Die Halloween-Reihe im Gesamtüberblick

Halloween Resurrection (2002)

Darum geht es: Laurie sitzt in einer Nervenheilanstalt. Dort spürt Michael sie schließlich auf und killt sie während eines Kampfes auf dem Dach. Derweil sind die Medien ganz wild auf Michael Myers geworden. In Michaels Haus in Haddonfield wird eine Reality-TV-Show veranstaltet, welche Teilnehmer unter der Beobachtung zahlender Internetnutzer durch Michaels Haus jagt. Michael schlägt dort auf, ermordet kurzerhand sein Double und macht selbst Jagd auf jeden, der sich durch die Gänge bewegt.

So endet es: Die letzten Überlebenden töten Michael mittels Stromschlag und Feuer, doch in der Leichenobduktion schlägt er wieder die Augen auf.

Timeline: Halloween (1978) – Halloween II (1981) – Halloween H20 (1998) – Halloween Ressurection (2002)

Opfer: 11

Hintergrund: Die mittlerweile angestaubte Reihe benötigte einen neuen Anstrich und erhielt diesen durch die Anfang der 2000er angesagten Reality-TV-Shows. Internet und Handys wurden zu den wichtigsten menschlichen Schätzen und sollten ihren Fußabdruck also auch in Halloween hinterlassen. Rick Rosenthal durfte nach seinem gelungen zweiten Teil wieder antreten und erschuf einen für die damalige Zeit modernen Slasher. Mit Busta Rhymes und Tyra Banks stehen gleich zwei prominente Namen auf der Besetzungsliste, wobei der Tod der von Banks gespielten Nora in keiner Version des Films zu sehen ist. Seit 2005 ist die FSK18-Variante erhältlich.

Nachvollziehbar, dass die Reihe modern bleiben will. Eine gute Idee, den Zeitgeist der 2000er miteinzubeziehen, das möchte ich an Halloween Ressurection auch gar nicht kritisieren. Die Eingangsszene mit Lauries Tod ist imposant, doch danach fällt der Film völlig ab und das liegt vor allem an den Opfern, die durch die Bank unsympathische, egozentrische und geltungsbedürftige Gestalten sind.

 

Ich versuche ehrlich gesagt bis heute diesen Film gänzlich aus meinem Gedächtnis zu streichen. Die Nachricht, dass Jamie Lee Curtis einen Auftritt hat, hat mich damals freudig in die Videothek getrieben und am Ende wäre mir ein olles Found-Footage-Reality-Show-Horrorfilmchen lieber gewesen. Einerseits so bemüht, ein Michael Myers-Film sein zu dürfen, aber andererseits ist Michael noch austauschbarer als in jedem anderen Teil zuvor. Doof.

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Misato
Redakteur
24. Oktober 2018 16:09

Ich finde Franchises (oder was wir heute haben als Shared Universe) wahnsinnig spannend. Und irgendwie kommen mir beim Wort Filmreihe immer die Klassiker der Horrorsparte zuerst in den Sinn. Mein Favorit wird wohl ewig Nightmare on Elm Street bleiben. Aber es ist doch interessant und irre zugleich, was Halloween angestellt hat. Jetzt beklagen sich Leute, sie hätten Probleme Superhelden in die richtigen Universen zu ordnen. Hallo, bei einem Michael Myers ist das eine einzige Figur und wir kriegen so viele verschiedene Timelines und mögliche Ansehreihenfolgen! Es gibt bestimmt Leute, die 4+5+6 gern zusammen schauen. Immerhin sorgt der Bodycount für Spaß.