Die Halloween-Reihe im Gesamtüberblick

Halloween (2007)

Darum geht es: Der junge Michael wächst in einer White Trash Familie auf und ist in der Schule ein verhaltensauffälliger Außenseiter. Erst tötet er einen Mitschüler, dann die Freunde seiner Mutter und seiner Schwester und wird schließlich in die Psychiatrie eingewiesen. Dort wird er von Dr. Loomis betreut, der früh feststellt, dass Michael kaum noch zu behandeln ist. Im Alter von 27 bricht Michael letztendlich aus und tötet alle, die sich ihm in den Weg stellen. Er hat es auf Laurie Strode abgesehen, die er schließlich entführt…

So endet es: Laurie erschießt Michael mit Loomis’ Waffe.

Timeline: Halloween (2007)

Opfer: 22 (sowie eine Ratte und ein Koyote)

Hintergrund: Rob Zombie hat nicht nur ein Remake, sondern auch ein Prequel erschaffen. Während er in der ersten Hälfte Michael eine Biografie maßgeschneidert hat, wird die ursprüngliche Handlung in der zweiten Hälfte komprimiert wiedergegeben. Für Fans der Reihe gibt es ein Wiedersehen mit Danielle Harris, die die Rolle der Annie übernimmt. Harris war bereits in Halloween 4 und 5 als Jamie zu sehen. Trotz der Entmystifizierung Michaels und der diskussionswürdigen Interpretierung des Stoffes handelt es sich bei diesem Teil um den kommerziell erfolgreichsten der Reihe. Er spielte mehr als 80,3 Millionen US-Dollar ein. Die längere Fassung (der Unrated Director’s Cut) bekam ungeschnitten keine Freigabe von der FSK, weshalb er als SPIO/JK-Fassung erschienen ist und später standesgemäß indiziert wurde.

Schick anzusehen ist Rob Zombies Version von Halloween allemal. Obendrein gibt es auch noch reichlich Background für Michael. Man kann sich darüber streiten, ob es gut ist, eine Figur so stark zu erklären oder nicht. Ich störe mich viel eher an dem unnötigen Pegel an Sex und Gewalt. Dadurch fällt auch die Kluft zwischen Laurie sowie Linda und Annie riesig aus, was im Originalfilm irgendwie noch halbwegs zusammen passt. Insgesamt kann ich auf dieses Remake wirklich gut verzichten.

 

Ist es nötig gewesen ein Remake zu drehen? Nein. Aber die Modernisierung durch Rob Zombie hat mich schon beim ersten Ansehen zufriedengestimmt. Michael als Kind aus der White Trash-Unterschicht ist heutzutage interessanter als ein Psychokiller ohne äußere Motivation (das war halt in den 70ern grusliger). Im direkten Vergleich gewinnt Carpenters Werk für mich ganz klar, aber die Castliste von Zombies Version macht schon etwas her. Leider gibt es ein paar nervige Charaktere, bei denen ich froh bin, dass sie dahingemetzelt werden und das sollte in dieser Reihe nicht passieren.

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Misato
Redakteur
24. Oktober 2018 16:09

Ich finde Franchises (oder was wir heute haben als Shared Universe) wahnsinnig spannend. Und irgendwie kommen mir beim Wort Filmreihe immer die Klassiker der Horrorsparte zuerst in den Sinn. Mein Favorit wird wohl ewig Nightmare on Elm Street bleiben. Aber es ist doch interessant und irre zugleich, was Halloween angestellt hat. Jetzt beklagen sich Leute, sie hätten Probleme Superhelden in die richtigen Universen zu ordnen. Hallo, bei einem Michael Myers ist das eine einzige Figur und wir kriegen so viele verschiedene Timelines und mögliche Ansehreihenfolgen! Es gibt bestimmt Leute, die 4+5+6 gern zusammen schauen. Immerhin sorgt der Bodycount für Spaß.