz besonders im Gedächtnis bleibt mir aber sicher Berserk. Kentaro Miura hat es endlich geschafft und einen Storyfaden (beinahe) zu Ende gebracht, auf den wir seit 20 Jahren warten. Gestartet gute zwei Jahre vor meiner Geburt, hat der Manga es geschafft, zu meiner Lieblingsgeschichte zu werden. Zwar hat Miuara mit einem richtigen fiesen Cliffhanger nicht dazu beigetragen, das alles aufgelöst wird, aber hier hat er es ein weiteres Mal geschafft, mich zu fesseln. Auch für weitere 20 Jahre, wenn es sein muss. My Hero Academia schafft es weiterhin, ein unglaublich hohes Niveau zu halten und ist weiterhin die Serie, auf die ich mich Woche für Woche am meisten freue. One Piece hat dieses Jahr auch unglaubliche Kapitel geliefert und Eiichiro Oda macht immer wieder klar, wie durchdacht die Serie ist. Vinland Saga ist weiterhin mein Lieblingsmanga hinter Berserk. Die Qualität ist so hoch, nur die Kapitel sind leider sehr kurz. Ich habe aber kein Problem damit, sie immer wieder zu lesen. Hinzu kommt vieles, was ich angefangen habe oder regelmäßig gelesen haben, was ebenfalls durch den Umzug auf Eis gelegt wurde. Hier hoffe ich bald eine Aufholjagd zu beginnen. Goblin Slayer als Manga hat mich erst zur Serie gebracht und auch hier ging es weiter, aber ich will vielleicht ein Augenemerk auf das Prequel Day One legen. Dieses ist vielleicht sogar noch grafischer, was die Darstellung angeht, also nichts für schwache Nerven. Es zeigt aber, wie Goblin Slayer zu dem Mann wurde, der er ist und auch mehr von der Welt. Geheimtipp? Habe ich auch einen, auch wenn der durch den Gewinn einiger Preise dieses Jahr nicht mehr ganz so geheim ist. Ich rede über BEASTARS von Paru Itagaki. Eine unglaublich tolle Serie über eine antromorphe Tiergesellschaft mit ziemlich realistischer Darstellung dieser. Dazu Mord, Verbrechen, Liebe, Charakterentwicklung und auch einfache Teenagerprobleme. Wenn diese Serie nicht bald lizenziert wird, dreh’ ich durch.

Persönliches

Das Jahr war einiges los bei mir: Master-Abschluss, neuer Job und auch der Kauf eines Hauses! Durch den Umzug blieb zwar einiges liegen, was meinen Geek-Konsum angeht, aber das alles hat mir persönlich sehr gut getan. Im November war ich dann auch noch auf der Vienna Comic-Con und ich bin immer noch begeistert davon! Mit den Künstlern und Autoren zu reden, sich etwas zeichnen zu lassen, Originalseiten zu kaufen oder einfach mehr darüber zu erfahren, wie sie arbeiten, ist toll. Dazu natürlich auch Merchandise abstauben (Wieso muss ich jetzt auch noch Figuren sammeln?!?) und generell eine tolle Zeit haben. Weil auch mein bester Freund dabei war, was nicht mehr selbstverständlich ist, wenn beide Vollzeit arbeiten. Jedem, der einmal die Möglichkeit hat bei so einer Con seine ganze Leidenschaft für all seine Geek-Freuden auszuleben, lege ich das ans Herz. Nächstes Jahr im November bin ich wieder dort und die Frage wird dann eher sein: Wie war das Jahr bis dorthin? Ich hoffe mal ähnlich toll wie 2018.

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Hero Kage

Hero Kage ist Test Engineer für einen der weltweit größten Chiphersteller und sorgt unter anderem dafür, dass die Elektronik in Autos richtig funktioniert. In seiner Freizeit erholt er sich mit jedem Medium, das eine Geschichte bieten kann, die ihm gefällt. Dabei unterscheidet er nicht zwischen einzelnen Medien. Es geht ihm nur darum, besonders gut unterhalten zu werden. Zudem ist er auch noch passionierter Brett- & Kartenspieler und immer für ein neues Spiel zu begeistern.

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Ayres
Redakteur

Freut mich, dass du auch soviel Liebe für die Comic-Adaptionen aufbringen kannst. Bei Venom bin ich nicht ganz bei dir, bei einigen anderen schon. Avengers: Infinity War lässt einfach keine Wünsche offen und hier hoffe ich sehr darauf, dass die Kino bei Endgame dann ein Double-Feature anbieten werden, damit ich beide am Stück genießen darf.

Serientechnisch kann ich dir nur empfehlen, mal einen Blick auf die Superheldenserien zu werfen, die da so in den letzten Monaten gestartet sind, allen voran The Gifted und Titans.

Dragon Quest IX habe ich mir dann doch nicht geholt, aber im Freundeskreis bereits verschenkt. Bin gespannt auf die Meinungen der anderen.

BEASTARS habe ich auf meine Liste gesetzt und wie ich gesehen habe, ist das auch schon preisgekrönt. Da bin ich umso gespannter.

Gratulation zu Master & Hauskauf. Das war ja ein echt einschneidendes Jahr bei dir.