Die Halloween-Reihe im Gesamtüberblick

Halloween III – Die Nacht der Entscheidung (1982)

Darum geht es: Der Arzt Dan Challis (Tim Atkins, Maniac Cop) deckt eine Verschwörung auf und versucht zusammen mit der jungen Ellie (Stacey Nelkin) hinter die Hintergründe des Verbrechens zu kommen, die das Leben ihres Vaters kosteten. Die Halloween-Maskenfirma Silver Shamrock scheint dahinter zu stecken und experimentiert mit einem alten keltischen Ritual…

So endet es: Nachdem Dr. Challis die Flucht gelingt, versucht er die Ausstrahlung des Werbespots zu unterbinden, um Schlimmeres zu verhindern. Bis auf Kanal 3 kann er alle Sender überzeugen, doch was dann geschieht, bleibt offen.

Timeline: Halloween III (1982)

Opfer: 17

Hintergrund: Nachdem der Erfolg des zweiten Teils nicht so hoch wie erhofft ausfiel, wurde die Entscheidung getroffen, fortan jedes Jahr eine neue Geschichte zu erzählen. Diese sollte sich 1982 wie gehabt um Halloween als Fest drehen und bekam einen Verschwörungsplot spendiert, welcher zwar brutal ausfällt, doch mit dem Original nicht mehr viel zu tun hat. Regisseur Tommy Lee Wallace, der bereits mit Stephen Kings ES einen Hit landete, sollte das Projekt retten. Carpenter und Hill waren nur noch als Produzenten tätig. Der Film fiel beim Publikum durch und man entschied sich, mit dem nächsten Teil wieder zu den Wurzeln zurückzukehren. Halloween III gilt als inhaltlicher Ausreißer der Reihe. Immerhin hat Michael Myers einen Cameo-Auftritt auf einem Fernsehgerät. 2012 wurde er vom Index gestrichen und erhielt 2014 eine Jugendfreigabe ab 16 Jahren.

Eigentlich ein interessanter Ansatz, Geschichten um Halloween herum zu erzählen. Schließlich ist die Geschichte um Michael Myers ohnehin ein Flickenteppich. Doch das Publikum lehnte den Film ab, forderte Michael Myers zurück – verständlich! Für sich ganz allein ist Halloween III mit seinem okkulten Fantasy-Plot noch immer ein guter Film, den man auch losgelöst ansehen kann. Innovative Ansätze findet man zuhauf, wenn man mal den Schaum vor dem Mund abwischt, weil Michael Myers nicht die Hauptrolle spielt.

Da der Film innerhalb der Reihe vollkommen außer Konkurrenz läuft, stehe ich ihm recht wohlgesonnen gegenüber. Ein bisschen kann ich verstehen, dass die Leute Michael wieder wollten, aber diese verstörende Story rund um Masken zieht echt gut. Der Bezug zum Feiertag Halloween ist deutlich genug ausgeprägt, um ihn alle paar Jahre in die Grusel-Rotation zu schmeißen. Ich hätte gern gesehen, was Carpenter sich noch alles rund um Kürbisse und Verkleidungen ausgedacht hätte.

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Misato
Redakteur
24. Oktober 2018 16:09

Ich finde Franchises (oder was wir heute haben als Shared Universe) wahnsinnig spannend. Und irgendwie kommen mir beim Wort Filmreihe immer die Klassiker der Horrorsparte zuerst in den Sinn. Mein Favorit wird wohl ewig Nightmare on Elm Street bleiben. Aber es ist doch interessant und irre zugleich, was Halloween angestellt hat. Jetzt beklagen sich Leute, sie hätten Probleme Superhelden in die richtigen Universen zu ordnen. Hallo, bei einem Michael Myers ist das eine einzige Figur und wir kriegen so viele verschiedene Timelines und mögliche Ansehreihenfolgen! Es gibt bestimmt Leute, die 4+5+6 gern zusammen schauen. Immerhin sorgt der Bodycount für Spaß.