Die Halloween-Reihe im Gesamtüberblick

Halloween H20 (1998)

Darum geht es: Laurie Strode lebt. Unter einer neuen Identität ist sie mit ihrem Sohn nach Kalifornien gezogen. Doch die Halloween-Nächte haben Spuren hinterlassen und sie in einen Strudel aus Alkohol und Medikamenten getrieben, die die Angstzustände vor Michael klein halten sollen. Derweil durchsucht Michael das Haus des toten Dr. Loomis und stößt dabei auf einen Hinweis zu Lauries Verbleib. Somit macht er sich erneut auf den Weg und zieht eine Blutspur hinter sich her.

So endet es: Der vermeintlich tote Michael befreit sich aus seinem Leichensack. Laurie fährt ihn mit dem Auto an und rast mit ihm auf der Motorhaube einen Abhang hinunter. Dort wird Michael schließlich zwischen einem Auto und einem Baum eingeklemmt. Diese Gelegenheit nutzt Laurie, um ihm den Kopf mit einer Axt abzuschlagen.

Timeline: Halloween (1978) – Halloween II (1981) – Halloween H20 (1998)

Opfer: 8

Hintergrund: Zum 20-jährigen (H20, gesprochen “Age 20”, also 20 Jahre später) Jubiläum der Reihe kehrte Jamie Lee Curtis zurück in die Rolle, die 20 Jahre zuvor ihren Durchbruch bedeutete. Ignoriert wird der absurde Verlauf der Teile 4 bis 6 und dieses Halloween kommt ganz ohne Samhain-Story aus. Mit Steve Miner ist ein Regisseur an Bord, der bereits Freitag der 13. – Jason kehrt zurück maßgeblich für die Reihe definierte. Inhaltlich besinnt sich die Geschichte auf ihre Wurzeln und die Tode wurden drastisch zurückgeschraubt. Das Internat dient als stimmungsvoller Schauplatz und die Fortführung von Lauries Geschichte verzückte die Fans des Originals.

Bereits der Titel bricht mit der Reihe und das ist auch gut so. Vergessen ist der Blödsinn, den die Teile 5 und 6 verzapfen und Michael wieder das, was die Fans sehen wollen. Mit der jungen Michelle Williams (Brokeback Mountain) und Josh Hartnett (Pearl Harbor) sind zwei Schauspieler mit von der Partie, die wenige Jahre später zu großen Star werden sollen. Vielleicht ist Halloween H20 nicht der stärkste Teil der Reihe, aber der einzige, der nach dem zweiten angesehen werden kann, ohne negativ aufzufallen.

 

Ich liebe die Scream-Filme und war damals sehr begeistert von der Teenslasher-Welle, die Craven und Williamson losgetreten haben. Ein neuer Halloween, der einfach nahtlos an Teil 2 anknüpft, den Hokuspokus ausradiert und sich stumpf den neugestalteten Genrekonventionen hingibt, kam mir grade recht und ich mag den Teil bis heute. Laurie ist Michaels Schwester, sie geht mit ihrem Trauma relativ gut um, ist ein wenig überängstlich aus Sicht ihres Sohnes und teilt am Ende knallhart aus, wie das perfekte Final Girl, das sie schon immer hatte sein sollen. Bravo. Ich bin ein großer Freund davon, 1+2+H20 zusammen als Einheit zu schauen.

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Misato
Redakteur
24. Oktober 2018 16:09

Ich finde Franchises (oder was wir heute haben als Shared Universe) wahnsinnig spannend. Und irgendwie kommen mir beim Wort Filmreihe immer die Klassiker der Horrorsparte zuerst in den Sinn. Mein Favorit wird wohl ewig Nightmare on Elm Street bleiben. Aber es ist doch interessant und irre zugleich, was Halloween angestellt hat. Jetzt beklagen sich Leute, sie hätten Probleme Superhelden in die richtigen Universen zu ordnen. Hallo, bei einem Michael Myers ist das eine einzige Figur und wir kriegen so viele verschiedene Timelines und mögliche Ansehreihenfolgen! Es gibt bestimmt Leute, die 4+5+6 gern zusammen schauen. Immerhin sorgt der Bodycount für Spaß.